Illustration: Julia Hosse

USA

Alle Artikel (Fortsetzung)

Gesetze gegen Waffen sind Gesetze gegen Schwarze

Analyse von Kevin Yuill

Wer strengere Waffengesetze für die USA fordert, braucht vor allem dringend eine Geschichtsstunde. Historisch gesehen diente die Waffenregulierung nämlich in erster Linie der Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung. Das ist heute nicht anders. mehr

House of Cards ist nicht Amerika

Essay von Robert Benkens

Die Kritik an der amerikanischen Politik darf kein Tabu sein. Gerade dann, wenn man dem Antiamerikanismus wirksam begegnen will. Sie darf aber auch nicht in Zynismus und Verschwörungsdenken umschlagen. Die amerikanischen Werte sind weiterhin bedeutend. mehr

Ein Hoch auf Amerika!

Kommentar von Alan Miller

Battle in Print: Der moderne Antiamerikanismus richtet sich nicht gegen eine Kultur ohne Tiefgang, sondern gegen die Kernidee des „amerikanischen Traums“. mehr

Mehr Diskussion, nicht erzwungenes Schweigen

Essay von Horst Meier

Das Recht auf freie Rede ist unteilbar. Es schließt auch die Freiheit, das politische Klima zu vergiften, mit ein. Nicht mit Zensur und „Hate Speech“-Paragrafen begegnet man dem Schüren von Vorurteilen, sondern mit Argumenten im Meinungskampf. mehr

Gefangen in Cyburbia

Rezension von Jennie Bristow

In seinem faszinierenden neuen Buch Cyburbia behauptet James Harkin, dass die gegenwärtige Internetkultur ihre Ursprünge in den Antiautoritäts- und Antiobjektivitätsbewegungen der 60er-Jahre habe. Vor dem Hintergrund dieser Gegenkulturen plädiert er heute dafür, sich den alles verschlingenden „Second Lives“ zu entziehen. mehr

Retter der amerikanischen Seele?

Rezension von Josie Appleton

Das neue Buch von Thomas L. Friedman Hot, Flat, and Crowded (Was zu tun ist) ist symptomatisch für die mittlerweile tiefe Verwurzelung des grünen Denkens in der Psyche der westlichen und speziell der US-amerikanischen Eliten. mehr

Antiamerikanismus und die Suche nach dem Sinn

Kommentar von Julian Namé

Amerikakritische Sentiments sind in Europa weit verbreitet; sie prägen auch die Wahrnehmung des US-Wahlkampfs. Während Barack Obama vielen Europäern als Hoffnungsträger gilt, steht der Republikaner John McCain für das „alte“ Amerika. Julian Namé fragt nach Inhalt und Ursprung des europäischen Antiamerikanismus und stellt fest, dass es eher um das Selbstverständnis des alten Kontinents als um eine fundierte Kritik an der Neuen Welt geht. mehr

Barack Obama und die Lebensstil-Politik

Analyse von Frank Furedi

Im US-Wahlkampf hat das liberale Lager den Kampf um viele Wähler erst gar nicht aufgenommen. Lieber versucht man, die Haltungen und Vorurteile der eigenen Unterstützer zu bestärken – indem man „den anderen“ mit nichts als Verachtung begegnet. mehr

Editorial

Von Thomas Deichmann

Obamania! - Obamas Aufstieg ist ein interessantes Phänomen. Viele Amerikaner zeigen ein gestärktes Interesse an der Politik ihres Landes und fühlen sich vom Stil des Demokraten motiviert. Sie erhoffen sich von einem Regierungswechsel neue, positive Impulse. Die Republikaner dagegen haben mit einem eher negativen Image zu kämpfen, bestärkt durch die chaotische Militärpolitik der letzten Jahre und die aktuelle Wirtschaftsschwäche. Aber wird Obama die Erwartungen erfüllen können mehr

Kosovo: Spielball der Großmächte

Kommentar von Philip Cunliffe

Vergessen Sie die schrillen Behauptungen über die irrationalen ethnischen Bestrebungen in dieser Region, die Serbien und das Kosovo in einen Konflikt treiben. Es ist die Einmischung des Auslands, die die Region entzweit. mehr

Bush? I don’t Kerry!

Essay von Matthias Heitmann

Die fortschreitende „Amerikanisierung“ der hiesigen politischen Kultur macht uns glauben, in den USA hätten verschiedene Politikentwürfe zur Wahl gestanden. mehr

Editorial

Von Thomas Deichmann

Vor der Wahl ist nach der Wahl - Das gilt auch für die Qualität weiter Teile der hiesigen Auseinandersetzung mit den Entwicklungen in den USA. Der Wahlabend lieferte jedenfalls einen neuen Gipfel deutscher Besserwisserei (beziehungsweise Klugscheißerei) zu Fragen der US-Politik. Nachdem sich ein Großteil der TV-Medien monatelang unverfroren wahlkämpferisch für den Herausforderer Kerry eingesetzt hatte, glaubten die Redaktionen offenbar selbst so felsenfest an „ihren“ Wahlsieg, dass sie gleich Heerscharen von Reportern in Sektlaune nach Washington entsandten. mehr