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Ypsilantis Nemesis – Hessen kann aufatmen
Von Sabine Reul
Endlich hat das absurde Schauspiel in Wiesbaden ein Ende. Dank vier Abweichlern in der SPD-Landtagsfraktion wird Hessen eine Regierung erspart, die das Land offenbar einem chaotischen Cocktail aus neurotisch anmutenden Ressentiments gegen Roland Koch, Industrie, Wachstum, Straßen, Flughäfen und fossile wie nukleare Energieträger unterwerfen wollte. Ypsilantis Niederlage ist die Quittung für einen beispiellosen Bankrott linker Politik. Kaum hatten angesichts der Finanzkrise selbst arrivierte Finanzexperten plötzlich ein Faible für Karl Marx entdeckt, da hat sie vorgeführt, wie hoffnungslos veraltet, inhaltsleer und bürokratisch verhärtet die ‚real existierende‘ Linke ist. Dass die in Hessen tatsächlich noch irgendwo zwischen anti-AKW- und -Startbahnprotest in den 80er-Jahren steckt, ist symptomatisch für die Agonie unseres Parteiensystems.
- Sabine Reul: Wahlen: Es duftet nach Verwesung in: Novo94 (05-06 2008)
06.11.2008 | Permanenter Link |
Kategorie(n): Politik und Demokratie
“...Machbarkeitsstudie für das Saarland” - Sie kommen zu spät mit Ihrer Prognose, die Studie gibt es schon:
http://www.juwi.de/presse/linke-navigation/aktuell/aktuelles-details/article/100-ee-im-saarland-umweltverbaende-und-juwi-praesentieren-regeneratives-energiekonzept.html
Die kommerzielle juwi-Firma für Erneuernbare-Energien-Konzepte hat maßgeblich den Scheerschen Masterplan für Hessen erstellt und ist personell mit den Scheerschen Schachtelvereinen (bzw. denen seiner Frau) innigst verwoben.
Danke fragun!
Nach Rheinland-Pfalz und Hessen nun der Versuch mit dem Saarland.
Die Machbarkeits-Vorstellungen wurden hier schon, am Hessen Beispiel, gründlich widerlegt:
http://www.readers-edition.de/2008/09/02/die-hessen-spd-und-ihr-energieprogramm-bis-2025
http://www.oekologismus.de/?p=1048
Besonders interessant finde ich die gezielte Einflußnahme auf gesetzgeberische Entscheidungen, die promt von der Ypsilanti-Truppe vorbereitet wurden.
Das Naturschutzgebiete für Windkraftanlagen etc. nicht mehr als Tabu betrachtet werden sollten, zeigt deutlich den Widerspruch zwischen Natur- und Klimaschutz.




Noch viel größer ist meine Freude, daß auch Herr Scheer in der neuen Hessen-SPD-Regierungswechsel-Formation für den Januar 2009 nicht mehr, als für die wirtschaftlichen Belange Verantwortlicher aufgestellt wird.
Es sollte mich aber nicht wundern, wenn er nunmehr eine 100% EE-Machbarkeits-Studie für das Saarland erstellen läßt.
Bibliothekar
14.11.2008 09:45