Eurokrise

Hat der Euro noch eine Zukunft oder zerbricht die Union? Die Krise ist lange noch nicht ausgestanden. Vordergründig sieht es aus, als sei die Euro-Krise einfach entstanden, weil Mitglieder wie Griechenland schlecht gewirtschaftet haben. Doch das greift zu kurz. Das Problem liegt im mangelnden Wachstum und Produktivitätszuwachs. Staaten können auch mit riesigen Schuldenbergen leben, wenn ihre Wirtschaft dynamisch genug ist, um die Mittel zur Kreditbedienung aufzubringen. Um die Euro-Krise zu lösen, müsste also eine strikt wachstumsorientierte gemeinsame Politik betrieben werden. Eine Wachstumspolitik erfordert entschlossenes politisches Handeln. Solches sucht man jedoch vergeblich in der Währungsunion. Den Protagonisten der Politik mangelt es an Strategie – und sogar am Willen, Verantwortung zu übernehmen.

Top Artikel

Die EU ist europhob

Analyse von Brendan O’Neill

Gegner der europäischen Integration werden oft als „europhob“ abgestempelt. Dabei ist Brüssel die größte Brutstätte für Vorurteile gegenüber den Bürgern Europas. mehr

Abfallprodukt der Politikverwesung

Kommentar von Kai Rogusch

Warum ist die AfD gerade so beliebt? Das Schmiermittel der Rechtspopulisten – eine Melange aus Fortschrittspessimismus, Grenzendenken und Demokratieskepsis – gehört seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire der politischen Eliten. mehr

Grexit: Euroland ist ausgebrannt

Kommentar von Patrick Zimmerschied

In seinem Gastbeitrag verweist Patrick Zimmerschied auf Deutschlands Beitrag zur Entstehung der griechischen Misere. Für ihn wird es Zeit, dass Deutschland aufhört, Euro-Partner wie Wettbewerbsgegner zu behandeln und auf ihre Kosten unter den eigenen Verhältnissen zu leben mehr

Eurokrise: Athen darf nicht nachgeben

Von Phillipe Legrain

Griechenlands Gläubiger wollen Chaos im Land erzeugen, um den Ausgang des Referendums zu beeinflussen. Die Griechen dürfen nicht nachgeben, meint Philippe Legrain. Nur wenn das Land wieder selbst für sich verantwortlich ist, und nicht für die Gläubiger, kann es bergauf gehen mehr

Eurokrise: Der letzte Akt im griechischen Drama

Kommentar von Heiner Flassbeck

Für einen Wachstumskurs in Griechenland fehlt jeglicher Plan. Die Politik der "Institutionen" hungert das Land aus. Allen voran Deutschland setzt seine Interessen mit dem Recht des Stärkeren durch, argumentiert der Ökonom Heiner Flassbeck in einem Gastbeitrag mehr

Nach dem Showdown

Kommentar von Kai Rogusch

Die Situation Griechenlands ist der sichtbarste Ausdruck der Malaise des Kontinents. „Die Griechen“ dienen als Sündenbock und abschreckendes Beispiel zugleich. Aber nur ein eingehender kultureller Wandel kann Europa aus der Krise führen. mehr

Griechenland: Syriza steht für Öko statt Fortschritt

Kommentar von Tim Black

Griechenland hat gewählt: Die Syriza-Partei soll das Land aus Sparpolitik und Arbeitslosigkeit führen. Doch Umwälzungen sind von Syriza nicht zu erwarten. Außerdem hat sich die Partei schon lange vom Fortschrittswillen abgewandt und sich dem Ökodenken verschrieben. Von Tim Black mehr

Gesellschaft vor dem Burnout

Analyse von Nicolaus Heinen

Die Eurokrise ist längst nicht beendet. Die Gesellschaften in der Europäischen Union laufen vielmehr Gefahr, dass sich durch eine Abwärtsspirale von Realitätsverweigerung, Resignation und Angst ihre Situation verschlimmert mehr

Europa kann’s besser!

Kommentar von Kai Rogusch

Europa muss endlich seine wachstumsskeptische Haltung überwinden und zudem das demokratiefeindliche Korsett des EU-Apparats abstreifen. Über die Ursachen der Krise Europas. mehr