Ernährung

Essen ist Politik, heißt es heute, wo immer mehr das Private als politisch gilt – obwohl es doch um öffentliche Angelegenheiten gehen müsste statt um den individuellen Lebensstil der Menschen. Blicken wir aufs eigene Land, so haben wir eine intellektuelle Verarmung infolge der sinnlosen Dauerbeschäftigung mit Ernährungsfragen zu beklagen. Für viele gilt: Du bist, was Du isst. Dabei ranken sich Mythen um gesunde Ernährung. Diese soll mal fleischarm oder -los sein, mal glutenfrei und mal auf Kohlenydrate, Zucker oder Fett verzichten. Vermeintlich ungesundes Übergewicht soll nach verbreiteter Meinung der Staat bekämpfen. Statt Liebe geht paternalistische Regulierung durch den Magen.

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Essen als Abgrenzung

Analyse von Stefan Laurin

Ob Bio, vegan oder vegetarisch: Essen ist längst mehr als Genuss und Sättigung. Es wurde zu einer Religion, deren Anhänger sich an dem Gefühl der eigenen Überlegenheit erfreuen. mehr

Hexenjagd auf Salz

Analyse von Ivo Vegter

Südafrika schreibt vor, wie viel Salz bestimmte Lebensmittel enthalten dürfen. So möchte das Land seinen Bürgern eine irrige WHO-Empfehlung aufzwingen. mehr

Krank durch Zucker?

Von Thilo Spahl

Durch übertriebene Ernährungswarnungen werden immer mehr Menschen verunsichert. Stark unter Beschuss geraten ist Zucker. Aber Zucker ist kein Gift. Man muss auch nicht studiert haben, um einschätzen zu können, wieviel man davon essen möchte, meint Thilo Spahl mehr

Wofür sprechen die Fakten?

Kommentar von Thilo Spahl

Verarbeitetes rotes Fleisch ist nach Einschätzung der Internationalen Krebsforschungsagentur krebserregend. Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat wurde nur als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Glücklicherweise ist diesmal niemand beeindruckt. mehr

Fleisch: WHO-Warnung ist mir Wurst

Kommentar von Christoph Lövenich

Die Weltgesundheitsorganisation hat verarbeitete Fleischwaren jüngst als krebserregend eingestuft, Fleisch insgesamt als wahrscheinlich karzinogen. Davon gänzlich unbeeindruckt zeigt sich der Autor, der Warnungen vor der WHO für angebrachter hält mehr

Dummheit oder Lüge?

Kommentar von Uwe Knop

Süße Softdrinks werden gerne verteufelt. Die Behauptung, dass sie zu Übergewicht bei Kindern führen, können anhand aktueller Studien jedoch widerlegt werden. Kritisiert werden die gezielte Panikmache von Ernährungsaktivisten bei Limo & Co. mehr

Lecker Klonfleisch

Kommentar von Thilo Spahl

Der Verbraucher ist der Politik liebstes Kind. Sie schaut ihm aufs Maul und schützt ihn nach Kräften. Am liebsten beim Essen – vor „Genfood“ und „Frankenfood“ und neuerdings auch vor „Klonfood“. Dabei ist weder Tier- noch Menschenwohl gefährdet. mehr

Von Schokolade hinters Licht geführt

Kommentar von Rob Lyons

Bitterschokolade führt zu Gewichtsabnahme? Auf diese lancierte Meldung sind viele Medien hereingefallen. Wie konnte dieser Trick funktionieren? Glauben sollte man aber auch „echten“ Forschungsergebnissen nicht einfach, schon gar nicht im Ernährungsbereich mehr

Modische Bevormundung

Kommentar von Christoph Lövenich

In Frankreich sollen dürre Models und Aufforderungen zum Sehr-dünn-Sein bald der Vergangenheit angehören. Der Magersuchtkult lässt sich nicht durch Freiheitseinschränkungen bekämpfen – schon gar nicht durch unglaubwürdige Feigenblattregulierung mehr

Chlorhuhn als amerikanische Spezialität

Kommentar von Axel Kleemann

Das Freihandelsabkommen zwischen EU und USA (TTIP) soll regionale Spezialitäten wie den Hessischen Handkäs und den Salzwedeler Baumkuchen bedrohen. Dabei können wir von amerikanischen Spezialitäten wie dem Chlorhuhn profitieren. mehr

