Aufklärung & Humanismus

Unser heutiges Freiheitsverständnis begann sich mit gesellschaftlichen Umbrüchen der Frühen Neuzeit durchzusetzen. Es waren die Philosophie, Literatur, Wissenschaft und Kunst des Renaissance-Humanismus, die den rational und selbstbestimmt handelnden Menschen ins Zentrum rückten und die Entfaltung seiner Fähigkeiten als Ideal postulierten. Durch die Aufklärung nahm die Subjektwerdung der Menschen weiter an Fahrt auf. Auf intellektueller Ebene wurde die Befreiung von überkommenen Dogmen und Vorurteilen vorangetrieben. Die universelle menschliche Vernunft galt den Aufklärungsdenkern als höchste Autorität. Auf ihrem Gebrauch basieren Freiheit, Mündigkeit und Würde der autonomen Person. Die moderne Naturwissenschaft trug dazu bei, die Naturkräfte besser zu verstehen und zu kontrollieren und sich so mehr und mehr von ihren Zwängen zu emanzipieren. Und auf politischer Ebene begann sich eine wesentlich auf Individualrechten beruhende offene politische Ordnung gegen die alten religiösen und monarchischen Autoritäten durchzusetzen. Diese ideellen Grundlagen der modernen Zivilisation gilt es heute zu verteidigen.

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Das Gespenst der Demokratie

Essay von Frank Furedi

Die Denker der Aufklärung hatten ein gespaltenes Verhältnis zur Volkssouveränität und sie misstrauten dem selbstbestimmten Individuum. Westliche Eliten sind noch immer von diesem Misstrauen geprägt. mehr

Die Schweinegrippe und die globale Angstindustrie

Essay von Frank Furedi

Während uns Gesundheitsbürokraten erzählen, dass „die gesamte Menschheit bedroht“ sei, gibt Frank Furedi Orientierung im Dschungel der Panikmacher. Ein „Handbuch zur Identifizierung der unterschiedlichen Akteure der Dramatisierung von Angst“. mehr

Experten – Totengräber der mündigen Gesellschaft?

Essay von Frank Furedi

Ja, moderne Gesellschaften sollten auf Vernunft und Rationalität basieren. Doch in seiner heutigen Funktion trägt das Expertentum vielfach dazu bei, Diskussionen im Keim zu ersticken, anstatt für eine möglichst breite Aufklärung zu sorgen. Von Frank Furedi mehr

Wir brauchen mehr Voltaire!

Analyse von Brendan O’Neill

Voltaires Glauben an die Meinungsfreiheit ist von der Mehrheit der Gesellschaft aufgegeben worden. Jetzt können sich sogar radikale Islamisten auf ihn berufen. Von Brendan O’Neill mehr

Mehr Humanismus wagen

Analyse von Frank Furedi

Im feudalistischen England entwickelte John Milton das Bild eines mündigen Bürgers, der sich von der Obrigkeit emanzipiert. Heute wird dem Bürger das Denken durch den fürsorglichen Staat abgenommen. Ist es da nicht Zeit, sich auf den Humanismus zurückzubesinnen. mehr

Freiheit politisch verteidigen

Essay von Johannes Richardt

Freiheit, Demokratie und Fortschrittsoptimismus gehören zusammen. Wir können dem antipolitischen Regulierungswahn unserer Tage nur politisch begegnen. Gerade Liberale tun sich oft schwer mit dieser Einsicht mehr

Egalité ohne Liberté? Non, non, non!

Analyse von Brendan O’Neill

Ende Oktober letzten Jahres sprach Brendan O’Neill, Chefredakteur des britischen Novo-Partnermagazins Spiked, auf dem „Battle of Ideas“-Debattenfestival in London zur Frage „Was ist falsch an der Gleichheit?“. NovoArgumente hat seine Rede in voller Länge dokumentiert mehr

Im Raum der Kontrollüberzeugungen

Analyse von Boris Kotchoubey

Eine Untersuchung des begrifflichen Wegs von Freiheit und Gleichheit mit den Instrumenten der Sozialpsychologie. Beide sind als internale Kontrollüberzeugungen entstanden und haben dann eine Externalisierung durchlaufen mehr

Freie Presse ohne Wenn und Aber!

Analyse von Mick Hume

Großbritannien galt lange als Musterland der Pressefreiheit. Doch seit dem News of the World-Abhörskandal steht sie unter Beschuss. Mick Hume, Editor-at-large des britischen Novo-Partnermagazins Spiked, über sein neues Buch, in dem er die Pressefreiheit ohne jede Einschränkung verteidigt mehr

Toleranz ist die Grundlage der Freiheit

Analyse von Frank Furedi

Keine Freiheit ohne Toleranz. Der britische Soziologe Frank Furedi, Autor des Buches On Tolerance. A Defence of Moral Independence verteidigt einen zentralen Wert der Aufklärung, der zu Beginn des 21. Jahrhunderts überall in der westlichen Welt mehr und mehr unter Druck gerät mehr

Bildungsdebatte: Verteidigt die Bildung als Selbstzweck!

Kurzkommentar von Dennis Hayes

Bildung soll nicht der Vermittlung gesellschaftlicher Normen und Wertvorstellungen dienen. Die Frage, wofür Bildung gut ist, ist für den Pädagogikprofessor Dennis Hayes falsch gestellt. Bildung ist ein Selbstzweck. Nur so lassen sich wissbegierige und kritische Menschen erziehen mehr

Werdet mündig!

Essay von Johannes Richardt

Die Mündigkeit – ein zentraler Baustein des Menschenbildes der Aufklärung – hat es heute schwer. Dem Einzelnen wird nichts zugetraut und Freiheiten werden eingeschränkt. Hier und in der aktuellen Printausgabe von NovoArgumente fragt Novo-Redaktionsleiter Johannes Richardt nach Auswegen mehr

Die Kunst der Kontroverse

Analyse von Brendan O’Neill

Die Kontroverse ist heute gesellschaftliche Normalzustand, kontrovers sein ein Zeichen von Konformismus. Was sagt das über unsere Zeit? Und wie kann man dann eigentlich noch wirklich kontrovers sein, fragt Brendan O’Neill, Chefredakteur des britischen Novo-Partnermagazins Spiked mehr

Weiterführende Literatur