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Klimadebatte: Über Wissenschafts-Ketzerei

Von Matt Ridley

Angus Millar Vortrag bei der Royal Society of the Art, Edinburgh, 31. Oktober 2011


Es ist mir eine große Ehre, den Angus-Millar-Vortrag halten zu dürfen. Ich weiß nicht, ob sich Angus Millar jemals selbst als Ketzer betrachtete, ich jedenfalls habe eine natürliche Schwäche für Häresie. Einer meiner Vorfahren, Nicholas Ridley, der Märtyrer aus Oxford, wurde wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Mein Thema heute ist Wissenschafts-Ketzerei. Wann haben Wissenschafts-Ketzer Recht und wann sind sie verrückt? Wie erkennt man den Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft?.
Sehen wir uns ein paar Aspekte näher an und beginnen mit einfachen Beispielen:

  • Astronomie ist Wissenschaft – Astrologie ist eine Pseudowissenschaft
  • Evolution ist Wissenschaft – Kreationismus ist eine Pseudowissenschaft
  • Molekularbiologie ist Wissenschaft – Homöopathie ist eine Pseudowissenschaft
  • Impfungen sind Wissenschaft – die Angst vor MMR-Impfungen ist Pseudowissenschaft
  • Sauerstoff ist Wissenschaft – Phlogiston war Pseudowissenschaft
  • Chemie ist Wissenschaft – Alchemie war Pseudowissenschaft

Können Sie mir so weit folgen? Noch ein paar Beispiele. Dass der Earl of Oxford Shakespeare geschrieben haben soll ist Pseudowissenschaft. Genauso der Glaube daran, dass Elvis noch immer lebt, Diana durch den MI5 umgebracht, JFK vom CIA getötet wurde und die Anschläge vom 9.11. von Insidern verübt wurden. Gleiches gilt für Geister, UFOs, Telepathie, das Ungeheuer von Loch Ness und so ziemlich jedes paranormale Phänomen. Entschuldigen Sie, dass ich das gerade an Halloween sage, aber das ist nun einmal meine Meinung.

Drei etwas kontroversere Beispiele: Aus meiner Sicht war das meiste, was Freud gesagt hat, Pseudowissenschaft. Das gilt auch für die meisten, wenn auch nicht alle Aspekte des Biolandbaus. Und es gilt auch für religiösen Glauben – genauer gesagt – für die ausdrückliche Forderung, es gebe Wahrheiten, die anders als durch Untersuchungen und Experimente gefunden werden könnten.

Kornkreise

Jetzt kommt ein Punkt, der mir eine Offenbarung beschert hat: Kornkreise. Es war für mich völlig offensichtlich, als ich dieses Phänomen zuerst untersuchte, dass die wahrscheinlichste Erklärung für Kornkreise lautet: Sie sind von Menschen gemacht. Ich habe einige selbst angefertigt, um zu beweisen, wie einfach das geht.

Das war lange bevor Doug Bower und Dave Chorley gestanden, dass sie die ganze Sache nach einem Abend in der Kneipe ins Rollen gebracht hatten. Jede andere Erklärung – Kraftfelder, außerirdische Raumschiffe, Plasmawirbel oder Kugelblitze – war Mumpitz. Das Gesamte Feld der Cereologie [„Wissenschaft“ von den Kornkreisen] war Pseudowissenschaft, wie man beim Kontakt mit den bizarren Gestalten, welche sie praktizieren, leicht feststellen konnte.

Stellen Sie sich einmal meine Überraschung vor, als ich entdeckte, dass ich ein Ketzer sei und dass ernsthafte Journalisten, die nicht für Boulevardzeitungen, sondern für das Science Magazine schreiben und für Dokumentationen auf Channel 4 arbeiten, das Argument der Cereologen kritiklos schluckten, dass es äußerst unplausibel sei anzunehmen, dass alle Kornkreise durch Menschen gemacht wären. Dabei lernte ich mehrere Lektionen.

Lektion Nummer 1: Die umwerfende Leichgläubigkeit der Medien

Man muss nur ein „-ologie“ an seine Pseudowissenschaft anhängen und sofort bringt man Journalisten dazu, als Propagandisten für einen aufzutreten. Ein Team von Channel 4 tat etwas Naheliegendes. Sie ließen einige Kornkreise von Studenten anfertigen und fragten dann einen Cereologen ob sie „authentisch“ seien, oder es sich um menschengemachten „Schabernack“ handele. Er versicherte ihnen, sie könnten nicht von Menschen angefertigt worden sein. Als sie ihm erzählten, dass sie die Kreise selbst in der Nacht zuvor hergestellt hatten, war er völlig vor den Kopf gestoßen. Es war großartiges Fernsehen. Dennoch übernahm der Produzent – er wurde später Minister unter Tony Blair – gegen Ende der Sendung den Standpunkt des Cereologen: „Selbstverständlich sind nicht alle Kornkreise Schabernack“. – Wie bitte? Gleiches passierte, nachdem Doug und Dave zugaben, dass sie die Urheber der Kornkreise waren. Die Leute glaubten einfach weiter. Sie tun es noch heute.

