Alle Artikel (Fortsetzung)

Die Linke, Palästina und Israel

Kommentar von Klaus Bittermann

Eine Polemik. - Es ist ein eigenartiges Phänomen. Da können in Afrika die größten Gräuel und Hungersnöte wüten – wenn in Palästina die Waffen sprechen, dann hat bei der deutschen Linken kein Konflikt der Welt dagegen eine mediale Chance. Israels Tun wird hierzulande von einigen Redaktionsräumen genau überwacht. Merkwürdig also, dass den deutschen Aufklärern entgangen sein soll, dass Israel gleich am ersten Tag nach Ablauf des Waffenstillstands im Dezember mit 80 Raketen beschossen wurde. Zwar hat niemand den Beschuss bestritten, aber für die deutsche Linke handelte es sich dabei offenbar höchstens um ein nicht erwähnenswertes Bagatelldelikt. mehr

Der Holocaust steht nicht zum Verkauf

Kommentar von Frank Furedi

Gedenktage wie der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz – und zahlreiche Denkmäler wie die im Mai des vergangenen Jahres eröffnete zentrale Holocaust-Gedenkstätte in Berlin sollen unsere Erinnerung an den Mord an Millionen von Menschen wachhalten. Der englische Soziologe Frank Furedi meint jedoch, dass ein institutionalisiertes Gedenken dieser Art das Leiden und die Erinnerungen derer, die den Holocaust überlebt haben, nur weiter entwürdigt. mehr

Hilfe, Mord! Achtung, Buch!

Rezension von Bernd Herrmann

Was will uns Martin Walser über Reich-Ranicki sagen? Ist der Tod eines Kritikers ein antisemitisches Machwerk? Und, ganz am Rande: taugt das Buch was? Bernd Herrmann hat nachgelesen. mehr

Olympiade des Leidens

Essay von Ian Buruma

Primo Levi hatte noch befürchtet, dass die Erinnerung an die Schoa allmählich dem Vergessen weichen werde. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Das Erinnern an historisches Leid und Unrecht gewinnt, nicht nur in Hinblick auf die Judenvernichtung, immer mehr an Bedeutung. Ian Buruma kommentiert in diesem Essay die Gründe und Folgen dieser Form der Suche nach Anerkennung. mehr