Eurokrise

Hat der Euro noch eine Zukunft oder zerbricht die Union? Die Krise ist lange noch nicht ausgestanden. Vordergründig sieht es aus, als sei die Euro-Krise einfach entstanden, weil Mitglieder wie Griechenland schlecht gewirtschaftet haben. Doch das greift zu kurz. Das Problem liegt im mangelnden Wachstum und Produktivitätszuwachs. Staaten können auch mit riesigen Schuldenbergen leben, wenn ihre Wirtschaft dynamisch genug ist, um die Mittel zur Kreditbedienung aufzubringen. Um die Euro-Krise zu lösen, müsste also eine strikt wachstumsorientierte gemeinsame Politik betrieben werden. Eine Wachstumspolitik erfordert entschlossenes politisches Handeln. Solches sucht man jedoch vergeblich in der Währungsunion. Den Protagonisten der Politik mangelt es an Strategie – und sogar am Willen, Verantwortung zu übernehmen.

Top Artikel

Alle Artikel

Abfallprodukt der Politikverwesung

Kommentar von Kai Rogusch

Warum ist die AfD gerade so beliebt? Das Schmiermittel der Rechtspopulisten – eine Melange aus Fortschrittspessimismus, Grenzendenken und Demokratieskepsis – gehört seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire der politischen Eliten. mehr

Nach dem Showdown

Kommentar von Kai Rogusch

Die Situation Griechenlands ist der sichtbarste Ausdruck der Malaise des Kontinents. „Die Griechen“ dienen als Sündenbock und abschreckendes Beispiel zugleich. Aber nur ein eingehender kultureller Wandel kann Europa aus der Krise führen. mehr

Gesellschaft vor dem Burnout

Analyse von Nicolaus Heinen

Die Eurokrise ist längst nicht beendet. Die Gesellschaften in der Europäischen Union laufen vielmehr Gefahr, dass sich durch eine Abwärtsspirale von Realitätsverweigerung, Resignation und Angst ihre Situation verschlimmert mehr

Lasst die Briten abstimmen!

Analyse von Brendan O’Neill

Die geplante Volksabstimmung zum Verbleib Großbritanniens in der EU droht an politischen Widerständen zu scheitern. Genau wie die EU-Technokraten verachten Teile der britischen Elite das Volk. Im Referendum liegt die Chance für ein besseres Europa. mehr

Euro-Verlierer Deutschland

Essay von Walter Krämer

Politik und Medien sind sich einig: Deutschland ist der große Gewinner der Euro-Einführung. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. Die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande wurde durch den Euro gebremst. mehr

Entdemokratisierung in Vollendung

Essay von Kai Rogusch

Schon längst hat sich durch die Hintertür eine europäische Notgemeinschaft mit bundesstaatsähnlichen Zügen etabliert. Wenn ESM und Fiskalpakt in Kraft treten, ist Europa in einer Transfer- und Überwachungsunion gefangen – mit schlimmen und unumkehrbaren Folgen für die Demokratie mehr

Polizeistaat von EU’s Gnaden

Kommentar von Nikos Sotirakopoulos

Griechenland seit es unter Aufsicht der Troika aus EU, EZB und IWF steht auf dem Weg zum Quasi-Polizeistaat: Demonstranten werden brutal behandelt, Journalisten eingeschüchtert. Die EU – sonst überall auf der Welt in Sachen Menschenrechte sofort zur Stelle – schweigt mehr

Angela Merkel – Technokratin, keine Tyrannin

Analyse von Sabine Beppler-Spahl

Angela Merkel ist nicht die neue Herrscherin von Europa. Vielmehr verkörpert sie wie keine zweite das technokratische Politikverständnis der europäischen Eliten. Es lässt sich eine Art Symbiose zwischen ihrer Politik der Alternativlosigkeit und dem EU-Bürokratismus beobachten. mehr

Über die Zerstörung des Demos in Griechenland

Analyse von Bruno Waterfield

Nicht die faulen Griechen, die arroganten Deutschen oder der böse Neoliberalismus sind schuld. Für Bruno Waterfield hat die griechische Krise ihren Ursprung im Versuch der europäischen Eliten, Demokratie und Politik durch bürokratische Regeln und technokratische Verfahren zu ersetzen mehr

Wohin mit der lästigen Demokratie?

Analyse von Frank Furedi

Die europäischen Eliten offenbaren in der aktuellen Krise eine gefährliche Geringschätzung gegenüber den Bürgern und den Institutionen der repräsentativen Demokratie. Volkssouveränität wird Effizienzdenken geopfert. Kommt es zur Herrschaft der „Experten“? mehr

Die Europäische Union zeigt Risse. Gut so!

Analyse von Bruno Waterfield

Es ist richtig, dass der britische Premier Cameron die Änderung des Lissaboner Vertrags hat platzen lassen. Dies ist ein ermunterndes Zeichen gegen die erdrückenden Routinen der EU. Gerade jetzt braucht Europa einen offen ausgetragenen politischen Interessenstreit mehr

Kanonenbootpolitik mit technokratischem Antlitz

Essay von Bruno Waterfield

Europa am Scheideweg: Die EU-Technokraten versuchen verzweifelt, ihre überkommenen Institutionen zu retten. Deutschland artikuliert immer aggressiver seine Machtansprüche. Die Demokratie wird mehr und mehr ausgehöhlt. Der ökonomische Kollaps der Eurozone droht mehr

Ja zu Europa. Nein zur EU!

Kommentar von Sabine Beppler-Spahl

Auf Griechenland wurde massiver Druck ausgeübt, das Referendum zurückzunehmen. Hier zeigt sich, welch niedrigen Stellenwert die Demokratie bei den Eliten Europas noch zu genießen scheint. Zeit auch hier ein Referendum über die Zukunft der EU zu fordern. mehr

Die europäische Tragödie

Analyse von Phil Mullan

Neben Finanz- und Wirtschaftkrise ist sie vor allem eine politische Krise. Den europäischen Eliten fehlt es an Mut und Strategie. Sie agieren ohne Kompass und Bodenhaftung. Europas Ausweg: neuer Wohlstand durch Wirtschaftswachstum mehr