01.05.2001

Sein oder Nichtsein – das Stadttheater am Ende?

Analyse von Niels Höpfner

Einen radikalen Umbruch des Subventionstheaters aus Kosten- und Qualitätsgründen fordert Niels Höpfner.

„Ich sehe die Zeit kommen, wo ein gescheiter, der Sache gewachsener Kopf vier Theater zugleich übernehmen und sie hin und her mit Gastrollen versehen wird, und ich bin gewiß, daß er sich besser bei diesen vieren stehen wird, als wenn er nur ein einziges hätte.“ Goethe zu Eckermann (20. Dezember 1826). Das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen heißt zurzeit „Das Haushaltsloch“. Dabei geht es nicht um die Berliner Haupt- und Staatsaktion mit der gigantischen Verschuldung des Bundes von mehr als zwei Billionen Mark, sondern um das Trauerspiel leerer Kassen bei Städten und Ländern, an deren Tropf auch die Stadt-, Landes- und Staatstheater hängen (der Bund ist hier nur mit bescheidenen 10 Millionen Mark engagiert). Ohne Subventionen wären sie überhaupt nicht lebensfähig, und deren nun offenbar unvermeidliche Kürzungen, „einschneidende Sparmaßnahmen“ genannt, säbeln allerorts bereits am Lebensnerv der Theater. Denn sie selbst erwirtschaften durchschnittlich nur ungefähr 15% ihrer Ausgaben.
Längst ist es für unsere Theater fünf nach zwölf, und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es zu einem Massensterben der Bühnen hierzulande kommt, denn der öffentliche Kassenpegel sinkt ja unaufhörlich weiter. Die Schließung des Berliner Schiller-Theaters 1993, nicht gerade von einer erschütterten Trauergemeinde beweint, war nur der Anfang – und erscheint heute wie ein Menetekel. Das aber muss nicht so sein, wenn man das jetzige Theatersystem radikal reformiert. Denn es ist obsolet und marode. Und eine Reform ist längst überfällig.


Unser Stadttheater: ein typischer Kulturbalg des 19. Jahrhunderts, emporgestiegen aus der Wiege des Guten, Wahren, Schönen. Es sollte „dem Vergnügen der Einwohner“ dienen, war gesellschaftlicher Treffpunkt des Bildungsbürgertums. Auch Unterhaltungsbude (Fernsehen gab’s ja noch nicht) und Heiratsbörse. Selbstbewusst-frischer Konkurrent des verstaubten Hoftheaters mit seinem hochnäsigen Adelsdünkel. Bürgerstolz und schöngeistige Perle der Kommune. Inzwischen heruntergekommen zur Politur des lokalen „Wirtschaftsstandortes“, zu kommunaler „Imagepflege“.
Kaum jemals war das Stadttheater ein Ort künstlerischer (geschweige denn anderer) Revolution. Die wichtigsten theatralen Ereignisse der frühen Moderne fanden woanders statt: Ibsen und Hauptmann wurden zuerst an der proletarischen Volksbühne gespielt. Dazu politische Indifferenz: weder erbitterter Widerstand gegen die Nazis in der Weimarer Republik noch während ihrer Diktatur (allenfalls subversiver, und der höchst vereinzelt); zuletzt versagte das deutsche Stadttheater nach 1968 (und vollmundig wie nie zuvor).
Das also ist unser fragwürdiges Erbe. Einer Minderheit („The happy few“?) bedeutet dieses Theater ein unentbehrliches „Lebens-Mittel“ (den Begriff können nur Betriebs-Ideologen aufgebracht haben, die von ihm fett profitieren), der großen Masse ist seine Existenz egal; ihr reichen panem et circenses von Aldi, RTL und Sat 1. Zwar hatten in der Spielzeit 1995/96 die subventionierten Theater 34,9 Millionen Besucher – eine riesige Summe: fast das halbe Volk! –, aber die Statistik verschweigt vornehm, dass es sich natürlich um Wiedergänger handelt, so dass unterm Strich nur 5-8% der Bevölkerung Theaterbesucher sind. Semper idem. Ähnlich niedrig ist die Zahl bei Feuilleton-Lesern oder Konsumenten von TV-Kultursendungen. Für alle gilt: Quote im Keller – es lebe der Sport!

