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Eine Beleidigung für die Menschheit

Dank unserer Erfindungskraft könnten wir uns ohne Weiteres an einen Anstieg der globalen Temperaturen anpassen. Von Dominic Lawson

Was ist vom Abschlussdokument des UN-Klimagipfels in Kopenhagen zu halten? Es ist kein Abkommen, ja nicht einmal ein Vertrag. Und es ist gewiss keine bindende und überprüfbare Verpflichtung. In den offiziellen Dokumenten ist nur von übereinstimmender „Kenntnisnahme“ die Rede. Und Dinge zur Kenntnis nehmen tut man, wenn nichts wirklich vereinbart worden ist. Das Abschlussdokument wiederholt lediglich das, was viele Politiker „die Wissenschaft“ nennen – und die Behauptung, es wäre eine Tragödie für die Welt, wenn die globalen Temperaturen um mehr als zwei Grad stiegen.

Dazu ist Folgendes zu sagen. Erstens: Einen deutlichen Temperaturanstieg als Katastrophe zu betrachten, ist lediglich eine Meinung. Zweitens: Angesichts der Entwicklung der vergangenen zehn Jahre, in denen die globalen Durchschnittstemperaturen konstant blieben, während die anthropogenen CO2-Emissionen unaufhaltsam und dramatisch zugenommen haben (wie schon seit der industriellen Revolution), ist offenkundig, dass die eigentliche Erkenntnis der Klimaforschung die ist, dass wir nicht genug über unsere Klimasysteme wissen, um verlässliche Voraussagen treffen zu können.

Das ist keine Kritik an den Wissenschaftlern, denn die Sache ist nun einmal unglaublich komplex. Es gibt derart viele Variablen, die sie noch nicht wirklich verstehen – und die ehrlichsten geben das auch zu. Daher kann auch niemand wissen, welche Maßnahmen den Anstieg der Temperaturen anhalten könnten, denn man weiß nicht, in welchem Umfang die menschlichen CO2-Emissionen sie tatsächlich in eine bestimmte Richtung treiben. Das ganze Konzept des Klimawandels steht intellektuell auf äußerst schwachen Füßen.

Dass in Kopenhagen keine wirklichen Maßnahmen vereinbart wurden, ist zum Teil Folge dieser Unsicherheit. Die Skepsis gegenüber der vermeintlichen Allwissenheit des sogenannten wissenschaftlichen Konsenses, der ja den ganzen politischen Planungen zugrunde liegt, hat in jüngster Zeit zugenommen. Es ist wie eine Pyramide, die auf dem Kopf steht. Da gibt es diese relativ kleine Gruppe von maximal 30 bis 40 Experten für Klimamodelle. Und auf die stützt sich dieses gewaltige Gebäude der Politik, der CO2-Märkte und der Klimaschutzmaßnahmen und einer sich anbahnenden umfassenden staatlichen Kontrolle vieler Lebensbereiche. Diese Pyramide ist extrem labil, da sie auf diesem einen sehr kleinen Punkt ruht. Wenn der zu bröckeln beginnt, bricht der ganze politische Überbau zusammen. Ich denke, dass das recht bald geschehen wird.

Das Gerede vom wissenschaftlichen Konsens war ohnehin immer irgendwie seltsam. Es gibt nicht nur eine Minderheit hoch qualifizierter Wissenschaftler, die anderer Auffassung sind, sondern es geht schließlich um Theorie und nicht bloße mathematische Formeln, deren Schlüssigkeit man a priori auf dem Papier beweisen könnte. Die Theorie betrifft die Treibhausgase, zu denen CO2 zählt, und die Auswirkungen einer rein anthropogenen Zunahme dieser Gase auf die Temperaturen.

Die Idee, dass Treibhausgase einen Temperaturanstieg auslösen können, gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert. Das Problem ist, dass keiner wirklich weiß, welche Wirkung in dem immens komplizierten Experiment namens Erde ein bestimmtes Niveau anthropogener CO2-Emissionen auf das hat, was wir globale Temperaturen nennen. Und je näher wir die Sache betrachten, desto unklarer wird sie. Der Klimakonsens hat zwar durchaus eine theoretische Grundlage, aber in der Praxis geht es darum, die Bedeutung des anthropogenen Beitrags zu den Treibhausgasen und seine Auswirkungen auf die Erde, die mit unzähligen anderen unkontrollierbaren Variablen zusammentreffen, zu quantifizieren. Daher erscheint der ganze Versuch, das Klima anhand eines bestimmten Anteils eines einzigen Spurengases zu kontrollieren – nämlich durch Reduktion unserer eigenen CO2-Emissionen – bestenfalls reichlich vermessen.
Das heißt jedoch nicht, dass jene, die Gegenmaßnahmen fordern, die Möglichkeiten menschlichen Eingreifens überschätzen. Im Gegenteil. Man kann auf zwei Arten mit einer Änderung der globalen Temperatur umgehen. Entweder sagt man: „Wir befürchten, dass die Temperaturen steigen werden. Also müssen wir etwas tun, um das zu verhindern.“ Oder man sagt: „Wir befürchten, dass die Temperaturen steigen werden. Daher müssen wir Möglichkeiten suchen, damit zurechtzukommen.“ Der zweite Ansatz ist sehr viel erfolgversprechender – nicht zuletzt, weil er dem entspricht, was wir über Menschen wissen.

