04.03.2026
Deutsche Illusionen und globale Realitäten
Von Thilo Spahl
Das Festhalten an der deutschen Energiewende erscheint immer grotesker. Sieben Gewissheiten zum Thema Energie in unsicheren Zeiten.
In Deutschland sind wir nach wie vor mit unserer guten alten Energiewende beschäftigt, obwohl es sich zunehmend herumspricht, dass die noch nie das Gelbe vom Ei gewesen ist und es auch niemals wird. Wir stecken darin, wie in so vielem, einfach fest.
Aus weit entfernten, technologisch fortschrittlichen Ländern hört man hierzulande, es werde in Zukunft nicht weniger, sondern ein Haufen mehr Energie benötigt, und zwar verlässlich fließende und billige; nanu? Aus Berlin hört man, es sollen nun aber wirklich Habecks Gaskraftwerke gebaut werden, vielleicht. Die Kernenergie sei wieder schwer im Kommen, sagen die einen. Keine Spur, sagen die anderen.
Manch einer hat den Eindruck, in Sachen Energie nicht mehr so richtig durchzublicken. Da kommt es gelegen, dass Fatih Birol, der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA) es auf sich nimmt, in einem knapp gehaltenen Kommentar zu erklären, worauf wir uns verlassen können: „7 Gewissheiten zum Thema Energie in diesem Zeitalter der Unsicherheit“.
Die erste Gewissheit lautet:
Die Welt ist in das Zeitalter der Elektrizität eingetreten.
Ja, 96 Jahre nach Erfindung des elektrischen Dosenöffners kann man das wohl behaupten. Dass heute nochmal ein deutlicher Elektrifizierungsschub einsetzt, haben wir vor allem Elon Musk und den Chinesen zu verdanken, die es geschafft haben, dass mehr und mehr Menschen freiwillig Elektroautos kaufen und es in ein paar Jahren vielleicht sogar ohne fette Subventionen tun werden. Auch bei der Heizung ist die Wärmepumpe auf dem Vormarsch.
Und die Besiedlung des Planeten durch Roboter, wozu auch bald das Auto zählen darf, wird auch eine elektrische sein. Von den Gehirnen der Roboter, den KI-Rechenzentren, weiß jeder inzwischen, dass sie fabelhafte Stromfresser sind. Wir wundern uns also nicht, dass heute der Stromverbrauch doppelt so schnell wächst, wie der Gesamtenergiebedarf und dass mehr als die Hälfte der jährlichen Investitionen im globalen Energiesektor in den Strombereich fließen.
„Das Zeitalter der Elektrifizierung ist zugleich das Zeitalter des Blackouts."
Dem Öko-Establishment gilt die Elektrifizierung als Königsweg zur Weltenrettung. Denn nur wenn alles elektrisch ist, kann die Energie dafür aus Wind und Sonne kommen.
Die Frage ist, ob das wirklich eine gute Idee ist, alles elektrisch zu machen? Merke: Das Zeitalter der Elektrifizierung ist zugleich das Zeitalter des Blackouts. Es ist ein Unterschied, ob im Falle des Stromausfalls ein paar Sachen nicht mehr gehen, oder ob nichts mehr geht. Es empfiehlt sich zudem, auf die richtige Reihenfolge zu achten: zusätzliche Verbraucher erst dann, wenn zusätzliche Kraftwerke da sind. Sonst haben wir – wie in Deutschland aktuell der Fall – einen negativen Effekt aufs Klima, weil die ganzen Elektroautos und Wärmepumpen mit Kohlestrom laufen, der sonst wegfallen würde.
Die zweite Gewissheit lautet:
Erneuerbare Energien werden weiterwachsen
Trotz einiger Hindernisse decken erneuerbare Energien in vielen Ländern weltweit einen Großteil, wenn nicht sogar den gesamten Anstieg des Strombedarfs. Solarenergie ist dabei führend, da Länder mit steigendem Energiebedarf wie Indien über viel Sonne verfügen und Solarpaneele inzwischen sehr preiswert produziert werden. Aber auch andere Technologien kommen zum Einsatz, etwa die Geothermie der nächsten Generation.
Was heißt weiterwachsen? Es heißt nicht, weiter auf 100 Prozent im Jahre 2045, wie man sich das in Deutschland vorstellt, sondern weiter in Richtung 20 Prozent. Erneuerbare decken zum großen Teil den „zusätzlichen“ Strombedarf, nicht den absoluten Strombedarf. Solar hat das größte Potenzial, trägt heute aber erst mit rund drei Prozent zum weltweiten Primärenergieverbrauch bei, während die fossilen nach wie vor über 80 Prozent abdecken.
Solar und Wind funktionieren sehr gut als Ergänzung. Ihre unvermeidbaren Nachteile – Flächenverbrauch, teurer Netzausbau, hohe Systemkosten, fehlende Steuerbarkeit, Notwendigkeit von Backups – bedeuten aber, dass man es mit dem Ausbau nicht übertreiben sollte, wenn die Energieversorgung stabil, zuverlässig und bezahlbar bleiben soll. Insbesondere in Deutschland ist es höchste Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Nach 25 Jahren dauersubventioniertem und unkontrolliertem Ausbau von Sonne und Wind müssen wir zu einer etwas ausgewogeneren Strategie übergehen.
„Nach 25 Jahren dauersubventioniertem und unkontrolliertem Ausbau von Sonne und Wind müssen wir zu einer etwas ausgewogeneren Strategie übergehen."
Es gibt kleine Fortschritte: Seit 2023 fällt die Förderung für Ökostrom weg, wenn der Strompreis mehrere Stunden negativ ist. Zuerst galt das nach vier Stunden, gestaffelt sollte die Förderung in den Folgejahren immer früher wegfallen. 2025 beschloss der Bundestag das sogenannte „Solarspitzengesetz“: Neue Anlagen verlieren damit bei negativen Preisen sofort die Förderung, bestehende bereits ab zwei Stunden. Die Regelung zeigt offenbar den gewünschten Effekt und Erzeuger stellen ihre Anlagen ab, wenn ein Überangebot im Markt ist.
Nun plant Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für das ineffiziente deutsche System weitere Korrekturen. Laut Entwurf zur Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes sollen in Gebieten, wo jetzt schon ein Überschuss an Erneuerbaren besteht, nur noch dann Wind- oder Solaranlagen errichtet werden können, wenn sich die Betreiber verpflichten, auf die Entschädigungszahlungen im Falle der dann erwartbaren, häufigen Abregelungen ganz zu verzichten. Zudem sollen in Zukunft neue kleine und mittlere Dachanlagen nicht mehr subventioniert werden. Für die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, ist das ein „harter Angriff auf die Energiewende“. Parteichef Felix Banaszak erkennt darin „blinde Zerstörungswut gegenüber allem, was nach Zukunft riecht“.
Während also weltweit Erneuerbare wachsen werden, am besten dort, wo dies ohne Subventionen geschieht, besteht wenigstens ein bisschen Hoffnung, dass in Deutschland der unkontrollierte und teure Wildwuchs endlich etwas gebremst wird.
Die dritte Gewissheit lautet:
Die Kernenergie erlebt ein Comeback.
Nach einer Reihe von Rückschlägen in den 2010er Jahren ist die Kernenergie wieder auf dem Vormarsch, wie die IEA vor etwa vier Jahren prognostiziert hatte. Im Jahr 2025 wurde mehr Strom als je zuvor erzeugt. Allerdings nur ein bisschen mehr, da die Zahl der laufenden KKWs sogar abgenommen hat.
Und Deutschland? Hat sich bekanntlich selbst ins Knie geschossen und bleibt außen vor. Wir können höchstens auf ein kleines Wunder hoffen: dass eines unserer Fusions-Startups tatsächlich erfolgreich ist. Wahrscheinlicher ist, dass die USA und China beim Wettlauf zur Marktreife neuer Reaktoren das Rennen machen.
„Wir könnten zunächst damit beginnen, die sechs zuletzt abgeschalteten KKWs wieder flottzumachen."
Aber auch in Europa machen sich die meisten Länder auf, um beim Revival dabei zu sein.
Schauen wir nach Schweden: Die schwedische Regierung hat gerade mehrere Maßnahmen vorgeschlagen, um die Errichtung neuer Kernkraftwerke im Land zu erleichtern. Dazu gehören ein neues Genehmigungsgesetz, mehr mögliche Standorte für Kernkraftwerke an der Küste und eine verstärkte staatliche Unterstützung für Machbarkeitsstudien der Kommunen.
Schauen wir nach Großbritannien: Die britische Regierung hat gerade einen Rahmenplan veröffentlicht, der darauf abzielt, private Investitionen in innovative Nukleartechnologien – darunter fortschrittliche, kleine und mikromodulare Reaktoren – im ganzen Land voranzutreiben.
Schauen wir nach Dänemark: Mehrere dänische Wirtschaftsverbände, Universitäten und Unternehmen haben die Nuclear Power Alliance ins Leben gerufen, um sich für einen technologieneutralen Ansatz in Bezug auf Kernenergie in dem Land einzusetzen, in dem Kernenergie seit 40 Jahren verboten ist.
