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Eine große grüne Abzocke

Heinz Horeis über die „deutsche Krankheit“, für Photovoltaik Milliarden aus dem Fenster zu werfen, die Infektion der Briten und überraschende Widerworte vom Ökokrieger George Monbiot.

70 Milliarden Euro sind ein schöner Batzen Geld. Man könnte es in Forschung und Bildung investieren, Lehrer einstellen, marode Schulen und Universitäten sanieren. Man kann es aber auch für Luxus verbraten. Zum Beispiel für Strom aus Photovoltaikanlagen: jedes damit produzierte Elektron ist rund zehnmal so teuer wie ein auf herkömmliche Weise erzeugtes. Ausnahmsweise ist dieses Premium-Erzeugnis nicht nur für die Reichen gedacht; es kommt auch der ärmste Bürger in seinen Genuss.
In jedem Falle zahlt er dafür, ob er will oder nicht. Geschätzte 70 Milliarden müssen die deutschen Stromverbraucher in den kommenden zwei Jahrzehnten für Strom aus bereits installierten und noch zu installierenden PV-Anlagen zahlen. Gesamtwirtschaftlich ist dieser Betrag, der auf grotesk überhöhten Preisen beruht, als Verlust zu verbuchen: ihm steht keine echte wirtschaftliche Leistung gegenüber.
Ein Verlust für viele ist meist Gewinn für wenige. Man kennt das Prinzip aus der Finanzkrise. Es gewinnen Investoren und Produzenten von Solarzellen, ein paar Handwerker, Hausbesitzer, die Solarstrom für 40 Cent ins Netz speisen und für 20 Cent den normalen Haushaltsstrom beziehen. Alle Parteien, einschließlich der marktliberalen FDP, stehen hinter diesem Verfahren, dass das Geld vieler in die Taschen weniger spült. Dafür sorgt das Energie-Einspeisegesetz (EEG), das jeden Stromkunden zu einer Zwangsabgabe für ansonsten nicht konkurrenzfähige Energiequellen verpflichtet.
Das EEG gilt als beispielhaft. Im April hat nun auch England ein ähnliches Modell eingeführt – sogenannte „Feed-in-Tariffs“ (FiT), Einspeisevergütungen. Allerdings ging deren Einführung nicht so geräuschlos über die Bühne wie vor zehn Jahren die Verabschiedung des EEGs in Deutschland.

