Illustration: Mathias Barth

Forschung & Innovation

Der wissenschaftliche und technologische Fortschritt ist nicht gleichzusetzen mit gesellschaftlichem Fortschritt, aber er ist der wichtigste Motor. In Deutschland hält sich die Anerkennung in Grenzen, von Begeisterung ganz zu schweigen. Zu den Klassikern unter den Besorgnis-, Abwehr-, Angst- und Widerstandsauslösern zählen zweifellos die Kernenergie, die Gentechnik und die Chemie. Relativ neu dabei ist die Nanotechnologie, von der viele noch nicht wissen, ob sie sie als gut oder böse einsortieren sollen. Unser Rat lautet natürlich: Bitte gar nicht einsortieren! Keine Technologie ist entweder gut oder böse. Wir brauchen freie Forschung und eine offene Debatte über neue Technologien.

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Elektroautos verschärfen Smog in China

Analyse von Thilo Spahl

Warum hat sich die Bundesregierung eigentlich das Ziel gesetzt, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen? Niemand will sie kaufen. Und das zu Recht. Der Umwelt wird damit nicht geholfen und dem Geldbeutel auch nicht. mehr

Gentechnik ist Lösung, nicht Ursache

Kommentar von Thilo Spahl

Der Zika-Ausbruch wird von einigen Medien und Aktivisten der Gentechnik in die Schuhe geschoben. Das ist falsch. Im Gegenteil: Mit Gentechnik veränderte Mücken könnten zahlreiche Krankheitsüberträger ausschalten. Wir sollten die Chance ergreifen. mehr

Entschärfung gefährlicher Mücken

Kommentar von Thilo Spahl

Seit Jahrzehnten arbeiten Forscher an gentechnisch veränderten Mücken, die Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber nicht mehr übertragen können. Jetzt stehen sie kurz vor dem Durchbruch. Ein Eingriff in die Evolution könnte bald Realität werden mehr

Neuigkeiten aus der Nanoforschung (2)

Kommentar von Thilo Spahl

Indem wir in den Bereich von wenigen Millionstel Millimetern (Nanometern) vorstoßen, eröffnen sich uns grundsätzlich neue technische Möglichkeiten. Der zweite Teil der Reihe, mit der wir einen kleinen Einblick in die sehr vielfältige Forschung auf diesem Gebiet geben mehr

Auf zu neuen Horizonten

Kommentar von Craig Fairnington

Die Raumsonde Voyager 1 ist seit 36 Jahren im Weltraum unterwegs. Als das am weitesten von der Erde entfernte menschengemachte Objekt ist sie ein Symbol für unseren Forschergeist und unsere Fähigkeit, die Kräfte der Natur zu verstehen und zu beherrschen. mehr

Ich ersetze kein Auto

Essay von Thilo Spahl

Im Gegensatz zu geschätzten null Prozent der deutschen Ökostromkunden oder Solardachbesitzer sind mehr als drei Viertel der Weltbevölkerung noch nie mit einem Flugzeug geflogen. Gute Energiepolitik sollte das ändern. mehr

Toter Materie neues Leben einhauchen

Analyse von Colin McInnes

Wie sich aus primitivsten Formen toter Materie die hochkomplexe Struktur des menschlichen Bewusstseins entwickeln konnte und wie der Mensch damit begann, Materie nach seinen Vorstellungen zu verändern mehr

Auf ins Technium!

Essay von Thilo Spahl

Wie wir morgen und übermorgen leben werden. Auf jeden Fall besser als heute, meint er. Vorausgesetzt, wir sind offen für den technologischen Fortschritt, der letztlich menschlicher Fortschritt ist. mehr

Wo sind all die Progressiven hin?