Lektion Nummer 2: Entlarvung perlt von der Pseudowissenschaft ab wie Wasser vom Gefieder einer Ente.

In der Medizin habe ich gelernt, dass die Unterscheidung zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft nicht immer einfach ist. Das veranschaulicht auf wunderbare Weise der ganz außergewöhnliche Roman Touching Distance von Rebecca Abrahams, der auf der realen Geschichte eines Medizin-Häretikers aus dem 18. Jahrhundert basiert: Alec Gordon aus Aberdeen. Gordon war der erste, der erkannte, dass Kindbett-Fieber durch die Mediziner selbst übertragen wurde und folglich Hygiene die Lösung sei. Er machte diese Entdeckung lange vor Semmelweis und Lister. Aber er wurde ignoriert. Er wird in Abrahams’ Roman nicht als der reine rationale Held dargestellt, sondern als ein mit Mängeln behafteter Mensch, nachlässiger Ehemann und Sonderling mit seltsamen Ideen, darunter die gefährliche Besessenheit, seine Patienten andauernd zur Ader zu lassen. Er war in einem Augenblick Pseudowissenschaftler und im nächsten Wissenschaftler.

Lektion Nummer 3. Wir alle können beides sein. Newton war Alchemist.

Wie die Antiseptik traten viele wissenschaftliche Wahrheiten zunächst als Ketzerei in Erscheinung und mussten hart gegen fest verwurzeltes, etabliertes Wissen ankämpfen, das uns heute irrational erscheint. Die Kontinentaldrift ist so ein Beispiel. Barry Marshall wurde nicht nur ignoriert, sondern verunglimpft, als er als erster behauptete, dass Magengeschwüre durch ein bestimmtes Bakterium verursacht werden. Säurehemmende Medikamente waren für die Pharmaindustrie sehr profitabel. Letztendlich bekam er den Nobelpreis. Erst kürzlich erhielt Daniel Shechtman den Nobelpreis für die Entdeckung der Quasi-Kristalle. Er hat die meiste Zeit seiner Karriere damit verbracht, als Sonderling geschmäht zu werden. „Man warf mich aus meiner Forschergruppe. Man sagte mir, ich würde sie mit meinen Aussagen blamieren.“

Das ist Lektion Nummer 4: Ketzer haben manchmal auch recht.

Was Pseudowissenschaften aufrecht erhält, ist der Bestätigungsfehler. Wir suchen nach Beweisen und begrüßen solche, die unsere Theorie bestätigen. Wir ignorieren Beweise, die unserer Theorie widersprechen, oder stellen sie in Frage. Uns allen passiert das ständig. Es ist nicht so, wie wir oft annehmen, dass es nur unseren Gegnern widerfahren würde. Es passiert mir, und es passiert Ihnen. Übermenschliche Anstrengungen wären erforderlich, damit es einem nicht passiert. Der Bestätigungsfehler ist die Kraft, die Mythen am Leben erhält, Verschwörungstheorien bestehen lässt und ganze Bevölkerungsgruppen seltsamen abergläubischen Anschauungen anhängen lässt. Bertrand Russel brachte es vor vielen Jahren auf den Punkt: „Wenn ein Mensch mit Fakten konfrontiert wird, die seinen Instinkten widersprechen, wird er sie eingehend prüfen, und sofern die Beweislage nicht überwältigend ist, wird er sich weigern, an sie zu glauben. Doch erfährt er etwas, das seine Instinkte zu bestätigen scheint, wird er das selbst beim geringsten Hinweis akzeptieren.“

Lektion Nummer 5: Achten Sie bei sich und bei anderen genau darauf, ob etwas vielleicht doch nur Ihre vorgefertigte Meinung bestärkt.

Zu diesem Thema gab es in jüngster Zeit einige gute Bücher. Michael Shermers The Believing Brain, Dan Gardners Future Babble und Tim Harfords Adapt sind Erkundungen über die Kraft der vorgefertigten Meinung. Was mir dabei am meisten Unbehagen bereitet, ist Gardners Fazit, dass Wissen einen davor nicht schützt. Tatsächlich ist es so, dass man, je mehr man über eine Sache weiß, umso befangener an sie herangeht. Das Expertentum selbst gibt einem erst die Werkzeuge an die Hand, die Bestätigung für das zu suchen, woran man ohnehin glaubt.

