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Die Energiewende – ein aussichtsloses Projekt
Von Günter Keil
Der ideologisch begründete, von allen anderen Industrieländern abgelehnte radikale Umbau der deutschen Energiewirtschaft, der einen massiven Ausbau der Wind- und Solarstromerzeugung mit dem Ziel der Zurückdrängung von Kohle und Kernkraft anstrebt, wird bereits seit mehreren Jahren verfolgt. Dieses wegen seiner fundamentalen Widersprüche zur Physik und der absehbaren Unbezahlbarkeit unerreichbare Ziel wird zur Ausschaltung störender Einflüsse des freien Marktes mit immer neuen Gesetzes-Instrumenten der Planwirtschaft verfolgt, wobei die derzeitige konservativ-liberale Bundesregierung seltsamerweise die Energiepolitik der Grünen übernommen hat. Mit der im März 2011 überstürzt beschlossenen und nur politisch begründeten Stilllegung von 8 Kernkraftwerken und damit dem Wegfall eines wichtigen Teils der nicht vom Wetter und vom Tageslicht abhängigen Stromversorgung wurde die bereits prekär gewordene Situation zusätzlich dramatisch verschärft.
Günter Keil hat die gefährliche Entwicklung, ihre Ursachen und ihre Folgen in diesem Bericht eingehend analysiert. Seine Bewertung: Die Regierung zappelt jetzt in den selbst gelegten Fallstricken. Die durch ihre Fehler verursachten Probleme werden noch durch neue und stets planwirtschaftliche Fehlentscheidungen zu verzögern versucht, was nur neue Schäden hervorruft und immer das gleiche Resultat ergibt: Die Risiken steigen weiter und die Stromverbraucher müssen es bezahlen.
Die Liste der Fehler wird immer länger:
Man hat die Stromerzeugung zu Lasten der Wärmeerzeugung bevorzugt, dabei auch noch auf unbrauchbare Techniken gesetzt; man hat übersehen, dass die Stromnetze den neuen unnötigen Anforderungen nicht gewachsen sind und Blackouts drohen; man hat erst vor Kurzem begriffen, dass von Anfang an riesige, teure Stromspeicher erforderlich waren, die es aber nicht gibt und auch nicht geben kann. Man hat zu spät begriffen, dass nun – unter Opferung hehrer Klimaschutz-Ziele - viele neue Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden müssten und merkt jetzt, dass auch das durch die Folgen der gesetzlichen Bevorzugung grünen Stroms nicht funktioniert. Man hat den Widerstand der Bürger unterschätzt. Und man hat den dramatischen Kurswechsel von 2011 ohne jede Vorwarnung und Konsultation der stark betroffenen und geschädigten Nachbarländer exekutiert – eine Rücksichtslosigkeit, die sich rächen wird.
Die Regierung war schon lange von allen renommierten Fachleuten und Institutionen vorgewarnt. Kein einziges der heute immer größer werdenden Probleme war unvorhersehbar. Die Frage ist jetzt, wie groß der angerichtete Schaden erst werden muss, wann die Energiewende-Heuchelei aufhört und wie viele Industriebetriebe erst das Land verlassen müssen, bis eine Regierung die Notbremse zieht.
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung
1. Die deutsche Energiepolitik: Eine Fieberkurve
2. Das Erneuerbare Energien-Gesetz: Gefahr für den Industriestandort Deutschland
3. Die verhängnisvolle und erfolgreiche Informationspolitik
4. Jenseits der Planwirtschaft: Entschädigung für die Nicht-Erzeugung von "Ökostrom", Verpflichtung zur Hellseherei und "negative Preise"
5. Ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz verfassungswidrig ?
6. Windstrom – Versorgung nach Wetterlage
7. Solarstrom – geringer Nutzen für sehr viel Geld
8. Biogas: Nur begrenzt umweltfreundlich
9. Neue Kohle- und Gaskraftwerke – der Rettungsanker, der nicht greift
10. Die Stromnetze werden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben
11. Zukunftstechniken ohne Zukunft: Das Prinzip Hoffnung als Realitätsersatz
12. Die Energie-Planwirtschaft ist längst Realität
13. Das stille Ende großer Ankündigungen – und das Erwachen der Gewerkschaften
14. Die Geister, die man gestern rief...
15. Deutschlands Energiewende bedroht die Nachbarländer
16. Für Industrie und Bürger wird es immer teurer – die "Energiearmut" wächst
17. Ein internationales Urteil
18. Globale Entwicklungen gehen in eine andere Richtung
19. Schäden und Kollateralschäden
20 . Wie geht es weiter ?
