01.09.2007

Die Grundlagen der Kreativität

Analyse von Hubert Markl

Über untaugliche Kreativitätsförderungsmaßnahmen.

Vielleicht sollte es nicht verwundern, dass gerade ein Biologe sich zur Kreativität äußert: „Creation Science“ könnte durchaus eine besonders treffende englische Übersetzung für „Kreativitätsforschung“ sein, denn nichts ist bekanntlich so kreativ wie die lebendige Natur, der der Mensch schließlich auch einmal entsprungen ist. Schließlich erforscht die Evolutionsbiologie, die wahre „Creation Science“, nichts anderes als die Bedingungen und Ergebnisse der natürlichen Kreativität – im Wortsinne also: der Zeugungskraft der Natur. Selbstverständlich hat sich mit der Entwicklung der menschlichen Kultur und des menschlichen Geistes eine ganz neue, weitere Bühne für menschliche Kreativität eröffnet, deren Produktivität ebenfalls – wie die der genetischen Natur vor ihr – buchstäblich grenzenlos zu sein scheint – wie eine Quelle, die niemals versiegt, jedenfalls so lange nicht, wie es eine Natur und eine Menschheit geben wird.

Kreativität ist freilich derzeit – vor allem bei Hochschullehrern und Wirtschaftsberatern – arg ins Gerede gekommen und droht dabei fast jedes Profil und alle scharfen Konturen zu verlieren. Als kreativ gilt insbesondere in den Medien auch noch der letzte Schmarren eines Eurovision Song Contest, wenn er beim Publikum – dem zahlenden, versteht sich – nur ankommt. Aus Visionen des Geistes, die Europa einmal beflügelten, könnten dann am Ende nur noch solche Eurovisionen übrig bleiben – als der kreischende Rest, wenn denn alle Grenzen der gemeinsamen Vergnügungsparty längst aus den Augen verloren sind.

Dass Kreativität in aller Munde ist, heißt also noch nicht, dass sie – für guten Geschmack jedenfalls – dadurch immer besser genießbar würde. Da möchte man doch erst einmal wissen, was es denn damit auf sich haben soll, ehe man es sich genießerisch auf der Zunge zergehen lässt. Etymologisch scheint dies gar kein großes Problem: creare, das bedeutet eben schöpferisch etwas Neues hervorbringen (freilich fragt sich gleich: woher denn?); aber ganz so einfach sollte man es sich dabei doch nicht machen. Eine „Kreation“ könnte zwar auch ein Drei-Sterne-Gourmetessen sein, oder der seidenduftige Einfall eines Modeschöpfers aus Paris oder Mailand – aber das könnte doch auch alles ganz gut mit dem alten Begriff der „Novitäten“ erfassbar sein: geschmacksbildend und nützlich vielleicht, aber kreativ im Sinne einer schöpferischen geistigen oder handwerklichen Leistung vielleicht doch nicht immer.

Das soll hier zwar nicht gleich akademisch breit ausgewälzt werden. Aber es sei doch auf einige Randbedingungen hingewiesen, die wirkliche Kreativität schon erfüllen sollte.

Danach wäre Kreativität zuallererst einmal eine Eigenschaft von Personen, bei der mit Intelligenz und Einfallsreichtum, Vielseitigkeit (heute meist Flexibilität geheißen) und Originalität ganz unerwartete, neue Lösungen für Probleme oder neue Ausdrucksformen menschlicher Erfahrung gefunden werden. Also nicht jede noch so verblüffende Neuentdeckung in der Natur, sondern Erfindungen menschlicher Einfallskraft, die fortan die gemeinsame Kultur bereichern (das lässt einen ja gerade bei manchen modischen Hervorbringungen durchaus zweifeln). Einfacher gesagt: Durch Beobachtungen und Überlegungen, durch Erkundung neuer Vorgehensweisen kommt Kreativität zu neuen Gedanken, neuen Lösungen, neuen Verfahren, die die Menschen geistig und materiell (dann Innovationen genannt) bereichern können und die fortwirkend zu neuen Ausdrucksformen, Einsichten und Tätigkeiten führen.