Experten sind schlechter darin, die Zukunft vorherzusehen als Nicht-Experten. Philip Tetlock führte dazu ein aufschlussreiches Experiment durch. Er erfasste die Meinungen von 284 Experten – Politikern, Wissenschaftlern, Ökonomen und Journalisten – und erhielt so 27.450 unterschiedliche spezifische Beurteilungen über die Zukunft, und dann wartete er ab, ob sie sich bewahrheiten würden. Die Ergebnisse waren ernüchternd. Die Experten waren nicht besser als „Schimpansen, die Pfeile werfen“.

Der Club of Rome machte auf dem Buchrücken seines Mega-Bestsellers Die Grenzen des Wachstums im Jahr 1972 folgende Vorhersage: „Wird dies die Welt sein, für die Ihre Enkel Ihnen danken werden? Eine Welt, in der die Industrieproduktion auf Null zurückgegangen ist. In der die Bevölkerung einen katastrophalen Rückgang erlebt hat. In der die Luft, das Meer und das Land bis zur Auslöschung verseucht sind. Und in der die Zivilisation eine ferne Erinnerung ist. Dies ist die Welt, welche die Computer vorhersagen.“

Lektion Nummer 6: Verlasse Dich nie auf den Konsens der Experten über die Zukunft. Zukunftsforschung ist Pseudowissenschaft.

Mit Hilfe dieser sechs Lektionen werde ich jetzt in ein Thema eintauchen, bei dem beinahe alle Experten nicht nur überzeugt sind, die Zukunft vorhersagen zu können, sondern auch absolut sicher sind, ihre Gegner seien Pseudowissenschaftler. Es geht um ein Thema, zu dem ich jetzt ein Häretiker bin. Ich bin überzeugt, dass die etablierte Position in dieser Frage pseudowissenschaftlich ist. Es geht um den Klimawandel.
Bevor Sie jetzt alle zu den Ausgängen strömen, und ich weiß: Das ist die übliche Reaktion auf Vorträge hier an der RSA,, die nicht der vorherrschenden Sicht auf den Klimawandel folgen. Ich sah, was bei Björn Lomborg im letzten Jahr beim Prince-Philip-Vortrag geschah. Lassen Sie mich also zunächst klarstellen: Ich bin kein „Leugner“. Ich akzeptiere voll und ganz, dass CO2 ein Klimagas ist. Das Klima ist wärmer geworden, und der Mensch ist sehr wahrscheinlich zumindest zum Teil dafür verantwortlich. Als vor kurzem eine Studie veröffentlicht wurde, laut der 98 Prozent der Wissenschaftler an die globale Erwärmung glaubten, sah ich mir die gestellten Fragen an und stellte fest, dass ich nach dieser Definition zu den 98 Prozent gehöre, obwohl ich selbst niemals das Wort glauben benutze.

Was ist also das Problem?

Das Problem ist, dass man all die Grundannahmen der Physik der Treibhausgase akzeptieren und trotzdem folgern kann, dass die Bedrohung durch eine Erwärmung gefährlichen Ausmaßes so unwahrscheinlich ist, dass man sie vernachlässigen kann. Wohingegen die Gefahr einer realen Bedrohung durch die Politik der Vermeidung eines Klimawandels bereits so beängstigend groß ist, dass die vorgeschlagene Lösung des Problems sich als weit schlimmer erweist als die eigentliche Bedrohung jemals sein kann. Oder, wie ich es einmal ausgedrückt hab: „Wir ziehen uns eine Schlinge um den Hals, um ein Nasenbluten zu stoppen.“ Ich denke auch, dass die Klimadebatte eine massive Ablenkung von weit drängenderen Umweltproblemen darstellt – etwa invasive Arten oder die Überfischung der Meere.

Ich war nicht immer ein „Verharmloser“.

Mitte der 2000er Jahre führte eine Darstellung ganz besonders dazu, dass ich meine Zweifel über den gefährlichen durch Menschen gemachten Klimawandel über Bord warf: Der Hockeyschläger. Er zeigte klar und deutlich, dass etwas noch nie Dagewesenes geschah. Ich kann mich genau erinnern, wie ich die Grafik erstmals auf einer Konferenz sah und dachte: „Aha, jetzt haben wir endlich eine wirklich klare Datenlage, die zeigt, dass die heutigen Temperaturen sowohl in der Höhe als auch in der Rate des Anstiegs beispiellos sind.“ Die Grafik wurde im Nature Magazine veröffentlicht. Inzwischen wurde sie durch die Arbeit von Steve McIntire und Ross McKitrick vollständig als Fälschung entlarvt. Ich empfehle Ihnen sehr Andrew Montfords sorgfältiges und absolut lesenswertes Buch The Hockey Stick Illusion zur Lektüre.