Streit um FiT

Der Widerstand gegen das englische FiT kommt aus einer unerwarteten Ecke; einer seiner vehementesten Gegner ist ein Grüner: George Monbiot, der wohl bekannteste Umwelt- und Klimaaktivist auf den britischen Inseln. Monbiot, der eine wöchentliche Kolumne in der Tageszeitung The Guardian schreibt, ist Überzeugungstäter. Er redet von Klimakatastrophe. Vom amerikanischen Klimatologen James Hansen hat er die schaurig-unwirkliche Idee des „runaway climate“, eines möglichen blitzartigen Umkippens des Klimas, übernommen. Wie sehr er an die nahe Klimakatastrophe glaubt, konnte man seinem Blog im Winter vor zwei Jahren entnehmen, als überall in Mitteleuropa Seen und Teiche zugefroren waren. Damals schnallte er sich noch einmal die Schlittschuhe unter und begab sich, wie er voller Wehmut schrieb, wohl zum letzten Mal in seinem Leben aufs Eis. Richtige Winter würde es in Zukunft nicht mehr geben.
Monbiots Klimafundamentalismus steht im starken Gegensatz zu seiner realistischen Einstellung zu den „neuen Energien“. Hier ist er kein Gläubiger, sondern ein kühler Rechner. Er ist willens zu prüfen, was diese Energien bringen und wem die Einspeisevergütung nutzt. Zudem steht er links. Er hat ein Herz für die kleinen Leute, die den grünen Strom letztendlich bezahlen müssen. Deshalb ist er auch sehr wütend. Für ihn ist das ganze Vorhaben „a Great Green Rip-Off“, eine große grüne Abzocke, wie er im März im Guardian schrieb. (1)
Im Detail: Zum 1. April 2010 hat die britische Regierung die Einspeisevergütung (FiT) eingeführt. Damit verpflichtet sie die Energieversorgungsunternehmen dazu, privat durch Solarzellen und Mikro-Windturbinen erzeugten Strom zu vorgeschriebenen Preisen abzunehmen. Bezahlen müssen, wie auch in Deutschland, die Kunden über ihre Stromrechnung. Wie auch hierzulande kassieren die Kleinproduzenten für ihren grünen Strom überhöhte Preise von bis zu 45 Cent pro Kilowattstunde und verbrauchen selbst den billigeren Strom aus Kernenergie, Kohle oder großen Wasserkraftwerken.
Rund 10 Mrd. Euro (8,6 Mrd. Pfund) soll das Programm im Laufe der nächsten zwanzig Jahre kosten, bei, wie die britische Regierung selbst angibt, einem Verlust von 9,5 Mrd. Euro! Den „Gewinn“ durch das eingesparte CO2 beziffert sie mit 500 Millionen Euro. Mit diesem Programm, so Monbiot, verschiebe die Regierung über neun Milliarden Euro von den Armen an die Mittelschicht, die über eigene Hausdächer verfügt und es sich leisten kann, 10.000 Euro und mehr in eine PV-Anlage zu investieren. Die Einspeisevergütung bringt den glücklichen Dachbesitzern eine jährliche Rendite von fünf bis acht Prozent, steuerfrei und auf 25 Jahre garantiert.
Strom aus Mini-Windturbinen und Photovoltaik sind um das Sieben- bis Neunfache teurer als die Alternativen. „Grotesk ineffizient“ nennt Monbiot diese Leistung. 750.000 Kleininstallationen sollen, so die Regierung in den kommenden zehn Jahren sieben Millionen Tonnen CO2 ersparen. Bei optimistisch geschätzten zwanzig Millionen Tonnen für den gesamten Zeitraum bis 2030, so berechnet Monbiot, koste es 490 Euro, um eine Tonne CO2 einzusparen. Zum Vergleich: vierzig Euro pro Tonne kostet es mit Windenergie; zehn Euro mit Kernenergie.