Sicher meinen so manche – Geisteswissenschaftler mögen besonders dazu neigen –, der neue Gedanke sei schon die neue Tat. Zwar mag das für kreative Ideen durchaus manches Mal zutreffen; aber erst das neue Werkstück, das neue Produkt, der neue Herstellungsprozess erweist dessen Brauchbarkeit – also dessen Innovationscharakter.

Anders als manchmal dargestellt, erweist sich also nicht schon jede Verteilung von Wasserfarben auf ein Papier, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, als Ausbruch von Kreativität, so wenig wie jedes Herumtöpfern unserer Kleinsten, das wir bislang vielleicht als Ausdruck ihrer Freude am Herumpantschen im Matsch hielten. Auch nicht jeder dämliche Werbefilm muss andachtsvoll als Leistung von „Kreativen“ bewundert werden. Freilich steckt schon ein Korn Wahrheit in alledem: Eine Allerweltseigenschaft ist Kreativität nämlich schon. Aber nicht, weil jedermann, der es von sich behauptet, gleich kreativ sein muss, sonder weil Kreativität tatsächlich unter allen Menschen, allen Geschlechtern, aller Weltanschauungen, aller Formen der Ausbildung, allen Berufen, allen Kulturen und allen Neigungen hervortreten kann: weltweit in der Tat, aber eben dabei immer höchst selten. Denn wie schon Spinoza wusste: Alles Hervorragende ist selten. Allerdings bereits per Definition, sonst wäre ja jeder Gipfel eine Hochebene!

Wenn also völlig zu Recht behauptet wird, dass unser Land – wie jedes Land und jede Bevölkerung wohlgemerkt – Kreativität wie eine Lunge für Frischluft benötigt, um nicht im Hergebrachten zu ersticken, so wird dadurch eben noch lange nicht jedes Organ, was immer es hervorbringen mag, auch gleich zur Lunge, selbst wenn es Reden hervorbringt. Denn das Reden über Kreativität ist eben nicht dasselbe wie Kreativität. Das ständige Reden darüber könnte das Land nämlich sogar wie einen Kropf benötigen. Reformen, die beanspruchen, die Kreativität derer zu steigern, die durch sie verändert werden sollen – und welche Reform würde nicht behaupten, genau dies zu tun? –, sollten wir, ehe man sich auf sie einlässt oder sie gar vor Vollzug preist, wie Politiker dies notgedrungen gerne tun, sehr genau daraufhin durchleuchten, ob sie tatsächlich die Zustände verbessern und nicht nur – wie so oft – einfach verändern. Wer zum Beispiel in dieser Hinsicht die jahrzehntelangen, selbstverständlich ausnahmslos und immer in der Absicht der Kreativitätsförderung umgesetzten Bildungsreformen betrachtet, der könnte mit dem Wiener Philosophen Konrad Paul Liessmann sehr leicht eine große „Theorie der Unbildung“ (Zsolnay, Wien 2006) am Werk sehen!

"In Wirklichkeit hat Kreativität etwas durchaus Geheimnisvolles, das sich Management und Planung für die große Menge immer wieder entzieht, so sehr sich Kreativitätserziehung auch darum bemühen mag."

Kreative Menschen vermögen nämlich – recht unabhängig davon, wie immer man sie fördert und anfeuert –, Zusammenhänge zu erkennen und aufzuzeigen, die allen anderen – insbesondere den Bildungsbürokraten – entgangen waren, weil sie alles andere als offenkundig und daher jedem Verfasser von Strategiepapieren geläufig waren. So manchem ging erst dadurch ein Licht auf, dass es die Fackel der Kreativität vorher entzündet hatte, vielleicht auch, um ihm heimzuleuchten.