Dies ist nicht der Ort, um ins Detail zu gehen, doch das Problem ist kurz gesagt beides – ein mathematisches und ein empirisches. Die Grafik stützt sich stark auf fehlerhafte Daten –ausgewählte Baumringe von Borstenkiefern – und auf spezielle Methoden der Hauptkomponenten-Analyse, die jede Art von Daten sehr stark in eine Hockeyschläger-Form zu bringen tendiert. Und wenn ich sage sehr stark dann meine ich den Faktor 390.
Das hatte einen großen Einfluss auf mich. Es war gewissermaßen der Moment, in dem mir jemand sagte, er habe den Kornkreis in der Nacht zuvor selbst erschaffen. Schließlich gab es, abgesehen vom Hockeyschläger, keinen Beweis, dass das Klima sich irgendwie bedrohlich schneller verändert als in der Vergangenheit, in der es sich auf natürliche Art wandelte.

  • Es war im Mittelalter wärmer als heute und der Klimawandel in Grönland verlief damals um einiges schneller.
  • Stalagmiten, Baumgrenzen und Eisbohrkerne bestätigen alle, dass es vor 7.000 Jahren deutlich wärmer war als heute. Belege aus Grönland legen nahe, dass das Meer in der Arktis zumindest teilweise im Sommer seinerzeit eisfrei war.
  • Der Meeresspiegel steigt heute mit einer ungefährlichen Rate von etwa 30 cm in 100 Jahren und die Geschwindigkeit nimmt ab.
  • Grönland verliert sein Eis mit einer Rate von etwa 150 Gigatonnen pro Jahr, was 0,6 Prozent pro Jahrhundert entspricht.
  • Es gab keine nennenswerte Erwärmung der Antarktis, mit Ausnahme der antarktischen Halbinsel.
  • Die Methan-Konzentration in der Atmosphäre nimmt kaum zu.
  • Die Intensität und Frequenz tropischer Stürme haben in den letzten 20 Jahren abgenommen, nicht zugenommen.
  • Die Wahrscheinlichkeit durch eine Dürre, Überflutung oder einen Sturm zu sterben, ist global gesehen heute 98 Prozent niedriger als noch in den 1920ern.
  • Malaria hat nicht zu-, sondern abgenommen, während die Welt sich erwärmte.

Und so weiter. Ich habe es immer und immer wieder geprüft, aber ich finde keine Daten – im Gegensatz zu den Modellen – die zeigen, dass Veränderungen unvorhergewesener Art stattfinden oder dass die aktuellen Änderungen auch nur annähernd ein echte Bedrohung darstellen.

Zweifellos gibt es eine Reihe von Menschen die denken, „Aber es gibt doch den Faktor x“. Nun, sollten Sie einen Faktor aufzeigen können, der belegt, dass irgendetwas gefährlich angestiegen ist, dann erzählen Sie mir bitte davon. Als ich diese Frage einem gestandenen Regierungswissenschaftler stellte, antwortete er mit dem Paläozen-Eozän-Temperatur-Maximum. Dabei handelt es sich, einfach ausgedrückt, um eine wenig verstandene warme Episode vor etwa 55 Millionen Jahren von unklarer Länge, unklaren Ausmaßes und unklarer Ursachen.

In der Klimadebatte sehe ich überall vorgefertigte Meinungen. Hurrikan Kathrina, der Kilimandscharo, das Aussterben der Goldkröte – alles wird herangezogen als Beweis für den Klimawandel. Ein schneereicher Dezember, und die BBC erklärt uns, das wäre bloß Wetter; eine Flut in Pakistan oder Dürre in Texas hingegen ist die Art Wetter, von der wir in Zukunft mehr erwarten können. Eine Theorie, die so flexibel ist, dass sie jedes Ereignis erklären kann, ist in der Tat eine pseudowissenschaftliche Theorie.

Um die Auswirkungen von Vorurteilen in Aktion zu erleben, muss man nur die Climategate E-Mails lesen. Diese Dokumente haben meinen Glauben an wissenschaftliche Institutionen untergraben. Es ist schon schlimm genug, dass die E-Mails unzweifelhaft gezeigt haben, dass Wissenschaftler sich bei der selektiven Datenauswahl abgesprochen, das System der Begutachtung untergraben und Herausgeber von Zeitschriften eingeschüchtert haben, und darüber hinaus Anfragen aus dem Weg gingen, die laut Gesetz hätten beantwortet werden müssen. Was noch schlimmer für einen Wissenschafts-Groupie wie mich ist, ist dass so ziemlich der ganze Rest der Wissenschaftsgemeinschaft dieses Handeln in Ordnung fand. Man hat im Wesentlichen mit den Schultern gezuckt und gesagt: „Ja, schlimme Sache, aber so sind Jungs nun einmal.“