Die „Deutsche Krankheit“

Natürlich ist Monbiot kräftig unter Beschuss geraten. Greenpeace und Friends of the Earth, Labour-Regierung und Solarindustrie haben seine ketzerischen Aussagen attackiert. Besonders hervorgetan hat sich Jeremy Leggett, Vorsitzende der Firma Solar Century. Auf Monbiots Hauptargument ist der britische Solarguru nicht eingegangen: „Entweder ist PV-Strom eine billige, effiziente Technologie, wie Leggett behauptet, oder sie ist es nicht,“ hatte Monbiot erklärt. „Wenn sie es ist, warum müssen wir sie dann mit 41p (45 Cent) pro Kilowattstunde subventionieren? Dann ist sie weder billig noch effizient.“
Statt hierauf eine Antwort zu geben, hat Leggett Deutschland und das EEG als leuchtendes Beispiel ins Feld geführt. Monbiot hat darauf mit einem Artikel betitelt „The German Disease“ reagiert. Hierbei bezieht er sich auf eine detaillierte Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), veröffentlicht im November 2009 von der Bochumer Ruhr-Universität. (2) Darin stellen die Autoren dem deutschen Photovoltaik-Experiment ein vernichtendes Zeugnis aus, das der gute George genüsslich erläutert.
Das deutsche Programm begann 2000 mit einer Subventionierung von 51 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom, garantiert für zwanzig Jahre. Bis heute haben die installierten PV-Anlagen 53 Mrd. Euro verschlungen. Trotz dieser enormen Summe deckte der Solarstrom im Jahre 2008 nur 0,6 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Schlecht für die Stromkunden, aber gut für die glücklichen Dachbesitzer, die sich Solarzellen leisten können und natürlich die Solarindustrie. Die CO2-Vermeidungskosten durch Solarstrom, so die Studie, belaufen sich bei dieser Bilanz auf 716 Euro pro Tonne. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) kommt zu einer noch höheren Schätzung: 1000 Euro pro Tonne. „Es gibt Dutzende von Möglichkeiten, wie man CO2 zu einem Hundertstel der Kosten vermeiden kann, die mit der Photovoltaik anfallen“, resümiert Monbiot. Kein Wunder, dass der Klimaaktivist mit allen Kräften verhindern will, dass sich England mit der „deutschen Krankheit“ ansteckt. (3)
Man muss Monbiots apokalyptische Klimavisionen nicht teilen. Aber anzuerkennen ist seine konsequente Haltung. Wenn der Klimawandel tatsächlich so bedrohlich ist, dann kann man sich zu seiner Bekämpfung nicht mit ineffizienten Technologien abgeben. „Jeder Cent, der in die Photovoltaik geht, ist ein Cent, der nicht dem Klimaschutz zu Gute kommt,” hält der Einzelkämpfer George seinen Gegnern aus dem grünen Lager vor. Unter bestimmten Voraussetzungen, so hat er schon an anderer Stelle gesagt, halte er auch den Einsatz von Kernenergie denkbar.
Monbiots Argument lässt sich auch umkehren: Wer auf PV setzt, der schert sich nicht um das Klima. Dem geht es um das Geld; das Klimaargument ist die werbewirksame Botschaft, um die „große Abzocke” zu bemänteln. Immerhin: das englische Programm ist gedeckelt auf zehn Milliarden. Die deutschen Stromverbraucher hingegen werden ein Vielfaches davon für ein überflüssiges „Luxusprodukt“ zahlen müssen.
Mit Leggett hat sich Monbiot doch noch geeinigt, und zwar auf eine Wette. Nach Leggetts Meinung werde Solarstrom bis 2013 Netzparität erreichen. PV-Strom vom eigenen Dach käme dem Hausbesitzer dann genauso teuer wie Strom aus dem Netz. Monbiot setzt 100 Pfund dagegen.
Hoffnung auf baldige Netzparität hegt man auch in Deutschland. Der hiesige Solarguru Frank Asbeck erwartet sie in einigen Jahren bei 27 Cent pro kWh. Um die Jahrtausendwende prophezeite er noch, dass sich Solarstrom in wenigen Jahren auf 12 Cent pro kWh verbilligen würde. Bislang kostet jede Kilowattstunde vom Dach immer noch um einen halben Euro. Und als jüngst die Bundesregierung bekanntgab, dem Ziel „Netzparität“ durch eine moderate Senkung der Vergütung etwas nachzuhelfen, gab es großes Jammern und Klagen seitens der Solarindustriellen.
Gemäß FiT erhält englischer PV-Strom vom Dach bis zu 45 Ct/kWh. Damit in drei Jahren Netzparität erreicht ist, müssten die Erzeugungskosten um das Drei- bis Vierfache sinken. Gelänge das, hätte Leggett also recht, muss man zu Recht fragen: Warum dann überhaupt die hohe Subventionierung? Man kann wohl getrost darauf wetten, dass Monbiot seine hundert Pfund gewinnen wird.

Heinz Horeis ist freier Wissenschaftsjournalist. Für Novo99 (3-4 2009) interviewte er Carl Christian von Weizsäcker, der ihm offenbarte: „Der Glaube an die erneuerbaren Energien trägt religiöse Züge“.

Anmerkungen

(1) George Monbiot: „Are we really going to let ourselves be duped into this solar panel rip-off?”, http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/mar/01/solar-panel-feed-in-tariff

(2) RWI – Manuel Frondel / Nolan Ritter / Christoph M. Schmidt: „Germany’s Solar Cell Promotion: Dark Clouds on the Horizon”, Nov 2009, http://repec.rwi-essen.de/files/REP_09_156.pdf

(3) George Monbiot: „The German Disease”, http://www.monbiot.com/archives/2010/03/12/the-german-disease/#more-1245

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13.05.2010 | Permanenter Link |

Kategorie(n): Wissenschaft und Technik

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Öko-Planetenretter sind Geisterfahrer, die orientierungslos, aber kernfest an ihrem Richtungsirrtum festhalten und durch entgegenkommende Einsichten nicht vom Kurs abgebracht werden können. Diesem Verhalten religiöse Züge zuzuschreiben, ist im Grunde eine Abqualifizierung aufgeklärter religiöser Weltanschauung. Diese strebt nach wachsender Erkenntnis und ist bereit zur Umkehr, zur Korrektur erkennbaren Fehlverhaltens. Diese “religiöse” Haltung kann man den Ökofundis nur wünschen.

