Glaube & Religion

Der Einfluss organisierter Religionen auf das Leben der Menschen sinkt, die Kirchen sind leer, die Zahl der Atheisten steigt und an klassische christliche Moralvorschriften fühlen sich immer weniger Menschen gebunden. Aber die Sehnsucht, an Übersinnliches zu glauben und sein Leben zu transzendieren, ist nicht verschwunden. Immer mehr Menschen begreifen sich als „spirituell, aber nicht religiös“. Esoterik und fernöstliche Religionen boomen und die christlichen Kirchen absorbieren immer mehr Zeitgeisttrends vom grünen Denken bis zum Vegetarismus, um gesellschaftlich relevant zu bleiben. Für viele Menschen hat die Ökologie den Status einer Ersatzreligion eingenommen, und Teile der sog. „Neuen Atheisten“ betreiben ihren Nichtglauben an Gott mit einem Eifer und Dogmatismus, wie man ihn in der Vergangenheit von religiösen Missionaren gekannt hat. Wie halten wir es heute mit Glaube und Religion?

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Beschneidung: Geheiligte Intoleranz

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Der Mythos vom unaufgeklärten Islam

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Der letzte Kreuzzug

Essay von Kenan Malik

Das Christentum ist nicht die alleinige Grundlage der westlichen Zivilisation . Die Geschichte ist viel komplexer. Deshalb sollten wir uns auf die universell gültigen Werte der Aufklärung berufen mehr

Die monströse Fratze des Multikulturalismus

Kommentar von Brendan O’Neill

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Wie aus dem Atheismus eine Pseudo-Religion wurde

Kommentar von Frank Furedi

Der „Neue Atheismus“ legt zuweilen einen quasi-religiösen Fanatismus und Dogmatismus an den Tag, der an die Religionen vergangener Zeiten erinnert. Es war auch nur eine Frage der Zeit bis jemand erstmals auf Idee kam einen „Atheistentempel“ errichten zu wollen. mehr

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ATELIER: In seinem Werk setzt sich der Theologe, Künstler und Schriftsteller, Willy Beppler, mit dem Mythos des Heiligen Rocks auseinander. Im Begleittext fragt er nach dessen humanistischen Gehalt: Es geht um Toleranz und Achtung vor dem Menschen über Religionsgrenzen hinweg mehr

Der grüne Pontifex

Kommentar von Matthias Heitmann

Der Papst ist zurück in Rom. Vor allem sein Auftritt vor dem Bundestag bleibt in Erinnerung. Es ist bezeichnend für die hiesige politische Kultur, dass die Rede eines katholischen Kirchenoberhauptes von nahezu allen Anwesenden als „erfrischend“ wahrgenommen wurde mehr