Das Alternative Kopenhagen-Manifest
Die Enttäuschung über das Kopenhagener Abkommen ist allgegenwärtig. Die Staatschefs der Welt haben im Dezember 2009 versprochen, mehr Geld zur Bewältigung des Klimawandels bereitzustellen und die weltweite Erwärmung auf zwei Grad beschränken zu wollen. Das liegt meilenweit entfernt von ihren ursprünglichen Zielen. Wie soll es weitergehen? Wir haben einen Vorschlag: unser alternatives Kopenhagen-Manifest.
1. Der „ökologische Fußabdruck“ der Menschen wächst zu Recht!
Von der Schöpfungslehre bis hin zur Aufklärung sah sich die Menschheit als Herrscher über den Planeten. Wir Menschen „herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“, heißt es in der Bibel. „Lasst uns die Natur auf den Seziertisch legen und ihre Geheimnisse erforschen!“, sagten die großen Denker der Aufklärungszeit. Heute jedoch reden Menschen über sich selbst als bösartige Wesen oder „ernste planetarische Krankheit“, wie es ein führender Vertreter der Grünen formuliert hat. All unsere Errungenschaften – seien es Industrie, Städte, moderne Landwirtschaft oder Hochhäuser – werden als schädlicher „ökologischer Fußabdruck“ verunglimpft. Den will die Umweltschutzbewegung reduzieren, denn sie betrachtet die Menschen als destruktive Spezies. Die jahrhundertlange Arbeit am Fortschritt wird dargestellt als gigantische Dummheit, der heute schleunigst Einhalt zu gebieten sei. Hier muss Einspruch erhoben werden! Wir haben die Erde nicht vergiftet, wir haben sie humanisiert. Und unser „Fußabdruck“ ist ein fünftausendjähriges Projekt zur Beherrschung der Naturgewalten und Gestaltung unserer Umwelt, das weiter voranschreiten muss.
2. Kohlenstoff-Rechner gehören abgeschaltet!
Jede menschliche Aktivität wird heute daran bemessen, wie viel CO2 sie freisetzt. Fliegen, Arbeiten, Essen und selbst Kinderkriegen wird in Tonnen CO2 aufgerechnet. Ein Neugeborenes produziere jährlich zehn Tonnen CO2, bekommen wir zu hören. Neue Kühlschränke in China zerstörten das Klima, wird gesagt. Doch das menschliche Dasein lässt sich nicht auf die Anzahl der Schadstoffe reduzieren, die es angeblich produziert. CO2-Kalkulationen haben das Urteil Gottes ersetzt. Doch während die Anhänger Gottes wenigstens zwischen guten und bösen Taten unterscheiden, gilt der moralisierenden, schadstofffixierten Tyrannei der Kohlenstoffkirche jede menschliche Aktivität als potenziell gefährlich. Wir plädieren dafür, umgehend damit aufzuhören, unsere Leben in Tonnen CO2 zu berechnen. Menschliches Handeln ist nach menschlichen Maßstäben zu bewerten. Wir sollten es als gut, kreativ, erfindungsreich, fleißig oder einfach beglückend anerkennen.
3. Wirtschaftswachstum ist gut!
Überfluss zu erzeugen war und ist das überragende Ziel fast jeder menschlichen Gesellschaft: Überfluss an Nahrung, Wohnraum und Waren aller Art. Von der israelitischen Vorstellung eines Landes, „in dem Milch und Honig fließt“, bis hin zu Sozialisten, die davon träumten, mehr Güter zu produzieren, als alle Menschen verbrauchen können, herrschte Einigkeit, dass materieller Wohlstand unser Leben angenehmer und freier macht. Je weniger Zeit wir mit Arbeit verbringen, desto mehr bleibt für intellektuelle Vorlieben, Zwischenmenschliches oder einfach nur Lebensgenuss. Im Öko-Zeitalter jedoch wird Überfluss verteufelt und Genügsamkeit gefeiert. Doch wer entscheidet, was genügt? Wirtschaftswachstum wird als zerstörerisch denunziert und die Sehnsucht nach Wohlstand und Konsum zur Überflusskrankheit „Affluenza“ umdefiniert. Wir sollten darauf bestehen, dass Wirtschaftswachstum im Kern gut und überdies unverzichtbar ist. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen keine materielle Not leiden und genügend Freizeit und Freiheit haben, um ihre persönlichen Ziele zu verwirklichen.