Die Menschen sind eine ungeheuer anpassungsfähige Spezies. Das ist, wenn man so will, auch der Grund für unseren evolutionären Triumph. Darwin wird oft missverstanden. Ich glaube nicht, dass er selbst je vom „Überleben des Stärksten“ sprach. Was er sagte, war, dass die Anpassungsfähigsten überleben und gedeihen. Und der Mensch ist die anpassungsfähigste aller Gattungen. Nehmen wir nur ein ganz einfaches Beispiel: Es gibt Menschen, die in arktischen Regionen leben, die für alle lebenden Säugetiere mit Ausnahme von Eisbären äußerst unwirtlich sind. Trotzdem haben dort Gesellschaften wie die Inuit gut leben können. Und es gibt Regionen wie Singapur, in denen die jährliche Durchschnittstemperatur bei 28 Grad Celsius liegt. Die Menschen sind die einzige Gattung, die in allen Klimazonen, Temperaturen und Zeiten überlebt und gedeiht. Der Grund dafür ist unsere auf Erfindungskraft beruhende Anpassungsfähigkeit.

Die Idee, die Menschheit könne sich an die zurzeit diskutierten Veränderungen nicht anpassen – insbesondere durch technische Innovation –, ist eine Beleidigung für die Menschheit. Die Leute, die archaische Lösungen wie Windmühlen propagieren, sind die gleichen pessimistischen Misanthropen, die auch meinen, Thomas Malthus sei ein großer Prophet gewesen. Sie glauben wirklich, die Menschheit sei eine Pest auf der Erde. Dabei sind wir ihre Krönung.

Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Reul.

Dominic Lawson ist Kolumnist der britischen Zeitungen Independent und Sunday Times und ehemaliger Redakteur des Sunday Telegraph. Der vorliegende Text ist auch im Rahmen der Online-Debatte „After Kopenhagen. Heating up the debate about the future“ erschienen. Die Debatte wird organisiert vom britischen Novo-Partnermagazin Sp!ked (spiked-online.com) in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Kulturmagazin Voltaire (voltaire.se). Grundlage bildet das ebenfalls in dieser Novo-Ausgabe publizierte Alternative Kopenhagen-Manifest.

Mehr zum Thema finden Sie im Dossier „Klimawandel

15.03.2010 | Permanenter Link | http://bit.ly/arplrt

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Könnte es sein, dass diejenigen, die glauben, der Mensch sei eine Pest für die Erde, zu dieser Idee kamen, weil sie zu oft in den Spiegel blickten und deshalb von sich auf andere schließen?

Otto Wildgruber
18.03.2010  19:21

Wenn von der Menschheit mit ihrer Anpassungsfähigkeit gesprochen wird, dann muss das mehr als nur den am höchsten entwickelten Teil der Menschheit einbeziehen. Der Großteil der Menschheit hat als Anpassungsmöglichkeit nämlich nur die Migration. Sonst bleibt nur Zynismus übrig und der Beweis, dass Darwin nur von Tieren gesprochen haben kann. Hätte er vom Menschen gesprochen, dann hätte er vom Überleben des Brutalsten reden müssen.

erich moser
28.03.2010  13:44

@ Otte Wildgruber:
Nein - wohl eher weil sie so einen antihumanistischen Blödsinn wie vom Autor lesen mussten - die Zeche zahlen wie immer die Ärmsten und Schwächsten, die sich nicht so einfach anpassen können.
Leider haben wir nicht mehrere Planeten sonst könntet ihr solche Experimente ja unter euch machen - aber Asyl später ausgeschlossen.

