02.12.2015

Freiblickinstitut: Debating Matters über Redefreiheit

Redaktioneller Hinweis von Novo-Redaktion

Berliner Schüler debattierten nach den Anschlägen in Paris über Redefreiheit. Mit dem Freiblickinstitut hatte das britische Institute of Ideas sein Debattierkonzept „Debating Matters“ am 18.11.2015 an der BiTS-Hochschule präsentiert. Die Nelson-Mandela-Schule ist erster Sieger

In der Schlussdebatte argumentierten die Schüler für bzw. gegen die Aussage Salman Rushdies „No one has the right not to be offended“ (Niemand hat das Recht, nicht beleidigt zu werden.) Das Team der Nelson-Mandela-Schule konnte sich gegen das Eckener Gymnasium durchsetzen und wurde damit Gesamtsieger.

Beide Schulen erinnerten an die Anschläge auf Charlie Hebdo in Paris und sprachen von der Bedeutung der Redefreiheit als Grundlage unserer gemeinsamen europäischen Zukunft.


Felipe-Jordi, einer der beiden Finalisten des Eckener Gymnasiums sagte:
“We need an open minded Europe where all people can say what they think. There must be an open discussion about everything”


Ehsan, der für die Nelson-Mandela-Schule den Sieg errang, entgegnete:
“Europe is admired by the world as a society where all are safe… If you are against these values we should show you the door. We have a moral duty to show people that prejudice is wrong, we have a moral duty to no platform”.


Nach Einschätzung der Juroren waren die Schüler der Nelson-Mandela-Schule am Ende konsistenter und klarer bei der Verteidigung ihrer Position. Somit wurde die Schule Sieger des ersten Berliner Debating Matters Wettbewerbs.

Debating Matters Berlin war Deutschlands erster Wettbewerb, der substantielle Argumente über Rhetorik und Präsentation stellte. Der Wettbewerb war für 16-18-jährige Schüler aller Schulen konzipiert.

Ein anspruchsvolles und neugieriges Publikum, das sich aus Mitschülern und Gästen zusammensetzte, hatte die Möglichkeit, Fragen und Beiträge in die Debatte einzubringen. Laura, 18 Jahre, vom Hans-Carossa Gymnasium, konnte die Juroren wegen ihrer Beiträge aus dem Publikum besonders beeindrucken und erhielt den Preis des „Best Individual“.

Beurteilt wurden die Schüler von insgesamt 15 Juroren aus unterschiedlichen beruflichen- und fachlichen Richtungen. Die Juroren der Abschlussdebatte waren: Rachel Launay (Direktorin, British Council Deutschland), Karl-Erik Norrman (Gründer und Generalsekretär, European Cultural Parliament) sowie Hilary Salt (Versicherungsmathematikerin, Geschäftsführerin First Actuarial).


Nihal Adler, Lehrerin der Nelson-Mandela-Schule, sagte über den Wettbewerb:
„Trotz der unglaublich schwierigen und harten Zeiten, mit denen wir alle wegen der jüngsten Anschläge in Paris und der Bedrohungen in aller Welt konfrontiert sind (…), glaube ich daran, dass die offene und freie Debatte ein wichtiges Instrument unserer multikulturellen Gesellschaften der Zukunft sein wird.“


Justine Brian, Direktorin von Debating Matters sagte:
“In einer Zeit, da die offene Debatte in Europa und überall dringlicher ist denn je, hoffen wir, dass alle Schüler das Ethos von Debating Matters mitnehmen. Die Debatte ist wichtig, weil Ideen wichtig sind. Wir brauchen kontroverse Debatten, um die Welt um uns herum zu beeinflussen.”


Sabine Beppler-Spahl, Vorsitzende Freiblickinstitut e.V. sagte:
“Es ist großartig, dass Schüler und ihre Lehrer die Herausforderung angenommen haben, solch kontroverse und komplexe Themen zu debattieren. Debating Matters ermutigt Schüler, selber zu denken und sich in die wichtigen Debatten unserer Zeit einzumischen.“