4. Entwicklung gelingt nur ohne Nachhaltigkeitsdogma!
Akzeptabel erscheinen in diesen Tagen Wachstum und Entwicklung nur, wenn sie „nachhaltig“ sind. Das klingt nett. Wer möchte sich schon als Gegner der Nachhaltigkeit bekennen? Doch das Dogma der Nachhaltigkeit legt menschliches Handeln in Ketten. Es gestattet nur bescheidene Projekte, die sich sanft in die Umwelt schmiegen. Es lähmt Mut und Tatkraft. Dem Nachhaltigkeitskult folgend darf nur erdacht und gemacht werden, was weder Kräfte verschlingt noch entfesselt. Große Sprünge sind tabu. Innovationen im klassischen Sinn kann es aus dieser Perspektive nicht geben. Undenkbar erscheint es da, Altes zu überwinden, um wirklich Neues und Besseres zu schaffen. Die Forderung, sich immer und überall dem Diktat der Nachhaltigkeit zu unterwerfen, verhindert das Überdenken des Hergebrachten, unterbindet Kreativität und Fantasie und richtet sich gegen das Entwerfen und Erschaffen einer neuen Welt. Der Nachhaltigkeitsgedanke wirkt wie eine mentale Zwangsjacke. Von dieser sollten wir uns besser heute als morgen befreien.
5. Bevölkerungswachstum ist besser als Geburtenkontrolle!
Aus fortschrittlicher Perspektive sind Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger soziale Probleme, die wir durch gemeinsame Anstrengungen überwinden können. Heute scheint stattdessen Konsens zu sein, dass es sich hier um natur- oder demografiebedingte Probleme handelt, die dadurch zu lösen seien, dass wir dem Menschen von Mutter Natur vorgegebene Grenzen respektieren. Dies wird nirgendwo so klar wie beim ökologistisch inspirierten Neo-Malthusianismus, der meint, unser Planet sei von zu vielen hungrigen Mäulern bevölkert. Dass wir die Welt noch nicht so eingerichtet haben, dass sie den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird (also als Welt im Überfluss), wird umgedeutet als Versagen der Einzelnen, ihren Fortpflanzungstrieb, ihre Konsumwünsche und ihren Ressourcenverbrauch zu drosseln. Als mangelnder Fortschritt noch als Ursache sozialer Missstände galt, konnten kollektive politische, technische und wirtschaftliche Lösungen in Angriff genommen werden. Heute, wo Missstände als Folge der Überschreitung naturgegebener Grenzen definiert werden, erscheint als einzig vorstellbare Lösung die Beschränkung des menschlichen Aktionsradius. Bevölkerungswachstum ist kein Problem. Der Mangel an sozialer Vorstellungskraft ist das Problem.
6. Freier Austausch statt Dämonisierung der „Leugner“!
Eine ernsthafte Debatte über die Menschheit und ihre Zukunft wird permanent behindert. Wer heute die gängigen Thesen zum Klimawandel infrage stellt oder an anderer Stelle der grünen Weltsicht widerspricht, wird auf eine Stufe mit Kreationisten oder Hohlwelttheoretikern gestellt. Manche bezeichnen die „Leugnung des Klimawandels“ sogar als psychische Störung und behaupten, solche „bösen Worte“ würden buchstäblich zu Tod und Zerstörung führen. Zensurfreunde haben ihre Gegner schon immer als nicht nur fehlgeleitet, sondern auch moralisch verwerflich und Bedrohung für den sozialen Frieden dargestellt. Das Konzept der „Leugnung“ impliziert, dass es eine etablierte Wahrheit gibt, die man zu akzeptieren hat und die infrage zu stellen nur krankhaften Exzentrikern in den Sinn kommen könnte. Wir sollten das Recht auf Widerspruch verteidigen. Nicht, weil „Klimaskeptiker“ permanent Interessantes zu sagen hätten, sondern weil Durchbrüche in der Geschichte der Menschheit immer auf der Bereitschaft beruhten, unangenehme und provokante Fragen zu stellen – gerade in Bezug auf vermeintliche Wahrheiten.
