09.01.2018

Wissenstest

Von Novo-Redaktion

Wir müssen uns auf den Wert der guten alten Bildung an Schulen und Hochschulen besinnen. Verschiedene aktuelle Trends führen in die Irre

Es herrscht ein Konsens, dass Bildung die wichtigste Ressource der westlichen Gesellschaft ist. Nur ist es nur noch schwer zu umschreiben, was Bildung eigentlich sein soll. Was früher noch als ein Kanon galt, wird heute als überkommen angesehen, als Überlieferungen einer westlich-männlich-eurozentrieren Welt, die keine wirklichem Werte mehr vermittle. Allerdings werden sie auch durch keine neuen Werte ersetzt. Durch nichts Beständiges zumindest.
Vom Kindergarten bis zur Universität ist das Bildungswesen einem Wandel unterworfen, der Bewährtes nicht durch neue, progressive Impulse bereichert, sondern durch unsinnige Reformen und zeitgeistorientierte Moden ersetzt, die echtes Lernen gefährden. Wissenschaftliche Forschung gerät auf Abwege, die dem Erkenntnisfortschritt nicht dienlich sind.
Wissen erscheint als etwas Relatives, etwas Fluides, das man in den sozialen Netzen beobachten kann. Doch wenn Wissen nur noch als Diskurs zu verstehen ist, gibt es nichts Wahres und Falsches mehr – und die gesamte Idee von Bildung verliert ihren Sinn. Es wird vielleicht einmal die Wut der kommenden Generation sein, Eltern und ein Bildungssystem gehabt zu haben, die ihnen nichts beibringen wollten, weil sie sich ihrer selbst nicht mehr sicher waren.