Quellenverzeichnis
1. Die deutsche Energiepolitik: Eine Fieberkurve
Die Energiepolitik eines Industrielandes gehört zu den wichtigsten Politikfeldern, weil sie die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes und damit auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt und den privaten und öffentlichen Wohlstand entscheidend bestimmt. Sie muss effizient und berechenbar sein und der Wirtschaft und den Bürgern Energie kostengünstig und zuverlässig zur Verfügung stellen. Diese Anforderungen sind unverzichtbar. Sie dürfen nicht durch politische Interessen in Frage gestellt oder aufgegeben werden, weil z.B. bei einer schweren Schädigung der Wirtschaft durch eine gezielt auf Verteuerung der Energie setzende Politik letztlich auch jeglicher Umweltschutz scheitert.
Mit dieser einfachen Wahrheit im Sinn betrachte man die deutsche Energiepolitik in den vergangenen eineinhalb Jahren:
- Am 28.September 2010 beschloss die Bundesregierung ihr "Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung" (23), das "die energiepolitische Ausrichtung Deutschlands bis 2050 beschreibt" (BMU-Feststellung). Der damit verkündete Größenwahn einer 40-jährigen Energieplanung endete dann auch nach 8 Monaten.
- In einem Anflug von Realitätssinn beschloss die Regierung anschließend eine Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre, die der Bundestag am 28.10.2010 verabschiedete. Man hatte wohl erkannt, dass man angesichts des nur langsam steigenden und zudem sehr unzuverlässigen Versorgungsbeitrags der sog. Erneuerbaren Energien noch recht lange eine sichere Grundlast-Stromversorgung benötigen würde.
- Das änderte sich am 14. März 2011 in sein Gegenteil mit der Verkündung einer auf 3 Monate befristeten Aussetzung der Laufzeitverlängerung durch die Bundeskanzlerin – das sog. Moratorium. Am darauf folgenden Tag teilte sie mit, dass die 7 ältesten deutschen Kernkraftwerke während des Moratoriums abgeschaltet werden sollten. Auch das seit 2009 abgeschaltete KKW Krümmel sollte in dieser Zeit außer Betrieb bleiben.
- Am 6.6. 2011 beschloss die Regierung ein Energiepaket mit dem Titel "Der Weg zur Energie der Zukunft – sicher, bezahlbar und umweltfreundlich". (Man beachte die veränderte Reihenfolge der Eigenschaftswörter.) Es war streckenweise eine Neuauflage des Papiers vom September 2010 – allerdings mit einer wichtigen Änderung, die das BMU wie folgt beschreibt (91): "Die Darstellungen zur Kernenergie in Kapitel C....zum Energiekonzept vom September 2010 werden durch die Beschlüsse des Bundeskabinetts zur Änderung des Atomgesetzes vom 6.6.2011 ersetzt. Gemeinsam bilden die Beschlüsse des Energiekonzepts von 2010 (mit Ausnahme der Darstellung der Kernenergie) und der Energiewende 2011 die aktuelle (sic !) Energiepolitik der Bundesregierung ab". Was denn nun ? Aktuell oder für 40 Jahre ? Eher aktuell.
- Durch das 13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes wurde die Laufzeitverlängerung vom Oktober 2010 am 6.8.2011 zurückgenommen.
Die deutsche Energiepolitik in den vergangenen eineinhalb Jahren gleicht einer Fieberkurve. Ihre wilden Kurswechsel sind für die Wirtschaft schlimm genug. Was dabei aber leider konstant blieb, sind ihre f
Günter Keil war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München / Fraunhofer Gesellschaft sowie im Bereich Projektförderung beim Bundesforschungsministerium tätig. Heute lebt er als freier Autor in Sankt Augustin.