Und was kosten die ominöse öffentliche Hand ihre enthusiastischen Theaterjünger? In der genannten Saison betrug die Gesamtsubvention für 154 Theater mit 655 Spielstätten 3,9 Milliarden Mark: ein Kleckerbetrag (wenn man ihn – wie in Theaterkreisen äußerst beliebt – mit der irrwitzigen Höhe des Verteidigungsetats vergleicht: ein Totschlagargument), aber auch nicht gerade absolut peanuts, angesichts horrender öffentlicher Haushaltsdefizite. Das Geld nährte ca. 40.000 Bühnenangehörige.

Unser liebes Stadttheater trägt eine nicht geringe Mitschuld an seiner heutigen Misere. Es hat sich selbst in Misskredit gebracht durch ästhetische Arroganz seinen Besuchern gegenüber. Indem es zu einer Selbstbefriedigungsmaschinerie verkommen ist: das Theater als Onanieranstalt für Regisseure (die nur noch der Programmzettel so nennt) – wer will schon als Zuschauer bei solchen Übungen stören? Dabei begann Ende der 60er-Jahre in der Bundesrepublik ein grandioses Regietheater: Peter Zadek, Peter Stein und Claus Peymann. Aber gnadenlos folgten die Epigonen. Und die sind (und waren) zu allen Zeiten am schlimmsten. Beklagenswert talentloser als die verehrt-gehassten Vorbilder, wurden sie zu Theaterzerstörern – aus blankem Emporkömmlertum.

“Nur Intendanten kleben wie Politiker (beide mächtig wie Duodezfürsten) an ihren Sesseln.”

Aber auch intern hat die Institution Stadttheater längst ihre Legitimation verspielt. Wenn bekannt würde, mit welch finanziell verschwenderischem Aufwand sehr oft so ein Betrieb animiert wird, dann wäre die werktätige, steuerzahlende Öffentlichkeit zu Recht empört: sechsstellige Intendanten- und hohe fünfstellige Regiegagen sind goldener Alltag, selbst an mittelgroßen Theatern. Nur Intendanten kleben wie Politiker (beide mächtig wie Duodezfürsten) an ihren Sesseln, und sie wissen, warum: es geht um ihre Pfründe. Kaum einen anderen Angestelltenberuf als den des Intendanten gibt es, mit dem man es auch ohne Abitur und Studium zum Besitz eines Mietshauses bringen kann. In der Beletage unserer Stadttheater wird Monopoly gespielt.
Und ein junger Schauspieler verdient weniger als 2000 Mark netto im Monat. Und ein Autor kriegt an Tantiemen für eine Aufführung im Studio 2-3000, im raren Großen Haus 6-8000 Mark (und um sich selbst davor noch zu drücken, führt man am liebsten tantiemenfreie Klassiker auf: lebten Goethe, Kleist und Schiller noch, wären sie alle längst Millionäre). Im reichen Theater-Deutschland können höchstens fünf (!) Stückeschreiber von ihrer Dramen-Produktion leben. Und die zahllosen Absahner im Bühnenbetrieb, die in der Theatergeschichte nicht einmal geringste Spuren hinterlassen, diese Ex-und-hopp-Figuren, vor denen erwachsene Stadträte kriechen und kuschen, weil die sich als Künstler gerieren, genieren sich nicht einmal. „Selbstbedienungsmentalität“ – so lautete das resignierende Fazit von Andrea Breth, der künstlerischen Ex-Chefin der Berliner „Schaubühne“, als ihr aus schnöden Erwerbsgründen das hoch dotiert darbende Star-Ensemble weglief.