7. Nord-Süd-Partnerschaften ohne Öko-Protektionismus!
Einst sangen selbst Marxisten Loblieder auf die kapitalistische Tendenz, Produktion und Handel zu internationalisieren. Die rasante Entwicklung von Produktion, Transport und Kommunikation auf dem Planeten hätte viele Gesellschaften in die Zivilisation geführt, schrieben Marx und Engels im Jahre 1848. Heute hingegen gilt es als vorbildlich, beispielsweise nur Lebensmittel zu kaufen, die im Umkreis von wenigen Kilometern produziert worden sind. Grüne Lobbygruppen verbreiten pseudowissenschaftliche Märchen über die besondere Qualität regionaler Kost, um den (oft auch nur vermeintlich) CO2-intensiveren Import ausländischer Nahrungsmittel zu verhindern. Ökologistische Schwarzmaler haben sogar den Begriff „Liebesmeilen“ erfunden, um die Einfuhr kenianischer Blumen zum Valentinstag einzudämmen. Dieser Protektionismus im grünen Gewand verweigert Menschen in Entwicklungsregionen Zugang zu Arbeit und Einkommen. Wir brauchen mehr sinnvolle und wirklich faire Verbindungen zwischen Nord und Süd.
8. Energie ist die Lösung, nicht das Problem!
Ob man Braunkohle mit dem Schaufelradbagger abbaut oder Uran aus Pechblende extrahiert, immer erntet das heute auch Argwohn. Natürliche Ressourcen werden als endlich wahrgenommen und ihr Verbrauch als unabdingbar mit der Zerstörung das Planeten verbunden. Doch das Schreckgespenst der Ressourcenknappheit basiert nicht auf wissenschaftlichen Fakten. Es entspringt vielmehr der Überzeugung, dass wir natürliche Ressourcen ohnehin am besten gar nicht für menschliche Zwecke nutzen sollten. Selbst der Wasserverbrauch auf unserem blauen Planeten wird heute problematisiert. Grüne NGOs berechnen munter „Wasserfußabdrücke“ und fordern einen „wasserneutralen“ Lebensstil. Das zeugt von der neuen Sicht auf den Menschen als Zerstörer statt als Schöpfer. Die Erde wird zum Ressourcengroßmarkt umdefiniert, und die uns gebührende Rolle scheint darin zu bestehen, auf Zehenspitzen umherzuschleichen und wirklich nur zu nehmen, was wir unbedingt brauchen. Doch Energieerzeugung, nicht Rationierung ist die Lösung. Billige Energie ist ein großer Fortschrittsmotor. Jede Art der Energiegewinnung kann erforscht werden – auch Wind- und Wellenkraft –, solange wir die Prämisse akzeptieren, dass der Energieverbrauch zunehmen muss, um die Bedürfnisse der Menschheit befriedigen zu können.
9. Demokratiedefizite offen und ehrlich angehen!
Unsere Staatsoberhäupter reisten im Dezember nach Kopenhagen, um bei dieser „historischen Veranstaltung“ Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit zu demonstrieren – Attribute, die man in der Tagespolitik schmerzlich vermisst. Mangels glaubwürdiger Visionen für ein besseres Leben übten Politiker sich angesichts des erwarteten Klimawandels als Prediger der Sparsamkeit und des Verzichts. Bürger wurden dafür kritisiert, es an Konsequenz beim Klimaschutz mangeln zu lassen. Große Teile der Gesellschaft betrachteten die Veranstaltung in Kopenhagen hingegen als reine Zeit- und Geldverschwendung. Viele brachten in unzähligen Umfragen ihre Meinung zum Ausdruck, dass der Klimawandel in ihren Augen nicht unser größtes Problem ist. Wenn Kopenhagen etwas brachte, dann die Gewissheit, dass sich Demokratiedefizite und eklatante Wahrnehmungsdifferenzen zwischen den politischen Führungen und den Bürgern nicht durch pseudo-historische „Events“ überwinden lassen. Wir brauchen dringend mehr Offenheit und Ehrlichkeit bei der Diskussion um unsere Zukunft – und mehr kontroverse Debatten, die unseren Horizont erweitern.
10. Menschen sind wichtiger als Tiere!
Früher gingen die Menschen davon aus, dass ein weißhaariger Gott vom Himmel herab über sie wache. Heute glauben viele, wir müssten uns an weißpelzigen Polarbären orientieren. Der Eisbär ist nicht erst seit Knut zur Metapher für menschliche Destruktivität geworden. Unser Handeln wird daran gemessen, ob es die Eisschollen durcheinander bringt, auf denen die Tiere leben. Rückwärtsgewandte Naturromantik und Abscheu gegenüber Eingriffen in die Umwelt führen zu immer stärkerer Kontrolle unserer Aktivität und zur Verengung unserer persönlichen und kollektiven Horizonte. Gebetsmühlenartig beschwört man das Bild von menschlicher Konsumgier und Ressourcennutzung bedrohter Arten und festigt so eine Kultur der Geringschätzung der Menschen. Wir brauchen stattdessen eine Moral und Werte, die den Menschen und seine freie Entfaltung in den Mittelpunkt stellen. Legen wir die Leitbilder der professionellen Miesmacher, die sich hinter Eisbären verstecken, auf Eis!