Es gibt auch überhaupt keinen theoretischen Unterbau dafür, dass wir eine gefährliche Zukunft erwarten müssen. Der ganz zentrale Aspekt hier ist die Klimasensitivität: Wie viel Erwärmung ist zu erwarten, wenn man den CO2-Gehalt verdoppelt. Darüber gibt es zumindest so etwas wie einen Konsens. Er lautet: 1,2 Grad Celsius. Das IPCC hat es in seinem letzten Bericht folgendermaßen ausgedrückt:


„In der idealisierten Situation, dass die Klima-Reaktion auf eine Verdopplung des Atmosphärischen CO2 nur aus einer gleichmäßigen Temperaturzunahme besteht, ohne Rückkopplungen (…), würde die globale Erwärmung nach den Modellen [GCMs] etwa 1,2 °C betragen.“
[„In the idealised situation that the climate response to a doubling of atmospheric CO2 consisted of a uniform temperature change only, with no feedbacks operating…the global warming from GCMs would be around 1.2°C.“ (Absatz 8.6.2.3)]

In diesem Kapitel wird weiter argumentiert, dass große positive Rückkopplungen, hauptsächlich durch Wasserdampf, diesen Effekt wahrscheinlich verstärken. Aber während es einen guten Konsens über die 1,2 Grad C gibt, existiert überhaupt kein Konsens über den Nettoeffekt der positiven Rückkopplungen, wie das IPCC auch offen zugibt.

Wasserdampf kann auch zu Wolken werden, und ob Wolken in der Praxis den Treibhauseffekt verstärken oder abdämpfen, bleibt zweifelhaft.


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Man kann also sagen, es gibt einen Konsens über ein wenig globale Erwärmung, aber es wäre falsch zu sagen, es gäbe einen Konsens über eine gefährliche globale Erwärmung. Die Klimasensitivität könnte harmlose 1,2 Grad C betragen, wovon wir die Hälfte bereits erreicht haben, oder es könnte weniger sein, wenn die Rückkopplungen negativ sind, oder es könnte mehr sein, wenn die Rückkopplung positiv ist. Was sagen uns die empirischen Belege? Seit 1960 hatten wir ungefähr ein Drittel der Verdopplung des CO2 erlebt. Folglich müssten wir schon jetzt etwa die Hälfte der Treibhaus-Erwärmung erleben, die wir von einer Verdopplung zu erwarten hätten. Das ist elementare Arithmetik unter der Annahme, dass die Kurve einen logarithmischen Verlauf hat.

Wenn man jetzt den Messungen der Globaltemperatur durch Thermometer vertraut (die rote und die grüne Linie), hatten wir in diesem Zeitraum etwa 0.6 Grad C Erwärmung, mit einer Steigerungsrate von weniger als 0,13 Grad C pro Jahrzehnt; und etwas weniger wenn man den Satellitenmessungen Glauben schenkt (die blaue und die violette Linie).


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Wir sind also auf der Spur für 1,2 Grad C. Wir befinden uns demnach auf der blauen, nicht auf der roten Linie.


Geschätzte Klimasensitivität gegenüber CO2
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Erinnern wir uns, dass Jim Hansen von der NASA uns 1988 erzählte, dass wir 2-4 Grad C Erwärmung in 25 Jahren zu erwarten hätten. Wir haben etwa ein Zehntel davon gesehen. Wir befinden uns sogar unterhalb des Wertes, den das IPCC 1990 für Null weitere Emissionen angenommen hat.

Aber, sagt uns der Konsens, Schwefelemissionen haben die Erwärmung reduziert und so die Auswirkungen verzögert. Oder die Ozeane haben die überschüssige Wärme aufgenommen. Keine dieser nachträglich getroffenen Erklärungen passt zu den Daten: Die südliche Hemisphäre hat sich in den letzten 30 Jahren nur halb so stark erwärmt wie die nördliche Hemisphäre. Und die Zunahme des Wärmegehalts der Ozeane hat sich verlangsamt, wenn nicht sogar im letzten Jahrzehnt ganz aufgehört. Im Gegensatz dazu erscheinen mir manche Argumente der Ketzer als ein Ausbund an Wissenschaft wie sie sein sollte: transparent, hinterfragend und nachprüfbar. Zum Beispiel hat sich in diesem Jahr ein hartnäckiger Britischer Mathematiker namens Nic Lewis mit der Frage der Klimasensitivität beschäftigt und fand heraus, dass man die einzige rein empirische Abschätzung der Sensitivität, die vom IPCC zitiert wird, mit Hilfe einer unzulässigen mathematischen Operation veränderte, wodurch die Kurve am Ende zur höheren Temperatur hin dicker wurde.


