12.06.2026

Vom Zustand einer einst großen Wirtschaftsnation

Von Thilo Spahl

Titelbild

Foto: andreas160578 via Pixabay / CC0

„Absturz“ heißt das neue Buch des Ökonomen Daniel Stelter. Aber der Untertitel lässt immerhin noch Raum für Hoffnung: „So retten wir Deutschland“.

Wer Daniel Stelter als Hörer des Podcasts „beyond the obvious“ kennt, wird bei Lektüre des Buches schnell feststellen: Er schreibt genauso, wie er spricht. Das macht das Buch sehr leicht lesbar. Und er wird feststellen, was auch Stelter selbst sagt, wenn er auf sein Buch verweist: „Die Inhalte kennen Sie alle schon.“ Trotzdem hat der Rezensent das Buch gerne gelesen. Denn es ist sehr praktisch, wenn man all die Fakten und Argumente, die man über die letzten Jahre beim Radfahren im Podcast gehört, aber sich nicht alle gemerkt hat, noch einmal, auf 260 Seiten, äußerst komprimiert zusammengefasst bekommt.

Stelter, der Woche für Woche Interviews mit zumeist Wirtschaftswissenschaftlern, bisweilen auch Unternehmern oder Managern führt, ist kein Untergangsprophet. Am ehesten würde ich ihn als besorgt, weil kompetent bezeichnen. Manchmal mischt sich auch ein wenig Verzweiflung in seine Ausführungen, selten Zuversicht. Wenn, dann eigentlich nur in abgeschwächter Form im Bekunden, man dürfe die Hoffnung nicht aufgeben, und der immer wiederkehrenden Aufforderung an seine Gesprächsgäste, ihre Empfehlungen an die Politik zu formulieren.

Auf Seite eins von „Absturz“ wird das Problem klar benannt: „Die deutsche Wirtschaft verliert seit Jahren an Wettbewerbsfähigkeit. Begonnen hat der Prozess mit dem Atomausstieg, es liegt aber mindestens so sehr an einer immer höheren Steuer- und Abgabenlast, einer überbordenden Bürokratie und einem Staat, der, statt auf Rahmenbedingungen zu setzen, glaubt, mit dem Verteilen von Subventionen die Wirtschaft steuern zu können. Dies gepaart mit einer parteiübergreifenden Neigung, Probleme zu leugnen, zu verharmlosen oder mit Schulden und Steuergeld zu kaschieren.“

Auf der zweiten Seite erfahren wir dann auch schon die Lösung, in sehr groben Zügen: „Die Energiepolitik muss als Hauptziel ein günstiges und im Überfluss vorhandenes Angebot haben, die Klimapolitik muss sich von jeglicher ‚Vorreiterrolle‘ verabschieden, der Sozialstaat muss demografiefest gemacht werden. Das Bildungssystem muss endlich wieder die Qualität hervorbringen, die ein Industrieland benötigt und die Infrastruktur muss saniert werden, statt die dafür vorgesehenen Schuldenmilliarden zum Stopfen von Löchern zu veruntreuen.“

„Was auf den ersten Seiten angerissen und vom Leser abgenickt wird, wird auf den kommenden 250 untermauert, verdeutlicht und konkretisiert."

Und weil er ahnt, dass sich der Leser genau das auch denkt, fügt er sogleich hinzu: „Diese Erkenntnisse sind alles andere als neu.“ Trotzdem lohnt es sich natürlich, weiterzulesen. Auch für jene, die es sich gerne leichtmachen und dazu neigen, dem Politikercredo der letzten Jahre zu folgen, es würde schon alles werden, wenn nur nicht dauernd Störenfriede schlechte Laune verbreiteten. Schon auf Seite drei manifestiert sich der Wille zum Optimismus; es folgt die erfrischende Erkenntnis, auf welch einfache Weise unsere Rettung zu bewerkstelligen sei: „Die gute Nachricht: Für die wesentlichen Maßnahmen braucht es keine neuen Gesetze, man muss nur Gesetze der letzten zehn bis zwanzig Jahre abschaffen.“

Was auf den ersten Seiten angerissen und vom Leser abgenickt wird, wird auf den kommenden 250 untermauert, verdeutlicht und konkretisiert.