Mit dem vorliegenden Manifest lanciert NovoArgumente gemeinsam mit seinem britischen Partnermagazin Sp!ked und der schwedischen Kulturzeitschrift Voltaire eine internationale Diskussion über die Zukunft der Erde und der Menschheit. Verfasst wurde der Ursprungstext von Sp!ked- Chefredakteur Brendan O’Neill. Aus dem Englischen übersetzt wurde er von Lena Wilde und im Anschluss weiter bearbeitet von der Novo-Redaktion. Die deutschsprachige Online-Debatte findet auf der Website von NovoArgumente statt, die englischsprachige bei Sp!ked.
Mehr zum Thema finden Sie im Dossier „Klimawandel“
04.03.2010 | Permanenter Link |
Erkenntnisse sind eine Sache, Handeln eine andere. Wie intellektuell promiskuid Wissenschaft sein kann, hat Rohpohl in seinem neuesten Novo-Artikel “Forschung und mentale Prostitution” trefflich aufgezeigt.
Was allerdings noch skandalöser ist: Wir haben eine Bundeskanzlerin, die , obwohl Physikerin ( also wider besseren Wissens ) klimapolitischem Nonsense NICHT entgegentritt und damit eine Geldvernichtungsmaschinerie unverantwortlich am Laufen hält. Es wäre Zeit zu handeln! Jeder harmlose Atommülltransport macht hunderte von Chaoten mobil, die ihrerseits hunderte von Polizisten (wer bezahlt das?) ins Gelände zwingen. Wo ist endlich einmal ein organisierter Protest GEGEN eine Politik, die mit Steuergeldern Milliarden verschlingende Hirngespinste finanziert?
hoax-hater
Was wollen Sie machen? In einem Staat, in dem es mehr um das Verteilen geht, als um
das Erhalten und Verbessern von Werten wie Freiheit, Wachstum und Wohlstand, ist es kein Wunder, dass jden Tag alle 4 Minuten ein Deutscher sein Land verlässt.. An jedem Tag verliert Deutschland ein ganzes Dorf, womit die Zahl der Auswanderer Dimensionen erreicht, wie seit 120 Jahren nicht mehr. Man muss kein Pessimist sein, um in der Massenflucht ein Misstrauensvotum gegen die Zukunftsfähigkeit des Landes zu erkennen.
Wer ein so bekanntes erstklassiges Schulsystem, wie es das deutsche war, bis man die 68-er den Staat “aufräumen” liess, eintauschte gegen einen Laden, welcher der Verblödung des Volkes erstklassigen Vorschub leistete wurde, früher “Volksverräter” genannt. Das alles ist ja nicht so schlimm, denn wir haben ja den Sozialstaat. Der wiederum sorgt dafür, dass in diesem Land niemand zu kurz kommt. Es gibt niemanden mehr in Deutschland, der nicht unter Inanspruchnahme seiner sozialen Möglichkeiten Anspruch auf irgendeine Hilfe des Gießkannensystems “Sozialstaat” hätte.
Gute Nacht Marie !!!
Das “Alternative Kopenhagen Manifest” schüttet das Kind mit dem Bade aus, in dem die Behauptungen der Klimaerwärmungs-Apokalyptiker einfach umgedreht und das Gegenteil behauptet wurde. Leider ist unsere Welt und deren Problemlage so einfach nicht. Stichworte hierzu: “Finanzkrise”, die aus heiterem Himmel über uns hereinbrach - und “Demographischer Wandel”, der auf eine Überalterung der Menschheit aufmerksam macht. Diese nurs Phänomem ist nicht nur auf die wohlhabenden Industrieländer beschränkt, sondern macht sich auch schon in Schwellenländern wie China bemerkbar.
Die bis 2006/07 beobachtete Klimaerwärmung der vorangegangenen 30 Jahre gegenüber einer Stagnation während der 30-jährigen Periode davor wurde nach meinem Kenntnisstand nur zu einem (sehr) kleinen Teil von dem sogenannten Klimagas CO2 beeinflußt. Der Kommentar von Hartmut Bachmann auf dieser Seite weist auf die Motive hin, weshalb gewisse Gruppierungen der Gesellschaft gerade dieses Spurengas in der Atmosphäre zu dem Hauptverursacher der Erwärmung aufbauschten. Ergänzend hierzu möchte ich auf die von mir verfaßten 4 Anzeigentexte aufmerksam machen, in denen ich auf physikalische Diskrepanzen dieser Hypothesen von den Alarmisten aufmerksam mache und sachlich sowie plausibel darstelle, wie es zu dieser bisherigen Erwärmungsphase und zu dem Auf und Ab beim Klima überhaupt kommt. In der zusammenfassenden 4-ten Anzeige gehe ich dann auf die Unsinnigkeiten der offiziellen Klimapolitik ein, decke einige wirklich existierende Probleme der Menschheit auf und beschreibe realistische Möglichkeiten, diesen zu begegnen und mittelfristig wieder abzubauen.