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Quellen
1Bundesnetzagentur: Auswirkungen des Kernkraft-Moratoriums auf die Übertragungsnetze und die Versorgungssicherheit, Bericht an das BM f. Wirtschaft und Technologie, 11.4.2011
2Fortschreibung des Berichts der Bundesnetzagentur (1), Pressegespräch am 27.5.2011
3Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW): Auswirkungen des Moratoriums auf die Stromwirtschaft, atw , 56.Jg., Juli 2011, S. 448; www.bdew.de/
4Bundesnetzagentur: “Bericht zur Auswertung der Netzzustands- und Netzausbauberichte der deutschen Elektrizitätsübertragungsbetreiber”, 14.3.2011, www.bundesnetzagentur.de/
5BMU: Erfahrungsbericht 2011 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz, Entwurf, Stand 3.5.2011
6BDEW: Bewertung und Quantifizierung der Flexibilitäten der konventionellen Strom- und der gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung – Weichenstellungen für den Umbau auf ein durch die Nutzung der Erneuerbaren Energien geprägtes Energiesystem (Gutachten “Flexibilisierung”), Berlin, 11.10.2011; www.bdew.de/
7BDEW: Stromerzeugungs-Mix 2011, BWK Bd.64 (2012) Nr.1/2; www.bdew.de/
8NERA Economic Consulting: NERA-Gutachten im Auftrag der BDEW zu Eigenkapitalzinssätzen: Deutschland verliert international Anschluss bei Investitionsbedingungen für Gas- und Stromnetze, 11.7.2011, www.bdew.de/, sowie Klaus Stratmann: Niedrige Renditen hindern Energienetze, Handelsblatt online, 10.7.2011
9Bundesnetzagentur: Monitoringbericht 2011, 25.11.2011
10Daniel Wetzel: Bund richtet Krisenstab für Stromversorgung ein, WELT Online, 5.3.2012
11Netzbetreiber (ÜNB) 50Hertz: Freileitung versus Kabel
12Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, EnBW Transportnetze und TenneT: EEG-Umlage für 2012, 14.10.2011
13Prof. Hermann-Josef Wagner (Ruhr-Univ. Bochum): Kosten rauf, Sicherheit runter, (Probleme durch den Ausbau der Windenergie; Überalterung des Kraftwerksparks; Kernkraft-Ausstieg), bild der wissenschaft 4/2004
14Wolfgang Clement: Angela Merkels nukleares Solo, NOVO-Argumente, 11.7.2011
15BMU: Gesetz zur Neuregelung des Rechtsrahmens für die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EEG 2012), Novellierung des EEG vom 30.6.2011, www.bmu.de/
16Leipziger Institut für Energie GmbH: Mittelfristprognose zur deutschen Stromerzeugung aus regenerativen Kraftwerken bis 2016, 28.10.2011
17Monopolkommission: Sondergutachten Energie 2011: Wettbewerbsentwicklung mit Licht und Schatten, 12.9.2011
18Prof. Manuel Frondel, RWI Essen: Die EEG-Förderung von Photovoltaik: Technologischer Irrweg, bdvb-aktuell 102, (Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V.) 2008
19Steffen Neumann: Polen und Tschechien wehren sich gegen deutschen Strom, vdi-nachrichten, 9.3.2012
20BDEW: Abschätzung des Ausbaubedarfs in deutschen Verteilungsnetzen aufgrund von Photovoltaik- und Windeinspeisungen bis 2020, Gutachten von E-Bridge Consulting und IAEW, 30.3.2011, www.bdew.de
21BMU: Entwicklung der EEG-Vergütungen, EEG-Differenzkosten und der EEG-Umlage bis zum Jahr 2030 auf Basis eines aktualisierten EEG-Ausbaupfades (“Leitszenario 2020”), Dezember 2010, www.bmu.de
22dapd-Meldung: Gutachten: Ökostrom-Umlage ist verfassungswidrig, 05.03.2012
23BMWi, BMU: Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung, 28.9.2010