Hueber Josef
14.05.2010  18:57

10-mal teurer als konventionelle Energie, dazu würde ich gerne eine Quellenangabe sehen. Es kostet aber “nur” 3,5 Milliarden im Jahr diesen Luxusstrom zu bezahlen? In Deutschland werden Pi mal Daumen 500 Mrd kwh jährlich verbraten. Für Otto-Normalverbraucher, der in einer Stadt wohnt, kostet der Strom 20 cent/kwh. Zu dem Preis wären es 100 Mrd Euro jährlich an Ausgaben für Strom. Laut Wikipedia wurden 2009 6200 Gwh Strom durch PV-Anlagen erzeugt, also 6.2 Mrd kwh. Das wär gut ein Prozent am Strom, also 10% von den Kosten nach obiger Rechnung. (Nimmt man für Großabnehmer geringere Preise an, ist dieser Anteil sogar noch höher.) 3,5 Mrd. Euro von 100 Mrd Euro sind aber nur 3,5%. (EEG-Steuer ist ca. 2 cent.)

Um ein einfacheres Argument zu nennen: Eine kwh wird mit 40 cent subventioniert, kostet aber für den Endverbraucher 20 cent… Übliche Preise konventioneller Energie ohne Steuern und Abgaben für Endverbraucher liegen immerhin bei ca. 13 cent. Wäre ca. Faktor 4…zum Gesamtpreis von 53 cent, von dem sich der Betreiber sich selbst noch ein paar Cent nimmt.

Auflösung des Rätsels? Vielleicht wurden Versicherungskosten, Rückbaukosten, reguläre Betriebs- und Instandsetzungskosten vernachlässigt. Diese Kosten sind für PV-Anlagen deutlich niedriger. Hinzu kommen noch unterschiedliche Kosten für verschiedene Lasten.


Deshalb ein allgemeiner Kritikpunkt: Ich habe das Gefühl, dass Argumente contra “grüne Energien” bzw. pro ” konventionelle Energie” oft viel geringer geprüft und reflektiert werden, als Argumente pro “grüne Energien”.

PS
14.05.2010  22:45

PS - Kosten von Strom

Der Endverbraucherpreis in Deutschland sagt recht wenig über die Erzeugungskosten des Stroms aus. Den größten Teil des Ersteren machen Steuern aus. Hinzu kommen Vertriebskosten, Netzkosten, Regelkosten und Margen.

Der umweltschädliche Solarstrom wird in D derzeit mit 39c/Kwh vergütet. Als Zufallsstrom kann dieser keine Kraftwerke ersetzen, sondern lediglich einen Teil der Brennstoffkosten einsparen, Braunkohle1c/KWh, Kernbrennstoff 0,5c/KWh, Steinkohle 2c/KWh. Der Wert dieses Stroms beträgt etwa 1c/Kwh.

Der umweltschädliche Windstrom wird gem. EEG mit 9,7c/KWh vergütet. Der Wert liegt gleichfalls bei etwa 1c/KWh.

Strom aus umweltfreundlichen Kernkraftwerken, sowie aus Kohlekraftwerken kostet etwa 1,5 - 4c/KWh, abhängig davon ob die Kraftwerke abgeschrieben sind, wieviele Vollaststunden diese betrieben werden usw.

Analysen zu diesem Thema finden Sie auf meiner Homepage http://www.oekoreligion.npage.de Die Quellen habe ich belegt. Ich greife auf die US Daten der regulierten Betreiber, die ihre Kosten nachweisen müssen zurück, nutze aber auch Daten aus Geschäftsberichten und anderen seriösen Quellen.

Vandale

Horst Trummler
16.05.2010  21:41

Die Zahlen von 1,5 - 4 Cent pro Kilowattstunde, die Horst Trummler fuer die Erzeugungskosten von Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken angibt, gelten annaehernd auch fuer Deutschland. Dem gegenueber stehen die Erzeugungskosten fuer Strom aus Wind, Sonne, etc, fuer die man den Betrag der laut EEG zu zahlenden Einspeiseverguetung ansetzen muss. Also fuer Sonnenstrom um die 40 Cent fuer ein Kilowattstunde.

Vergleicht man beide Werte, ist klar, dass Solarstrom in der Erzeugung mindestens zehnmal so teuer ist. Da zu den Erzeugungskosten noch Netzwerkkosten sowie diverse Steuern und Abgaben hinzukommen, laege der tatsaechliche Verkaufspreis fuer Solarstrom bei etwa 60 Cent pro Kilowattstunde.