Diese 4 Anzeigen wurden in ihrem Umfang so gestaltet, dass jede einzelne Anzeige das Format einer bestimmten Hamburger Tageszeitung - die sich beim Verkünden der Klima-Apokalyse besonders eifrig zeigt und andere Meinungen nicht aufgreift oder abdruckt - ausfüllt. Sie sollten dann an 4 aufeinander folgenden Wochentagen dort erscheinen und am Ende - so ist meine Kalkulation - eine breite öffentliche Diskussion über das Thema und über die Richtigkeit der diesbezüglichen politischen Entscheidungen auslösen. Bisher fand ich allerdings noch keine Geldgeber (Sponsoren), die diese Anzeigenkosten von rund 145.000 € übernehmen wollen. Ich bemühe mich aber noch weiter darum.
Wenn Sie, verehrte Leser dieses Kommentars, diese Anzeigen in ungekürzter Form lesen möchten, dann suchen Sie meine Homepage >www.Gerd-Zelck.de< auf. Leider konnte ich dort den tatsächlichen Text bisher nicht vollständig fehlerfrei unterbringen. Wenn Sie nun diese vollständigen Dateien haben wollen, dann mailen Sie mich bitte unter >gerd-zelck@t-online< an und ich schicke als Anhang die Original-Dateien.
@ Zeick
Sie schreiben auf Ihrem Blog / homepage davon, dass es sehr wahrscheinlich bald zu einer Versorgungslücke beim Erdöl kommt. Zwei Fragen dazu:
1. Haben Sie hier schon eingerechnet, dass Kanada (sandgebunden) die - noch nich lange bekannten - zweitgrößten Erdölvorkommen der Welt, gleich hinter Saudi Arabien, hat?
2. Haben Sie berücksichtigt, dass die bisher bekannten Erdölquellen nur zu ca. 60 % ausgebeutet und dann geschlossen werden, weil die weitere Förderung (noch) zu teuer ist?
Ich meine, diese beiden Faktoren könnten - mal wieder - eine Hochrechnung in Frage stellen?
Öl und Erdgas ohne Ende? Forscher findet Hinweise für abiotische Entstehung von Erdöl und Erdgas!
Es vergeht kein Tag, ohne dass uns eingehämmert wird, dass die fossilen Brenstoffe doch endlich seien. Schon dieser Befund rechtfertigt die rigorose CO2 Einsparung, bis hin zum ökonomischen Selbstmord. Dass dies - wenn es denn stimmt erst in einige hundert Jahren für Erdgas oder Erdöl, bzw. in einigen 1000 Jahren für Steinkohle zutreffen könnte, ficht die besorgten Bewahrer nicht an. Schließlich geht es um die heilige Nachhaltigkeit, die vermeintliche “Bewahrung der Schöpfung”.
Dass damit besonders den Ärmsten unter den Armen der Zugang zu preiswerter Energie radikal abgeschnitten wird, kümmert bei soviel Heiligem Auftrag kaum jemanden.
Was aber, wenn die These von der fossilen Entstehung von Erdöl und Erdgas nicht stimmt? Bewiesen wurde diese These jedenfalls bis heute nicht eindeutig. Indizien gibt es, aber kaum Beweise. Vielleicht entstehen diese Kohlenwasserstoffe wirklich nicht (nur) biologisch, sondern abiotisch? Und immer wieder neu! Anhand der herkömmlichen These lassen sich jedenfalls die riesigen Methanseen auf den Monden von Jupiter und Saturn nicht erklären. Nach der These von Prof. Kutcherov schon. Lesen Sie selbst. ...
Antwort an Herrn Huber:
Die Probleme der Energieversorgung habe ich 2007 vertieft untersucht und in einem Bericht mit dem Status “August 2008” zusammengefaßt. Kann als eMail-Anhang abgefordert werden.