24World Energy Council: German Energy Policy – A Blueprint For The World? , Ergebnisse einer Umfrage, Okt. 2011, www.weltenergierat.de
25Ludger Weß: Windräder produzieren Atommüll, 1.2.2012, www.achgut.de
26Prof. Hubert Flocard: The Electricity Of France; RTE Data, Sept.2010-Aug.2011, Faculté des sciences d´Orsay, ; CNRS; 15.9.2011
27Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Teurer Offshore-Strom, Juni 2011
28Prof. Michael Hüther, IW Köln: Jährlich fast zwei Milliarden Mehrkosten für die Industrie, 14.6.2011
29Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Nur scheinbar ein Beschäftigungswunder, 1.9.2010
30Roger Corradini, Christian Musso: Motor und Bremse für den Kollektorausbau, Förderchaos bei Solarthermie, Brennstoff, Wärme, Kraft (BWK), Bd.63 (2011), Nr.6
31Wolf v. Fabeck, Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV): Rückgang der Kleinanlagen setzt sich fort, 21.9.2009; sowie Hermann Bähr (SFV): Freiflächenanlagen boomen. Warum sie abzulehnen sind, 10.12.2009, www.sfv.de
32World Energy Council: Weltenergierat: Echte Energiewende nur auf europäischer Ebene machbar, Pressemitteilung vom 26.5.2011, www.weltenergierat.de
33Frank Schäffler, MdB: Persönliche Erklärung zur Energiewende, 30.6.2011
34Holger Krahmer, MdEP: Deutsche Energiepolitik ignoriert europäische und internationale Realitäten, 26.3.2011
35Michael Vassiliades, IGBCE: Vassiliades zum Atom-Moratorium, 15.3.2011
36AG Energiebilanzen, berlin: Energieeffizienz stagniert, BWK Bd.63 (2011) Nr.12, S. 25-26, www.ag-energiebilanzen.de
37Arnold Vaatz, MdB: Über die Energiewende, ihre Gründe und Folgen, 4.2.2012, www.eike-klima-energie.eu/
38Ralph H. Ahrens: Hoffen auf Norwegens Wasser, 3.2.2012, vdi-nachrichten
39Jim Snyder, Katarzyna Klimasinska: Obama Pushes natural Gas Fracking To Create 600.000 U.S.Jobs, 25.1.2012
40Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU): Kommunale Versorger fordern Blick auf Verteilnetze, PM 100/11 vom 17.11.2011
41NZZ Online: Notpläne für Stromengpässe. Risiken schon im Dezember, 26.11.2011
42Verivox (Verbraucherportal): Daten zum deutschen Stromnetz, 9.5.2008
43Martin Kopp: Notfallplan soll Hamburg vor Stromausfall bewahren, 21.11.2011, WELT Online
44Holger Ludwig, Tatiana Salnikova, Ludwig Haas: Lastwechselfähigkeiten deutscher Kernkraftwerke, Intern. Zeitschrift f. Kernenergie, Jg.55 (2010), Heft 8/9, Aug./Sept.
45Heinz Wraneschitz: Bei 50,2 Hertz wird die Sonne vom Netz getrennt, vdi-nachrichten 3.6.2011
46Financial Times Deutschland: Energiewende gehen die Rohstoffe aus, 26.6.2011
47Th. Kiehl: Aus Wind wird Gas, 22.10.2011
48RWE: ADELE – Der adiabatische Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung, April 2010
49Jeff Reeves: After Solyndra Sun Might Set On All Solar Stocks, Investor Place, 23.9.2011
50Matt Riley: Gas Against Wind, The Spectator, 15.10.2011
51Helen Robertson: Huge Opportunities In EU Shale Gas, Petroleum Economist, 12.10.2011
52Torsten Thomas: Schleichender Paradigmenwechsel in der Stromwirtschaft, (Pläne zur “Kapazitätsvorhaltung”), 3.2.2012, vdi-nachrichten
53Frank Dohmen, Alexander Jung, Jan Puhl: Gebt Gas (Shale Gas), Der Spiegel 9/2011, 28.2.2011