Essay von Frank Furedi

Die Linke steht bestenfalls noch für eine Zombieversion des Fortschrittsideals. Heute wird Progressivismus von ihr fast ausschließlich auf soziale Gerechtigkeit reduziert. Dabei ist die positive Zukunftsorientierung völlig verloren gegangen.Für die Wiederbelebung fortschrittlicher Ideen mehr

Indiens inspirierender Kampf gegen Polio

Essay von Sadhvi Sharma

Die erfolgreiche Kampagne für ein poliofreies Indien zeigt, dass mehr Wohlstand mit mehr Gesundheit einhergeht. Über die Initiative und kritisiert westliche Fortschrittsskeptiker, die nur die Schattenseiten des indischen Wirtschaftswachstums sehen wollen mehr

Der Fall Enstrom

Kommentar von Christoph Lövenich

Das Anhörungsverfahren gegen den kalifonischen Epidemiologen James Enstrom zeigt aktuelle Gefahren für die Freiheit der Wissenschaft. Weil er in seinem Spezialgebiet, der Feinstaubforschung, zu abweichenden Ergebnissen kommt, wollen Politik und Umweltverbänden ihn ruhig stellen mehr

Nehmen Sie ein Taxi!

Kommentar von Peter Heller

Erfolgreiche Innovationen lösen die Widersprüche in den Nutzerforderungen nach Robustheit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit kompromisslos auf. Die derzeitige Konzentration staatlicher Fördermittel auf alternative Energien und batteriebetriebene Elektrofahrzeuge berücksichtigt diese Tatsache nicht. mehr

BIG POTATOES

Rede von James Woudhuysen

Von Norman Lewis, Nico Macdonald, Alan Patrick, Martyn Perks, Mitchell Sava, James Woudhuysen. Januar 2010, bigpotatoes.org. In der aktuellen Wirtschaftskrise ist Innovation mehr denn je gefordert. In Politik, Finanzwelt, Gesetzgebung und Verwaltung reagiert man auf ihre Folgeerscheinungen primär mit bürokratischen und technizistischen Regulierungsmaßnahmen. Hier geht es um das Umverteilen knapper Gelder, das Einziehen neuer Kontrollinstanzen zur Überwachung des Finanzverkehrs und das Einstimmen der Bevölkerung auf eine lange Periode sinkenden Wohlstands. Innovation dagegen kann Wohlstand und Chancen für jedermann schaffen. Hier gibt es kein Nullsummenspiel. Wie Ingenieure betrachten Innovatoren Probleme als faszinierende Aspekte der Welt, die es zu untersuchen und zu lösen gilt. Dieses Manifest will das Klima für Innovation verbessern. Wir rufen Sie auf, uns Ihre Gedanken dazu mitzuteilen. mehr

Warten auf das fliegende Auto

Analyse von Peter Heller

Die Erfüllung unserer Mobilitätsbedürfnisse bedarf technischer Fortschritte, die vor allem die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Verkehrssystemen steigern. Die Berücksichtigung dieser Paradigmen führt zu Zukunftsprojektionen, die derzeit in der öffentlichen Innovationsförderung nur unzureichend beachtet werden. mehr

Die radikale Humanität der Wissenschaft

Essay von Raymond Tallis

Warum genießen wissenschaftlicher Sachverstand und die Wissenschaften insgesamt einen so schlechten Ruf, während unsinnige Behauptungen über die Wissenschaften oder wissenschaftlich verbrämter Unsinn Hochkonjunktur haben? Die Ursache liegt in einer Reihe weit verbreiteter Vorurteile und Mythen: etwa, dass die Wissenschaft unüberwindbare Schwierigkeiten erzeuge, dass sie nicht in der Lage sei, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, und wenn doch, so nur zu einem zu hohen Preis und zulasten menschlicher Werte. Diese Vorstellungen zu entkräften ist die Voraussetzung dafür, dass die öffentliche Wertschätzung von Wissenschaft gesteigert werden kann. mehr

Wanted Innovationen

Essay von Wolfgang Clement

Über die politische Blockade der Biowissenschaften und die Notwendigkeit, mit Angstritualen zu brechen und Fortschrittskräfte neu zu sammeln. mehr

Prometheus oder Frankenstein?

Analyse von Edgar Dahl

Großbritannien hat seinen Stammzellforschern grünes Licht für die Zeugung von Hybriden gegeben. Anders als hierzulande befürchtet, wird sich dies nicht als Fluch, sondern als Segen erweisen. mehr

Der Cyborg als reale Zukunftsvision

Künstliche Organe werden immer perfekter und bald auch besser als ihre natürlichen Konterfeis. Auch Teile des Gehirns werden in absehbarer Zeit nachbaubar sein. mehr