Politik in aller Munde

Kommentar von Christoph Lövenich

Bundesernährungsminister Christian Schmidt hat genaue Vorstellungen, was Kinder essen sollten. Auch nicht-staatliche Akteure profilieren sich mit dem Schlachtruf „Essen ist Politik“. Die Sinnhaftigkeit solcher Vorstellungen lässt sich in Frage stellen. mehr

Ammenmärchen über dicke Kinder

Kommentar von Uwe Knop

Über das Essverhalten von Kindern wird derzeit wieder diskutiert. Dabei kursieren populäre Vorurteile: Fernsehen und Fast Food machen dick, Sport hingegen schlank.Diese werden widerlegt solche Vorstellungen anhand aktueller Studien mehr

Lupinen als politisch korrekter Gaumenschmaus

Kurzkommentar von Thilo Spahl

Am Mittwoch ist der mit 250.000 Euro dotierte Deutsche Zukunftspreis 2014 verliehen worden. Er wurde Ernährungsforschern zuteil: Lupinen sollen künftig Milch und Wurst ersetzen können. Der Autor beabsichtigt dennoch, an seinen Essgewohnheiten festzuhalten. mehr

Weltverbesserer mit Veggie-Wurst

Kommentar von Christoph Lövenich

In der Fleischwarenbranche befürchtet man, die Wurst werde „die Zigarette der Zukunft“. Die Firma Rügenwalder wird demnächst teilweise fleischlos produzieren. Anlass einen Blick auf defensives Unternehmertum mit politisch-korrekten Anwandlungen zu werfen. mehr

Erziehung auf dem Speiseplan

Analyse von Rob Lyons

Die Schulspeisung, historisch betrachtet eine Notwendigkeit im Kampf gegen den Hunger, ist zu einem Werkzeug von Sozialingenieuren geworden.. Kinder und Eltern werden über das Schulessen mit Vorstellungen von ‚richtiger‘ Ernährung indoktriniert mehr

WHO-Hexenjagd auf Zucker

Kommentar von Uwe Knop

Die Weltgesundheitsorganisation fordert aktuell, dass wir unseren Zuckerkonsum drastisch reduzieren sollen. Fettleibigkeit und deren Folgeerkrankungen sollen so bekämpft werden. Dabei fehlt aber der wissenschaftliche Beweis, dass Zucker tatsächlich dick oder krank macht mehr

Zuviel Grün ist ungesund

Kommentar von Hans Georg Wagner

Vegetarier erhoffen sich eine höhere Lebenserwartung. Aber nicht alles, was fleischlos daher kommt ist gesund. Der Mensch hat sich über Jahrtausende an Mischkost angepasst. Eine extrem einseitige Ernährung kann dieses Gleichgewicht empfindlich stören. mehr

Fleisch ist ein Stück Wohlstand

Analyse von Hans Georg Wagner

Vegetarier sehen in Indien das Vorzeigeland des Fleischverzichts, dabei ist der wahre Grund die Armut. Jenseits der Wohlstandsinseln ist der Vegetarismus daher auch bedeutungslos. Außerdem verdanken die Nutztiere ihr Leben allein unseren Essgewohnheiten. mehr

Obst und Gemüse als Krankmacher?

Kommentar von Uwe Knop

Seit der „5-am-Tag“-Kampagne verzeichnen die Krankenhäuser 80 Prozent mehr Magen-Darm-Krankheiten. Da solche Kampagnen meist auf wissenschaftlich nicht belegbaren Hypothesen beruhen, sollte der ernährungspolitische Blindflug gestoppt werden. mehr

Die Crux mit dem Sonntagsbraten

Analyse von Sebastian Dewaldt

In immer mehr deutschen Kantinen darf an einem Tag in der Woche unter dem Motto „Donnerstag ist Veggie-Tag“ kein Fleisch mehr gegessen werden. Die Kampagne basiert auf sehr fragwürdigen Argumenten und zeugt von einem intoleranten und paternalistischen Anspruch. mehr

Wo bleiben die Daten?

