Eurokrise

Hat der Euro noch eine Zukunft oder zerbricht die Union? Die Krise ist lange noch nicht ausgestanden. Vordergründig sieht es aus, als sei die Euro-Krise einfach entstanden, weil Mitglieder wie Griechenland schlecht gewirtschaftet haben. Doch das greift zu kurz. Das Problem liegt im mangelnden Wachstum und Produktivitätszuwachs. Staaten können auch mit riesigen Schuldenbergen leben, wenn ihre Wirtschaft dynamisch genug ist, um die Mittel zur Kreditbedienung aufzubringen. Um die Euro-Krise zu lösen, müsste also eine strikt wachstumsorientierte gemeinsame Politik betrieben werden. Eine Wachstumspolitik erfordert entschlossenes politisches Handeln. Solches sucht man jedoch vergeblich in der Währungsunion. Den Protagonisten der Politik mangelt es an Strategie – und sogar am Willen, Verantwortung zu übernehmen.

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