Wenn es also wirklich so ist – und man wird das kaum bezweifeln können –, dass erst möglichst umfassend verwirklichte Kreativität eine Gesellschaft und ihre Kultur weiterbringen kann, dann lohnt es sich wenigstens zu fragen, ob man einige Randbedingungen zu erkennen vermag, die der immer vorhandenen Kreativität einer Bevölkerung am besten auf die Sprünge helfen können. Einige wenige solcher Randbedingungen seien – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – kurz aufgeführt.

Wenn es denn stimmt, dass Kreativität vor allem ein Persönlichkeitsmerkmal ist, dann muss gelten: Nicht Institutionen oder Organisationen sind kreativ, sondern immer nur die Menschen, die ihn ihnen wirken! Aber Institutionen und Organisationen können im besten Falle auch aus ihren Erfahrungen lernen und diese in den Regeln verkörpern, die sie sich geben, die sie fortentwickeln und die vor allem die Freiheit für die Kreativität ihrer Mitglieder ermöglichen und gewährleisten müssen. Nur indem sie den kreativen Köpfen der Einzelnen die Freiheit des Denkens, Suchens und Handelns – also recht eigentlich: ihres Forschens – sichern, erfüllen sie die Voraussetzungen „kreativer“ sozialer Systeme.

Kreativität ist auch keineswegs dasselbe wie Originalität oder Innovationsfähigkeit und gleicht der Genialität – also der ganz ausnahmehaften, gleichsam „unerhörten“ Kreativität – allenfalls insofern, als sie dazu befähigen muss. Originell kann auch der Spaßvogel sein, natürlich auch der Koch oder Modedesigner. Kreativität aber erst verleiht Schöpferkraft, die sich im Leben einer Gesellschaft fortwirkend, handlungs- und denkstilbildend bewährt. Zusätzlich innovativ ist sie allerdings nur, sofern sie dabei auch im wirtschaftlichen Wettbewerb zum Erfolg befähigt. Das unterscheidet eben Wissenschaft und Wirtschaft, so sehr sie auch gegenseitig aufeinander angewiesen sind. Kreativität benötigt Voraussetzungen, erschöpft sich jedoch nicht in ihnen. Vielleicht ist dies sogar eines der wichtigsten Kennzeichen geistiger Kreativität, dass sich Schöpferkraft nicht dadurch erschöpft, dass sie sich auswirkt, dass Kreativität sich nicht dadurch verzehrt, indem sie sich verwirklicht, weil sie nämlich immerwährend fortwirken kann!

Eine solche Voraussetzung ist Wissen, wie uns niemand besser gelehrt hat als F. E. Weinert, der leider so früh verstorbene Pädagogikforscher. Nicht nur, weil, wer viel lernt, eben deshalb dann auch viel weiß – mit dieser Aufmunterung begegnen wir unseren Schülern und Studenten ja zumeist –, sondern weil, wer schon viel weiß, gerade deshalb auch noch sehr viel mehr und besser und schneller lernt! Die überlegene Kombinationsgabe (der Kern jeder Flexibilität des Denkens) erwirbt eben nur der, der auch viel zu kombinieren hat. Dass dies auch die Altersdemenz verzögern helfen soll, ist eine willkommene Nebenwirkung des unverminderten Lerneifers – wegen derer man keinen Arzt oder Apotheker zu bemühen braucht, die auch nichts Besseres anzubieten haben.

