Kindesmissbrauch

Das Thema Kindesmissbrauch ist sehr stark emotionalisiert und führt zu einem irrationalen Kinderschutz-Aktionismus und zu einer Verunsicherung im Umgang von Erwachsenen und Kindern. So verabscheuungswürdig konkrete Kindesmissbrauchsfälle sind, so schädlich ist auch das Gerede von immensen Dunkelziffern, nach denen jeder erwachsene Mann ein potenzieller Kinderschänder ist. Kritikwürdig ist, wie Missbrauchsfälle zum Anlass genommen werden, um undifferenziert Misstrauen gegenüber Erwachsenen und zwischen den Generationen zu säen. Bereits 1992 warnte die Publizistin Katharina Rutschky vor pauschalisiertem Gerede über sexuellen Missbrauch, da dies zwar die offiziellen Opferzahlen in die Höhe treibe, aber nicht dazu beitrage, Kinder vor Gewalt zu schützen.

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