Multi-Kulti

Kulturelle Vielfalt ist ein Gewinn für jede Gesellschaft. Sie geht einher mit Dynamik, Offenheit und Experimentierfreude. Als politischer Ansatz bedeutet Multikulturalismus jedoch etwas vollkommen anderes. Es geht darum, die öffentliche Anerkennung und Bestätigung kultureller Unterschiede zu verwalten und institutionalisieren. Die unterschiedlichen Werte, Überzeugungen und Wahrheiten der Kulturen und Völker sind vielfach nicht miteinander vereinbar, heißt es, aber alle von ihnen in ihrem eigenen Kontext legitim. Nicht Individuen sollen als politisch gleichberechtigt behandelt werden, sondern ihre kulturellen Überzeugungen rücken in den Fokus der Politik. So bewirkt der Multikulturalismus als politisches Programm das Gegenteil von dem, was er angeblich beabsichtigt. Letztlich gelten nur die rückständigsten und konservativsten Elemente als „authentische“ Vertreter einer Gruppe. So trägt der Multikulturalismus zur Spaltung der Gesellschaft bei.

Top Artikel

Die Ethnisierung des Banalen

Analyse von Christoph Lövenich

Der SSW in Schleswig-Holstein ist als Partei bestimmter Minderheits-Volksgruppen von der Fünfprozentklausel befreit. Die staatliche Förderung kultureller Unterschiede sollte auf den Prüfstand. mehr

Die Oscars sind nicht rassistisch

Analyse von Lukas Mihr

Werden schwarze Schauspieler weniger häufig für den Oscar nominiert als weiße? Will Smith ist dieser Meinung. Weitere Darsteller haben sich der Kritik angeschlossen. Mit den Fakten hat der Vorwurf nichts zu tun. Mit Farbenblindheit auch nicht. mehr

Mehr Sachlichkeit, bitte!

Kommentar von Monika Frommel

Nach Köln: Politiker fordern härtere Gesetze, Rechte hetzen gegen Flüchtlinge und Feministen führen pauschalisierende Kampagnen gegen sexuelle Gewalt. Dabei hat vor allem die Polizei Fehler gemacht. Der Rechtsstaat hat ein Umsetzungsproblem. mehr

Was tun mit der salafistischen Jugend?

Analyse von Sabine Beppler-Spahl

Der Salafismus bedroht die innere Sicherheit. Wie kann man ihn eindämmen? Es ist ein Irrtum, dass Salafisten nur von außen in unser Land eindringen. Antiwestliche Ideen sind auch hausgemacht. Wir müssen unsere Werte offen verteidigen mehr

Unterstützt durch westliche Opferkultur

Essay von Frank Furedi

Der Westen zerbricht sich den Kopf darüber, warum sich hier lebende Muslime entscheiden, für den Islamischen Staat in den Krieg zu ziehen. Das ist kein Wunder. Die westliche Identitätspolitik ist der Treibstoff des modernen Dschihadismus. mehr

Keine Nulltoleranz der Intoleranz

Interview mit Adrian Hart

Ohne Augenmaß wird vermeintlichem Rassismus der Kampf angesagt. Antirassismuskampagnen erhalten den Rassismus künstlich am Leben. Das beklagt der britische Autor Adrian Hart, früher selbst in antirassistischen Gruppen aktiv, im Interview mit Marco Visscher mehr

Privatkultur statt politischer Debatte

Essay von Kenan Malik

Der Multikulturalismus als politisches Programm bewirkt das Gegenteil von dem, was er angeblich beabsichtigt. Im Namen der Toleranz werden Individuen in Schubladen gesteckt und nur Reaktionäre als „authentische“ Vertreter einer Gruppe akzeptiert, kritisiert Kenan Malik. mehr

Weiterführende Literatur