Wirtschaftswachstum

Wachstumsskepsis ist heute Mainstream. Die Anhänger von „De-Growth“ und ähnlichen Strömungen predigen Verzicht und Zurückhaltung. Dabei ist wirtschaftliches Wachstum nicht nur Grundlage dafür, dass Hunger und Armut weltweit mehr und mehr zurückgedrängt werden. Wirtschaftswachstum bedeutet auch mehr Freiheit bei uns: In Deutschland hat sich im 20. Jahrhundert die Zahl der Arbeitsstunden pro Kopf halbiert. Wir werden freier, wenn immer weniger Arbeit zur unmittelbaren Erzeugung der materiellen Lebensgrundlagen erforderlich ist, wir uns mehr leisten können und mehr Freizeit haben.

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Die Zombiewirtschaft

Analyse von Phil Mullan

Seit Jahren stagniert die Produktivität der europäischen Wirtschaft. Die Politik darf die Probleme nicht länger totschweigen und einer öffentlichen Debatte im Weg stehen. mehr

Rundumversorgung ist nicht genug

Essay von Johannes Richardt

Auf den ersten Blick erscheint das Bedingungslose Grundeinkommen als charmante Idee. Auch werfen die Befürworter viele gute Fragen auf. Aber zur Lösung der eigentlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft kann es wohl nur wenig beitragen. mehr

Eine freiheitliche Idee?

Kommentar von Johannes Richardt

In der Schweiz wird im Sommer über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt. Auch in Deutschland findet die Idee immer mehr Unterstützer. Kann ihre Verwirklichung die Gesellschaft freier machen? mehr

Wo sind all die Progressiven hin?

Essay von Frank Furedi

Die Linke steht bestenfalls noch für eine Zombieversion des Fortschrittsideals. Heute wird Progressivismus von ihr fast ausschließlich auf soziale Gerechtigkeit reduziert. Dabei ist die positive Zukunftsorientierung völlig verloren gegangen.Für die Wiederbelebung fortschrittlicher Ideen mehr

Reizwörter einer törichten Debatte

Kommentar von Günter Ropohl

Um weder Fortschrittshörigkeit noch -verdrossenheit anheim zu fallen, bedarf es eines sinnvollen Umgangs mit Begriffen. Die Begriffe "Fortschritt" und "Wachstum" sollten dabei weder pauschal verurteilt, noch undifferenziert und kritiklos gebraucht werden mehr

BIG POTATOES

Rede von James Woudhuysen

Von Norman Lewis, Nico Macdonald, Alan Patrick, Martyn Perks, Mitchell Sava, James Woudhuysen. Januar 2010, bigpotatoes.org. In der aktuellen Wirtschaftskrise ist Innovation mehr denn je gefordert. In Politik, Finanzwelt, Gesetzgebung und Verwaltung reagiert man auf ihre Folgeerscheinungen primär mit bürokratischen und technizistischen Regulierungsmaßnahmen. Hier geht es um das Umverteilen knapper Gelder, das Einziehen neuer Kontrollinstanzen zur Überwachung des Finanzverkehrs und das Einstimmen der Bevölkerung auf eine lange Periode sinkenden Wohlstands. Innovation dagegen kann Wohlstand und Chancen für jedermann schaffen. Hier gibt es kein Nullsummenspiel. Wie Ingenieure betrachten Innovatoren Probleme als faszinierende Aspekte der Welt, die es zu untersuchen und zu lösen gilt. Dieses Manifest will das Klima für Innovation verbessern. Wir rufen Sie auf, uns Ihre Gedanken dazu mitzuteilen. mehr

Ferraris für alle!

Analyse von Daniel Ben-Ami

Viele sehen die Ursachen der aktuellen Wirtschafts-, Finanz- und Schuldenkrisen in übermäßigem Materialismus und Wirtschaftswachstum. Ein Blick hinter die Argumente dieser Wachstumsskeptiker und liefert somit gleichzeitig das beste Plädoyer für Wachstum und Wohlstand mehr

Kohle fördern, Kreide fressen?

Analyse von Brendan O’Neill

Dass sich chinesische Führer mittlerweile genötigt fühlen, sich für die eigene wirtschaftliche Dynamik zu entschuldigen und in die allgemeine Klimaschutz-Obsession einzustimmen, um als Gesprächspartner ernst genommen zu werden, offenbart die wachstumsfeindliche und bornierte Weltsicht der westlichen „Industrienationen“. mehr

Die Entmystifizierung einer Ideologie

Rezension von Philip Hammond

In seinem neuen Buch Hollow Hegemony: Rethinking Global Politics, Power and Resistance zeigt David Chandler unter Rückgriff auf Marx und Engels, dass die Konzentration der politischen Klasse auf Ethik und „globale Politik“ Ausdruck ihrer politischen Schwäche und Isolation ist. mehr

Globalisierungsrhabarber

Rezension von Neil Davenport

Naomi Kleins Schock-Strategie ist alles andere als ein mutiges und großes Buch. Es ist in der Bewertung des Kapitalismus naiv und unklar im Bezug auf die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung. mehr

Ist Emigration Heimatverrat?

