Illustration: Jan Vismann

Landwirtschaft

Die moderne Landwirtschaft ist eine große Erfolgsgeschichte. Die Versorgung der Menschen mit hochwertiger Nahrung hat in Quantität und Qualität ein enorm hohes Niveau erreicht. Die Welternährung kann problemlos gewährleistet werden. In dieser Situation macht sich bei einigen wohl situierten Stadtbewohnern die Sehnsucht nach Ferienbauernhofidylle breit. Die sogenannte „industrielle Landwirtschaft“ wird zum Problem, eine nostalgisch zusammenfantasierte „bäuerliche Landwirtschaft“ zum Ideal erklärt. Der so entstehende Nischenmarkt für Ökobauernhofprodukte ist schön und gut, wenn auch besonders hoch subventioniert. Der Marktanteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich bei (meist auch im industriellen Maßstab produzierten) „Biolebensmitteln“ im reichen Deutschland zeigt jedoch, dass die Fantasien mit Welternährung wenig zu tun haben.

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Kosten einer Futtermittelwende

Analyse von P. Michael Schmitz

NGOs kritisieren den Sojaimport aus Lateinamerika und den USA. Angeblich zerstört er den Regenwald. Obendrein fürchtet man sich vor genveränderten Futtermitteln. Die Besorgnis ist unbegründet. Eher sollte man sich vor einem Importstopp fürchten. mehr

Nicht besser, sondern „anders“

Kommentar von Hannelore Schmid

Seit 17 Jahren wird der Ökolandbau gefördert. Das Ziel ist die Agrarwende. Dennoch kommt die Branche nicht in Schwung: Nur vier Prozent der Lebensmittel stammen von ihr. Welchen Vorteil hätte der Steuerzahler von der neuen Landwirtschaft? mehr

„Giftmais“ im US-Exil

Analyse von Georg Keckl

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister wollte tausende Tonnen Mais mit hoher Schimmelpilzkonzentration verbrennen lassen. Jetzt werden sie als Tiernahrung in die USA exportiert.Grenzwerte sagen nichts über tatsächliche Giftwirkungen aus mehr

Globuli fürs Klima

Analyse von Wolfgang Branscheid

Der Öko-Landbau gilt als die politisch korrekte Produktionsform. Heiße Luft: Erfolge für Natur und Klima kommen nur in homöopathischen Dosen, die Beschwichtigung der Verbraucher steht im Vordergrund. Ein Blick hinter die Kulissen des Bio-Hypes. mehr

Die Biene überlebt den GAU der Imkerei

Analyse von Eberhard Höfer

Der Film „More than Honey“ eröffnet eine neue Sicht auf das Bienensterben. Für den Hobbyimker ist dabei nicht die „böse Industrie“ der Buhmann. Seine eigene Zunft hat durch Versäumnisse bei der Züchtung widerstandsfähiger Bienen das Massensterben selbst verursacht. mehr

Von Frust und Fleischeslust

Essay von Wolfgang Branscheid

Fleischessen ist zunehmend in der Kritik. Der Agrarwissenschaftler Wolfgang Branscheid resümiert die aktuelle Verzichtsdebatte: Fleischprodukte werden vor allem unter den Aspekten Lebensmittelsicherheit, Klimaschutz und Tierschutz kritisiert – oft mit schwachen Argumenten. mehr

„Terra Preta“ – ein grüner Mythos

Essay von Rainer Kluge

Viel wird aktuell über „Terra Preta“ – die angebliche Wundererde vom Amazonas – geredet. Der Agrarwissenschaftler Rainer Kluge nimmt die in einer Fernseh-Dokumentation präsentierten Mythen zum Anlass, Chancen und Risiken der Technologie faktenbasiert zu beurteilen und einzuordnen mehr

Größeres „Glück“ durch Öko-Landbau?

Analyse von Joachim Volz

Der scheinbare Gegensatz zwischen „gutem“ Öko- und „bösem“ konventionellen Landbau beruht vor allem auf Ideologie. Entgegen populärer Vorurteile können die meisten hehren Ziele der Ökobauern weitaus besser mit Hilfe industrieller Methoden erreicht werden mehr

Next step 10 Milliarden!

Kommentar von Thilo Spahl

Sieben Milliarden sind geschafft. Und mit Hilfe der modernen Landwirtschaft können wir noch viel mehr Menschen ernähren. Dauerhaft nutzbare Anbauflächen sind genug vorhanden. Wie Probleme wie „Übernutzung“, Erosion oder Versalzung beherrschbar sind. mehr

Bio für Europa, Malaria für Afrika

Kommentar von Rudolf Kipp

Uganda rettet mit dem Einsatz des Insektizids DDT zur Malariabekämpfung viele Menschenleben. Grüne NGOs wollen es verbieten, u.a. auch weil es landwirtschaftliche Produkte für den westlichen Bio-Markt „konterminiere“. Ökoimperialismus mit tödlichen Folgen mehr

Wie viele Menschen kann die Erde ernähren?

Analyse von Thilo Spahl

Bald leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Ihre Ernährung wird nicht durch natürliche Grenzen limitiert; sie ist eine Herausforderung für die menschliche Gestaltungsfähigkeit. Durch wirtschaftliche Unterentwicklung bedingte Armut ist heutzutage die einzige Ursache für den Hunger mehr

Die Grünen wollen Misstrauen säen

Rede von Christel Happach-Kasan

Da sage noch einer, der Bundestag sei kein Ort mehr, an dem über Zukunftsvisionen gestritten werde. Zum Gegenbeweis dokumentieren wir eine Rede der FDP-Abgeordneten Christel Happach-Kasan gegen die Gentechnik-Verhinderungspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. mehr

Kein Krimi

Essay von Hannelore Schmid

Deutschlands Landwirte sind dabei, sich von staatlicher Fürsorge abzunabeln. Als Letzte und am stärksten trifft es die Milchbauern. Von Hannelore Schmid mehr

Wundersames zum Thema Pflanzenschutz

Analyse von Peter Langelüddeke

„Unter Verdacht – Pflanzenschutzmittel „Roundup“ doch gesundheitsschädlich?“ - so kündigte das kritische Magazin „Kontraste“ (ARD-rbb)) einen Beitrag am 9. Juli an. Da fragte man sich unwillkürlich: Nanu, hat jemand dieses Produkt etwa als „nicht gesundheitsschädlich“ eingestuft? mehr

Ist „bio“ wirklich besser?

Analyse von Michael Miersch

Das naturreine Image strahlt makellos. Doch es gibt keine Beweise, dass Biolebensmittel tatsächlich gesünder sind. Und obendrein schaden manche Methoden des Ökolandbaus der Umwelt. mehr

Angst wollen Seele essen?

Essay von Michael Miersch

Die Hightech-Landwirtschaft mag seelenlos sein, ihre Produkte aber sind gesund, schmackhaft und umweltfreundlich. Der Autor hat holländische Agrarfabriken besucht, in denen mit modernsten Methoden an der Zukunft des Landbaus gearbeitet wird. mehr