Analyse von Uwe Knop

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung versorgt die Bevölkerung seit Jahrzehnten mit Empfehlungen für gesunde Ernährung – ohne dafür Beweise zu liefern. Überschätzt sie bewusst ihre Datenbasis und wieso lässt sich Ministerin Aigner dafür einspannen? mehr

Von Frust und Fleischeslust

Essay von Wolfgang Branscheid

Fleischessen ist zunehmend in der Kritik. Der Agrarwissenschaftler Wolfgang Branscheid resümiert die aktuelle Verzichtsdebatte: Fleischprodukte werden vor allem unter den Aspekten Lebensmittelsicherheit, Klimaschutz und Tierschutz kritisiert – oft mit schwachen Argumenten. mehr

Fröhlich vom Fleisch zu essen ...

Essay von Günter Ropohl

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Vegetarismus. Die Kultur perfektionierten Genießens wird zugunsten eines abstrakten Gesinnungsprinzips geopfert, die Esskunst zum Zwecke bloßen Überlebens instrumentalisiert mehr

Achtung adipöser Advent!

Kommentar von Uwe Knop

Schädliche Dickmacher machen uns zu willenlosen Weihnachtsfressmaschinen, behaupten alle Jahre wieder die zahlreichen „Ernährungsapostel“. Der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop widerspricht und rät stattdessen Glühwein, Plätzchen und Festtagsbraten ganz einfach zu genießen mehr

Der staatlich forcierte Jo-Jo-Effekt

Analyse von Uwe Knop

Die Politik hat dicke Menschen zum Problem erklärt, Wissenschaftler liefern passende Studien, fast alle Medien beschwören Übergewichtsepidemien und am Ende profitiert die Diätbranche. Eine Debatte die von Denkfehlern und Fehlinformationen geprägt ist. mehr

Bist Du krank? Trink Bohnentrank!

Analyse von Uwe Knop

Früher galt Kaffee als schwer ungesund; heute verkünden unzählige Beobachtungsstudien genau das Gegenteil. Der Haken: Diese können gar keine haltbaren Beweise liefern. Über den aktuellen Bohnentrank-Hype – vom Muselmannschreck zum ökotrophologisch begnadigten Allheilmittel mehr

Fleisch essen? Zum Nutzen der Menschheit!

Kurzkommentar von Udo Pollmer

Der Autor räumt mit den Mythen auf, dass die Erzeugung und der Verzehr von Fleisch der Umwelt schaden und die Welternährung gefährden. Nutztiere erhalten überwiegend Futtermittel aus Rohstoffen, die für die menschliche Ernährung sonst gar nicht anders nutzbar wären mehr

Fleischesser sterben – Vegetarier auch!

Kommentar von Ulrike Gonder

Vegetarismus ist gerade "mega-in". Damit einher geht ein befremdliches Fleischesser-Bashing – leider auch in der Fachpresse, wie die aktuelle Diskussion über den Verzehr von rotem Fleisch zeigt. Zu Unrecht, findet Ulrike Gonder: Man kann sich mit und ohne Fleisch gesund ernähren mehr

Das Bein in meiner Küche

Essay von Thilo Spahl

Was steckt hinter dem Aufstieg des Vegetarismus zum allgemeinen Stilvorbild? Ursachen, sieht der Autor, in einer wachsende Entpolitisierung und Moralisierung gesellschaftlicher Debatten. Im Namen einer humanen Gesellschaft verteidigt er die Sonderstellung des Menschen mehr

Junk Science vs. Junk Food

Analyse von Rob Lyons

Nach dem Tabak- und dem Alkoholkonsum gerät das Fleischessen immer mehr ins Fadenkreuz der „Wir mögen’s nicht, also gehört es verboten“-Lobby. Gegen eine auf Junk-Science gestützte Freiheitsfeindlichkeit verteidigt der Autor das Recht eines Jeden, sich seinen kleinen Lastern hinzugeben mehr

Volkskammerergebnisse im Hühnerstall

Kommentar von Walter Krämer

96,4% aller Masthühner werden mit Antibiotika behandelt, behauptete das NRW-Umweltministerium. Kritiklos übernahmen viele Medien die Zahlen. Aber tatsächlich sind es wohl weitaus weniger. Wir zeigen wie mit Hilfe statistischer Tricks Panik geschürt wird, um Politik zu machen mehr

Null-Toleranz-Diät für Dicke

Kommentar von Josef Hueber

Dicksein wird in unserer Gesellschaft zunehmend stigmatisiert. Auf fragwürdiger Wissenschaft beruhende Gesundheits-, Schönheits- und Ernährungsnormen breiten sich hierzulande mehr und mehr aus. Eine ironische Kritik an einer alles andere als lustigen Entwicklung mehr