Danach entnahm ich aus dem Jahresbericht 2007 der BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover) für Schweröle und Ölsande zusammen folgende Angaben: Reserven = 93 und Ressourcen = 94 x 10 hoch 9 t (Gt) SKE. Zum Vergleich: Die Reserven und Ressourcen zusammen vom konventionellen Erdöl betrugen zu dem Zeitpunkt 349 Gt, der Weltjahres-Verbrauch 5,64 Gt SKE. Weitere 264 Gt schlummern im Ölschiefer, für deren Nutzung es aber noch keine Vorschläge gab.
Die bereits genutzten Vorkommen “Ölsände” befinden sich in Venezuela und Kanada. Bei der Nutzbarmachung (Aufschluß) ist zu bedenken, dass man für eine Gewichtseinheit “Endprodukt”, also Benzin, Diesel, usw. rund die doppelte Gewichtseinheit vom Ausgangsprodukt, hier also Ölsand, benötigt. Beim Aufschluß von konventionellem Erdöl ist dieses Aufwandverhältnis natürlich viel günstiger.
Was die Ausbeute bei den konventionellen Erdölfeldern betrifft, so ist mir die mittlere Rate nicht bekannt und ich kann deshalb die von Ihnen genannten 60% nicht bestätigen. Schon länger ist aber bekannt, dass zusätzliche Maßnahmen wie z.B. das Einpressen von Wasser, angewendet werden. Ich möchte aber bezweifeln, dass es über die bereits erreichten Ausbeutungsraten bei den großen Erdölfeldern in Saudi Arabien und Iran ehrliche Angaben gibt.
Den meisten Aussagen stimme ich zu, nur Punkt 5 erweckt Unbehagen:
Bei gleichmäßigem Anhalten des Wachstums der Weltbevölkerung um derzeit 1,2 % bedeutet dies schlicht eine Verdoppelung der Menschheit auf rd. 13 Milliarden in 58 Jahren.
In diesen 58 Jahren werden wir ebensoviel Resoucen verbrauchen wie die gesamte Menschheit seit ihrem Auftreten bis heute.
Das ist keine Glaubensfrage, sondern simple Mathematik.
Zur besseren Vorstellung: Jede WOCHE müßte auf unserer Erde eine Stadt wie Hamburg mit all der Infrastruktur entstehen, nur um den derzeitigen Standard zu halten, denn die Menschheit wächst um 240.000 Personen täglich!
Weiß jemand darauf eine Antwort?
Antwort an ordoabchao:
Ich greife Ihre Worte auf: >Forscher findet Hinweise für abiotische Entstehung von Erdöl und Erdgas!< - und >Was aber, wenn die These von der fossilen Entstehung von Erdöl und Erdgas nicht stimmt?<
Nun, dann können wir uns etwas entspannter zurücklehnen, weil wir ein Menschheitsproblem weniger haben. Aber ich bin da noch sehr skeptisch, was da erneut suggeriert wird. Berichte über die abiotische Entsstehung von Primärenergieträgern habe ich schon zu Hauf gelesen und stets überwog in diesen Artikeln die Möglichkeitsform und das Andeuten anstelle von Beweisen. Der von Ihnen angeführte Link zu einer EIKE-Veröffentlichung ist ein gutes Beispiel hierfür. Dort interviewt ein Mr. Freeman Prof. Kutcherov vom schwedischen Königlichem Institut für Technologie. Prof. Kutcherov hat im Labor unter den Bedingungungen im oberen Erdmantel (etwa 150 km Tiefe) - also bereits in Tiefen, die wir bohrtechnisch nicht erreichen können und in denen schon recht hohe Temperaturen und Drücke herrschen - Methan erzeugt. Auf die Frage von Herrn Freeman, ob daraus dann Erdöl erzeugt wurde, nannte Prof. K. eine Mischung aus Kohlenwasserstoffen, die wie Gaskondensat aussieht, aber verneinte das für Erdöl mit >Erdöl jedenfalls noch nicht!<. Der Interviewer fährt dann fort mit >Das ist eine ziemlich revolutionäre Aussage. Sagen Sie damit, es könnte möglich sein, dass das gesamte Öl auf der Welt nur durch einen chemischen abiotischen Prozess entstanden ist?< Prof. K. geht sofort darauf ein und jetzt läuft das weitere Gespräch von noch beträchtlicher Länge unter der (hypothetischen) Prämisse, dass Erdöl abiotisch entstanden sei mit allen daraus sich ergebenden Folgerungen. Das Ganze erinnert mich an die Vorgehensweise vom Klimainstitut Potsdam (Chef Prof. Schellnhuber), der aufbauend auf eine Hypothese, die Klimaerwärmung sei von uns Menschen verursacht, nun ständig schauerliche Szenarien hierzu für die Zukunft entwickelt. Ich habe den Verdacht, dass die “abiotische Ölentwicklung” auch nur eine Gegenreaktion auf die Kassandra-Rufe von Prof. Schellnhuber ist und hier die Aussage einfach mal umgedreht wurde.