Wahrscheinlichkeitsverteilung der Klimasensitivität S
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Dadurch wurde rechnerisch die Wahrscheinlichkeit höherer Temperaturen auf Kosten von niedrigeren Werten erhöht. Korrigiert man das, ist die theoretische Wahrscheinlichkeit einer Erwärmung um mehr als 2,3 Grad C in der Tat sehr klein. Wie sämtliche anderen Fehler im IPCC-Bericht, einschließlich der berüchtigten Annahme dass alle Gletscher im Himalaya im Jahr 2035 anstatt im Jahr 2350 verschwunden wären, überhöht auch dieser Fehler die Folgen einer potenziellen Erwärmung. Es kann kein Zufall sein, dass all diese Fehler nur in eine Richtung zeigen.

Die Quelle für den Fehler bei den Himalya Gletschern war ein nicht begutachteter WWF-Bericht. Und dieser erschien in einem Kapitel, für das zwei koordinierend leitende Autoren und ein Gutachter als wissenschaftliche Berater des WWF-Klimazeugen-Panel fungierten. Man sollte sich ebenfalls ins Gedächtnis rufen, dass der Fehler mit den Gletschern durch Gutachter angemahnt wurde, die man jedoch ignorierte. Und dass Rajendra Pachauri, der Chef des IPCC, die Kritiker als Betreiber von Voodoo Wissenschaft abtat.

Journalisten sagen gern, dass der IPCC Bericht ausschließlich auf begutachteter Literatur beruhe. Rajendra Pachauri selbst hat 2008 noch diese Behauptung aufgestellt:


„…wir führen eine Prüfung des Klimawandels durch, die auf begutachteter Literatur beruht, daher muss alles, was wir uns ansehen und in unserer Begutachtung berücksichtigen, die Glaubwürdigkeit begutachteter Publikationen haben. Wir geben uns nicht mit weniger zufrieden.“
[„…we carry out an assessment of climate change based on peer-reviewed literature, so everything that we look at and take into account in our assessments has to carry [the] credibility of peer-reviewed publications, we don’t settle for anything less than that.“]


Das ist eine „Voodoo-Behauptung“. Die Gletscher-Behauptung war nicht begutachtet, genauso wenig waren es die Änderungen in der Funktion zur Klimasensitivität, die Lewis entdeckt hat. Die Journalistin Donna Laframboise fand in der ganzen Welt Freiwillige, die ihr halfen zu ermitteln, wie oft das IPCC nicht-begutachtete Literatur genutzt hatte. Ihr Ergebnis war: „Von den 18.531 Quellen in der Klimabibel von 2007 fanden wir 5.587 – satte 30 Prozent – die nicht begutachtet waren.“ Und trotzdem ist selbst das Aussprechen von Dingen wie diesen heute gleichzusetzen mit Ketzerei. Aufzustehen und etwa innerhalb einer Universität oder in der BBC zu sagen, man glaube nicht, dass die globale Erwärmung gefährlich ist, erzeugt die Art Reaktion, die man erwarten würde, wenn man im Vatikan aufsteht und sagt, man glaube nicht, dass Gott gut ist. Glauben Sie mir, ich habe es ausprobiert.

Spielt das überhaupt eine Rolle?

Nehmen wir einmal an, ich hätte Recht und das Meiste was heutzutage in der Klimawissenschaft durchgeht, sei durchsetzt von Pseudowissenschaft, gestützt auf vorgefertigte Meinungen, geprägt von Wunschdenken, ausgestattet mit einem Freibrief durch eine voreingenommene Berichterstattung und auf dogmatische Weise intolerant anderen Auffassungen gegenüber. Macht das einen Unterschied? Schließlich gibt es Pseudowissenschaft und vorgefertigte Meinungen genauso gut auch bei den Klima-Ketzern.

Ich sage Ihnen, warum es eine Rolle spielt. Die Alarmisten haben die Macht über unser aller Leben erhalten, die Ketzer dagegen nicht. Bedenken Sie, dass Großbritanniens einseitiger Climate Change Act nach offiziellen Angaben die darbende britische Wirtschaft in den nächsten 39 Jahren 18,3 Milliarden Pfund jährlich kosten soll – und das, um eine unmessbar kleine Veränderung beim CO2-Gehalt zu erreichen.