Deutschland ist ein reiches Land. Oder nicht?

Im ersten Kapitel rekapituliert Stelter, was er schon 2018 in seinem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ beschrieben hat, dass sich nämlich viele hierzulande einer Illusion hingeben. Im internationalen Vergleich sei schon damals unser Wohlstand „eher so mittel“ gewesen und die Politik auf dem komplett falschen Kurs: zu wenig Investitionen, Vernachlässigung der Infrastruktur, rückläufige Produktivitätszuwächse, Expansion des Sozialstaates, Migration in die Sozialkassen, Ausbleiben der notwendigen Rentenreform, teure und unwirksame Energiewende, vorsätzliche Schwächung der Automobilindustrie, teure Euro-Rettungspolitik. Kein Mangel an Problemen, aber großer Mangel an der Bereitschaft, sie anzugehen.

Seitdem ist alles genauso weitergegangen, mit dem erwartbaren Ergebnis: „Das Bruttoinlandsprodukt lag Ende 2025 auf etwa dem gleichen Niveau wie im Jahr 2019 – sechs Jahre praktisch ohne Wachstum.“ Das Einzige, worin wir massiv zugelegt haben, ist das Schuldenmachen. Insbesondere die verdeckten Verbindlichkeiten sind eine enorme Last, die mittlerweile auf 19,5 Billionen Euro oder 454 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angestiegen ist. Stelters Fazit: „Ein reiches Land zu werden, ist nicht leicht. Ein reiches Land zu bleiben, ist deutlich schwerer. Ein reiches Land abzuwirtschaften, ist hingegen leichter als vielfach angenommen. Deutschland führt vor, wie man es macht.“

„Der Autor nennt fünf zentrale Säulen, die das Fundament für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg bilden: Demografie, Produktivität, Bildung, Energie und Innovation.“

Wie kann man es besser machen? Der Autor nennt fünf zentrale Säulen, die das Fundament für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg bilden: Demografie, Produktivität, Bildung, Energie und Innovation. „Um jede einzelne davon müssen wir uns intensiv kümmern, wenn dem Abstieg wieder ein Aufstieg folgen soll.“

Es ist im Grunde alles gar nicht so schwierig. Man braucht sich nur ein bisschen in der Welt umzuschauen, um einerseits einen Eindruck vom Ausmaß der Probleme zu bekommen, andererseits Vorbilder zu finden, denen man es bloß nachzumachen bräuchte. Wenn man denn bereit wäre, Fehler einzugestehen, Reformunwilligkeit zu überwinden, Besitzstandswahrung durch Leistungsbereitschaft zu ersetzen, aufzuhören, es jeder Lobbygruppe rechtmachen zu wollen, und ideologische Verkrustungen aufzubrechen.

Die Realität in Zahlen

Viele Zahlen zeigen das Ausmaß der Verheerungen:

Der Euro und die Lohnzurückhaltung haben dazu geführt, dass Unternehmen seit Langem zu wenig investieren. Die Industrieproduktion liegt heute auf dem Niveau von 2015, seit 2018 ist sie um satte 20 Prozent gesunken. Auch Arbeitskosten sind ein Problem. Die Lohnstückkosten in der Industrie sind seit Anfang 2020 um mehr als 24 Prozent gestiegen. Das wäre zu verkraften, wenn die Produktivität ebenso stark oder, besser noch, stärker gestiegen wäre, sie hat jedoch stagniert. Fast jeder siebte Job in der deutschen Autoindustrie ist in den vergangenen sechs Jahren weggefallen. Ein Schweizer arbeitet fast 200 Stunden mehr im Jahr als ein Deutscher. Chinesische Investitionsgüter sind bei gleicher Qualität im Schnitt 30 Prozent günstiger.  Der kommunale Investitionsrückstand ist von 2019 bis 2024 um 47 Prozent, 70 Milliarden Euro, gestiegen.

