Grüne NGOs

Vor über 30 Jahren gab es die erste Aktion von Greenpeace in Deutschland: Die „Regenbogenkrieger“ demonstrierten gegen die Dünnsäureverklappung in der Nordsee. Vor allem in der Anfangszeit haben sie das Augenmerk auf Umweltprobleme gelenkt und auch Verbesserungen bewirkt. Doch was ist von der gegenwärtigen Omnipräsenz grüner Protestorganisationen in den Diskussionen zu Klima, Energie, Landwirtschaft, Gesundheit oder Lebensmitteln zu halten? Heute sind die einstigen Protestorganisationen integraler Bestandteil der politischen Apparate geworden und verbreiten oftmals unseriöse Informationen. Ein Großteil der Aktivitäten richtet sich nicht gegen reale Missstände, sondern gegen mythische Feinde. Sie dienen nicht dem Umweltschutz, sondern der Selbstbestätigung und Selbsterhaltung durch Spendengenerierung.

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Neue Bienen, alte Botschaft

Kommentar von Thilo Spahl

Die grüne Vorzeige-NGO Greenpeace entführt uns in einem aktuellen Werbespot in eine Welt, die uns nicht gefallen soll, und sucht die Zukunft in der Vergangenheit. Aufklärung über Bienen und Blumen. mehr

Pyrrhussieg für fortschrittsfeindliche Imker

Kommentar von Hans-Jörg Jacobsen

Nach einem Urteil des EuGH hat Honig in Europa „gentechnikfrei“ zu sein. Aber die Urteilsbegründung kann sich noch als Bumerang für die gentechnikfeindlichen Kläger erweisen. Eine Welle teurer Sicherheitsuntersuchungen wird auf die Imker zukommen. mehr

Bio für Europa, Malaria für Afrika

Kommentar von Rudolf Kipp

Uganda rettet mit dem Einsatz des Insektizids DDT zur Malariabekämpfung viele Menschenleben. Grüne NGOs wollen es verbieten, u.a. auch weil es landwirtschaftliche Produkte für den westlichen Bio-Markt „konterminiere“. Ökoimperialismus mit tödlichen Folgen mehr

Castor und Leukämie

Analyse von Walter Krämer

Die jüngsten Bilder aus dem Wendland zeigen es erneut: Bei dem Wort Atomkraft hört bei vielen Bundesbürgern das rationale Denken auf. mehr

Das sonnige Imperium des Hermann Scheer

Kommentar von Daniela Korn

Wer immer noch daran glaubt, dass sich im Klimaschutz vorrangig von selbstloser Natur- und Menschenliebe getriebene und völlig machtlose Weltverbesserer tummeln, sollte dringend die grüne Brille absetzen. mehr

Retter der amerikanischen Seele?

Rezension von Josie Appleton

Das neue Buch von Thomas L. Friedman Hot, Flat, and Crowded (Was zu tun ist) ist symptomatisch für die mittlerweile tiefe Verwurzelung des grünen Denkens in der Psyche der westlichen und speziell der US-amerikanischen Eliten. mehr

Klimafieber

Kommentar von Peter Heller

Gibt es eine geeignete Metrik zur Charakterisierung eines mutmaßlich menschgemachten Klimawandels? Die „mittlere globale Temperatur“ jedenfalls ist keine. mehr

Keine Energiewende, aber Geschäfte mit der Atomindustrie

Nach dem Vorwurf des NDR, Greenpeace habe vor Weihnachten mit falschen Behauptungen über Delfine um Spenden geworben, und der Spiegel-Meldung über eine „fehlerhafte Fisch-Fibel“ der Hamburger Regenbogenkrieger gerät nun auch der Ökostromanbieter Greenpeace Energy unter Druck. mehr

Katerstimmung zum zehnten Geburtstag

Essay von Thomas Deichmann

Versprochen wurde die Energiewende, ihre Realisierung fällt schwer. Für Kunden des Ökostromanbieters wird mitunter Strom aus uralten Wasserkraftwerken bezogen. Am Großprojekt Weserkraftwerk hat sich sein Kraftwerksbauer Planet Energy verhoben. Beim Neubau eigener Ökokraftwerke werden indes Geschäfte mit Siemens und Areva gemacht, während der Regenbogenkriegerverein Kampagnen gegen die beiden Kernkraftwerksbauer organisiert. Über Anspruch und Wirklichkeit bei Greenpeace Energy. mehr

Drolliger Brief zur „Agenda 21“

Kommentar von Hans-Jörg Jacobsen

In der „Agenda 21-Gruppe“ in Osnabrück scheint das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht bekannt zu sein. Dort ist nämlich in Artikel 5 (3) zu lesen: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. mehr

Greenpeace und die Gemeinnützigkeit

Essay von Thomas Deichmann

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist in Deutschland als gemeinnützig anerkannt. Die Bundesregierung plant, die mit der Gemeinnützigkeit einhergehenden Steuervergünstigungen abzubauen. Was sind die Anforderungen an die Steuerprivilegierung, wo soll es Abstriche geben? Und inwiefern zieht die Gesellschaft Nutzen aus dem Engagement der Regenbogenkrieger? mehr

Frische Milch in alten Schläuchen

Essay von Thomas Deichmann

Greenpeace präsentierte zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine Neuauflage des Einkaufsratgebers für gentechnikfreien Genuss. Dabei kann einem die Lust auf den Hamburger Verein endgültig vergehen. mehr

Deutsche Aussteigerideologie für die Schweiz

Essay von Thomas Deichmann, Calista Fischer

Immer häufiger kommen renommierte Berateragenturen unter Generalverdacht, in ominösen Seilschaften zu operieren und abzukassieren. Die institutionalisierte Ökoberater-Industrie aus Deutschland genießt dagegen eine schier unanfechtbare Autorität. Dabei treiben Vereine wie das Öko-Institut längst nicht mehr nur im Inland ihr Unwesen als vermeintlich ehrenhafte Gutachter und Ersteller seriöser Studien. In der Schweiz formiert sich nun Widerstand gegen den deutschen Export hinterwäldlerischer Wald- und Wiesenideologie. mehr

”Greenpeace hat sich von Logik und Wissenschaft verabschiedet.”

Interview mit Patrick Moore

Greenpeace wirft der kanadischen Forstindustrie Raubbau an den Küstenregenwäldern Britisch Kolumbiens vor. Die Organisation forderte deshalb von deutschen Papierfirmen und Zeitschriftenverlagen, kanadisches Holz zu boykottieren. Leider mit Erfolg: Konzerne und Verbände setzen jetzt ihre Macht als Großkunden ein, um Kanada zur Annahme der Greenpeace-Forderungen zu zwingen. Doch auf Seiten der kanadischen Holzindustrie streitet ein Mitbegründer von Greenpeace gegen den Boykott: Patrick Moore. Er sagt, die heutigen Greenpeace-Kampagnen schaden Mensch und Natur. Kanadische Gerichte schlossen sich kürzlich dieser Einschätzung an und verweigerten Greenpeace den Status der Gemeinnützigkeit. Michael Miersch traf Patrick Moore in Vancouver, dem Geburtsort von Greenpeace. mehr