Illustration: Jan Vismann

Alle Artikel (Fortsetzung)

Zeugung auf Probe

Kommentar von Edgar Dahl

Die Präimplantationsdiagnostik ist durch, aber die Heuchelei hat kein Ende. Widersprüche des neuen Gesetzesentwurfs zur beschränkten Zulassung der PID und die Frage, ob wirklich Ethikkommissionen über den Kinderwunsch erwachsener Menschen entscheiden sollten. mehr

Denksport: eine Gesellschaft ohne „Doping“

Analyse von Matthias Heitmann

„Eine Gesellschaft, die einen sinnvollen und aufgeklärten Umgang mit dem eigenen Körper, mit Medikamenten und mit dem menschlichen Streben nach Fortschritt wünscht, sollte sich vom mystifizierenden Doping-Begriff verabschieden“, argumentiert Matthias Heitmann in seinem jüngst erschienenen Buch Mythos Doping. NovoArgumente dokumentiert dessen letztes Kapitel, das sich der Frage widmet, wie eine Gesellschaft ohne den Begriff „Doping“ auskommen kann und wie sie sich dafür entwickeln muss. mehr

Ist der Anti-Doping-Kampf am Ende?

Kommentar von Matthias Heitmann

Es kommt Bewegung in die Diskussion über Doping. Doch ohne ein grundsätzliches Hinterfragen des Dopingbegriffs bleibt der öffentliche Protest gegen die zu Jahresbeginn von der Welt-Anti-Doping-Agentur eingeführte Totalüberwachung von Topathleten hohl und stumpf. Von Matthias Heitmann mehr

Politische Placebos

Analyse von Michael Fitzpatrick

Die radikale Kritik an der alternativen Medizin erklärt diese zu einer ernsten „Bedrohung der Zivilisation“. Die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden, sind jedoch ebenfalls problematisch, sagt Michael Fitzpatrick. mehr

Die radikale Humanität der Wissenschaft

Essay von Raymond Tallis

Warum genießen wissenschaftlicher Sachverstand und die Wissenschaften insgesamt einen so schlechten Ruf, während unsinnige Behauptungen über die Wissenschaften oder wissenschaftlich verbrämter Unsinn Hochkonjunktur haben? Die Ursache liegt in einer Reihe weit verbreiteter Vorurteile und Mythen: etwa, dass die Wissenschaft unüberwindbare Schwierigkeiten erzeuge, dass sie nicht in der Lage sei, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, und wenn doch, so nur zu einem zu hohen Preis und zulasten menschlicher Werte. Diese Vorstellungen zu entkräften ist die Voraussetzung dafür, dass die öffentliche Wertschätzung von Wissenschaft gesteigert werden kann. mehr

Debatte: Doping

Interview mit Matthias Heitmann und Stefan Chatrath

Von der EURO 2008, bei der die ausgeprägte Fitness der russischen Mannschaft Anlass für Spekulationen bot, über den Doping-Dauerbrenner Tour de France bis hin zu den Olympischen Spielen in Peking – der Sportsommer 2008 lieferte wieder ausreichend Stoff für die Dopingdebatte. Die ihr zugrunde liegende Standpunkte werden jedoch nur selten hinterfragt, und die Protagonisten begegnen sich zu selten auf Augenhöhe. Novo widmet sich seit Längerem intensiv dem Thema „Doping“. In dieser Debatte treffen die beiden Novo-Redakteure Matthias Heitmann und Stefan Chatrath auf Steffen Moritz, Vorstandsmitglied von Sport Transparency – Für den Sauberen Sport e.V., ein Verein, der Projekte und Aktionen zur Aufdeckung und Prävention von Doping, Täuschung und Korruption im Sport unterstützt. Beide Seiten eint die Unzufriedenheit ob des aktuellen Umgangs mit der Doping-Problematik; ihre Standpunkte und Lösungsansätze sind jedoch sehr unterschiedlich. mehr

Den Kinderarzt-Irrtum vermeiden

Kommentar von John T. Bruer

Die Hirnforschung soll neue Bildungs- und Erziehungsprogramme liefern. John T. Bruer hält die Faszination für die Synapsenbildung, die hierzulande beispielsweise im FAZ-Feuilleton verbreitet wird, für einen fatalen Irrtum. mehr

Die verborgene Wahrheit über Embryonen und Stammzellen

Kommentar von Lee M. Silver

Im April entschied der deutsche Bundestag, dass der im Jahre 2002 festgelegte Stichtag für die menschlichen embryonalen Stammzelllinien, die nach Deutschland eingeführt werden dürfen, verschoben wird. Lee M. Silver über die Sinnlosigkeit mancher philosophischer Standpunkte in der Debatte über die Nutzung embryonaler Stammzellen. mehr

Babys nach Maß?

Kommentar von Edgar Dahl

In Alten Testament heißt es, dass Gott Sarahs Leib verschlossen habe, sodass sie Abraham kein Kind schenken konnte. Da sich Abraham nach einem männlichen Spross verzehrte, schlug ihm Sarah vor, ihrer ägyptischen Magd, Hagar, beizuwohnen: „Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Und Hagar gebar Abraham einen Sohn, und Abraham nannte den Sohn Ismael.“ Das „Abraham Center of Life“ im texanischen San Antonio macht sich diese biblische Geschichte zunutze, um seiner kinderlosen Klientel eine neue Verkaufsidee schmackhaft zu machen: Embryonen nach Maß! mehr