Karl Marx
05.04.2010  10:00

Die Anpassungsfähigkeit des größten Teiles der Menschen besteht darin, die geschaffenen Probleme zu vererben und auf die Problemlösungsfähigkeit ihrer Nachkommenschaft zu setzen.
Nach dem Motto: “Wir haben es auch nicht leicht gehabt, was wir alles geleistet haben, so leicht wie ihr hätten wir es gerne gehabt” usw.

bescheidenheit-gegen-falsche-christen
06.04.2010  08:02

@ Zeitgeistgläubige
Es ist ja so bequem eine Ideologie statt kritischem Denken zu benutzen und außerdem schwimmt es sich ja so angenehm im Strom des Zeitgeistes. Schon mal dran gedacht, dass man die ganze Weltbevölkerung zum Stehempfang auf der Fläche des Saarlandes leicht unterbringt? Und diese beeindruckende Masse hebt dann den Planeten aus den Angeln. Toll!

Otto Wildgruber
07.04.2010  14:09

Also ich bin absolut nicht der Meinung, dass diese paar Mrd. Stehempfangsbesucher die Welt aus den Angeln hebt.
Aber ich weiss ganz genau, dass ein einziger Idiot genügt um das Barriere Riff (347800 km²) in weiten Teilen zu ruinieren.
Ein einziger mafiöser Spekulant genügt um ein ganzes Flusssystem auf Jahrzehnte hinaus abzutöten.
Aber das ist sicher von kritischem Denken weit entfernt , oder nur eben im Zeitgeist.

Übrigens, viel Vergnügen im Saarland, hoffentlich sind auch genug Toiletten verfügbar.

bescheidenheit-gegen-falsche-christen
07.04.2010  16:56

Bisher werden die Kommentare dem Text nicht gerecht:
Sicher, wenn man den 0,03%igen Anteil von CO2 in der Luft / Atmosphäre für Klimaveränderungen verantwortlich macht, genauer, die etwa 3% der 0,03%, für die der Mensch verantwortlich ist, muss man den in dieser Frage durchaus abwägenden Text ablehnen. Dann ist der Mensch - im Sinne von die Menschheit - Quell des Übels und sollte sich nicht anpassen, sondern leiden.
Und zur Anpassungsfähigkeit des Menschen sagt der Autor nicht mehr, als dass die Gattung Mensch trotz vielfacher Beeinträchtigungen - kein Fell, keine Flügel, nicht besonders kräftig, ein so eben passables Gebiss, kein schneller Läufer usw. usw. - anders als viele anderen Lebewesen, nicht an besondere äußere Rahmenbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit gebunden ist. Dies ist wohl nicht zu leugnen.
Ebenfalls nicht zu leugnen ist, dass die Menschheit diesen Planeten mehr als alle anderen Lebewesen gestaltet und immer wieder umgestaltet hat. Sich selbst und seine Techniken weiterentwickelt und nicht nur überlebt, sondern sich exponentiell vermehrt hat. Das bedeutet, der Mensch kann sich seiner Umwelt auch in deren Wandel anpassen. Er verfügt über die dafür notwendige Kreativität und Intelligenz. Und daher ist die Aufforderung, sich mit völlig normalen klimatischen Veränderungen, die es nachweislich und völlig unabhängig von CO2-Konzentrationen seit Millionen von Jahren immer wieder gegeben hat, auseinanderzusetzen und Strategien zu entwickeln, wie mit sinkenden und steigenden Temperaturen, mit sinkenden und steigenden Wasserspiegeln, mit Überschwemmungen und Dürren umzugehen ist, um das Überleben der Menschen zu sichern.
Diese Diskussion in die Frage der Verteilungsgerechtigkeit innerhalb der Menschheit umzudrehen, lenkt ab und geht fehl. Dennoch ein Satz dazu: Mit der aktuellen Energiepolitik werden wir im reichen Deutschland die Schere zwischen “arm” und “reich” weiter öffnen; sollte in diesem Feld “am deutschen Wesen die Welt genesen” werden sich Armut und Elend in anderen Teilen der Welt verschärfen, denn Energie ist Lebensmotor, sie zu verknappen und/oder zu verteuern bringt diesen Motor zum Stottern.
Es ist richtig, nach neuen Energiequellen zu suchen UND sich auf Klimaveränderungen vorzubereiten. Der Mensch hat das Klima nicht verändert, er wird es nicht ändern und er wird Klimaveränderungen nicht aufhalten, nicht steuern können. Aber - und da bin ich mit dem Autor zuversichtlich - er wird mit Klimaveränderungen fertig werden. Und wenn die Menschen in dieser Frage an einem Strang ziehen würden, wäre vielleicht sogar weltweit ein Erfolg des Anpassungsprozesses möglich.

