China

Kaum ein Land dient so sehr als Projektionsfläche westlicher Ängste und Sorgen wie China. Durch seinen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg innerhalb der letzten Jahrzehnte gilt das „Reich der Mitte“ vielen als Bedrohung. Zu Recht werden Menschenrechtsverletzungen und mangelnde Demokratie in China angeprangert, gleichzeitig ist eine hohe Abhängigkeit der deutschen Industrie vom chinesischen Absatzmarkt entstanden. Über vierhundert Millionen Chinesen wurden in den letzten Jahren aus der Armut befreit. Das ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Aber hierzulande werden vor allem Umweltzerstörungen und soziale Spannungen als Folgen des „Turbowachstums“ thematisiert. Ein gängiges Fehlurteil lautet, dass der Planet es nicht verkraften würde, wenn alle Chinesen so reich wären, wie wir im Westen.

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Alkohol: Ein Prosit auf den Trunk

Kommentar von Christoph Lövenich

Zunehmend denkt man darüber nach, den nächtlichen Alkoholverkauf zu verbieten. Auch beim Thema Alkohol nimmt die Obrigkeit einen kräftigen Schluck Paternalismus zu sich. Christoph Lövenich kommentiert den wenig maßvollen Umgang mit Alkoholregulierung mehr

Au wei, au wei!

Analyse von Bernd Muggenthaler

Der Hype um den chinesischen Künstler und „Freiheitskämpfer“ Ai Weiwei reißt nicht ab. Warum eigentlich? Im Rummel um diesen Kunstclown spiegelt sich die westliche Angst vor dem Aufstieg Chinas mehr

Befreit von der „Idiotie des Landlebens“

Essay von Patrick Hayes

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Chinas – 691 Millionen Menschen – lebt seit kurzem in Städten. Patrick Hayes erblickt darin einen großen Fortschritt für die Menschheit: Westlichen Bedenkenträger zum Trotz steht Urbanisierung vor allem für mehr Freiheit, Wohlstand und Bildung mehr

Kohle fördern, Kreide fressen?

Analyse von Brendan O’Neill

Dass sich chinesische Führer mittlerweile genötigt fühlen, sich für die eigene wirtschaftliche Dynamik zu entschuldigen und in die allgemeine Klimaschutz-Obsession einzustimmen, um als Gesprächspartner ernst genommen zu werden, offenbart die wachstumsfeindliche und bornierte Weltsicht der westlichen „Industrienationen“. mehr

Die Partei hat immer (noch) recht – zumindest in China

Essay von Falk Hartig

China ist zugleich Projektionsfläche für angstbeladene Ressentiments und wirtschaftlicher Hoffnungsträger. Falk Hartig beschreibt die chinesische Öffnungspolitik, die vor 30 Jahren eingeleitet wurde und deren Folgen heute für uns alle spürbar sind. Angeschoben wurde sie von der Kommunistischen Partei, die bis zum heutigen Tage das Land regiert und dies wohl auf absehbare Zeit weiter tun wird, ihren Charakter jedoch grundlegend wandelt. mehr

Es gibt keinen neuen Kampf um Afrika

Analyse von Stuart Simpson

Die intensiver werdenden Wirtschaftsbeziehungen Chinas zu Afrika sind für den Westen keineswegs eine Bedrohung – vielmehr profitieren alle bedeutenden Volkswirtschaften davon, wenn Afrika kein „hoffnungsloser Fall“ mehr ist. mehr

„Erniedrigt China!“

Analyse von Brendan O’Neill

Die Tibeter wollen frei sein. Jetzt haben sie aus den Hauptstädten des Westens grünes Licht für Krawalle erhalten. Deren Unterstützung wird allerdings mehr von Gehässigkeit und Neid als von Freiheitsliebe getrieben. mehr