“Im reichen Theater-Deutschland können höchstens fünf (!) Stückeschreiber von ihrer Dramen-Produktion leben.”

Die Oper in Deutschland, mit ihrer bisherigen üppigen Blüte, ist wohl nicht mehr zu retten. Sie frisst an Kosten ungefähr zwei Drittel eines Mehrspartentheaters. Es dürften nur noch wenige Opernhäuser, allenfalls in großen Städten, übrigbleiben – es sei denn, die Besucher zahlten 400 Mark für eine Eintrittskarte. Auch wenn die Oper sich bei einer Ingroup (immerhin fast der Hälfte aller Theaterbesucher) frenetischer Akzeptanz erfreut, ist sie letztlich ein unbezahlbarer Anachronismus geworden. Und kleine und mittelgroße Städte sollten ruhig den Mut aufbringen, sie aufzugeben: „Nabucco“ in Kaiserslautern, Cottbus oder Pforzheim muss nicht sein. Und kein Opernfreak auf dem Lande braucht deshalb gleich ins Koma zu fallen. Wie wirbt der Frankfurter Versandhandel 2001? So: „Ein Opernabend zum Preis eines Pausenhäppchens: 36 glanzvolle Operngesamtaufnahmen auf Video. In bester Qualität für 22,90.“ Von den vorhandenen zahllosen CD-Einspielungen in höchster Perfektion ganz zu schweigen. Alles natürlich nur ein Surrogat, aber mitnichten nun über Nacht eine Opernwüste.

Versuchen wir, wenigstens das Sprechtheater zu retten! Aus zweierlei Gründen ist es derzeit nicht einmal annähernd rentabel: einmal verschlingt der jährliche Etat ca. 80% für feste Personalkosten (von der Putzfrau bis zur gefeierten Heroine), zum andern spielt eine Aufführung zu wenig Eintrittsgelder ein, denn sie ist nach etwa zwei Dutzend Vorstellungen, wenn sie „durchs Abonnement ist“, abgespielt. Beides sollte logischerweise zwei Konsequenzen haben:

  • Niels Höpfner lebt als freier Autor in Köln und anderswo. Buchveröffentlichung: Die Hintertreppe der Südsee, Köln: Braun 1979 (Theaterstücke, Hörspiele, Aufsätze). Im Internet betreut er eine umfangreiche Website über den Schweizer Schriftsteller und Filmemacher Matthias Zschokke unter www.angelfire.com/ms/zschokke.
  • 1. einen harschen Personalabbau und
  • 2. die bessere Auswertung einer Inszenierung.

Ein Vorschlag zur Güte wäre, als erster Schritt, die Auflösung der festen Schauspielensembles an deutschen Stadttheatern (ein Geschrei wird tosen, aber warum sollte fürs Kunstreservat nicht möglich sein, was auch für den Steinkohlebergbau zwingend erforderlich ist?). Und dann, wie weiter dann? Die Zauberformeln heißen: freie Produktion und interkommunale Kooperation.
Was hat man sich unter diesen Begriffen vorzustellen? Maximal drei (Goethe dachte hier wohl etwas zu großzügig) benachbarte Städte, zum Beispiel Bonn, Köln und Düsseldorf, entscheiden sich für einen gemeinsamen Theaterbetrieb, den ein Koordinator (ohne Intendantenherrlichkeit) verwaltet (leider reicht die Kompetenz von Kulturdezernenten dafür in der Regel ja nicht aus). In jedem Theater verbleibt nur ein Grundpersonal, das den technischen Ablauf der Aufführungen und Proben gewährleistet (Bühnenarbeiter, Beleuchter, Tonmeister, Maskenbildner, Garderobiers, Souffleuse, Inspizient etc.). Dazu zentrale Werkstätten und eine zentrale Verwaltung. Die Aufgabe des Generalmanagers bestünde darin, freie Produktionen zu ermöglichen und anzukaufen.

