09.02.2026

Wieder ein „Mann“ als Täter

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Foto: fsHH via Pixabay / CC0

Ein Südsudanese tötete sich und eine junge Frau in der Hamburger U-Bahn. Leider kein Einzelfall. Die Diskussion über solche Gewalt gegen Frauen in Deutschland verläuft sehr unehrlich.

Den Forderungen der Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zufolge, wonach selbst anzügliche Bemerkungen und sogenannte „Catcalls“ als Straftat gelten sollen, müssten Frauen hierzulande die am besten geschützte Spezies der Welt sein. Gleichzeitig wird das Land jedoch von einer regelrechten Epidemie brutaler Übergriffe und Morde an jungen Frauen heimgesucht.

Das jüngste Beispiel: die Ermordung einer 18-jährigen Iranerin Ende Januar in Hamburg. Ein Flüchtling aus dem Südsudan zerrte die junge Frau auf die Gleise einer U-Bahn-Station, genau in dem Moment, als der Zug einfuhr.

So groß der öffentliche Schock auch war, folgten doch umgehend die üblichen Beschwichtigungsversuche. „Mann zerrt Frau vor einfahrende U-Bahn – beide tot“, lautete die Schlagzeile des NDR. Dieses Framing behielt der Sender bei, als später von einem „Unglück“ die Rede war und davon, dass „beide noch an der Unfallstelle starben“. Täter und Opfer verschwanden sprachlich hinter einer neutralisierten, beinahe technischen Beschreibung des Geschehens. Zur öffentlichen Empörung trug – zu Recht – auch die Nachricht bei, dass der Täter erst 2024 über ein Resettlement-Programm der Vereinten Nationen nach Deutschland gekommen war, offenbar ohne ausreichende Überprüfung.

Die traurige Wahrheit: Hamburg ist kein Einzelfall. Doch hier zeigt sich die nächste Unehrlichkeit. Behörden und Lobbyisten einer ungeregelten Zuwanderung scheinen ein offensichtliches Interesse daran zu haben, sowohl die Opfer als auch das Ausmaß des Problems möglichst schnell in Vergessenheit geraten zu lassen. Statt der getöteten Frauen zu gedenken, sollen sie der Verdrängung anheimfallen.

„Über die Täter heißt es jedoch lediglich, die ‚weit überwiegende Anzahl‘ sei männlich.“

Vergeblich sucht man nach offiziellen, verlässlichen Statistiken darüber, wie viele Frauen in den vergangenen zehn Jahren Opfer vergleichbarer Morde wurden. Eine KI-gestützte Recherche kann zumindest helfen, die Erinnerung an einige der Toten wachzuhalten – auch wenn die folgende Liste alles andere als vollständig ist:

  • 2015, Freiburg: Die 19-jährige Maria Ladenburger wird von Hussein K., einem 17-jährigen afghanischen Asylbewerber mit Vorstrafen in Griechenland, vergewaltigt und ermordet.
  • 2016, Reutlingen: Die 45-jährige Joanna B. wird von ihrem Ex-Freund Mohammed B., einem 21-jährigen syrischen Asylbewerber, mit einer Machete getötet.
  • 2017, Kandel: Die 15-jährige Mia Valentin wird von ihrem Ex-Freund Abdul D., einem 15-jährigen afghanischen Asylbewerber, erstochen.
  • 2018, Flensburg: Die 17-jährige Mireille B. wird von Ali Bashar, einem 18-jährigen irakischen Asylbewerber, erwürgt.
  • 2021, Würzburg: Drei Frauen werden in einem Kaufhaus von Abdirahman Jibril Ali, einem 24-jährigen somalischen Asylbewerber, erstochen.
  • 2022, Berlin: Eine Lehrerin stirbt, als ein 29-jähriger Iraker mit Aufenthaltsgenehmigung sein Auto in eine Menschengruppe lenkt.
  • 2022, Berlin: Eine 31-jährige Mutter von sechs Kindern, selbst afghanische Asylbewerberin, wird von ihrem Ex-Mann getötet, der ihr die Kehle durchschneidet.
  • 2023, Brokstedt: Die 17-jährige Ann-Marie K. wird bei einem Messerangriff in einem Zug von Ibrahim A., einem palästinensischen Flüchtling, getötet. Auch ihr 19-jähriger Freund Danny P., der sie zu schützen versucht, stirbt.
  • 2023, Potsdam: Eine 27-jährige Frau wird in einem Park von einem 22-jährigen pakistanischen Asylbewerber vergewaltigt und ermordet.
  • 2025, Friedland: Die 16-jährige Liana K., ein ukrainischer Flüchtling, wird von Muhammad A., einem 31-jährigen irakischen Asylbewerber, vor einen Zug gestoßen.
  • 2025, München: Eine 37-jährige Frau und ihre kleine Tochter sterben, als Farhad N., ein 24-jähriger afghanischer Asylbewerber, sein Auto in eine Verdi-Demonstration lenkt.