Der stille Triumph der Schwarzmalerei

Analyse von Kai Rogusch

Die gesellschaftlichen Umbrüche der letzten Jahrzehnte haben ein kulturelles Klima befeuert, in dem Misstrauen und Ängste gedeihen. Aktuelle Debatten, etwa über Rauch- oder Alkoholverbote, reflektieren diese diffuse Unsicherheit. Über den Aufstieg staatlicher Verhaltensregulierung. mehr

Michael Bloombergs Kreuzzug gegen Limonade

Kommentar von Nathalie Rothschild

Mit seinem Kampf gegen Tabak, Fastfood und Limonade beschneidet der gesundheitsbesessene Bürgermeister New Yorks individuelle Freiheiten. Die Prohibition feiert ihr Comeback ausgerechnet in einer Stadt, die weltweit lange als Inbegriff der Freiheit und des Hedonismus galt mehr

Von wegen gesund!

Analyse von Ulrike Gonder

Dänemark hat als erstes Land der Welt eine Steuer auf gesättigte Fettsäuren eingeführt. Kritik: dies ist ein Versuch, das Essverhalten der Bürger zu steuern. Nahrhafte Grundnahrungsmittel werden diskreditiert und fragwürdige Imitate protegiert. Fett ist gesund mehr

Wutbürger beim Essenentlarven

Kommentar von Thilo Spahl

Auf der Internetplattform lebensmittelklarheit.de können Verbraucher, die sich von Informationen auf Verpackungen getäuscht fühlen, Dampf ablassen. Der Erkenntniswert des steuerfinanzierten Onlineprangers geht dabei gegen null. mehr

Eine politisch unkorrekte Verbindung!

Essay von Georg Keckl

Die Ehec-Epidemie hielt im Sommer das Land in Atem; sie forderte Dutzende Todesopfer. Ihr Auslöser lag auf einem Bio-Bauernhof. Haben Politik, Behörden und Medien dies in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem grünen Zeitgeist erst nicht wahrhaben wollen? mehr

Werden wir alle vergiftet?

Analyse von Walter Krämer

Chemie im Essen sei der größte Gesundheitsgefährder, heißt es. Dabei sind die meisten Gefahren, wie Ehec, nicht menschengemacht sondern natürlichen Ursprungs sind. Waren Panikmacher wie Greenpeace in der Ehec-Krise deshalb so still? mehr

Fast-Food-Esser sind keine Junkies

Kommentar von Rob Lyons

Angeblich hat uns die Lebensmittelindustrie zu fetten und hilflosen Wesen gemacht, die nur ihren nächsten Burger im Sinn haben. Diese Vorstellung beruht jedoch auf einem degradierenden Menschenbild. mehr

„Gene sind ungesund für meine Kinder“

Kommentar von Christoph Willers

Eine an der Universität zu Köln gemeinsam mit dem IFAK-Institut durchgeführte Studie zeigt, welche Gründe für den Widerstand gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel in Deutschland vorliegen und in welche Segmente sich die deutsche Bevölkerung hinsichtlich ihrer Einstellung zur Grünen Gentechnik unterteilen lässt. mehr

Die dürre Republik

Analyse von Matthias Heitmann

Eine Analyse der politische Rezeptur des nationalen Schlankheitswahns mit dem Ergebnis, dass dieser weniger auf die Reduktion unseres Gewichts, sondern unserer Selbstbestimmtheit abzielt. mehr

Ist „bio“ wirklich besser?

Analyse von Michael Miersch

Das naturreine Image strahlt makellos. Doch es gibt keine Beweise, dass Biolebensmittel tatsächlich gesünder sind. Und obendrein schaden manche Methoden des Ökolandbaus der Umwelt. mehr

Frische Milch in alten Schläuchen

Essay von Thomas Deichmann

Greenpeace präsentierte zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine Neuauflage des Einkaufsratgebers für gentechnikfreien Genuss. Dabei kann einem die Lust auf den Hamburger Verein endgültig vergehen. mehr

Angst wollen Seele essen?

Essay von Michael Miersch

Die Hightech-Landwirtschaft mag seelenlos sein, ihre Produkte aber sind gesund, schmackhaft und umweltfreundlich. Der Autor hat holländische Agrarfabriken besucht, in denen mit modernsten Methoden an der Zukunft des Landbaus gearbeitet wird. mehr

Weiterführende Literatur