Der Regisseur einer solchen Produktion könnte, sollte und müsste völlig eigenständig agieren – welch eine künstlerische Chance! Er stellt einen Etat für seine Inszenierung auf und engagiert selbst seine Besetzung, die gesamte Crew, mit der er arbeiten will (ähnlich, wie es beim Film üblich ist) – das Theater stellt ihm das Haus zur Verfügung, leistet technische Hilfe und zahlt die Gagen. Nach diesem Muster wurde in Frankfurt das (mittlerweile – vorgeblich aus Kostengründen! – abgeschaffte) Theater am Turm (TAT) betrieben, so funktionieren (ansatzweise) heute bereits das Berliner Hebbel-Theater und die Hamburger Kampnagel-Fabrik.

Zwei Monate Probenzeit und dann je einen Monat Aufführungen in einer der drei Städte. Angenommen, eine Produktion (und es könnte durchaus schon eine größere sein, mit zwölf Schauspielern oder mehr) kostete für fünf Monate nur an Gagen um eine Million Mark, so wäre das sehr preiswert, denn durch die Verdreifachung des Publikums ließe sich dieser Betrag eventuell sogar an der Kasse wieder einspielen. Und die Theater hätten zusätzlich nur die ständigen Betriebsgrundkosten und die Werkstattbauten zu bezahlen.

“Dieses Deutschland auf Pump wird zukünftig auf Pomp verzichten müssen.”

Auf jede der drei Städte entfiele die Finanzierung von etwa je drei Großaufführungen (eventuell plus zwei kleinen im Studio, dem von Dramaturgen gehätschelten Verlustmacher und bisherigen ABM-Platz für Ensemble-Schauspieler, die jetzt noch pro Saison einen rechtlichen Anspruch auf zwei „Fachrollen“ haben), so dass an allen Orten 9-15 Aufführungen pro Spielzeit gezeigt werden könnten: zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten, die mindestens um die Hälfte reduziert würden (und wahrscheinlich noch wesentlich mehr). Das bedeutete schließlich: Mehr Theater für weniger Geld! In der Spielzeit 1995/96 kostete das Schauspiel nur für Personal in Düsseldorf 34 Millionen, in Bonn 22 Millionen und in Köln ca. 26 Millionen. Der kommunale Schuldenstand betrug Ende 1994 in Düsseldorf 3,5 Milliarden, in Bonn 1,4 Milliarden und in Köln 5 Milliarden. Der gesamte Schuldenberg deutscher Kommunen – ohne die Stadtstaaten – belief sich zum genannten Zeitpunkt auf 99 Milliarden Mark (durch eine verfehlte Bonner Politik, die den Kommunen die Kosten für Sozialhilfeempfänger und Asylanten aufbürdet, was im Grunde Bundessache wäre). Und das Defizit ist in den letzten Jahren noch erheblich größer geworden. Dieses Deutschland auf Pump wird zukünftig auf Pomp verzichten müssen, und natürlich wird’s zuerst die Theater treffen. Ehe die meisten verloren sind, müssen Präventionen stattfinden, um zu retten, was noch zu retten ist. Das bedeutet nicht, in vorauseilendem Kuschen die Flinte ins Korn zu werfen – es gibt einfach keine andere Wahl mehr.


Abgesehen von sozialmitleidigen Einwänden (die nicht stichhaltig sind, weil das Fernsehen arbeitslose Schauspieler nicht verhungern lässt und die Kommunen endlich auch mit ein paar Mark mehr Privattheater subventionieren könnten, damit die in der Lage wären, sich Profis zu leisten; ebenso sollten die Landestheater mit ihrem Gastspielbetrieb finanziell besser ausgestattet werden), hätte das vorgeschlagene Modell nur den Nachteil, dass en suite gespielt werden müsste, dass also der Spielplan nicht ständig variiert (was sowieso purer Luxus ist). Unter uns Thaliasten: wer geht schon öfter als einmal pro Monat in die heiligen Hallen? Für Metropolen wie Hamburg, München und Berlin, die von Touristen frequentiert werden, taugt das Modell natürlich nicht.


