Illustration: Christoph Kleinstueck

Alkoholregulierung

Alkoholische Getränke stehen seit Jahren im Fokus des zeitgenössischen Paternalismus. In bewusster Nachahmung der Tabakdämonisierung soll einschränkende Regulierung das Alkoholtrinken denormalisieren: Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen, Verbote von Flatrate-Tarifen in Gaststätten, Alkoholschlösser für Autofahrer, nächtliche Verkaufsverbote an Tankstellen und Kiosken oder Trinkverbote in Fußballstadien. Viele dieser Maßnahmen werden auch in Deutschland eingeführt oder zumindest diskutiert, was vor zehn Jahren noch undenkbar war. Dabei geht der Alkoholkonsum seit Jahrzehnten zurück, auch bei Jugendlichen. Die Zahl der Verkehrstoten im mutmaßlichen Zusammenhang mit Alkoholkonsum sinkt ebenso seit Jahren. Nicht die tatsächliche Problemlage, sondern der Hang zur immer kleinteiligeren Einmischung in das individuelle Privatleben leitet die Politik.

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Schnapsidee gegen das Trinken

Kurzkommentar von Christoph Lövenich

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Wie man Alkoholfreunde in Aussätzige verwandelt

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Tim Black beschreibt den Kreuzzug gegen den Alkohol in Großbritanien. Der Genuss von Alkohol soll auf ähnliche Weise "denormalisiert" werden, wie dies bereits mit dem Tabakkonsum geschehen ist. Anzeichen dieser undemokratischen Politik finden sich auch in Deutschland mehr

Stay Gold! Enthaltsam für die Volksgesundheit

Kurzkommentar von Johannes Richardt

Am 5. Dezember startete eine bundesweite Initiative der Polizei gegen das sogenannte „Komasaufen“ bei Jugendlichen. Die Kampagne „Don't drink too much. Stay Gold!“ wird als Aufklärungskampagne über die Gefahren und unliebsamen Nebenwirkungen erhöhten Alkoholkonsums bei Jugendlichen präsentiert. Und wie fast immer, wenn es um die staatliche Einmischung in die Gestaltung individueller Lebensstile geht, war die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), mit von der Partie. mehr

Weiterführende Literatur