Die Erinnerungslücken stechen besonders vor dem Hintergrund des Fake-Feminismus vieler Politiker ins Auge, die behaupten, die Sicherheit und die Interessen von Frauen stünden im Zentrum ihres Handelns: „Feministische Außenpolitik“, aufdringliches Gendern oder das Zurschaustellen von Frauenquoten sind hierfür Beispiele.

Das Bundesinnenministerium verspricht auf seiner Website eine „zuverlässige und aussagekräftige Datenbasis über polizeilich registrierte geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen“. Der jüngste Bericht konstatiert für 2024 einen weiteren Anstieg entsprechender Straftaten – vor allem bei Sexualdelikten und häuslicher Gewalt. Über die Täter heißt es jedoch lediglich, die „weit überwiegende Anzahl“ sei männlich. Aber wer sind diese Männer? Warum gibt es kein differenzierteres, realitätsnäheres Täterprofil?

„Nicht Migration an sich ist das Problem, sondern eine bestimmte Form der Massenmigration.“

Viele Journalisten und Politiker loben sich für ihre Zurückhaltung. Die „anständige“ Presse nennt die Nationalität von Tätern nur, wenn sie es für absolut notwendig hält – und dann in gedämpftem Ton. Nicht so wie Boulevardmedien oder alternative Plattformen mit ihren klaren Schlagzeilen: „Südsudanese (25) zerrt Iranerin (18) vor U-Bahn – beide tot.“

In Wahrheit stiften diese Verschleierungsstrategien Verwirrung und zeugen von Misstrauen gegenüber den Bürgern. Der eigentliche Grund für diese Verschämtheit liegt in der Angst, eine offene Debatte könne fremdenfeindlichen Rassismus befördern. Doch die meisten Menschen sind sehr wohl in der Lage zu differenzieren. Sie werden nicht zu rasenden Fremdenfeinden, nur weil sie die Wahrheit erfahren. Nicht Migration an sich ist das Problem, sondern eine bestimmte Form der Massenmigration – für deren Folgen Teile des politischen Establishments Verantwortung tragen.

Auch der Fake-Feminismus, der behauptet, „Männer“ als abstrakte Kategorie seien das Problem, ist eine Zumutung. Die überwältigende Mehrheit der Männer würde niemals einer Frau Schaden zufügen. Viele fürchten vielmehr um die Sicherheit ihrer Töchter und Partnerinnen. Immer wieder gibt es Berichte über mutige Männer, die bei Angriffen eingriffen, um Frauen oder Kinder zu schützen – und dafür mit dem Leben bezahlten, wie Danny P. oder Kai-Uwe Danz, der bei einem Messerangriff Kindern und Betreuerinnen zu Hilfe eilte.

Die Zurückhaltung jener, die vorgeben, auf der Seite der Flüchtlinge zu stehen, ist letztlich ein Verrat an Frauen – auch an Frauen mit Migrationshintergrund, zu denen viele der Opfer zählten und die auf das Schutzversprechen des deutschen Staates vertrauten.

„Immer mehr Bürger spüren, dass sich in Deutschland etwas ändern muss.“

Eine offene Debatte zu fordern, ist nicht rassistisch. Es geht darum, Fehler der Vergangenheit anzuerkennen und zu korrigieren. Mit der Massenmigration kamen viele junge Männer nach Deutschland, die kaum etwas über ihr Gastland wussten und deren Erwartungen niemals erfüllt werden konnten. Wie der Hamburger Täter Ariop A. zeigen manche eine tiefe Entfremdung von der Gesellschaft – und nicht selten Hass auf das Land, seine Bürger und insbesondere seine Frauen.

Es sind Männer wie der afghanische Flüchtling, der vor gut einem Jahr in Aschaffenburg zwei Menschen, darunter ein zweijähriges Kind, tötete und von Richtern als „tickende Zeitbombe“ bezeichnet wurde. Vor dieser Gefahr warnen seit Jahren mutige Stimmen wie Alice Schwarzer oder der syrischstämmige Intellektuelle Bassam Tibi – oft um den Preis, als „antimuslimische Rassisten“ diffamiert zu werden1.

Diese Strategie des Leugnens und der Schuldumkehr muss enden. Sie verlangt von den Bürgern, still zu bleiben und wegzusehen, als handle es sich bei diesen Verbrechen um bloßes Schicksal. Sie ermutigt dazu, Warnzeichen zu ignorieren – aus Angst, stigmatisiert zu werden. In nahezu allen genannten Fällen, auch in Hamburg, waren die Täter bereits zuvor auffällig geworden. Dennoch blieben die Gesetze unverändert, die Polizei sprach von „gebundenen Händen“, und Männer wie Ariop A. konnten frei herumlaufen.

In Zeiten allgemeiner Täuschung ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt, wie Orwell sagte. Die Folge aber ist, dass immer mehr Bürger spüren, dass sich in Deutschland etwas ändern muss: Sie werden sich die Versuche, die Wahrheit zu unterdrücken, nicht mehr länger gefallen lassen.

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