Auch noch zwei andere voraussichtliche Einwände sollen prophylaktisch ausgehebelt werden: die verschiedenen Bühnenmaße seien nicht kompatibel. Sie sind’s, wenn man will: Guckkasten ist und bleibt Guckkasten. Und ebenso aber ach: die Publikümer seien allerorts verschieden – Mumpitz. Nicht nur Bonn, Köln und Düsseldorf eigneten sich für eine Menage à trois, sondern auch Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Oder Mainz, Koblenz und Trier. Oder Dortmund, Münster und Osnabrück. Oder Kassel, Gießen und Göttingen. Oder Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim. Oder Lübeck, Kiel und Flensburg. Oder Bremen, Bremerhaven und Oldenburg.


Oder Hannover, Braunschweig und Hildesheim. Oder Bochum, Oberhausen und Essen. Usw. Es sollte doch durchaus möglich sein, solche Theater-Vernunftehen zu dritt klug zu kuppeln und zu schmieden (auch über Ländergrenzen hinweg). Wer im Schmollwinkel ungefreit sitzen bleibt, ist selber schuld und hat auch selber die Konsequenzen zu tragen: dass nämlich in Kürze die Rampenlichter ausgehen. Nur eine Bündelung der Kräfte kann den Bestand der Institution Stadttheater für die Zukunft garantieren. Nur Fusion verspricht eine Überlebens-Chance. Man mag es einen Skandal nennen, dass Deutschland, gemessen am Bruttosozialprodukt eines der reichsten Länder der Welt, nicht mehr in der Lage ist, seine Kultur so generös wie bisher zu alimentieren, aber larmoyant-trotziges Beharren auf dem Status quo verkennt fatal die gegenwärtigen und mittelfristigen Subventionsmöglichkeiten, so dass die Schlachtung der heiligen Kuh Stadttheater (in der traditionellen Organisation) unabwendbar erscheint.


Natürlich profitierten auch die Zuschauer von einer Neustrukturierung der Theaterlandschaft: das Theater einer Stadt wäre bunter – immer wieder neue Gesichter auf der Bühne! Immer wieder neue Talente oder Meister ihres Fachs! Und die Besucher müssten nicht mehr den unfähigen „Oberspielleiter“ ertragen, der sie sonst etliche Jahre langweilt, weil sein Vertrag unkündbar ist. Oder den inszenierenden Intendanten, der die Gattin oder die ewige Konkubine oder den schwulen Freund immer wieder herausputzt und selbstverständlich neben sich nur Regieflaschen duldet, damit das bescheidene eigene Lichtlein funkelt, nicht nur funzelt.


Die Reform des Stadttheaters setzt ein gründliches Umdenken voraus und bedeutet den schmerzlichen Abschied von lieb gewordenen Besitzständen. Dann ist sie in erster Linie nur noch eine Frage von Logistik und Mobilität. Zurück zum sagenhaften Thespiskarren! (Nicht zu verwechseln mit dem elenden kommerziellen Tournee-Theater.) Ein durch Sparzwänge ärmeres Theater muss nicht ein verarmtes bedeuten, sondern bietet enorme Chancen für eine neue Qualität (die bekanntlich nicht unbedingt etwas mit Quantität zu tun hat, wie das alljährliche Berliner Theatertreffen, Deutschlands Bühnenolympia, in seiner meist mageren Dürftigkeit immer wieder beweist).Das Theater kann – in seinen besten Momenten – immer noch ein magischer Ort sein, an dem der Zuschauer eine Selbstbegegnung erlebt wie bei keinem anderen Medium. Es wäre ein Jammer, durch unflexible Starrheit und Sturheit diesen (im wahrsten Wortsinn) wundervollen Ort zu verspielen – und zu verlieren: für immer.