30 Jahre „Satanische Verse“ – Was darf die Kunst?

Foto: Amrei-Marie via Wikimedia / CC BY-SA 4.0

Datum/Zeit:

27. September 2018, 19.00 bis 20.45 Uhr

Ort:

Café Manstein, Mansteinstr. 4, 10783 Berlin-Schöneberg (Nahe S+U Yorckstr.)

Eintritt:

frei

Darüber will das Freiblickinstitut mit Gästen in seinem Berliner Salon diskutieren.

1988 erschienen „Die Satanischen Verse“ des indisch-britischen Schriftstellers Salman Rushdie. Der Roman, der in Teilen vom Leben des Propheten Mohammed inspiriert ist, wurde von einigen Muslimen als blasphemisch betrachtet und führte zu gewalttätigen Protesten und Anschlägen auf Buchläden und Übersetzer. Der Autor wurde vom iranischen Revolutionsführer Ajatollah Chomeini mit einer Todes-Fatwa belegt und lebte neun Jahre unter ständigem Polizeischutz.

Rushdie erfuhr viel Unterstützung, aber auch Kritik von westlichen Prominenten, die das Buch für eine unnötige Provokation hielten. Drei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung bleibt unser Verhältnis zur Kunstfreiheit unklar. Die Welle der Solidarität mit „Charlie Hebdo“ lässt etwa leicht vergessen, dass das Satiremagazin nicht nur mit Angriffen von Islamisten zu kämpfen hatte, sondern auch mit Gesetzen gegen „Hassrede“, wie sie in Frankreich (und vielen weiteren westlichen Staaten) existieren.

Sollten Künstler alles dürfen? Sollten sie sich selbst Tabus auferlegen? Müssen multikulturelle Gesellschaften die Kunstfreiheit beschränken, um den sozialen Frieden zu wahren?

Referenten:

Die Veranstaltung wird von der Novo-Partnerorganisation Freiblickinstitut e.V. organisiert.

Mit freundlicher Unterstützung von: