Bürgerrechte

Bürgerrechte sind heute ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite kommen immer mehr „Minderheiten“ in den Genuss einklagbarer Rechte. Ob Homosexuelle, Behinderte oder Frauen: Wer sich auf eine Opferrolle beruft, kann sich darauf verlassen, Gehör zu finden. Auf der anderen Seite jedoch offenbart etwa die allgemeine Empörung über das Gebaren von Spartengewerkschaften wie der GdL oder dem Marburger Bund, dass das konsequente und organisierte Eintreten für die eigenen Interessen als ungebührlich empfunden wird. Auch Raucher stoßen auf massive Vorbehalte, weil sie unseren auf Gesundheit, Harmonie und Konfliktprävention bedachten Konsens stören. Hinter diesen beiden Entwicklungen steht das Misstrauen gegenüber dem aktiven Menschen, der sich Rechte nicht bloß obrigkeitsstaatlich zuteilen lassen möchte, sondern dadurch erringen will, dass er sie persönlich oder mit Mitstreitern durchzusetzen bereit ist.

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