Bei sochen Preisen ist es kein Wunder, dass Oekostromanbieter, wenn ueberhaupt, nur geringste Mengen an Solarstrom in ihrem Programm haben, sondern zu 80 bis 90% Strom aus konventionellen Wasserkraftwerken, dazu noch ein wenig Windstrom.

Die “Luxusware” Solarstrom laesst man - nach dem Vorbild der Banken - lieber von der Allgemeinheit bezahlen.

Heinz Horeis
19.05.2010  07:22

Das bezweifle ich auch nicht, dass die Erzeugerkosten unter den Endverbraucherpreisen liegen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was sie im zweiten Abschnitt sagen.

Wie dem auch sei, wenn so ein gigantischer Anteil keine Erzeugungs- sondern Übertragungskosten sind, macht es wenig Sinn die Erzeugerkosten zu vergleichen. Erst recht nicht, wenn unklar ist, ob es sich um die “Total costs of ownership” handelt.

Im Übrigen sollten sie nicht vergessen dass diese extrem hohen Subventionen auch Anschaffungskosten etc. enthalten. Diese Kosten sind für Privatleute, die sich Solaranlagen auf das Dach installieren überproportional größer als für Großerzeuger.

Was außerdem ausgelassen wird: Von was für Solarzellen sprechen wir hier überhaupt? In Labors wurden vor 2 Jahren schon Solarzellen mit 25% Wirkungsgrad erfolgreich getestet, auf dem Markt waren zu der Zeit Solarzellen mit Wirkungsgrad von deutlich unter 5% bis über 10% verbreitet. Auch entstehen kontinuierlich Verbesserungen im Produktionsprozess. So macht es auch einen großen Unterschied, in welchem Jahr diese Zellen produziert worden sind.

Und bekanntermaßen sind die USA kein Maßstab für Solartechnologie, die Technologieführer sitzen in Europa. Zwar wird auch in den USA über größere Projekte gesprochen, aber das ist noch in der Zukunft. Es wird ja auch keiner ernsthaft eine Kostenstudie von russischen Atomkraftwerken zu Rate ziehen, um über den Neubau von AKWs in D zu argumentieren.

PS
19.05.2010  10:47

PS..

Ich habe den Eindruck Sie repetieren die Erkenntnisse die Sie beim Lesen der Massenmedien gewonnen haben.

Solarzellen können natürlich im Labor bei 1000W definierter Strahlung, 25°C Zellentempratur im staubfreien Raum mehr als 20% Wirkungsgrad erreichen. In der Realität sind es bestenfalls 10%

Wenn man sich die aktuellen russischen Kernkraftwerke, bsp. AES-2006, ansieht so wüsste ich nicht was gegen diese spricht. Der Downcomer ist etwas schmal, es kommen liegende Dampferzeuger zum Einsatz..Viele Kunden ausserhalb Russlands lassen sich eine AREVA Leittechnik installieren ansonsten . Atomstroyexport ist wesentlich erfolgreicher als AREVA mit dem EPR.

Falls Sie Íhren Glauben durch Wissen ersetzen mögen, schauen Sie einfach mal unter http://www.oekoreligion.npage.de vorbei.

Vandale

Horst Trummler
20.05.2010  23:19

„Trösten wir uns, das Geld ist nicht weg – es hat nur ein anderer!“

Bei der Bewertung der Solarenergie setzt häufig der Verstand aus und das Gefühl überwältigt den Betrachter. Die Politik und Gutmenschen glauben, Naturgesetze durch Mehrheitsbeschluß und Glauben außer Kraft setzten zu können und große Teile des Publikums trauen der Sonnenenergie gefühlsmäßig die Lösung aller Energieprobleme in kurzer Zeit zu. Ein paar naturgesetzlich begründete Fakten können helfen, die Proportionen zurecht zu rücken.

Hans-Ulrich Pietz
27.06.2010  06:29

Jeder der hier die ach so günstige Atomenergie anpreist, sollte die Endlagerkosten (welche die Allgemeinheit trägt) nicht vernachlässigen. Zudem würde jeder hier sofort seine Meinung ändern, wenn neben seinem Garten ein Atomkraftwerk gebaut werden soll.

