Illustration: Julia Hosse

USA

Alle Artikel (Fortsetzung)

Mehr Diskussion, nicht erzwungenes Schweigen

Essay von Horst Meier

Das Recht auf freie Rede ist unteilbar. Es schließt auch die Freiheit, das politische Klima zu vergiften, mit ein. Nicht mit Zensur und „Hate Speech“-Paragrafen begegnet man dem Schüren von Vorurteilen, sondern mit Argumenten im Meinungskampf. mehr

Retter der amerikanischen Seele?

Rezension von Josie Appleton

Das neue Buch von Thomas L. Friedman Hot, Flat, and Crowded (Was zu tun ist) ist symptomatisch für die mittlerweile tiefe Verwurzelung des grünen Denkens in der Psyche der westlichen und speziell der US-amerikanischen Eliten. mehr

Obama: König der niedrigen Erwartungen

Von Sean Collins

Nach nur sechs Monaten im Amt scheint sich für den US-Präsidenten Barack Obama die Zeit der Unantastbarkeit dem Ende zuzuneigen. US-amerikanische Beobachter beschreiben den Juli als Katastrophen-Monat für den neuen Präsidenten: Das Projekt der Gesundheitsreform droht, ins Stocken zu geraten, hinzu kommen seine harschen wie unbedachten Äußerungen zur Festnahme eines Harvard-Professor sowie erste zynische Kommentare zu Obamas Kleidungsstil. Auch seine Beliebtheitswerte nähern sich von ihren anfänglich geradezu astronomischen Höhen langsam einer realistischeren Einschätzung. Der Journalist Sean Collins beobachtet die US-amerikanische politische Szenerie von New York aus und argumentiert, dass der Lack zwar langsam beginnt abzublättern, dass aber Obamas nach wie vor große Beliebtheit eher ein anderes Problem offenbart: die niedrigen Erwartungen der amerikanischen Öffentlichkeit an die Politik nach dem Ende der Bush-Ära. mehr

US-Wahlen: Yes, we can – but what?

Von Matthias Heitmann

„Es muss ein Ruck durch unser Land gehen!“ – so lautete 1997 die fast schon beschwörende Forderung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Die Reaktionen in aller Welt auf den Wahlsieg von Barack Obama bei den US-Präsidentschaftswahlen zeigen, wie sehr sich die Menschen nach einem solchen „Ruck“ sehnen. mehr

Antiamerikanismus und die Suche nach dem Sinn

Kommentar von Julian Namé

Amerikakritische Sentiments sind in Europa weit verbreitet; sie prägen auch die Wahrnehmung des US-Wahlkampfs. Während Barack Obama vielen Europäern als Hoffnungsträger gilt, steht der Republikaner John McCain für das „alte“ Amerika. Julian Namé fragt nach Inhalt und Ursprung des europäischen Antiamerikanismus und stellt fest, dass es eher um das Selbstverständnis des alten Kontinents als um eine fundierte Kritik an der Neuen Welt geht. mehr

Barack Obama und die Lebensstil-Politik

Analyse von Frank Furedi

Im US-Wahlkampf hat das liberale Lager den Kampf um viele Wähler erst gar nicht aufgenommen. Lieber versucht man, die Haltungen und Vorurteile der eigenen Unterstützer zu bestärken – indem man „den anderen“ mit nichts als Verachtung begegnet. mehr

Kosovo: Spielball der Großmächte

Kommentar von Philip Cunliffe

Vergessen Sie die schrillen Behauptungen über die irrationalen ethnischen Bestrebungen in dieser Region, die Serbien und das Kosovo in einen Konflikt treiben. Es ist die Einmischung des Auslands, die die Region entzweit. mehr

Bush? I don’t Kerry!

Essay von Matthias Heitmann

Die fortschreitende „Amerikanisierung“ der hiesigen politischen Kultur macht uns glauben, in den USA hätten verschiedene Politikentwürfe zur Wahl gestanden. mehr