Kommentar von Osei Asante Gyapong

Die Abwanderung von qualifizierten Fachkräften ist nicht verantwortlich für die Unterentwicklung Afrikas, sondern kann zu ihrer Überwindung beitragen. Afrikaner werdet zu Weltbürger. mehr

Es gibt keinen neuen Kampf um Afrika

Analyse von Stuart Simpson

Die intensiver werdenden Wirtschaftsbeziehungen Chinas zu Afrika sind für den Westen keineswegs eine Bedrohung – vielmehr profitieren alle bedeutenden Volkswirtschaften davon, wenn Afrika kein „hoffnungsloser Fall“ mehr ist. mehr

Ein Morgenthau-Plan für Entwicklungsländer?

Interview mit Klaus Lampe

In der Debatte über die Ausrichtung der Entwicklungspolitik fehlt es nicht an akademischen und theoretischen Empfehlungen. Doch welche praktischen Konsequenzen hat das Primat der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes für die Menschen? Barbara Off sprach mit Klaus Lampe, einem erfahrenen Praktiker der Entwicklungszusammenarbeit. mehr

Steckt Afrika in einer „malthusianischen Falle“?

Analyse von Daniel Ben-Ami

Der sinkende Lebensstandard in Afrika sei eine zwingende Folge seines Bevölkerungswachstums, argumentiert der Ökonom Gregory Clark. Damit unterschlägt er, dass Unterentwicklung ein durch Menschen verursachtes Problem ist. Die Misere in Afrika hat keine „natürlichen“ Ursachen; sie ist sozialen Lösungen zugänglich. mehr

Die Partei hat immer (noch) recht – zumindest in China

Essay von Falk Hartig

China ist zugleich Projektionsfläche für angstbeladene Ressentiments und wirtschaftlicher Hoffnungsträger. Falk Hartig beschreibt die chinesische Öffnungspolitik, die vor 30 Jahren eingeleitet wurde und deren Folgen heute für uns alle spürbar sind. Angeschoben wurde sie von der Kommunistischen Partei, die bis zum heutigen Tage das Land regiert und dies wohl auf absehbare Zeit weiter tun wird, ihren Charakter jedoch grundlegend wandelt. mehr

Unser (Papier-)Geld und seine Produzenten

Kommentar von Malte Tobias Kähler

Um das Bankenwesen zu veranlassen, endlich wieder Kredite an Unternehmen zu vergeben, haben die Zentralbanken ungeheure Mengen an „Liquidität“ in den Markt gepumpt. Zudem werden milliardenschwere Konjunkturprogramme aufgelegt, die durch den Verkauf von Staatsanleihen, also durch neue Verschuldung, finanziert werden. Werden die Bürger die Zeche für all die bailouts und Konjunkturprogramme am Ende womöglich selbst, in Form einer heftigen Preisinflation, zahlen? Das könnte zumindest nach Ansicht einiger Ökonomen der Fall sein, denn die für die vermeintliche „Rettung“ genutzten Gelder wurden von niemandem gespart, sondern schlicht neu geschaffen. Eine Diskussion über unser Geld und seine Produzenten könnte für echten Fortschritt hilfreich sein. mehr

Kulturkrieg im Schatten der Krise

Kommentar von Daniel Ben-Ami

Zwischen den Theorien des „Unter“- und „Überkonsums“ scheint es eine große Diskrepanz zu geben, aber beide Seiten folgen einer gemeinsamen Idee: Sie legen den Schwerpunkt auf das Konsumverhalten und nicht auf die Produktivkräfte. mehr

Der Markt hat versagt … kann der Staat uns retten?

Analyse von Alexander Horn

Solange die Politik die Ursachen der Krise in der Gier der Banker und in der vermeintlich übersteigerten Risikobereitschaft der Unternehmen verortet und über verschärfte Regulierungsmaßnahmen beheben zu können glaubt, brauchen wir nicht darauf bauen, dass der Staat einen positiven Einfluss nehmen kann. mehr

Rezession ja – aber was für eine und warum?

Kommentar von Phil Mullan

Wenn wir die gegenwärtige Rezession verstehen wollen, sollten wir auf das „Jeder-tadelt-jeden“-Spielchen verzichten. Gierige Banker an den Pranger zu stellen, verrät uns nur wenig darüber, was wirklich vorgeht. Es ist unerlässlich, tiefer zu graben, um an die Wurzeln des strukturellen Problems der Volkswirtschaften zu gelangen. mehr

Weiterführende Literatur