Wenigstens überziehen die Skeptiker nicht die Hügel Schottlands mit nutzlosen, teuren, lediglich manche Herzöge subventionierenden Windturbinen, deren Herstellung die Umwelt in der inneren Mongolei verpestet und deren Betrieb seltene Greifvögel wie etwa den Gänsegeier tötet. Immerhin können Kornkreis-Gläubige, um ihrem Fetisch zu huldigen, nicht unsere Stromrechnung fast verdoppeln und die Armut durch hohe Treibstoffpreise vergrößern, während die Arbeitsplätze nach Asien verlegt werden. Wenigstens haben Kreationisten die BBC nicht überzeugt, dass eine ausgewogene Berichterstattung nicht mehr notwendig ist. Immerhin haben Homöopathen nicht teure Brennwertheizkessel eingeführt, die bei kaltem Wetter nicht funktionieren, wie es John Prescott 2005 getan hat. Wenigstens haben Astrologen nicht durch Umwandlung von 5 Prozent der Welt-Getreidernte in Treibstoffe Millionen von Menschen in den Hunger getrieben, an dem im letzten Jahr laut konservativen Schätzungen vermutlich 192.000 starben,. Deshalb spielt es eine Rolle. Uns wurden einige sehr schmerzhafte Therapien verordnet. Daher müssen wir sicher sein, dass der Patient wirklich einen Hirntumor hat, und nicht vielleicht nur Nasenbluten.

Das Zepter der Macht an die Pseudowissenschaft zu übergeben, hat eine sehr unglückliche Geschichte. Denken Sie etwa an die Eugenik. Um 1910 war sich eine gewaltige Mehrheit der Wissenschaftler und anderer Intellektueller einig, dass die Kontrolle der Reproduktion, etwa durch Verhinderung von Geburten behinderter oder dummer Eltern, nicht nur praktikabel wäre, sondern eine Notwendigkeit von großer Dringlichkeit.
„Es gibt heute keine begründbare Entschuldigung dafür, den Tatsachen nicht ins Gesicht zu sehen“, sagte George Bernhard Shaw, „dass nur eine Religion der Eugenik unsere Zivilisation vor dem Verhängnis retten kann, das alle vorherigen zerstört hat.“ Nur um Haaresbreite, hauptsächlich dank des mutigen liberalen Abgeordneten Josiah Wedgewood, gab Großbritannien damals der Eugenik-Bewegung keine Macht, in die Gesetzgebung einzugreifen. In Deutschland war das anders.

Oder denken Sie an Trofim Lysenko, den pseudowissenschaftlichen Sonderling mit der seltsamen Idee, dass Pflanzen trainiert werden könnten, zu tun was man von ihnen möchte, und dass die Genetik nach Mendel Quatsch sei. Seine Ideen wurden zur offiziellen wissenschaftlichen Religion der Sowjetunion und töteten Millionen. Seine Kritiker, wie der Genetiker Nikolai Vavilov, starben im Gefängnis.

Gehe ich mit solchen Vergleichen zu weit? Ich glaube nicht. James Hansen bei der NASA sagt, die Chefs der Ölgesellschaften sollten wegen Verbrechen gegen die Menschheit angeklagt werden. Dies ist übrigens der Mann, der für einen der angeblich unabhängigen Datensätze zur Globaltemperatur verantwortlich ist. John Beddington, der ranghöchste wissenschaftliche Berater Großbritanniens, sagte unlängst, genauso wie wir „eindeutig intolerant gegenüber dem Rassismus“ seien, sollten wir „eindeutig intolerant gegenüber der Pseudowissenschaft“ sein. Und er bezog sich dabei auch auf alle Formen der Skepsis gegenüber dem Konsens zum Klimawandel.

Die Ironie bei der Sache ist, dass ein Großteil der grünen Bewegung als ketzerische Dissidenten begann. Greenpeace hat sich von einer Gruppe, die die orthodoxe Sicht auf genetisch veränderte Pflanzen in Frage stellte und glaubte dass man der Royal Society nicht trauen solle, zu einer Institution entwickelt, die fordert, dass ketzerische Ideen zum Klimawandel heute ignoriert werden sollen und dass die Royal Society auf keinen Fall falsch liegen kann.

Wo wir gerade bei Greenpeace sind: Wussten Sie, dass das gesamte Jahresbudget von Greenpeace, WWF und Friends of the Earth weltweit im letzten Jahr mehr als eine Milliarde Dollar betrug? Manchmal fragen mich die Leute, was der Anreiz für Wissenschaftler sein sollte, den Klimawandel übertrieben darzustellen. Aber sehen Sie nur die Unmengen Geld, die denen zur Verfügung stehen, die das tun. Es kommt von Kampagnen, Regierungen und großen Konzernen. Es war kein Skeptiker, der den stellvertretenden Chefredakteur von News of the World nach der Climategate-Affäre als PR-Berater einstellte: Es war die University of East Anglia.

Hingegen würden die meisten Wissenschaftler und Journalisten ihre Karriere riskieren, wenn sie einen skeptischen Standpunkt einnähmen. So dogmatisch ist der Konsens heute. Nur in Internet-Blogs wird heute die Flamme der Häresie noch am Leben erhalten und der investigative Journalismus betrieben, von dem die Medien vergessen haben, wie er funktioniert.