Die Finanzhilfen des Bundes stiegen zwischen 2014 und 2023 um das 3,55-Fache. 2024 gab der Bund 127,3 Milliarden Euro für Subventionen aus, doppelt so viel wie noch 2015. Schrumpfende Betriebe erhalten häufiger Subventionen als innovative, wachsende Unternehmen. Große Unternehmen bekommen mehr als kleine.

Gleichzeitig bindet der Staatssektor immer mehr Arbeitskräfte in unproduktiven Tätigkeiten. Seit 2012 ist die Zahl der Staatsbediensteten um 584.000 oder 14 Prozent gestiegen. Die Anzahl der Bundesbeamten seit 2010 sogar um 59 Prozent. Menschen, die der Privatwirtschaft fehlen (und gleichzeitig oft dort zusätzliche Bürokratiearbeit verursachen). Wir haben 146 Milliarden Euro Bürokratiekosten pro Jahr. 2010 umfasste die Bundesgesetzgebung insgesamt 1082 Einzelgesetze mit rund 24.775 Normseiten Text. Bis Ende 2024 stieg diese Zahl auf 1306 Gesetze mit zusammen 39.536 Normseiten an.

„Der Staat kassiert nicht nur absolut immer mehr Geld, sondern auch relativ."

In Japan erreichen 32 Prozent der Schüler das höchste mathematische Leistungsniveau, in Deutschland sind es nur 5 Prozent. Rund 32 Prozent der Studenten brechen ihr Studium ab.

41 Prozent der gesamten deutschen Staatsausgaben fließen in den Bereich „soziale Sicherung“, mehr als in allen anderen europäischen Staaten. Die Sozialausgaben des Bundes sind seit 1992 von 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 5,2 Prozent gestiegen. 1992 machten sie 35 Prozent des Haushalts aus, heute sind es 48 Prozent. Pro Einwohner stiegen sie inflationsbereinigt um 82 Prozent. Der Staat kassiert nicht nur absolut immer mehr Geld, sondern auch relativ, heute 140 Milliarden mehr als noch 2010.

Mit 12,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geben wir mehr für unsere Gesundheitssystem aus als jedes andere europäische Land. Deutsche gehen viermal so oft zum Arzt wie Schweden. Wir haben mehr als doppelt so viele Krankenhausbetten wie Italien. Bei der Lebenserwartung liegen wir trotzdem knapp unter dem EU-Durchschnitt. Auch die Belastung durch das Rentensystem steigt weiter rasant. 13,4 Millionen Erwerbspersonen erreichen in den nächsten 15 Jahren das Rentenalter. Kamen im Jahr 2022 auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter knapp 30 über 67-Jährige, werden es im Jahr 2040 etwa 41 sein. Zusätzlich zu den 2,7 Billionen offiziellen Schulden, haben wir noch 16,8 Billionen inoffizielle, vor allem Renten- und Pensionsansprüche.

Laut Europäischer Zentralbank entsprechen die Handelshemmnisse innerhalb der EU einem 100-prozentigen Zoll auf Dienstleistungen und einem 65-prozentigen Zoll auf Waren.

Die Stromkosten sind dank Energiewende explodiert. Zahlte ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr 2000 noch 13,94 Cent pro kWh, waren es 2018 schon 29,47 Cent. Der Industriestrompreis stieg im selben Zeitraum von 6,05 Cent auf 17,09 Cent. Heute sind wir als Privatkunden bei rund 37 Cent, und das, obwohl die EEG-Umlage weggefallen ist, weil diese jetzt über den Umweg der Steuer beglichen und damit versteckt wird. Bezahlen müssen wir sie trotzdem.

„Es hätte nicht so weit kommen müssen. Schließlich ging es der deutschen Wirtschaft während der Merkel-Jahre (in denen die Weichen für den Niedergang gestellt wurden) recht gut.“

In jedem Jahr seit 2011 sind mehr als eine Million Menschen aus dem Ausland zugezogen. Die Kosten dieser weitgehend ungesteuerten Zuwanderung betragen gesamtwirtschaftlich 5,8 Billionen Euro. Je größer die Defizite, desto empfindlicher reagieren die Verteidiger des Weiter-wie-bisher jede Kritik. Positionen, die noch vor 20 Jahren als bürgerlich-liberal galten, werden heute als „rechtsextrem“ abgestempelt. Auf diese Problematik geht Stelter in einem eigenen Unterkapitel „Kritik verbieten?“ ein.