54Ecofys-Studie: Abschätzung der Bedeutung des Einspeisemanagements nach EEG 2009; Auswirkungen auf die Windenergieerzeugung im Jahr 2009, Januar 2011
55Michael Vassiliades, IGBCE: Kritik an Umsetzung der Energiewende, 5.2.2012, dpa-AFX, dapd
56Andreas Meyer-Lauber, DGB-NRW: Beschäftigung und gute Arbeit in der Energiewende sichern, 16.1.2012
57Der Spiegel: Leere Klimakasse, Heft 7/2012, 13.2.2011
58Frank Dohmen, Alexander Jung: Stress auf hoher See: Der Bau neuer Offshore-Windparks stockt, Der Spiegel Nr. 51/2011, 17.12.2011
59Alexander Neubacher: Verblendet: Hohe Kosten, kaum Leistung. Die Subventionslasten des Sonnenstroms, Der Spiegel Nr. 3/2012, 16.1.2012
60Peter Müller, Alexander Neubacher: “rrsinn beenden. Unionsfraktions-Vize Michael Fuchs über die Fehler der bundesdeutschen Solarförderung, Der Spiegel Nr. 3/2012, 16.1.2012
61Der Spiegel: Bürgschaften: Atomexporteur Deutschland?, Nr. 51/2011, 17.12.2011
62Laura Gitschier, Christian Schwägerl: Umwelt: Wacklige Wende, Der Spiegel Nr. 41/2011, 10.10.2011
63Frank Dohmen, Alexander Neubacher: Ofen aus. Die Energiewende gefährdet viele Unternehmen, Der Spiegel Nr.8/2012, 18.2.2012; Spiegel Online International, 24.2.2012, Rising Energy Prices Endanger German Industry
64Alexander Neubacher: Peking päppeln. Chinas Solarfirmen erobern den Markt mit deutscher Hilfe, Der Spiegel Nr.9/2012, 27.2.2012; Spiegel Online International, 27.2.2012, A Capital Error ? Germany Created Own Threat With Chinese
65Jan Fleischhauer, Guido Kleinhubbert, Alexander Neubacher: Die Öko-Falle, Der Spiegel Nr.11/2011, 17.3.2011
66Der Spiegel: E.on droht mit Baustopp bei Offshore-Windkraft, 14.2.2012
67ZDF-WISO Mediathek: Solaranlagen: Warum es sich immer noch lohnt, Video, Sendung vom 12.3.2012
68Heinz Wraneschitz: Energiespeicher, das ungelöste Problem der zukünftigen Stromversorgung, vdi-nachrichten 2.9.2011
69 Gert Müller-Syring: Power to Gas, Untersuchungen i.R. der DVGW-Innovationsoffensive zur Energiespeicherung, BWK Bd.63 (2011) Nr.7/8
70Birgit Böhret: Energiewende – Zerreißprobe für die Belegschaften, vdi-nachrichten 9.12.2011
71DIHT: Faktenpapier zur aktuellen energiepolitischen Situation, Berlin/Brüssel, 22.12.2011
72Ben Sills: Spain Suspends Subsidies For New Renewable Energy Power Plants, 27.1.2012
73Andreas Meyer-Lauber,DGB-NRW: “Braunkohle unverzichtbar. Bei Energiewende auf Jobs achten”, General-Anzeiger, Bonn, 17.1.2012
74dpa: Notreserven retten vor Blackout. Bonner Bundesnetzagentur erhebt schwere Vorwürfe. Stromversorgung war offenbar gefährdet, Generalanzeiger, Bonn, 17.2.2012
75dpa: B.U.N.D. fordert das Aus der meiler in Lünen und Datteln. Verzögerungen in Walsum und Krefeld, 29.12.2011
76Klaus Stratmann: “Wenn der Stromfluss versiegt”, Handelsblatt, 29.12.2011
77Institut der deutschen Wirtschaft, Köln: Gas- und Kohlekraftwerke: Die Unabkömmlichen, 28.10.2010
78Statkraft (norwegisches EVU), www.statkraft.de
79dena (Deutsche Energie-Agentur): dena Netzstudie II – Integration erneuerbarer Energien in die deutsche Stromversorgung im Zeitraum 2015-2020 mit Ausblick 2025, www.dena.de
80FOCUS: Das Energie-Abenteuer: Deutschland hebt ab. 127 Fakten, Nr.23/11, 6.6.2011, www.focus.de/
81Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Grundzüge einer effizienten Klimapolitik – weist die ökologische Industriepolitik den richtigen Weg?, Gutachten für den DIHK, Berlin, Juli 2009, www.iwkoeln.de