In Amerika ist es Anthony Watts, der mit einer Graswurzel-Bewegung die Fehler in den Temperatur-Messstationen ausfindig machte und die Seite wattsupwitthat.com betreibt. In Kanada betreibt der Mathematiker Steve McIntire, der Zug um Zug die erschreckende Geschichte des Hockeyschlägers ans Licht brachte, den Blog climateaudit.org. Hier in Großbritannien haben wir Andrew Montford mit seinem Blog bishophill.net, der akribisch den Schwindel hinter den Untersuchungen aufgedeckt hat, welche die Climategate Affäre reinwaschen sollten.. In Australien wird der Blog joannenova.com von der ehemaligen TV-Wissenschaftsjournalistin Joanne Nova betrieben, die in mühevoller Kleinarbeit die gewaltigen Geldbeträge erforscht hat, die dem Alarmismus heute zur Verfügung stehen.

Das Besondere an den Ketzern, die ich hier erwähnt habe, ist dass jeder einzelne von ihnen das in seiner Freizeit macht. Sie arbeiten für sich und erhalten höchstens Almosen für ihre Arbeit. Es gibt keinen riesigen Geldtopf der Ölindustrie für Skeptiker.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich eine Menge Zeit mit dem Thema Klima zugebracht habe. Ich hätte mich auch damit befassen können, welche Fette gesund sind oder ob die Gene oder die Umwelt den Charakter eines Menschen prägen. Mein Hauptargument ist, dass ähnlich wie in der Religion, die institutionalisierte Wissenschaft heute und in allen Zeiten von der Verlockung heimgesucht wird, eine bereits vorgefasste Meinung zu bestätigen. Mit erschreckender Leichtigkeit verwandelt sie sich in Pseudowissenschaft, selbst dann – oder gerade wenn – sie sich in der Hand einer Expertenelite befindet. Das passiert insbesondere bei Zukunftsvorhersagen und wenn ein Übermaß an Förderung vorhanden ist. Wissenschaft braucht Ketzer.


Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Aufmerksamkeit.

Aus dem Englischen übersetzt von Rudolf Kipp für den den Science Skepical Blog. Dort ist der Artikel am 3. November unter dem Titel “Matt Ridley über Wissenschafts-Ketzerei” zuerst erschienen.

Matt Ridley ist in britischer Zoologe und Autor populärwissenschaftlicher Bücher. Seine bekanntesten Werke sind The Rational Optimist, When Ideas have Sex (Deutsch: Wenn Ideen Sex haben: Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird), Genome: The Autobiography of a Species in 23 Chapters (Deutsch: Alphabet des Lebens: Die Geschichte des menschlichen Genoms) und The Origins of Virtue: Human Instincts and The Evolution of Cooperation (Deutsch: Die Biologie der Tugend. Warum es sich lohnt, gut zu sein).

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11.11.2011 | Permanenter Link |

Kategorie(n): Wissenschaft und Technik | Klimawandel

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Kommentare

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Herr Ridley’s Vortrag begründet u.a. in exzellenter und anschaulicher Weise wieso die Religion der Klimaapokalyptiker für das künftige Wohlergehen unser Gesellschaft so ungemein gefährlich ist. Hier im deutschsprachigen Raum konnte ich solche Statements bisher noch nie lesen. So erstaunt es nicht, dass er hier bis heute noch keinen einzigen Kommentar provoziert hat. Wenigstens haben die Kanadier inzwischen eingesehen, dass basierend auf den wackeligen Daten des IPCC Reports ungeheuere Geldmengen für die Dekarbonisierung verplant werden. Dies ohne den geringsten Gegenwert. Selbst wenn die seit der letzten Eiszeit vonstattengehende Erwärmung durch die CO2-Reduktion etwas verlangsamt würde, wäre damit ja nichts gewonnen. Das sich in finanzieller Schieflage befindliche Europa scheint den apokalytischen Klimapropheten jedoch weiterhin ungebremst Geldmittel zur Verfügung zu stellen. Das Geld sollte richtigerweise besser in mitigative Massnahmen investiert werden. Wenn in den Alpen der Permafrost zunehmend auftaut bedrohen Murgänge schon heute die darunter liegenden Dörfer. CO2 Abgaben und Ablasshändel werden die Bedrohung sicher nicht vermindern.

Mino
12.02.2012  16:53

Genialer Vortrag. Trifft den Ist-Zustand genau auf den Punkt. Leider ist in Deutschland die Staats- bzw. Mediengläubigkeit noch wesentlich größer. Schade. Ridley for President ;-)

Horst.K
22.06.2012  09:31

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