Ludwig Maiworm
17.04.2010  20:02

So genau wie der Autor habe ich mich mit dem Thema nicht befasst.
Daher fand ich eine neue Idee mit der Anpassungsfähigkeit der Menschen sehr gut,
obwohl ich dabei nicht völlig zustimmen kann.

Die Auffassung des Autors, dass die Politiker aus der ganzen Welt nur auf die wahrscheinlichen Theorien wenigen Wissenschaftler hören und daraus die Schlussfolgerung gezogen hat, die Erde ist bedroht von der Temperaturerhöhung und zwar, die durch die Menschen verursacht worden ist, und dass wir, Menschen - die anpassungsfähigsten Wesen - dieses nicht als Schuld der Menschen sehen sollten, da Veränderung der Natur natürlich ist, sondern nach Möglichkeiten suchen sollten, wie wir uns an den neuen Veränderungen anpassen können, ist eigentlich auch eine Theorie wie tausend andere Meinungen von den Wissenschaftlern.

Meiner Meinung nach aber ist es nicht verkehrt, dass wir danach streben, wie wir weitere Temperaturerhöhung verhindern können.
Falls die Theorie des Autors nicht stimmen würde, kann er doch nicht dafür sorgen, dass die Erde wie vorher wird.( Vielleicht ist die Folge der Temperaturerhöhung so dramatisch, dass sogar die Menschen sich daran anpassen können)
Und außerdem hat man als Vorbeugung weiterer Temperaturerhöhung vorgenommen, die Treibhausgase zu vermindern, was gleichzeitig auch Gesundheit für die Menschen verbessert.

Ich würde daher vorschlagen, zunächst die Politik auf die Theorie zu stüzten, die Treibhausgase zu verringern, denn auch wenn es nicht zu Temperaturerhöhung führt, ist es trotzdem nützlich für die Menschheit und Natur.

(Es ist mir auch ein Beispiel dafür eingefallen:
Wenn Menschen so anpassungfähig sind und daher sich an jede Situation und Lage anpassen sollten, dann dürfen wir auch keine Medikamente einnehmen oder keine ärztliche Hilfe suchen, wenn wir krank sind. Aber sie nehmen Medikamente, um die Krankheit vorzubeugen bzw. wieder genesen zu werden.)

Chan
20.04.2010  13:05

@ Chan
Sie schrieben: “...die Treibhausgase zu vermindern, was gleichzeitig auch Gesundheit für die Menschen verbessert. ” Wie kommen Sie auf die Idee, dass eine CO2-Verminderung, die menschliche Gesundheit verbessert? Tatsache ist, dass CO2 für den Menschen in der Konzentration, um die es beim (falsch bezeichneten) Treibhauseffekt geht, völlig ungiftig und harmlos ist, er atmet sogar erheblich höhere Konzentrationen ohne negative Folgen aus. CO2 verbessert sogar die menschlichen Lebensbedingungen durch erhöhtes Pflanzenwachstum.
Auch Ihre Aussage zur Anpassungsfähigkeit des Menschen geht an Tatsachen vorbei: für Europäer ist ein Schnupfen unangenehm, aber nicht gefährlich. Für die “Indios” die Kolumbus entdeckte, war er tödlich. Menschen in Entwicklungsländern können Wasser ohne Folgen trinken, das bei Europäern sofort zumindest schwere Durchfälle auslöst. Eine grenzenlose Anpassungsfähigkeit kennt die Natur nicht, wohl aber eine begrenzte, von der im Artikel die Rede war.

Otto Wildgruber
20.04.2010  15:39

Auszug aus einem Zeitungsinterview mit Hermann Scheer:

„Es ist ein großer Irrtum, die ganze Energiedebatte nur über das CO² Problem aufzuziehen. Das Co²-Problem ist für sich alleine gesehen schon ein ausreichender Grund für einen Energiewechsel, denn auch ohne die Klimakrise wäre das Weltenergiesystem keineswegs intakt.“

Weiter:

Die Entwicklungsländer zahlen für ihre Energieimporte den gleichen Preis wie die Industrieländer. Mit der Folge, dass viele afrikanische Staaten für den Import von Erdöl mehr Geld ausgeben müssen, als ihre gesamten Exporteinnahmen ausmachen. Das heißt, es kann für sie nur abwärts gehen.“

Andersherum gefragt: Wie sollen sich diese Menschen jemals anpassen können? Hier kann nicht von einer Beleidigung der Menschheit gesprochen werden.
Es sei denn, dass damit gemeint ist, dass WIR diese Menschen durch unser Verhalten andauernd beleidigen.
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Interessantes zum Thema Klimaskepsis.
Zeitung „Die Furche“ Ausgabe 14 vom 8 April 2010, Beitrag von Oliver Tanzer.