Daneben und vielleicht allem anderen voraus benötigt Kreativität auch die Muße, d.h. die ausreichende Zeit, um zu wachsen, sich zu entwickeln und zu entfalten. Unter Zwang geht es bestimmt nicht besser. Not mag zwar beten lehren, so wie zu viele bürokratische Vorschriften einem manchmal wohl auch das Fluchen beibringen können: Kreativität befördern sie beide aber nur höchst selten. Nicht einmal die Zwänge des Wettbewerbs können dies tun. Wettbewerb kann freilich zu Eifer antreiben, kann auch lehren, bewusst zu planen, mit Ressourcen (auch Zeit ist eine solche!) sorgfältig umzugehen. Aber der Geist lässt sich noch lange nicht dadurch am besten entfesseln, dass man ihn immer planmäßiger fesselt: Gerade das macht ja die vielfältigen, durch Evaluationsexperten wie Kultusbürokraten gleichermaßen ständig gesteigerten Curricularvorgaben so verdächtig! Der Wettbewerb im Anträgeverfassen kann zum Beispiel viel eher zur Anpassung an Gutachtermeinungen (schlimmer noch: an vermeintliche Gutachtermeinungen!) führen als zu gesteigerten Leistungen in der zur Förderung beantragten Forschung. Noch dazu hat er obendrein auch noch seine Kosten: Opportunitätskosten vor allem, wenn zigtausende Arbeitsstunden der besten Wissenschaftler für erfolglose Anträge und deren Begutachtung eingesetzt werden müssen, nur um Verwaltungsvorschriften oder Leitungsehrgeiz zu befriedigen: Die scheinwerferbestrahlte Medienaufmerksamkeit so erworbener angeblicher „Exzellenz“ übersieht dann leicht, dass die Spitze des Ganzen auf den gebeugten Rücken derer steht, die sie erst zum Gipfel erhoben haben (wenn sie nicht gar nur auf Papierbergen steht!).

Eine weitere, unverzichtbare Voraussetzung für Kreativität ist Diversität, der Widerspruch gegen überkommene Weisheiten, der von den abweichenden Meinungen herkommt und der aus der Diversität der Köpfe, der Geschlechter, der Kulturen, der Herkünfte, der Erfahrungen, des Alters, der Entwicklungen herrührt. Nicht Homogenität in der Erziehung zur Elite, möglichst von Geburt an, sondern Vielfalt bis zur (vermeintlichen) „Abartigkeit“ der Lebensentwürfe und Weltanschauungsformen muss das Ziel sein, um Kreativität zu fördern. Das führt mitunter zu anstrengendem, aber dennoch unvermeidlichem Meinungsstreit; aber der ist zugleich die wichtigste Voraussetzung menschentypischer Arbeitsteiligkeit – von der Alltagserfindung (etwa eines neuen Dübels) bis zur Ausnahmeleistung eines Nobelpreisträgers. Am Rande sei nur bemerkt: Wer möglichst von Geburt an zur Elite zu erziehen verspricht, wie uns manche „Neuropädagogen“ das heute vorspiegeln, könnte gerade dadurch nur zu leicht wieder beim urältesten Feudaladel, nämlich bei einem Geburtsadel landen, der an jeder Art von Auswahl nach Versprechungen – und wer hielte den eigenen Nachwuchs nicht für vielversprechend? – und nicht an einer Bewertung nach erbrachten Leistungen hängt: Da mag eben eine oder einer wirklich noch so vielversprechend sein (und viel zu versprechen vermögen ja viele!): hic Rhodus, hic salta! – erst der weite (Kreativitäts-)Sprung beweist den, der es wirklich kann!

Begabung wird oft als weitere Voraussetzung von Kreativität genannt, also angeborene und durch Bildung gepflegte Befähigung. Gewiss: Es gibt die genetischen Glücksfälle – Karl Marx’„Geschenke der Natur an die menschliche Gesellschaft“, so wie es auch auf der Schattenseite der Verteilung die bedrückenden Folgen genetischer Zufallsbenachteiligung gibt. Aber oft wird der dadurch zum Ausdruck kommende Zufall falsch verstanden. Nicht die klassische Gauß-Verteilung sollte uns dabei vor Augen stehen, die bei einem Prozent Hochbegabter aus tausend Individuen eben zehn, aus zehntausend Abiturienten aber hundert erwarten lässt, Talente als Produkte einer Massenfertigung sozusagen. Sondern eine Verteilung nach Poisson, also wirklich seltener Ereignisse, jener „unerhörten Begebenheiten“, die weder Mozarte (noch Vulkanausbrüche) beliebig vervielfältigen lässt, indem man nur die Randbedingungen ihrer Hervorbringung richtig wählt und vor allem die Ausgangsmenge beliebig vergrößert – hin bis zum generellen Volksabitur zum Beispiel. Man muss die ganz großen, unvorhersagbaren Ereignisse eben doch so nehmen, wie sie kommen, kann sich allenfalls vernünftig auf sie vorbereiten und – jedenfalls was die Mozarte geistiger Kreativität angeht – diese auch nicht daran zu hindern suchen, ihre Talente verwirklichen zu können.

