Illustration: Mathias Barth

Umweltschutz

Die Natur ist keine heilige Kuh. Naturschutz ist kein Selbstzweck. Ein instrumentelles Verhältnis zur Natur ist im wahrsten Sinne des Wortes Wertschätzung. Wir schätzen den Wert der Natur, indem wir sie nutzen und gestaltend in sie eingreifen. Eine strikt menschenzentrierte Haltung und ein unsentimentaler Blick auf die Natur bedeuten keineswegs, dass uns die Natur egal ist. Werden wir, nur weil wir uns die Natur untertan machen, die Luft verpesten, Wälder abholzen und Flüsse vergiften? Ganz im Gegenteil! Warum sollten wir? Wenn wir die Natur als menschlichen Lebensraum und Rohstoffquelle betrachten, mit der wir machen können, was wir wollen, dann haben wir genug gute Gründe, sie so zu gestalten, dass wir auch weiter Gefallen an ihr finden. Dafür bedarf es weder Ehrfurcht noch Demut. Es genügen gesunder Menschenverstand und demokratisch legitimierte Regeln für den Umgang mit dem Allgemeingut Natur.

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Wieso der Rhein keine Dreckbrühe mehr ist

Analyse von Christoph Eichler

Eine saubere Natur und Wirtschaftswachstum seien nicht vereinbar, glauben immer mehr Menschen. Dabei führt gerade technologischer Fortschritt zu neuen Möglichkeiten des Umweltschutzes. Dies gilt insbesondere im Bereich des Gewässerschutzes. mehr

Gegen Mensch und Umwelt

Analyse von Kolja Zydatiss

Ein Aktionsbündnis möchte in Berlin gegen die moderne Landwirtschaft demonstrieren. Die Angst-Propaganda der Organisatoren schadet den Verbrauchern. Die Bio-Landwirtschaft ist ein Rückschritt. Die „Agrarindustrie“ hat tatsächlich Großes geleistet. mehr

Die Andersgrünen

Essay von Michael Miersch

Wer zukunftsfähige ökologische Lösungen erkunden möchte, sollte sich mit den Ideen grüner Renegaten befassen. Ihnen sind Tabus wie Atomkraft und Gentechnik nicht zu heiß. Sie setzen auf intelligente Technik und sozialen Wandel ohne verkniffene Askese. mehr

Der Ökologismus ist nicht modernisierbar

Essay von Peter Heller

Vor kurzem wurde das Ecomodernist Manifesto veröffentlicht und auch bei NovoArgumente besprochen. Die Autoren zeigen, wie dank Wirtschaftswachstum mehr Umweltschutz möglich ist. Trotz eines pragmatischen und fortschrittsfreundlichen Ansatzes sind nicht alle überzeugt mehr

Die bösen Fremdlinge in der Natur

Analyse von Josef H. Reichholf

Für viele Naturschützer gelten fremde Arten als Bedrohung der heimischen Natur. Abgrenzungen zwischen „fremden“ und „heimischen“ Arten sind rein künstlich. Steht hinter der biologischen Debatte auch ein ganz anderes Problem? mehr

Betreten verboten!

Analyse von Josef H. Reichholf

Warum Naturschutzverordnungen und Artenschutzbestimmungen den Menschen nicht der Natur entfremden, sondern ihn an sie heranführen sollten. Denn nur dann werden wir uns ihres Werts bewusst mehr

Trost der Kreatur

Kommentar von Brendan O’Neill

Was bewegt Tierrechtsaktivisten, gegen Lebendtransporte und Tierquälerei auf die Straße zu gehen. Sind es wirklich nur Mitleid und edle Motive? Oder steckt nicht manchmal auch moralische Selbstgefälligkeit und Misanthropie dahinter? mehr

Mangel im Schlaraffenland?

Analyse von Joachim Volz

Im vierten und letzten Teil seiner Artikelserie über moderne Mythen rund um den Rohstoff Holz untersucht Joachim Volz den historischen Wandel des menschlichen Naturverständnisses. Ideologiekritisch geht er dabei dem antizivilisatorischen Kern grünen Denkens auf den Grund mehr

Wasserneutralität = Tod

Analyse von Brendan O’Neill

Anfang nächster Woche leben sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Was wirklich hinter dem Vorurteil steckt, wir müssten Wasser sparen, damit für alle Menschen genug übrig bleibt. mehr

Vom Wechsel der Zeitalter

Analyse von Joachim Volz

Die enorme Rolle, die Holz beim Übergang ins industrielle Zeitalter spielte oder, wie z.B. Brasilien zeigt, gerade spielt. Hierzulande ist der Wald hingegen ein Sinnbild für Wildnis; die Bedeutung von Holz als Rohstoff bleibt auf der Strecke mehr

Kosten einer Futtermittelwende

Analyse von P. Michael Schmitz

NGOs kritisieren den Sojaimport aus Lateinamerika und den USA. Angeblich zerstört er den Regenwald. Obendrein fürchtet man sich vor genveränderten Futtermitteln. Die Besorgnis ist unbegründet. Eher sollte man sich vor einem Importstopp fürchten. mehr

Recycling: Abfallvermeidung oder Zeitverschwendung?

Kommentar von Martin Earnshaw

Deutschland ist seit Jahren Recycling-Weltmeister: Wir leisten uns mit dem Dualen System das teuerste Entsorgungssystem der Welt, und Mülltrennung ist aus der deutschen Alltagskultur nicht mehr wegzudenken. Richtlinien zur richtigen Entsorgung gibt es mittlerweile selbst für Klobürsten und Bäckertüten. Während hierzulande immer mehr Stimmen mahnen, zur herkömmlichen, effizienteren und ökologischeren Verbrennung von Hausmüll zurückzufinden, folgt nun Großbritannien dem deutschen Irrweg.Bericht über den Aufbruch des Vereinten Königreichs in die Recycling-Welt. mehr

Fauna, Flora, Volkswirtschaft

Analyse von Michael Miersch

Kann die Artenvielfalt gerettet werden? Während eine Weltkonferenz in Bonn über die schwindende Vielfalt diskutiert, brennen die Tropenwälder, werden die Ozeane leer gefischt, und kein Mensch weiß, wie viele Arten es überhaupt gibt. mehr