Illustration: Julia Hosse

Einwanderung

Offene Grenzen machen uns alle freier. Wer seine Koffer packt, um woanders Arbeit und ein besseres Leben zu finden, zeigt Initiative und Mut. Wir können von der Dynamik der Einwanderung profitieren. In einer freien Welt sollte jeder das Recht haben, zu leben und zu arbeiten, wo er möchte. Viel zu häufig wird über Einwanderung als Last gesprochen. Während wir akzeptieren, dass die Öffnung der Grenzen für Waren unseren Wohlstand erhöht hat, stehen viele der Einwanderung skeptisch gegenüber. Dabei kommen hier die gleichen Mechanismen zum Tragen: Menschen gehen dorthin, wo sie Arbeit finden können und ihre Dienste gebraucht werden. Einwanderungswellen gehen häufig mit großen Wachstums- und Wohlstandsimpulsen einher. Wir sollten Einwanderung daher als etwas Positives begreifen, anstatt angstgesteuerte Debatten über ihre Begrenzung zu führen. Es geht aber nicht nur um ökonomischen Nutzen, Freizügigkeit ist ein Wert an sich und sollte generell für alle Menschen angestrebt werden.

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Zur Verteidigung der Freizügigkeit

Essay von Kenan Malik

Kritikern zufolge untergraben offene Grenzen die Souveränität eines Staates, sind demokratisch nicht legitimiert und erzeugen wirtschaftliche und soziale Probleme. Kenan Malik liefert Gegenargumente. mehr

Gefühl gegen Zahlen?

Kommentar von Ralph Janik

Im Zuge der Flüchtlingsdebatte wächst bei vielen Menschen ein Gefühl der Unsicherheit. Dabei wollen objektive Fakten und subjektives Sicherheitsempfinden nicht so recht zusammenpassen. Eklatant ist der Vertrauensverlust gegenüber Experten und Behörden. mehr

Illegale Mecklenburger abschieben!

Analyse von Hansjörg Walther

Grenzkontrollen und Visumspflicht innerhalb Deutschlands, verschlossene Grenzen für „Wirtschaftsflüchtlinge“ aus anderen Bundesländern. Was uns empörend erschiene, war im 19. Jahrhundert Realität. Eine Erinnerung an die Durchsetzung der Freizügigkeit in Deutschland mehr

Zwischen Selbstschutz und Offenheit

Essay von Sabine Beppler-Spahl

Die europäische Einwanderungspolitik ist von Pessimismus geprägt. Eine ehrliche Debatte findet nicht statt. Sabine Beppler-Spahl plädiert unter Verweis auf die Geschichte für mehr Optimismus und geht auf konservative Kritiker ein. Europa kann von offenen Grenzen profitieren mehr

Ja zu Ecopop, Nein zur Menschheit

Kommentar von Andrea Seaman

Übermorgen findet in der Schweiz eine Volksabstimmung statt: Die Regelungen zur Einwanderungsbegrenzung sollen ausgebaut werden, und zwar im Namen der Armutsbekämpfung und des Umweltschutzes. Andrea Seaman erläutert die Ecopop-Initiative und die Schweizer Debatte dazu mehr

Regelmäßig sieben Quadratmeter

Essay von Renate Dienersberger

Ein Bericht von den Zuständen, in denen Asylbewerber in Deutschland leben. Strenge Regeln schränken das Leben der Flüchtlinge ein, isolieren und demoralisieren sie. Ein Umdenken in der Asylpolitik könnte auch helfen, Ängste vor Zuwanderung zu verringern mehr

Mehr für alle durch offene Grenzen

Essay von Phillipe Legrain

Die Idee offener Grenzen und der Freizügigkeit für alle Menschen rührt an verschiedenste Ängste. Letztlich sind diese jedoch unbegründet. Immigration ist ein Menschenrecht und bringt auch den Einwanderungsländern viele Vorteile. mehr

Abschiedsessen in der Abschiebehaft

Kommentar von Sabine Beppler-Spahl

Das Drama um die von Flüchtlingen besetzte Schule in Kreuzberg offenbart einmal mehr die Inhumanität der europäischen Asylpolitik. Sabine Beppler-Spahl spricht mit dem Jesuitenpater Frido Pflüger, Mitglied der Berliner Härtefallkommission, über die Lebensbedingungen der Asylbewerber mehr

Der Mythos von den Grenzen der Belastbarkeit

Essay von Sabine Beppler-Spahl

Die Schweizer Anti-Einwanderungsinitiative Ecopop steht für die negativen Annahmen über das Entwicklungspotential unserer Gesellschaft, die heute die Migrationsdebatte bestimmen. Dabei könnten die enormen Vorteile und Chancen der Immigration im Fokus stehen. mehr

Grenzenloser Lebensstandard

Kommentar von Alexander Fink

Einwanderung ist keine Bedrohung für den Lebensstandard der Bevölkerungen reicher Länder. Aber selbst geringe Einkommen in wohlhabenden Staaten sind für viele Einwanderer eine deutliche Verbesserung gegenüber der Heimat. Daher sollten wir die Grenzen öffnen. mehr

Lampedusa und die Freiheit

Analyse von Jakob Hein, Sabine Beppler-Spahl

Sabine Beppler-Spahl spricht mit dem Bestsellerautor Jakob Hein über seine Heimatstadt Berlin und den Wert von Immigration und Toleranz. Hein betont die positiven Aspekte der Einwanderung und weist auf die Missstände der Integrationspolitik im Einwanderungsland Deutschland hin. mehr

Für ein freies Europa mit offenen Grenzen!

Kommentar von Sabine Beppler-Spahl

Dänemark denkt laut darüber nach, das Schengen-Abkommen auszusetzen. Aus Angst vor ein paar Tausend nordafrikanischen Flüchtlingen schottet sich die „Festung Europa“ immer mehr ab. Dennoch plädiert die Autorin für offene Grenzen und das Recht, überall dort zu leben, wo man will mehr

Weiterführende Literatur