Aber trotzdem: Das Thema “abiotische Methan- und Erdölentstehung” ist in jedem Fall ergebnisoffen weiter zu verfolgen und darf nicht einfach unterdrückt werden, weil es derzeitig noch zu hypothetisch ist.
@ Herrn Zeick
Zur Frage der “Ausbeute” von Ölquellen. Selbst kein “Experte”, muss ich mich auf verlässliche wissenschaftliche Quellen verlassen. Diesbezüglich kann ich mich nicht erinnern, wo ich von den 60% der Förderung von Ölquellen vor der Schließung gelesen habe.
Hier eine - vermutlich verlässliche - Quelle, die zwar keine genauen Prozentsätze angibt, aber doch zu folgender Aussage kommt:
” At the economic limit there often is still a significant amount of unrecoverable oil left in the reservoir.
Gefunden : http://en.wikipedia.org/wiki/Oil_well
@ Herrn Eigl
Ihr mathematisch fundierter Pessimismus leider NICHT in allen Ehren. Der Begriff
” Ressource” ist grundsätzlich offen zu definieren, insofern ist das ” Aufbrauchen” vorhandener Ressourcen ein Konstrukt. Vor 150 Jahren war Uran nicht als Ressource definiert. Eine damals erstellte Hochrechnung zum Thema ” Ende der Ressourcen” wäre ein statistischer Blindgänger gewesen, wie auch heute derartige entmutigende Blindgänger unter uns ihr Unwesen treiben. Die Steinzeit ging nicht zu Ende, weil es keine Steine mehr gab. Statt ständig davon zu reden, dass die Generation X ( ob das die 10te oder 20te oder 50te von heute aus gesehen ist ?) energie- und ressourcenlos dastehen und uns deswegen verfluchen wird, sollte man in die Erschließung neuer Energien alle Kreativität und alles Geld stecken, die vorhandenen Energiequellen, soweit sinnvoll, ” bedenkenlos” im guten Sinne des Wortes aufbrauchen und in die Erfolgsgeschichte von Technik und Wissenschaft blicken: Jedes Problem wurde bisher gelöst- und bitte nicht Tschernobyl dagegen anführen!
@ Ewal Eigel,
wissen wir eigentlich, ob bei den immer furchterregenderen zahlen zum bevölkerungswachstum auch die sterbezahlen entsprechend berücksichtigt werden?
es würde mich nicht wundern, wenn lediglich das wachstum hochgerechnet würde, die sterbezahlen aber nicht in solche statistiken verarbeitet würden.
Vorschlag für Punkt 11 des Manifestes:
Im Schulunterricht nicht nur Graß und Böll behandeln, sondern wieder die gesamte literarische Überlieferung von Menschheitswissen.
Es ist alles schon dagewesen, die hochgradige Volksverblendung bei Euripides in den Bakchantinnen und die Übertölpelungsversuche von Wolkenkuckucksheimern bei Aristophanes in „Die Vögel“.
Es wiederholt sich alles. Literatur kann das Erkennen fördern und einer Impfung gleich das Immunsystem gegen Flötentöne neuer Rattenfänger stärken.
Es sind die alten Bereicherungskünstler in neuer Tarnung. Lobbyisten mit Scheckbuch haben ausgespielt, nun nehmen sie den Umweg über Marionetten in den NGOs, die zum Teil nicht einmal merken, dass sie instrumentalisiert werden.
So wäscht sich der alte Lobbyismus weiß – besser grün - und tritt auf als vermeintliches „gesamtgesellschaftliches Interesse“. Und niemand traut sich mehr „Skandal“ zu rufen wie damals bei der Flick-Affäre, bei der es ja auch „nur“ um die „Pflege der politischen Landschaft“ ging.
@ KClemens
Die Bevölkerung wächst derzeit um rund 83 Millionen Menschen per anno, netto.
@ Hueber
Ich hoffe sehr, dass die Welt in Ihrem Sinne (der auch meiner ist) agieren wird.
Lassen sie mich das Problem im Umriss am Beispiel Erdöl verdeutlichen:
Die Erdölwirtschaft rechnet mit derzeit gesicherten Reserven in der Größenordnung von 2200 Milliarden Barrel, wovon 1000 Mrd B mit herkömmlicher Technologie förderbar sein sollten.