Es hätte nicht so weit kommen müssen. Schließlich ging es der deutschen Wirtschaft während der Merkel-Jahre (in denen die Weichen für den Niedergang gestellt wurden) recht gut. Doch wir haben sie „weder für notwendige Vorsorge, noch für erforderliche Investitionen“ genutzt, bemängelt Stelter. „Stattdessen wurden diese guten Jahre für die Verfolgung politischer Illusionsprojekte, zur Bedienung von Klientelinteressen und zur Verschleierung der wachsenden strukturellen Probleme verschwendet. Das rächt sich nun.“

Die neue Regierung setzt jetzt einmal mehr auf Schulden. Die Folge ist, dass die jährlichen Defizite kontinuierlich steigen: von 34 Milliarden Euro im Jahr 2027 über 63 Milliarden in 2028 bis hin zu 74 Milliarden Euro im Jahr 2029. Die Abschaffung der Schuldenbremse wird sich als wenig segensreich erweisen. Laut Stelter war sie kein Investitionshemmnis, sondern ein Konsumhemmnis.

Keine Raketenwissenschaft

Der Autor beschränkt sich nicht darauf, darzulegen, was alles im Argen liegt. Die Liste der Vorschläge an die Politik, die Stelter über das Buch verteilt, ist ausgesprochen lang. Man sollte meinen, es seien genug dabei, dass jeder Politiker einiges finden würde. Hier eine Auswahl:

Bildung und Erziehung

  • frühkindliche Bildung stärken
  • verbindlicher Kindergartenbesuch bei mangelnden Deutschkenntnissen
  • ausreichende Deutschkenntnisse als Einschulungsvoraussetzung
  • klare und höhere Standards mit Schwerpunkt auf Basiskompetenzen (Deutsch, Englisch, Mathematik); Disziplin und Benotung schon ab der Grundschule
  • MINT-Fächer ausbauen
  • niedrigere Abiturquote
  • Schulabbrecherquote halbieren
  • duale Ausbildung aufwerten

Zuwanderung

  • Qualifizierte Zuwanderung statt Sozialzuwanderung
  • Asylverfahren in sicheren Drittländern
  • Fünf Jahre Wartezeit bis zum Anspruch auf Grundsicherung
  • Sofortprogramm zur sprachlichen Integration

Arbeit und Soziales

  • weniger Jobs im Staatssektor, mehr im Privatsektor
  • Jahresarbeitszeit erhöhen, weniger Teilzeit
  • bessere Betreuungsangebote für Kinder
  • geringere Abgabenbelastung
  • Programm zur Vermögensbildung
  • Einführung einer Negativen Einkommenssteuer
  • höhere Hinzuverdienstgrenzen im Bürgergeld
  • Abschaffung der Rente mit 63
  • Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung
  • Kapitaldeckung als weitere Rentensäule
  • ein Staatsfonds für alle: 25.000 Euro pro Bürger unter 65 in ein diversifiziertes globales Portfolio zur Alterssicherung

Staat und Verwaltung

  • radikaler Rückbau des Staates und der Bürokratie
  • Zahl der Gesetzseiten innerhalb von vier Jahren um 25 Prozent reduzieren
  • für ein neues Gesetz drei alte abschaffen
  • Steuerreform nach Kirchhof-Modell (Einheitlicher Steuersatz: 25 Prozent auf alle Einkommen, hoher Grundfreibetrag: 20 000 Euro (inflationsindexiert), Abschaffung fast aller Ausnahmen, Familiensplitting statt Ehegattensplitting)
  • Umstellung des Staatshaushalts auf kaufmännische Doppik
  • automatische Genehmigungen nach sechs Monaten, wenn keine behördliche Entscheidung erfolgt
  • Föderalismusreform
  • Bundestag (und Landtage) verkleinern
  • Rechnungshof-Befugnis erweitern
  • Schuldenbremse stärken