Schauen wir nach Frankreich: Frankreich ändert seine Energiepolitik per Dekret und setzt einen neuen gesetzlichen Rahmen durch. Dabei sinken die Zielwerte für Wind- und Solarenergie, während die Atomkraft deutlich gestärkt wird.
Schauen wir in viele andere Länder. Fast überall zeigt sich das gleiche Bild.
Schauen wir nach Deutschland und stellen uns vor, die Politik würde zur Vernunft kommen. Wir könnten zunächst damit beginnen, die sechs zuletzt abgeschalteten KKWs wieder flottzumachen. „Als Erbauer der deutschen Kernkraftwerke ist Framatome mit den Anlagen vertraut und verfügt über die Kompetenzen, um die notwendigen Schritte zu einer sicheren Wiederinbetriebnahme der Anlagen umzusetzen“, sagt Carsten Haferkamp, Geschäftsführer der Framatome GmbH. Er ist nicht der einzige, der den Job übernehmen würde. Martin Pache, Chef des AKW-Bauers Westinghouse Electric Germany, sagt: „Der Neustart von Kernkraftwerken ist bereits vor 2030 möglich – ohne Abstriche bei der nuklearen Sicherheit.“ Was fehlt, ist der politische Wille. „Wir würden sofort alle stillgelegten Kernkraftwerke wieder ans Netz nehmen“, versprach Friedrich Merz – im August 2023. Aber was interessiert ihn sein Geschwätz von gestern?
So bleibt es beim deutschen Sonderweg. Und Herr Birol kommentiert: „Fast die ganze Welt setzt wieder auf Kernenergie. Das sollte den Deutschen zu denken geben.“
Die vierte Gewissheit lautet:
Die Risiken für die Energiesicherheit nehmen zu, insbesondere bei kritischen Mineralien.
Zu den traditionellen Gefahren für die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung kommen nun weitere Schwachstellen in anderen Bereichen hinzu – darunter die Stromversorgungssicherheit und kritische Mineralien.
In Berlin konnten wir es im Januar erleben: Unsere Energieversorgung ist leicht angreifbar. Einer Handvoll linksextremer Degrowth-Fanatiker gelang es, einen Teil der Hauptstadt bei bitterer Kälte für fünf Tage vom Stromnetz abzuschneiden.
„Die staatlich verordnete Energiewende war ein wichtiger Treiber des Niedergangs der Wirtschaft."
Bei Verhandlungen mit China stellt man plötzlich fest, dass das Land die fast totale Kontrolle über 19 von 20 für die Energietechnik kritischen Mineralien hat. Die Gewinnung und Verarbeitung von Seltenen Erden ist ein ziemlich dreckiges Geschäft. Wir haben es daher bereitwillig den Chinesen überlassen. Die ganze Welt befindet sich nun in einer fatalen Abhängigkeit. Das betrifft große Teile der Industrie und insbesondere Energietechnik, Auto- und Verteidigungsindustrie.
Es sind große Anstrengungen notwendig und es wird Jahrzehnte dauern, uns wieder aus dieser Abhängigkeit zu befreien.
Die fünfte Gewissheit lautet:
Die Staaten übernehmen die Zügel.
Da Energie zu einer Frage der wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit geworden ist, greifen die Regierungen zunehmend ein, um die Ergebnisse zu beeinflussen, anstatt sie dem Markt zu überlassen.
Dieses Phänomen ist uns in Deutschland wohlbekannt. Die staatlich verordnete Energiewende war ein wichtiger Treiber des Niedergangs der Wirtschaft. Die deutschen Erfolgsrezepte waren der staatlich verordnete Doppelausstieg aus Kohle und Kernenergie, die ideologische Fixierung auf Wind und Sonne und die fahrlässige Abhängigkeit von russischem Gas.
„An der Tankstelle zahlen wir gut 80 Cent pro Liter an Energiesteuer und CO2-Abgabe, die sich kontinuierlich erhöhen soll."
Es ginge auch anders. Wenn wir uns vorstellten, wir wären nicht Deutschland und müssten uns nicht auf ewig dem Erbe von Jürgen, Angela und Luisa verpflichtet fühlen, dann würden wir vielleicht massiv Forschung und Entwicklung fördern. Dann würden wir im eigenen Land massiv Know-how in den Bereichen Kernreaktortechnik, aber auch Carbon Capture and Storage, Fracking und Geothermie aufbauen und dieses Know-how dann auch umgehend zur Anwendung bringen.
In den 1960er und 1970er Jahren spielte der deutsche Staat als Investor, Förderer und Koordinator eine wichtige Rolle beim schnellen Aufbau der Kernkraftwerksflotte, die im Jahr 2000 noch 30 Prozent des Stroms in Deutschland lieferte.
Die sechste Gewissheit lautet:
Wir bewegen uns in Richtung eines „Käufermarktes“ für wichtige Brennstoffe und Technologien.
