Uni-Streik: für bessere Bildung oder für weniger Stress?

Von Sabine Beppler-Spahl

„Bildung statt Banken“ ist der Slogan, mit dem für den Uni-Streik geworben wurde. Es ist das gute Recht der Studenten zu streiken. Schließlich dürfen die meisten nur auf ein sehr minderwertiges Universitätserlebnis hoffen. Für viele reduziert sich das Studium auf das alleinige Ziel, einen „formellen Abschluss“ zu erreichen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Doch auffällig oft wird über die Strapazen und den Arbeitsaufwand eines Studiums geklagt.

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22.06.2009 | Permanenter Link | (16) Kommentare

Kategorie(n): Bildung und Erziehung  Bildung 

Der neue deutsche Biedermeier

Von Hans-Jörg Jacobsen

Als derzeit „Auslands-Deutscher“ (im Sabbatical an der University of Queensland in Bribsane in Australien) gewinnt man aus der Ferne einen besonderen Blick auf die deutschen Befindlichkeiten. Als ich den Spiegel-Artikel „Erfolg im Bionade-Biotop“ las (Nr.25, 25.6.09), in dem die EU-Wahlerfolge der Grünen im saturierten Wohlstandsmilieu der Bundesrepublik erfreulich süffisant geschildert wurden (hohes Einkommen, Bio-Futter, Edel-SUV), war mein erster Impuls: „In dieses Land willst Du nicht zurück!“ Nun habe ich aber eine Familie, die mir lieb und teuer ist, also bleibt mir die Flucht aus guten Gründen verwehrt. Ich werde also wieder zurück kommen, aber mit der vertieften Erfahrung, dass dieser grün-alternative Mief etwas typisch Deutsches geworden ist (oder besser: deutschsprachiges, wenn man Bayern, wo es mit Söder und Seehofer besonders triefend daher kommt, aber auch Österreich und die Schweiz, dazuzählt).

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20.06.2009 | Permanenter Link | (1) Kommentare

Kategorie(n): Politik und Demokratie  Wissenschaft und Technik 

And the winner is: Die Politik der Angst

Von Frank Furedi

Weil sie nicht in der Lage waren, die Menschen für das Projekt Europa zu begeistern, bestand der Wahlkampf der europäischen Eliten hauptsächlich aus der Dämonisierung ihrer Gegner. So wollte man die verschreckten Bürger in Scharen an die Wahlurnen treiben. Dass dies nicht gelungen ist, wird der europäischen Angstpolitik künftig noch weiteren Auftrieb geben.

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10.06.2009 | Permanenter Link | (0) Kommentare

Kategorie(n): Politik und Demokratie  Europa 

EU-Verdrossenheit? Verbieten!

Von Matthias Heitmann

Am Tag nach der Europawahl haben sich die Parteien und Teile der Medien auf die Nichtwähler eingeschossen. So machte der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering „im Wesentlichen“ die Nichtwähler für das Debakel seiner Partei verantwortlich. Auch Linksparteichef Oskar Lafontaine kritisierte die Wahlunlust von Hartz-IV-Empfängern. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen forderte gar die Einführung der Wahlpflicht in Deutschland sowie Geldstrafen für Nichtwähler. Nach Ansicht des stellvertretenden Chefredakteurs des ZDF heute journals, Elmar Theveßen, sei es nicht die Schuld der Parteien, dass ihnen die Wähler abhanden kommen, schuld daran seien vielmehr die abhanden gekommenen Wähler. Die Erklärungen für das Wahldebakel werden immer absurder.

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10.06.2009 | Permanenter Link | (1) Kommentare

Kategorie(n): Politik und Demokratie  Europa 

Europawahlen: Der Wähler spricht – und keiner will’s hören

Von Sabine Reul

Nach der Lektüre mancher Kommentare zum Ausgang der Europawahlen fragt man sich, auf welchem Planten die Urheber wohl weilen. Oh, wie schrecklich, heißt es da: Die Leute gehen nicht wählen; und wenn, dann wählen sie Nationalisten und Euroskeptiker, die unsere schöne Europäische Union zerstören. Kurz gesagt: Der Wähler ist dumm. So lautet in weiten Teilen das Fazit zur Wahl aus Politik und Medien.

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10.06.2009 | Permanenter Link | (2) Kommentare

Kategorie(n): Politik und Demokratie  Europa 




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