Ein weiterer Fehlschluss, der Ergebnisse der Kreativität mit deren Voraussetzungen verwechselt: Patent- oder Lizenzindikatoren mögen genauso wie Publikationsmaße oder Impaktfaktoren (manches Mal) zwar Anzeichen von Kreativität sein, sie mögen sogar Innovationskraft zu messen erlauben (oder es jedenfalls versuchen). Aber wer nach Höchstwerten solcher Indikatoren strebt, wird dadurch noch lange nicht besonders kreativ, eher im Gegenteil (und manchmal wird er sogar auf Abwege des Fehlverhaltens in Wissenschaft und Anwendung verleitet!). Wer Kreativität vor allem an solchen Maßstäben messen wollte, gliche jenem, der die Qualität einer Fernsehsendung an ihrer Einschaltquote ablesen möchte: für Investitionsentscheidungen vielleicht manchmal nützlich, vom Wesen der Kreativität allerdings meilenweit entfernt.

Freilich gilt bei alledem: Kreativität, wer möchte sie nicht besitzen und nach Möglichkeit auch benützen? Wer sollte sie daher nicht nach Kräften zu fördern suchen? Was gäbe es Lohnenderes und Wichtigeres zu tun? Natürlich heißt dies, das Beste für unser Bildungswesen zu tun: aber auch das Richtige! Was erhoffen wir uns denn mehr als dies von jeder neuen Generation von Kindern, als dass genügend unter ihnen sein mögen, die unsere Gesellschaft zu neuen Horizonten führen mögen? Warum hätte denn Politik wie Wirtschaft oder Wissenschaft ein wahrhaftiger Jugendwahn erfasst? Doch nicht nur aus der typischen Begeisterung der Großelterngeneration für ihre Enkelinnen und Enkel! Auch die Angst der Alten um genügend Junge, die gut für sie zu sorgen wissen. Alles richtig – aber es bleibt halt doch dabei: Das Streben nach Kreativität erlaubt es nicht, sie mit aller Gewalt und beliebigen Mitteln zu erzwingen zu versuchen. Dies könnte zu leicht zum Scheitern verurteilt sein. Dass Freiheit der erste und der letzte Begriff ist, der uns einfällt, wenn wir das Beste für kreative Köpfe und Hände tun wollen, deren Fähigkeiten wir unterstützen wollen, ist doch zugleich nichts anderes als der Ausdruck dafür, dass es uns Menschen nicht möglich ist, alle Bedingungen für Kreativität im Voraus zu bestimmen und dann möglichst detailliert vorzuschreiben. Ein solchermaßen kreativ gemachter Mensch müsste doch in seiner Kreativität gleichsam minutiös kausal vorausbestimmt werden! Ein Widerspruch in sich selbst, wie jeder erkennen wird. Es muss uns schon leider – oder glücklicherweise? – genügen, der Kreativität, deren Wesen im tiefsten Grunde die Unvorhersagbarkeit bleibt, bei ihrem Vorankommen nicht im Wege zu stehen und dort zu ernten zu versuchen, wo wir vorher allenfalls nach bestem Bemühen ein wenig gesät haben, dem Glücksfall die Tür offen haltend, nicht ihn am Strick der Vorschriften zerrend. Aber ist uns denn das am Ende nicht lieber – und lässt uns das nicht die Aussicht auf mehr Erfolg, auch wenn er ungewiss bleibt?