Sport

Mit dem Niedergang des öffentlichen Lebens und der klassischen Politik hat die private Lebensführung an Bedeutung gewonnen. Für viele ist Sport dabei viel mehr als ein Hobby, es ist Teil der Selbstverwirklichung und Hauptlebensinhalt. Körperkult, Gesundheitswahn und Selbstoptimierung rücken in den Fokus. Auch die Politik hat den Sport entdeckt. Keine sportliche Großveranstaltung läuft mehr ohne Politprominenz im Stadion. Und mehr und mehr wird er von den Regulationen und Diskussionen erfasst, die auch den Rest der Gesellschaft bestimmen. Anstatt des olympischen „höher, schneller und weiter“ soll der Sport sozialverträgliche Eigenschaften wie Fairplay oder den Teamgedanken fördern. Nicht mehr Wettkampf, sondern Wohlbefinden steht im Vordergrund. Je mehr der Sport zum Spielfeld von Sozialingenieuren verkommt, desto mehr wird er seines eigentlichen Gehalts entleert: Leistung, Ambitionen, Risikofreude, Leidenschaft und den Spaß an der Freude.

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Gebt das Doping frei!

Von Stefan Chatrath

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang jagte ein Doping-Skandal den anderen. Doping-Kontrollen im Profisport sind aber mit der liberalen Gesellschaft nicht vereinbar. mehr

Für ein Like auf die Auswechselbank

Kommentar von Kolja Zydatiss

Der Eishockeyspieler Thomas Greiss likete im Netz einen fragwürdigen Hitler-Vergleich. Die Reaktionen, darunter die Androhung eines Olympia-Ausschlusses, sind ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. mehr

Für mehr Gewalt im deutschen TV

Kommentar von Matthias Rausch

Die Fernsehübertragung von Mixed Martial Arts bleibt vorerst untersagt. Die Begründung zeichnet sich durch fehlende Argumente und ein fragwürdiges Menschenbild aus. Teils wird mit fehlenden Reglements, teils mit der Gefährlichkeit argumentiert. mehr

FIFA-Skandal ist ein Ablenkungsmanöver

Kommentar von Mick Hume

Vor kurzem wurden unter dem Jubel der Öffentlichkeit hochrangige FIFA-Funktionäre festgenommen. Das FBI und Politiker nutzen die Ermittlungen, um von ihren Fehlschlägen abzulenken. Mit Fußball hat der FIFA-Skandal nichts zu tun, meint Mick Hume. Er ist ein Ablenkungsmanöver mehr

Ist Cleverness unfair?

Kurzkommentar von Matthias Heitmann

Einige Badminton-Spielerinnen wurden bei Olympia 2012 disqualifiziert, weil sie aus wettkampftaktischem Kalkül ihre Spiele verloren haben. Das ist nicht nachvollziehbar. Viel problematischer sind der Austragungsmodus und die zunehmende Moralisierung des Sports mehr

Panik triff auf Furcht

Analyse von Patrick Hayes

Zwei Übel: Rauchen und Terrorismus. Beide scheinen das Denken der Behörden im Großbritannien des 21. Jahrhunderts geradezu obsessiv zu beherrschen. In einer bizarren Karambolage der Furcht sind sie im Vorfeld der Olympischen Spiele in London aufeinandergeprallt. mehr

Olympiade der Miesmacher

Analyse von Tim Black

Im Vorfeld der Olympischen Spiele in London überbieten sich Politiker, Bürokraten und Experten mit Angstszenarien. Anstatt sich einfach auf die Spiele zu freuen, diskutiert Großbritannien die Gefahr von möglichen Terroranschlägen, Verkehrschaos oder Grippeepidemien. mehr

Optimistische Ernüchterung

Essay von Barbara Off

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft steht Südafrika im Mittelpunkt des Interesses der Weltöffentlichkeit. So viel Aufmerksamkeit hat das Land seit dem Ende der Apartheid nicht mehr genossen. mehr

Der Schatten des Sieges

Essay von Bernd Muggenthaler

Angesichts der erdrückenden Dominanz von Athleten wie dem achtfachen Goldmedaillengewinner Michael Phelps sowie dem jamaikanischen Sprinter Usain Bolt bestimmte, wie schon im Vorfeld der Olympiade, eine omnipräsente Dopingdebatte die Medien – und führte sich dabei selbst ad absurdum. mehr