Herbert Brunnhauser
01.07.2010  18:35

Lieber Herr Brunnhauser,
schade, dass Sie die Kosten für die Endlagerung nicht genannt haben. Dann könnte man ja einmal vergleichen. Es gibt, wie Sie vielleicht ahnen,  auch Kosten für zu demontierende Windkrafträder, für die Entsorgung von Solaranlagen ( die gehen bekanntlich auch mal kaputt), und was es sonst noch alles für Kosten im Zusammenhang mit den ” alternativen” Energien gibt. - Im übrigen hätte ich nichts gegen ein mit deutscher Technologie erbautes Atomkraftwerk in meinem Landkreis. ( Mein Garten ist dazu zu klein. Sonst hätte ich auch da nix gegen.) Dies ist eine Unterstellung, dass alle Atomkraftbefürworter nach dem St. Floriansprinzip urteilen. Es soll Leute geben, deren Vorstellung von Atomkraft weiter reicht als Loriots bekannter Weihnachtssketch, wo im Wohnzimmer ein Kinder-Atomkraftwerk explodiert und ein Loch in die Decke bläst.
Ich persönlich hab mehr Angst vor Putin am Gashahn als vor Atomkraft in Deutschland.

Josef Hueber
01.07.2010  23:46

Neue Argumente… ;-) “Solarenergie soll billiger als Atomenergie geworden sein” http://www.heise.de/tp/blogs/2/148087

PS
28.07.2010  17:00

bin zufällig auf diesen blog geraten…

in 3 seiten soll hier geklärt werden, ob pv zu teuer / umweltschädlich / arm oder reichmachend ist???
lächerlicher anspruch!!!
nirgendwo werden in diesem artikel verschiedene erzeugungstechnologien objektiv verglichen… überall ist nur von strompreisen die rede, externe effekte gibt es nicht,
stimmt, sind ja alles lügner, die vom antropogenen klimawandel reden!
Atomkraft ist ja auch total super, mit den abfällen kommen wir ( genau wie andere länder ( usa, frankreich etc. alle noch ungeklärte endlagerfragen )) wir ja auch super klar. Gekostet hat die Atomforschung die deutsche bevölkerung ja auch nichts, geschweige denn das wahrscheinlich unmögliche ausräumen der asse mit spezialgerät, bzw. die erforschung von gorleben die 15 mrd gekostet hat und völlig unnütz ist, da gorleben erwiesenermaßen ungeeignet ist. ( siehe frontal21 doku )
Ausserdem wird die atomindustrie ja auch überhaupt nicht subventioniert.
Dass PV im vergleich zur erzeugten strommenge viel kostet muss man anmahnen, die vergütungssätze des EEG müssen weiter runter, und freiflächen von der vergütung ausgeschlossen werden. Aber statt nur auf dieser technologie rumzuhacken, wäre es ja vielleicht mal angebracht gewesen alternative umweltfreundliche technologien, wie biogasanlagen, windkraft u.a. zu diskutieren ( von analyse kann man hier nicht wirklich sprechen… ).
Viel spass trotzdem noch beim hass unters volk streuen, das bringt uns echt weiter…

gruß,

heinz

heinz
31.07.2010  15:04

moin moin,

@ josef huebner

ja die kosten für die endlagerung… wenn dort ein ende abzusehen wäre, dann könnte man sie ja mal nennen.
15 Mrd euro hat die erforschung eines politisch bestimmten endlagerstandortes ( gorleben ) schon gekostet, obwohl schon von vornherein feststand, dass dieser Standort nicht taugt. Ich lege ihnen hierzu die Dokumentation “der große bluff” von frontal 21 ans Herzen. Diese sind ja auch nicht unbedingt als ökokrieger bekannt.
Die abgesoffene Asse wird uns auch vielleicht 5, 10 oder 20 Mrd Euro kosten?! wer weiß es!???
Die kosten für die abzubauenden PV Anlagen muss dagegen nur der investor selbst tragen, nicht die allgemeinheit. Bei Windkraftanlagen kommt es auch nicht wirklich zu Rückbaukosten, da alte Windräder höchstens durch neue größere ersetzt werden, wenn diese kaputt sind ( nennt man repowering ).
Viele Grüße an die selbstgerechte “nach mir die sinnflut” generation,

Karl

karl hauser
31.07.2010  17:19

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