82WELT Online: Hunderttausenden Haushalten wird der Strom gesperrt, 21.2.2012
83WELT Online: TecDax profitiert vom Abstieg der Solar-Aktien, 21.2.2012
84Deutsches Atomforum: Repräsentative Umfrage zur Kernenergie, Juni 2010, PM v.15.6.2010
85Daniel Wetzel: Netzbetreiber mit Ausbau auf See überfordert, WELT Online, 20.2.2012
86WELT Online: E.on warnt Deutschland vor Scheitern der Windkraft, 14.2.2012
87Birger Nicolai: Superschiff von Hochtief droht Kollaps, WELT Online, 6.12.2011
88T-Online: Windkraft-Zulieferer Siag stellt Insolvenzantrag, 20.3.2012
89T-Online: Nächste Pleite in der Solarbranche, 21.3.2012
90BDEW: Erneuerbare Energien und das EEG: Zahlen, Fakten, Grafiken (2011), Fassung vom 23.1.2012
91BMWi,BMU: Der Weg zur Energie der Zukunft – sicher, bezahlbar und umweltfreundlich. Eckpunktepapier der Bundesregierung zur Energiewende, 6.6.2011
92Fritz Vahrenholt, Sebastian Lüning: “Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet”, Hoffmann und Campe, 2012, ISBN 978-3-455-50250-3 (http://www.kaltesonne.de/)
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12.06.2012 | Permanenter Link |
Kategorie(n): Innovation | Erneuerbare Energien | Kommentar
Kommentare
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In einem Punkt liegt Hr. Keil auf jeden Fall falsch:
Die energieintensive Industrie wurde dank ihrer Lobby, gesellschaftlichen und politischen Wirkkraft schon immer bevorzugt behandelt gegenüber dem Kleinverbraucher, und nicht erst seit es erhöhte Kosten wg. EE gibt.
Ich hatte mal vor, den ganzen Schwachsinn der sog. “Energiewende” zusammenzufassen und einen tollen Artikel zu schreiben. Nun haben Sie das gemacht. Danke, denn ich weiß, welche Arbeit dahinter steckt.
@e.moser: Zur “Bevorzugung” der energieintensiven Industrie: Woran machen Sie das denn fest? Dass die Großabnehmer weniger pro kWh bezahlen als Klein Erna in ihrem 1-Zimmer-Wohnklo? Vielleicht liegt das einfach dran, dass die Großabnehmer vertraglich vereinbarte berechenbare Leistungen abnehmen, dass sie den Strom direkt aus dem Hochspannungsnetz beziehen (und sich den Trafo selbst dafür gekauft haben)?
Während Klein Erna ohne Ende Strom spart und es wird nicht billiger, weil sie eben die Kosten für Stromleitung, Bereitstellung, Abrechnung, Stromzähler und den gigantischen bürokratischen Aufwand für die “Wechselitis” anstößt, verhandelt der Großabnehmer eben auf Augenhöhe mit dem Versorger und bekommt unter den Randbedingungen einen günstigen Tarif.
Herrn Keil herzlichen Dank für diesen ausgezeichneten Übersichtsartikel.. Daraus wird jedem unbefangen Leser .klar, dass die sog. Energiewende gescheitert is, weil die Konsequenzen dieser Maßnahme nicht beachtet und dilettantisch behandelt wurden. Außerdem haben Nichtfachleute in der Etthikkommission über den
Atomausstieg entschieden. Und die Kanzlerin war dumm genug, ihren naturwssenschaftlichen Sachverstand außer Kraft zu setzen.
Nur dass es keiner übersieht:
Bisher wurden € 200.000.000.000,— = € 200 Mrd. an Subventionen und Förderungen für Forschung ect. an die Atomindustrie geleistet. Keine Ahnung wer das bezahlt hat, die Industrie wohl eher nicht in dem Ausmaß, der den von ihr zu bezahlenden Preis rechtfertigen würde.