Die Ölpreise sind aufgrund des relativ reichlichen Angebots bereits unter Druck geraten, und dasselbe wird bald auch für die Erdgasmärkte gelten, schreibt Birol. Auch für Batterien, Solarzellen und andere Technologien gibt es reichlich Produktionskapazitäten.
Billiges Öl und Gas, das hört man gerne. Es nützt aber nur denen, die das billige Öl und Gas auch billig kaufen dürfen. Hierzulande wird es wie bisher nur mit immer weiter wachsenden Aufschlägen zu haben sein. Beim Gas sind rund die Hälfte der Kosten Netzentgelte, Steuern und Abgaben. An der Tankstelle zahlen wir gut 80 Cent pro Liter an Energiesteuer und CO2-Abgabe, die sich kontinuierlich erhöhen soll. Außerdem wird in Deutschland nach wie vor angestrebt, dass wir Öl und Gas nur noch eingeschränkt nutzen dürfen. Das neue Heizungsgesetz erlaubt zwar weiterhin den Einbau entsprechender Heizungen, verlangt aber eine sukzessive Umstellung des Betriebs auf teurere sogenannte grüne Gase und Öle nicht fossilen Ursprungs.
„Wen interessiert schon, was Deutschland macht?"
Worauf wir uns in globaler Hinsicht bei Öl und Gas verlassen können, ist, dass es verkauft und verbrannt werden wird. Wenn wir weniger kaufen und damit die Nachfrage senken, drückt das den Preis zusätzlich und erhöht damit die Nachfrage in anderen Ländern, die auf künstliche Verteuerung verzichten. Dies wird so lange der Fall sein, bis technologische Durchbrüche, Energie aus nicht fossilen Quellen tatsächlich und über viele Anwendungen hinweg billiger macht als Energie aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.
Eine Technologie, die Birol hier nicht explizit nennt, ist die Kernreaktortechnik. Mittelfristig dürfte aber gerade sie diesem Trend der Angebotsausweitung unterliegen. Wir haben große Verbilligung bei Solar und Batterien durch die Massenproduktion und Optimierung gesehen. Das gleiche wird bei Nuklear geschehen, wenn wir in Zukunft in standardisierten und modularen Designs in größeren Serien fertigen.
Die siebte Gewissheit lautet:
Neue Akteure treiben zunehmend die globalen Energietrends voran.
Der Schwerpunkt der weltweiten Energiemärkte verlagert sich, da eine Gruppe von Schwellenländern, angeführt von Indien und Südostasien und ergänzt durch Länder im Nahen Osten, Lateinamerika und Afrika, zunehmend die Dynamik der Energiemärkte prägt.
So ist es. Wen interessiert schon, was Deutschland macht? Die Vorstellung, dass wir mit unserem Exportschlager namens „Energiewende“ einen Einfluss auf globale Entwicklungen im Energiesektor haben könnten, war immer illusorisch. Das dürften inzwischen fast alle verstanden haben. Entscheidend für den Lauf der Dinge sind die Länder, die ihren Energieverbrauch noch lange deutlich steigern werden, um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen und den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen.
„Der Großteil der Welt verfolgt eine pragmatische, technologieoffene Politik. Man nutzt vorhandene Ressourcen und Technologien so, wie es im Interesse des eigenen Landes und der eigenen Bevölkerung ist."
Während in Deutschland der Energieverbrauch in den letzten 15 Jahren um rund 1 Prozent jährlich gesunken ist, weisen viele Schwellenländer erhebliche Anstiege auf. Das jährliche Wachstum beträgt in Vietnam 6-7 Prozent, in Indonesien 5-6, in Indien 4-5, in China, Türkei, Ägypten 3-4, in Russland, Brasilien, Saudi-Arabien, Iran 2-3. Diese Länder repräsentieren zusammen rund die Hälfte der Weltbevölkerung. Eine Menge ärmerer Länder würden ihren Verbrauch auch gerne steigern.
Der Großteil der Welt verfolgt eine pragmatische, technologieoffene Politik. Man nutzt vorhandene Ressourcen und Technologien so, wie es im Interesse des eigenen Landes und der eigenen Bevölkerung ist. Das heißt, man achtet vorrangig auf Kosten und Versorgungssicherheit, und - in dem Maße, in dem man es sich leisten kann - auch auf Umweltverträglichkeit. Der Klimaschutz hat nachgeordnete Bedeutung, die Emission von Treibhausgasen erfolgt erst dann drastisch, wenn die Niedrigemissionstechnologien sich wirtschaftlich durchsetzen.
Das ist die Realität, der wir uns auch in Deutschland stellen sollten.