Entwicklungspolitik

Einige klassische Entwicklungsländer haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu Schwellenländern hochgearbeitet. Das internationale Kräftegleichgewicht verschiebt sich nach Süden, gleichzeitig drohen einige Länder dauerhaft abgehängt zu werden. Zwar wächst weltweit der Wohlstand und damit einhergehend auch das Bildungs- und Gesundheitsniveau, aber nach wie vor sind Hunger, Seuchen und vermeidbare Krankheiten ernsthafte Menschheitsprobleme. Dabei wird kaum mehr bestritten, dass Entwicklungshilfekonzepte ganz allgemein, zumindest für Afrika, gescheitert sind. Aber wie wird dies gemeinhin begründet, und welche Konsequenzen zieht man? Es dominieren Schuldzuweisungen und die auch uns sattsam bekannte grüne Sparbrötchenagenda: Schwarze Eliten seien korrupt, ihre Bevölkerungen demokratieuntauglich und Afrikaner ganz generell am besten an der kurzen Leine zu halten und zu belehren, wie man ein bescheidenes Leben mit minimalem „ökologischem Fußabdruck“ führt. Solche Vorurteile bringen uns nicht weiter. Wie könnte eine progressive Entwicklungspolitik für das 21. Jahrhundert aussehen?

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Energie für Afrika

Analyse von Thilo Spahl

Den Ärmsten ist doch schon enorm geholfen, wenn sie nachts etwas Licht aus sauberen Solarlampen bekommen. Nein. Afrika braucht billige Energie im großen Maßstab – egal aus welcher Quelle mehr

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Optimistische Ernüchterung

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Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft steht Südafrika im Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit. So viel Aufmerksamkeit hat das Land seit dem Ende der Apartheid nicht mehr genossen. mehr

Steckt Afrika in einer „malthusianischen Falle“?

Analyse von Daniel Ben-Ami

Der sinkende Lebensstandard in Afrika sei eine zwingende Folge seines Bevölkerungswachstums, argumentiert der Ökonom Gregory Clark. Damit unterschlägt er, dass Unterentwicklung ein durch Menschen verursachtes Problem ist. Die Misere in Afrika hat keine „natürlichen“ Ursachen; sie ist sozialen Lösungen zugänglich. mehr

Die Entmündigung Simbabwes

Kommentar von Brendan O’Neill

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Ist Emigration Heimatverrat?

Kommentar von Osei Asante Gyapong

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Analyse von Stuart Simpson

Die intensiver werdenden Wirtschaftsbeziehungen Chinas zu Afrika sind für den Westen keineswegs eine Bedrohung – vielmehr profitieren alle bedeutenden Volkswirtschaften davon, wenn Afrika kein „hoffnungsloser Fall“ mehr ist. mehr

Ein Morgenthau-Plan für Entwicklungsländer?

Interview mit Klaus Lampe

In der Debatte über die Ausrichtung der Entwicklungspolitik fehlt es nicht an akademischen und theoretischen Empfehlungen. Doch welche praktischen Konsequenzen hat das Primat der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes für die Menschen? Barbara Off sprach mit Klaus Lampe, einem erfahrenen Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit. mehr

Editorial

Von Thomas Deichmann

Zu Tode „entwickelt“ - Einige klassische Entwicklungsländer haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu Schwellenländern hoch gearbeitet. Nun sind sie drauf und dran, im Schatten der Finanzkrise ihre Weltmarktpositionen gegenüber den alten Platzhaltern auszubauen. Eine Verschiebung des internationalen Kräftegleichgewichts ist eine unabdingbare Folge des aktuellen Geschehens an den Finanzmärkten. Für diejenigen, für die es bislang schon schlecht aussah, bleibt es indes prekär. mehr

Weiterführende Literatur