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Filmtipp: Why is energy a battlefield today?
Von Viktoria Hahn
In Form von zehn Thesen bietet die Novo-Redaktion im aktuellen Heft (105 3-4 2010) mit dem Alternativen Kopenhagen Manifest Vorschläge, wie die Menschheit nach dem gescheiterten Klimakipfel von Kopenhagen Freiheit, Wohlstand und ein angenehmes Leben für alle erreichen kann. Einem von Nachhaltigkeitsdogmen und Forderungen nach einer „grünen Ökonomie“ beherrschten Zeitgeist, wird mit dem Manifest eine fortschrittsoptimistische Perspektive entgegengesetzt. Anstatt die Menschheit als „ernste planetarische Krankheit“ zu denunzieren, wie ein führender Grünen-Politiker dies einmal getan hat, sollten wir viel mehr Vertrauen in unsere Fähigkeit zu Innovation und Verbesserung unserer Lebensverhältnisse setzen.
Die achte These des Manifests lautet: „Energie ist die Lösung, nicht das Problem!“. Auf dem Battle of Ideas-Debattenfestival im November 2009 machte sich Novo-Chefredakteur Thomas Deichmann diese Position ebenso zu eigen wie der Innovationsforscher James Woudhuysen. In einer Diskussion unter dem Titel „Why is energy a battlefield today?“ diskutierten sie mit dem Journalisten David Strahan und Duncan McLaren, Chef der Organisation „Friends of the Earth Scotland“. Der Forderung Strahans nach höheren Energiepreisen begegnet Deichmann mit einem wachstumsorientierten Ansatz: „Die Menschheit hat in den vergangenen 200 Jahren die enorme Leistung vollbracht, die Energieversorgung alle 25 Jahre zu verdoppeln. Es gibt keinen Grund dafür, warum wir diese Erfolgsgeschichte nicht fortsetzen sollen.“ Woudhuysen, der im Juli 2009 Gastredner auf einer NovoDebatte in Frankfurt war, kritisierte den vorherrschenden ökologistischen Zeitgeist: „Wir leben in einem moralischem Vakuum – menschliche Handlungen werden nur noch nach der Frage der CO2-Emission bewertet.“
Die Videodokumentation der englischsprachigen Debatte findet sich auch auf der Website der englischen Jugend- und Entwicklungshilfeorganisation WORLDwrite.
Viktoria Hahn absolviert zur Zeit ein Praktikum bei NovoArgumente. Sie studiert Deutsche Sprache und Literatur an der Phillips-Universität Marburg. Nach ihrem Studium möchte sie als Journalistin arbeiten.
In dem neuen Debattenforum „Aufbruch nach vorn!“ können Sie an der internationalen Diskussion um das Alternative Kopenhagen-Manifest teilnehmen: Debattieren Sie mit!
12.03.2010 | Permanenter Link |
Kategorie(n): Wissenschaft und Technik



