Tchibo zensiert „Gentechnik“

Von Matthias Heitmann

Seit Ende Juni kann man bei Tchibo T-Shirts und Stofftaschen nach eigenen Vorstellungen mit Motiven und Botschaften online gestalten und drucken lassen. Diesem Angebot konnte R.* nicht wiederstehen, und er gab sogleich eine bedruckte Tasche in Auftrag. Allerdings musste er feststellen, dass Tchibo eigene Vorstellungen davon hat, welche Art von eigenen Vorstellungen seine Kunden kundtun dürfen.

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10.07.2009 | Permanenter Link | (9) Kommentare

Kategorie(n): Politik und Demokratie  Kultur und Gesellschaft 

Die Ökonomie ist tot, es lebe die Ökonomie! Ein Beitrag zum Methodenstreit

Von Malte Tobias Kähler

Wollte jemand die Volkswirtschaftslehre zu Grabe tragen, so würde man ihn mit Recht für verrückt erklären. Die Gesetze dieser Disziplin behalten ihre Gültigkeit unabhängig davon, ob man sie nun mag oder verdammt. Ebenso wie die physikalischen Gesetze der Schwerkraft gelten, gleichgültig, ob sie bekannt sind oder nicht, so sind auch die fundamentalen Gesetze der Knappheit, Angebot und Nachfrage stets in Kraft, solange Menschen miteinander interagieren. Auf den ersten Blick macht es also wenig Sinn, eine Wissenschaft überhaupt für tot zu erklären. Es hilft nicht, sie zu ignorieren. Und dennoch gibt es Grund zu der Annahme, dass man die Ökonomie – zumindest so, wie sie derzeit gelehrt wird – begraben muss, um einen Neubeginn zu versuchen. Denn ihre wesentliche Teildisziplin, die Mikroökonomik, beruht auf absurden Annahmen.

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10.07.2009 | Permanenter Link | (3) Kommentare

Kategorie(n): Wirtschaft und Arbeit  Wirtschafts- und Finanzkrise 

Der Marsch in den autoritären Wirtschaftsstaat

Von Dr. Michael von Prollius

Der Finanzminister droht Banken mit Zwangsmaßnahmen, die politisch erwünschte Kredite in unzureichender Menge vergeben. Wer jetzt noch am Marsch in den autoritären Wirtschaftsstaat zweifelt, sollte seine Annahmen kritisch hinterfragen.

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09.07.2009 | Permanenter Link | (1) Kommentare

Kategorie(n): Wirtschaft und Arbeit  Wirtschafts- und Finanzkrise 

Alle Trafos abschalten?

Von Ludwig Lindner

Am 4. Juli 2009 erfolgte im Kernkraftwerk Krümmel eine Reaktorschnellabschaltung infolge eines Schadens an einem Transformator. Dieser befindet sich außerhalb des eigentlichen Kernkraftwerkes und hat also nichts mit dem eigentlichen Kernreaktor zu tun. Ebenfalls durch Trafoschäden wurden am 28. Juni 2007 im Abstand von wenigen Stunden die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel abgeschaltet. Diese Schnellabschaltungen waren meldepflichtige Ereignisse, die auf der Stufe Null der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken eingestuft wurden. Sie hatten demnach keine oder nur geringe sicherheitstechnische Bedeutung. Nach dieser Bewertung war auch die Schnellabschaltung von Krümmel vom 4. Juli ein Ereignis der Stufe Null. Bei keinem dieser Ausfälle trat Radioaktivität nach außen auf.

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08.07.2009 | Permanenter Link | (8) Kommentare

Kategorie(n): Wissenschaft und Technik  Atomkraft 

Gebt das Doping endlich frei!

Von Matthias Heitmann

Im Kampf gegen Doping scheint mittlerweile fast jedes Mittel Recht zu sein: Seit Anfang des Jahres müssen Topathleten täglich für Dopingkontrollen zur Verfügung zu stehen und hierfür Zeiten für drei Monate im Voraus angeben. Solche „Meldeauflagen“ kannte man bislang lediglich im Zusammenhang mit verurteilten Straftätern. Der aktuelle „Fall Claudia Pechstein“ stellt ebenfalls freiheitliche Rechtsauffassungen infrage.

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07.07.2009 | Permanenter Link | (7) Kommentare

Kategorie(n): Kultur und Gesellschaft  Doping 




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