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Lesetipp: "Mythos Doping"
Auf der Leipziger Buchmesse wurde das Buch “Mythos Doping” von Novo-Redakteur Matthias Heitmann vorgestellt. Es räumt auf kompakten 64 Seiten mit Vorurteilen und problematischem Halbwissen über “Doping” auf und setzt neue und unerwartete Akzente in der Debatte. Der Autor fordert, den Streit zwischen Befürwortern und Gegnern von Doping-Verboten durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff “Doping” und dessen mystifizierender Rolle zu ersetzen. Der Autor beschreibt die Kernthese seines Buches wie folgt:“‘Doping’ ist ein Mythos. Nicht in den Sinne, dass die Verwendung leistungssteigernder Substanzen oder Trainingsmethoden nicht existieren würde. Aber insofern, als der Begriff ‘Doping’ ein Konstrukt darstellt, das weder die mit ihm in Verbindung gebrachten Praktiken sinnvoll zusammenfasst noch dazu geeignet ist, für die Gesellschaft sinnvolle Handlungsempfehlungen oder progressive moralische Leitlinien zu formulieren. Eine Gesellschaft, die einen sinnvollen und aufgeklärten Umgang mit dem eigenen Körper, mit Medikamenten und mit dem menschlichen Streben nach Fortschritt wünscht, sollte sich daher vom mystifizierenden Doping-Begriff verabschieden.” Vor diesem Hintergrund zieht der Autor im letzten Kapitel des Buches die Schlussfolgerung: “Die Entmystifizierung von ‘Doping’ macht die Welt nicht automatisch zu einer besseren, aber eine Welt, die zur Entmystifizierung von ‘Doping’ fähig ist, ist eine bessere.”
“Mythos Doping” ist im Parodos Verlag (Berlin) erschienen und kostet EUR 7,90.
22.03.2010 | Permanenter Link |
Kategorie(n): Kultur und Gesellschaft | Doping



