Illustration: Jan Robert Duennweller

Paternalismus

Die staatliche Regulierung privater Verhaltensweisen durch Vorschriften oder vermeintlich wohlmeinende Volkserziehung, etwa beim Rauchen, der Ernährung oder Erziehung, schreitet immer weiter voran. Offenbar respektieren immer weniger Menschen unsere Fähigkeit, Risiken selbst zu beurteilen und angemessen zu kontrollieren. Dabei wird das menschliche Potential frei und autonom zu handeln, nicht nur von den Akteuren des paternalistischen Staates zunehmend skeptisch gesehen. Auch in der Gesellschaft arbeiten zahlreiche Akteure an der Entwertung erwachsener Mündigkeit und Eigenverantwortung.

Top Artikel

Nur zu deinem Besten

Von Christopher Snowdon

Neo-Paternalisten, ob Nudging-Theoretiker oder harte Verbotsbefürworter, wollen Menschen zur Verfolgung ihrer vermeintlich „wahren“ Interessen zwingen, insbesondere beim Rauchen und Essen. mehr

Werbefrei – nein danke!

Von Johannes Richardt

Die Bürgerinitiative „Berlin Werbefrei“ möchte kommerzielle Werbung aus dem öffentlichen Raum verbannen. Ein Irrweg. Die Aktivisten missverstehen, was Öffentlichkeit in einer Demokratie bedeutet. mehr

Wider den Spielverderberstaat

Rezension von Rob Lyons

Der heutige Paternalismus bevormundet uns in unseren Lebens- und Genussentscheidungen. In seinem Buch „Killjoys: A Critique of Paternalism“ hält Christopher Snowdon dagegen. mehr

Viva Las Vegas?

Kommentar von Johannes Richardt

Schleswig-Holstein möchte aus dem gescheiterten Glücksspielstaatsvertrag aussteigen. Kommt aus dem „Las Vegas des Nordens“ der notwendige Impuls zur Liberalisierung des Glückspielwesens? mehr

Weniger ist weniger

Kommentar von Christoph Lövenich

Mit einer Nationalen Reduktionsstrategie sollen die Deutschen dazu gebracht werden, weniger Salz, Zucker und Fett zu essen. Hinter ihrem Rücken wird der Geschmack von Nahrungsmitteln eingeschränkt. mehr

Weiterführende Literatur