Merke: Es zahlen die die immer zahlen.
Darüber wird allerdings sehr nobel geschwiegen.
@e.moser Bitte lesen sie die Studie “Die wahren Kosten der Atomenergie”, gibts irgendwo bei Greenpeace. Wenn sie dann immer noch diese 200Mrd EUR Subventionen als Argument verwenden erübrigt sich jede weitere Diskussion…
@schwenk
Mit 2 Zeilen zusätzlich könnten sie Aufklärungsarbet leisten, auch für andere hier.
Hans Meier völlich richtig.
Ik bin wirklich froh das ich ein so ausgebreitet Artikel finde.
Windenergie lievert fast 20 % der energie in Deutschland kan man in die Niederlanden lezen.
Fast zoviel wie die Nuklearanlegen.
Aber die Conditionen und Umständen kennen Sie nicht.
Tritin en alle Grünen,auch in die Niederlanden, glauben das wirklich.
Und Sie Lügen weiter.
Hallo,
die heutige Politik gleicht immer mehr einer Erstzreligion und nicht einer Vernunft gesteuerten Überzeugung. Man geht nicht mehr in eine Kirche, glaubt aber dafür an seine unfehlbare Idiologie über die Rettung der Welt durch “ÖKO”.
Wenn Dummheit Schmerzen bereiten würde könnte man vor lauter Geschrei nur mit Gehörschutz das Leben in Deutschland ertragen
@ schwenk
nach diesen Berichten sind es deutlich mehr als @310 Mrd.
Um zu beurteilen, ob das Projekt “Energiewende” aussichtslos ist oder nicht, müßte man sich erst einmal klarmachen, was darunter überhaupt zu verstehen ist.
Regierung und deutsche Wirtschaft haben die Energiewende im Jahre 1990 beschlossen. Der Bürger als Souverän hatte keinerlei Mitspracherecht, wußte nicht einmal etwas davon, Fukushima stand in den Sternen.
Der WBGU-Vorsitzende Schellnhuber hat nach Rio klar gesagt, um was es bei der Energiewende geht: „Die Zukunft der Menschheit ist zu kostbar, um sie dem fortwährenden Nationalstaaten-Mikado preiszugeben.”
Die Energiewende ist der archimedische Punkt, das demokratische System aus den Angeln zu heben - mit Deutschland als Esel, der den Karren zieht.
Das wird auch gelingen, wenn hier weiter auf Nebenschauplätzen wie der Rolle der Kernenergie bei der Stromversorgung gestritten wird und nicht begriffen wird, wo und wie die Schlachtlinien laufen.
PIK-Professor Edenhofer hat schon im Jahre 2007 in Energiepolitische Tagesfragen 5/2007 klar zum Ausdruck gebracht, warum man die Wirtschaft gelockt hat, in unwirtschaftliche Techniken zu investieren.
Edenhofer wörtlich: ” Die Unternehmen, die in diese Bereiche investieren, wissen, daß ihre Techniken auf dem Markt keine Chance haben, wenn nicht CO2 irgendwann einen vernünftigen Preis bekommt. Sie werden Druck ausüben, damit es zu einem solchen System kommt”.
Diesen Druck üben sie nun aus, auf unsere Regierung, auf EU-Ebene, sogar in Rio, siehe BDI-Memorandum.
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/memorandum_green_economy_bf.pdf
Wer hätte das gedacht, daß die deutsche Wirtschaft wesentlich zur Abschaffung unserer Marktwirtschaft beiträgt - und zur Abschaffung der Demokratie gleich mit.