„Mindestens 25 Mio. Dollar zahlte ein einziger Ölkonzern an klimawandelkritische Institute, die öffentliche Meinung zu prägen versuchen“

„Insgesamt gingen in den Jahren 2005 bis 2008 rund 25 Mio. von „Koch Industries“ auf die Konten von knapp dreißig Thinktanks, die vor allem ein Ziel haben: die Klimadebatte mit kritischen Beiträgen von Wissenschaftern anzureichern.“

„Der Ölkonzern Exxon Mobil unterstützt mindestens 14 klimakritische US-Wissenschaftsinstitute mit mehreren Hunderttausend Dollar pro Jahr.“

„168 Mio. Dollar haben int. Öl-Gaskonzerne laut US-Kongress allein im vergangenen Jahr für Klima-Lobbying aufgewendet, achtmal so viel wie Umweltschutzorganisationen, die 22,5 Mio. Dollar für Lobbying aufbrachten.“

Mache sich jeder seine Meinung dazu.

erich moser
20.04.2010  21:25

@ Otto Wildgruber

Bei der Co2 Verminderung wollte ich zum Ausdruck bringen, dass zu viel CO2 in der Natur schädlich für Natur sein und daher die CO2 Verminderung ein Gleichgewichtszustand schaffen könnten.
Wie Sie schon sagten, können die Pflanzen ohne CO2 nicht leben, es ist für sie sozusagen Nahrung. Aber ich habe gedacht, dass wenn es zu viel CO2 gibt, und die Pflanzen die Aufnahmekapazität schon erreicht haben es ihnen auch Nachteile bereiten könnten, was bei den Menschen auch ähnlich ist, wenn sie zu viel essen.

Ich muss schon zugeben, dass meine Aussage über die Anpassungsfähigkeit der Menschen mangelhaft waren. Dabei hatte ich erstens den Text nicht ganz verstanden und zweitens nicht lange genug nachgedacht, um aus den Fakten und Tatsachen eine vernünftigere Schlussfolgerung zu ziehen, die ich gar nicht beachtet hatte, sondern ich habe einfach geschrieben, was mir gerade eingefallen war.

Chan
21.04.2010  10:44

Der Mensch ist intelligent, erfindungsreich und anpassungsfähig.
Aus Erkenntnissen sogleich Horrorszenarien oder blühende Landschaften zu extrapolieren wird Wissenschaft und Technik in der Regel nicht gerecht.
Mit erkannten Fakten sollte stets sorgsam und mit Bedacht umgegangen werden.
Bei allen politischen und technischen Entscheidungen sollte das Allgemeinwohl einen gebührenden Platz einnehmen.
Für die Findung und Umsetzung von wesentlichen Entscheidungen sollten Sachkundige aus allen kontroversen Lagern gehört und maßgeblich mit einbezogen werden.
Niemand sollte sich wesentliche Entscheidungen leicht machen.
Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben gehe ich mit dem Autor konform.
Denn auch ich ziehe umsichtigen Fortschritt der Stagnation vor.

Lars Alpers
02.05.2010  12:38

Intelligenz, Erfindungsreichtum und Anpassungsfähigkeit sind im Golf von Mexiko wohl nur höchst unzureichend vertreten. Und genau das ist der Punkt in den ganzen Diskussionen. Wenn zuerst die Schönfärber, Heilsverkünder und Wirtschaftswunderbeter salbungsvoll von “Wohlstand für Alle” daherlabern und letzendlich nur Wohlstand und Reichtum für Wenige herauskommt. Unter diesem Betrachtungswinkel muss man schon sagen, dass einige Hundert Windräder nie und nimmer so viel Schaden anrichten könnten - selbst wenn alle zugleich umfallen würden - wie dieses eine Bohrloch, wo große Ungewissheit und Hilflosigkeit angesagt ist.
Und das sind harte Erkenntnisse zu denen man da gelangt ist und was denn als ein Horrorszenario ist denn das was dort abläuft.
Das überaus Problematische ist aber, dass gleichzeitig von der öffentlichen Wahrnehmung unbemerkt täglich hunderte kleiner Katastrophen ablaufen, welche in Summe sogar noch höheren Schaden verursachen.

Beispiel: Freeport-Grasberg Mine wo ein gewisser Herr Henry Kissingerdafür gesorgt hat, dass in den Konzessionsverträgen gleich gar keine Umweltauflagen aufscheinen.

E.Moser

erich moser
02.05.2010  20:07

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