Wirtschaft

  • Nationale Debatte über Wohlstand
  • Wertschätzung produktiver Arbeit
  • Investitionsoffensive für Kapitalstockerneuerung
  • Automatisierung auch in produktivitätsschwachen Bereichen wie Dienstleistungen
  • Kündigungsschutz für die oberen fünf bis zehn Prozent der Einkommensbezieher deutlich einschränken
  • Keine neuen Subventionen, bestehende Subventionen werden bis 2027 abgebaut

Energie

  • Neustart in der Energiepolitik
  • umfassende, transparente Kosten-Nutzen-Analyse der Energiewende
  • Wiederinbetriebnahme der noch zu rettenden Kernkraftwerke
  • Kombination von Erneuerbaren Energien und Kernenergie, um eine günstige und sichere Energieversorgung zu erzielen
  • massive Ausweitung des Angebots an Strom, günstige Energie im Überfluss
  • realistische CO₂-Einsparziele im Einklang mit dem Rest der Welt

Forschung und Innovation

  • mehr Mittel für ergebnisoffene Forschung
  • Transfer von Forschung in Marktprodukte verbessern
  • mehr privates Kapital für Innovation

Gesundheit

  • Gesundheitswesen grundlegend entschlacken
  • Primärarztsystem, in dem der Hausarzt als „Gatekeeper“ agiert
  • Reduktion des Überangebots an Krankenhausbetten

Wohnen

  • Abschaffung sämtlicher Regulierungen im Wohnungsmarkt
  • Abschaffung der Grunderwerbsteuer für selbstgenutzte Immobilien

Entwicklungspolitik

  • Entwicklungshilfe auf den Prüfstand
  • Zahlungen an Wirtschaftsgiganten wie China oder Indien sofort einstellen
  • strikte Kontrolle aller Mittelflüsse nach Gaza und ins Westjordanland

Meinungsfreiheit

  • Keine staatliche NGO-Finanzierung
  • Mehr Bereitschaft zur Debatte. Nicht jede Kritik ist „rechts“ oder Hass & Hetze.
  • Politische Entscheidungen nicht an Gerichte delegieren

EU

  • EU-Bürokratie abbauen
  • Einflusstiefe der EU reduzieren
  • Binnenmarkt vollenden
  • Refokussierung der Mittel auf Förderung von Innovation und Wachstum
  • Altschuldenfonds und kategorischer Ausschluss einer Schulden- und Transferunion

„Für alle Politiker gilt: Selbst wenn sie nur die zwei Seiten „Die Grundlagen des Wohlstands' lesen und verstehen, wäre schon viel geholfen.“

Wer genauer wissen möchte, was sich hinter diesen stichwortartig exzerpierten Vorschlägen verbirgt, dem sei natürlich die – wie schon erwähnt: überaus mühelose und kurzweilige – Lektüre des Buches zu empfehlen.

Stelters Tour d’Horizon ist extrem hilfreich für alle, die sich bisher noch wenig mit Wirtschaft beschäftigt haben. Sie erhalten in gleichzeitig sehr komprimierter und leicht verständlicher Form ein akkurates, daten- und faktenbasiertes Bild der ökonomischen Situation Deutschlands im Jahre 2026. Und es ist extrem lehrreich für all jene, deren Bild der Wirtschaft auf den Informationen und Einschätzungen der Talkshow-Gäste im ÖRR beruht. Ihnen werden, so sie dazu bereit sind, die Augen geöffnet für einen Blick auf die Realität jenseits der Illusionen vom reichen Land und vom bald schon eintretenden grünen Wirtschaftswunder. „Ein entscheidender Grund, warum die Politik nicht handelt, liegt darin, dass der Niedergang Deutschlands vielen Bürgern nicht bewusst ist“, schreibt Stelter. Lesen hilft.

Für alle Politiker gilt: Selbst wenn sie nur die zwei Seiten ‚Die Grundlagen des Wohlstands“ lesen und verstehen, wäre schon viel geholfen.

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