Oje - typischer Fall von innerem Bauzaun kann man nur sagen. Kucken Sie mal durch - die Norwegerpulliträger sind schon lange weg. Das seitenlange Lamento hätte man sich sparen können - was ist das Fazit? Weiter wie bisher? Noch mehr Rohstoffe ausbuddeln, hochpressen, anzünden und hoffen das irgendwann die tolle Kernfusion kommt oder sonst eine Erleuchtung? Das kann es doch nicht sein - der Verbraucher als Begründung für den Selbstzweck einer entarteten alten Energielobby, die Ihren von der “kondervativen” Politik geschenkten Versorgungsauftrag nur als Selbstbedienungsladen verstanden hat. Fusion und Erleuchtung liefert die Sonne schon heute - der Rest ist Angst vor Kontrollverlust und Anspruchsdenken: “wir können doch nicht anders!” Ein Wunder wie der Mensch ohne Auto, Fernseher und Zentralheizung überhaupt in die Gegenwart gelangen konnte. Viel weiter wird er aber nicht kommen, wenn es so weiter geht wie hier gefordert. Mir tut diese Seite leid. Hier wird leider viel Intellekt und Hirnschmalz mit Angst verbraten. sorry
@Wachrüttler - was hat es denn für einen Sinn unrealistischen Phantasien nachzuhängen? Die Frage ist, wer die Angst vor Kontrollverlust hat?
Und dierses Spiel: Gute Lobby (Wind usw.), böse Lobby (Atom) hat auch wenig mit einer sachlich fundierten Einschätzung verscheidener Optionen zu tun. Wach wird dadurch niemand, und Deutschland ist auch nicht alleine in der Welt. Es ist mitnichten gleich was wir tun, aber man sollte den Wirkungsradius von uns 80 Milliönchen nicht überschätzen. WIR sind NICHT die Welt.
Ebenfalls oje!
Nicht nur die Norwegerpullis sind out, auch all die sonnenanbetenden Religionen und deren Spätnachfolger als “Wachrüttler”, Marke “Zurück zur Natur”.
Amüsant sich vorzustellen, wie die Wachrüttler tatsächlich zittern werden, wenn sie von der Sonne leben wollen, die aber gerade nicht scheint.
Was werden die machen???
Sie werden ihren ganzen Hirnschmalz einsetzen, ihre abgewrackten Norwegerpullis zu suchen - ich lach mich kaputt über dieses Recycling.
@ Wachrüttler
Ja, Sie haben recht, die Norwegerpulliträger sind schon lange weg. Sie sind den smarten Anzugträgern gewichen, die mit bunten Prospekten, im Stile ihres Kommentars, versuchen uns die neue Glückseeligkeit des Banalen zu verkünden - die Sonne schickt keine Rechnung und Weniger ist Mehr.
Wenn die Realität den Wünschen nicht folgen will, schüttle ich den großen ideologischen Sack und lasse die “alternativlosen” Notwendigkeiten herauspurzeln. Was schert mich das Gestern, wenn das Morgen sooo glücklich sein könnte. Weg mit den alten Zöpfen, zerbrecht alle alten Verkrustungen, nehmt den Satten die Teller und springt mit uns von Traumwolke zu Traumwolke in eine Zukunft der New Green World. Die materielle Basis dafür wird sich schon erzwingen lassen, wie die heutigen administrativen Gremien es schon erahnen lassen. Was aber, wenn die medial herbeigeredete Meute, die Ihnen angeblich mit wehenden Fahnen folgt, als das entpuppt, was sie ist - ein Schwarm schillernder und eben nicht nachhaltiger Seifenblasen. Sie müssen sich schon die Erfüllung ihrer utopischen Wünsche mühselig erkämpfen und versuchen, dies in die Köpfe der Menschen zu pflanzen. Der ständige Ruf nach dem administrativen Umschalter der Gesellschaft per Kraft der Gesetze wird auch an der Realität nichts ändern können. Genau diese Realität beschreibt Günter Keil in wunderbarer Weise, mit viel Intellekt und Hirnschmalz.
Beste Grüße B.




Dank an Sie Herr Keil, für Ihre akribische Dokumentation, in der Sie die Fakten auflisten und die logischen Schlüsse ziehen.
Ich wurde schon vor 34 Jahren angepampt, weil ich nicht gegen Kernkraftwerke war, die ganze Entwicklung zu den sogenannten Erneuerbaren als ein Schildbürgerprojekt betrachtete und bin ich weiter nur beschämt, welche Dilettanten unser Land regieren.
„Kein Affe würde sich den Ast vorm Stamm abschneiden auf dem er sitzt aber unsere Politiker sägen geschäftig vor sich hin“.
Hans Meier
12.06.2012 20:37