Vor Bologna war nicht alles besser
Der heutige Akkreditierungsprozess für Studiengänge ist zwar aufwendig, sichert jedoch die Qualität der Lehre. In die Zeit der alten Rahmenprüfungsordnungen kann niemand ernsthaft zurückwollen. mehr
Der heutige Akkreditierungsprozess für Studiengänge ist zwar aufwendig, sichert jedoch die Qualität der Lehre. In die Zeit der alten Rahmenprüfungsordnungen kann niemand ernsthaft zurückwollen. mehr
Von Marcus Knauf
Die Uni Hamburg verpflichtet ihre Angehörigen auf einen Verhaltenskodex zur Religionsausübung. Was zunächst wie eine Verteidigung der säkularen Universität erscheint, entpuppt sich als das Gegenteil. mehr
Interview mit Herfried Münkler
Die von den europäischen Aufklärern hart erkämpften Freiheiten gelten im Hörsaal oft wenig. Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler über Meinungsfreiheit an deutschen Universitäten mehr
Essay von Kolja Zydatiss
Niedrige Gehälter, Kettenverträge und lange Phasen der Arbeitslosigkeit bedeuten eine Prekarisierung der Wissenschaft, die Jungakademiker aus privilegierten Schichten bevorzugt. Der Gesellschaft schadet diese Entdemokratisierung der Universitäten, meint Kolja Zydatiss mehr
Essay von Adorján Kovács
Die Hürden, die man hierzulande überwinden muss, um zu habilitieren, werden mehr und mehr gesenkt. Die neuen Kriterien laden jedoch zu Tricksereien ein und die vielbeschworene Exzellenz der Hochschulen entpuppt sich als Augenwischerei, meint der Medizin-Professor Adorján Kovács mehr
Kommentar von Patrick Jütte
Der Bologna-Prozess will Bildung ökonomisieren und delegitimiert damit die humanistische Vorstellung von der Erkenntnis als Selbstzweck. Der gesellschaftliche Verzicht auf die eher praxisfernen Disziplinen würde jedoch zu einer geistigen Verarmung führen. mehr
Kurzkommentar von Dennis Hayes
Bildung soll nicht der Vermittlung gesellschaftlicher Normen und Wertvorstellungen dienen. Die Frage, wofür Bildung gut ist, ist für den Pädagogikprofessor Dennis Hayes falsch gestellt. Bildung ist ein Selbstzweck. Nur so lassen sich wissbegierige und kritische Menschen erziehen mehr
Essay von Günter Ropohl
Eine Kritik an den Unireformen der letzten Jahre. Kleine Fächer werden abgewickelt. Ökonomische Denke breitet sich aus. Das Humboldt’sche Ideal von autonomer Bildung wird einem technokratischen Ansatz geopfert mehr
Von Adorján Kovács
Die Exzellenzförderung führt mit Großprojekten vorwiegend zur Auswalzung bekannten Wissens, kaum zu wirklich neuen Erkenntnissen. Deren Entdeckung bleibt wie eh und je Individuen vorbehalten. Adorján Kovács verteidigt den Einzelnen gegen den durchökonomisierten Wissenschaftsbetrieb mehr
Rezension von Tobias Prüwer
Alma mater krisiensis: Unter dem Titel Unbedingte Universitäten hat der Diaphanes Verlag ein Buchpaket zur Misere der Hochschulreformen veröffentlicht. Eine affirmative, mit ergänzenden Argumenten flankierte Sammelrezension zu Ort und Idee der Universität. mehr
Analyse von Tobias Prüwer
Der Abbau von Bildung an den Universitäten schreitet voran. Manche sehen in der virtuellen Hochschule einen Ausweg. Tobias Prüwer wiederspricht: Zwar soll man moderne Techniken nutzen, aber als emanzipative Lebenspraxis bedarf Bildung immer auch eines Ortes der Kritik. mehr
Kommentar von Tobias Prüwer
Auch nach der zweiten „Nationalen Bologna-Konferenz“ am 6. Mai scheint die Politik nicht begriffen zu haben, dass eine bloße Erziehung zur Brauchbarkeit an den Hochschulen keinen Platz hat. Die Uni ist mehr als eine Lernfabrik. mehr
Von Tobias Prüwer
Verfolgte Unschuld? – Karl-Theodor zu Guttenberg will von Plagiatsvorwürfen nichts wissen, gesteht aber „Fehler“ in seiner Dissertation ein. Eine unglaubliche Verharmlosung, die eines zeigt: wissenschaftliche Ehrbarkeit und politisches Kalkül vertragen sich nicht, meint Tobias Prüwer mehr
In Tunesien hat die Jugend revoltiert. Dies zeigt uns auch, dass die Idee ein Anheben der Bildungsausgaben führe automatisch zu Wirtschaftswachstum, zwar intuitiv plausibel, aber in ihrer Einfachheit falsch ist. mehr
Essay von Sabine Beppler-Spahl
Führt bessere Bildung tatsächlich zu wirtschaftlichem Wachstum, oder ist nicht eher das Gegenteil der Fall? mehr
Essay von Günter Ropohl
Wissenschaften sind verführbar. Gerade deshalb ist ihre Unabhängigkeit so wichtig. mehr
Rezension von Sabine Beppler-Spahl
Eine Buchbesprechung . mehr
Kommentar von Sabine Beppler-Spahl
Wenn Bildung alles sein soll, bleibt sie notgedrungen auf der Strecke. Eine polemische Erwiderung auf die nicht enden wollende Instrumentalisierung des Bildungsbegriffs. mehr