Täglich werden ca 80 Mio B produziert, bzw. 29 Mrd B jährlich. Reichweite daher rd 34 Jahre bei gleichbleibendem Verbrauch.
Bei sich verdoppelndem Verbrauch in den nächsten 60 Jahren müßten daher weitere 1640 Mrd B förderbares Erdöl exploriert werden. Realistisch?
Vielleicht ist diese Frage ohnehin nicht mehr wesentlich, wenn es uns nicht gelingt, das Problem der Ernährung zu lösen.
Deutschland trägt jedenfalls mit der ablehnenden Haltung gegenüber Kernkraft, Kohleverstromung, Gentechnik und was weiß ich noch alles im Sinne des “Vorsorgegedankens” zu keiner Lösung irgendeines Problems bei.
Und befindet sich damit in ängstlicher Gesellschaft mit meinem Heimatland Österreich.
Schade!
Die Wurzeln der derzeitigen Misere sind vielseitiger als es auf den ersten Blick scheinen mag. M.E. begann es schon im Zeitalter der Romantik, als die Natur plötzlich als etwas Gütiges, vor dem man sich dann natürlich nicht in erster Linie zu schützen hatte, gesehen wurde. Bereits aus dieser Zeit wurde der biologische (heute ökologische) Landbau kreiert.
Erst sehr viel später kam die Idee auf, dass der Mensch zerstörerisch handle und “Fortschritt”, zumindest in Teilen, des Teufels sei. Ein Beispiel dafür mag Weizenbaum sein, der seinen Schülern vermittelte, dass der Computer Macht über den Menschen hätte. Dies führte in den Fünfziger Jahren dazu, dass die Studenten in der US-Elite-Universität Berkeley ihre Computer zerstörten.
Einen erheblichen Schub brachte dann “Bildung für alle”, die einerseits das Bildungsniveau deutlich absenkte und andererseits zu einer “Akademikerschwemme” vor allem in den nicht naturwissenschaftlichen Fächern führte, nicht ohne auch dort Spuren zu hinterlassen. Für diese “Schwemme” gab es aber nicht genügend adäquate Stellen.
Da die Akademiker aus den nicht naturwissenschaftlichen Fächern im allgemeinen sehr viel besser als ihre naturwissenschaftlich gebildeten Kollegen wussten, wie Menschen “gestrickt” sind, fiel es ihnen verhältnismäßig leicht Themen aufzubringen, die Massen beeindruckten. Mit diesem Hintergrund fanden viele in Politik und Verwaltung, ein großer Rest in so genannten “Nicht-Regierungs-Organisationen” und auch zwischenstaatlichen Gremien passende Stellen.
Diese Entwicklung blieb nicht auf die Industriestaaten beschränkt, sondern fasste auch Fuß in den Entwicklungsländern. Ein Beispiel dazu ist Vandana Shiva aus der indischen Oberschicht, die in mehreren “Non-Governmental-Organizations” (NGOs) tätig ist. Sie versteht es ausgezeichnet, Angst z.B. vor der Gentechnik zu schüren, zumal ihr die bildungsmäßigen Kenntnisse zum Verständnis dieser Technik völlig fehlen.
Mit Hilfe der NGOs ist es den führenden Köpfen der so genannten Umweltbewegung außerdem hervorragend gelungen, ein lukratives Zertifizierungssystem für fast alles und jedes zu etablieren.
Vor diesem Hintergrund bezweifle ich, dass es gelingen kann der Vernunft wieder zum Durchbruch zu verhelfen, zumal sich auch in Unternehmen und besonders in der Finanzwelt kurzfristiges Profitdenken im persönlichen Interesse ohne Rücksicht auf langfristige Konsequenzen für die Volkswirtschaften eingenistet hat. Ein Neubeginn wird wohl erst nach dem vollständigen Zusammenbruch, wenn überhaupt, möglich sein. Dies umso mehr, weil die meisten Medien noch immer auf Seiten der ehemaligen “Davids” sind.
@ Wildgruber
Ja, sicher, die romantische Sicht der Natur ( die ja irgendwie auch “schön” ist und ihre Berechtigung hat, wenn die poetische Optik nicht das letzte Wort in Sachen realistischer Einschätzung erhält) ist wohl die Ursache für einen Naturbegriff, der davon ausgeht, dass wir Menschen ja auch “nur Natur” sind und deswegen, wollen wir nicht einen Irrweg beschreiten, ein Eins-Sein mit ihr anstreben müssen. Nicht grundlos hat der Begriff ” romantisch” den pejorativen Geschmack der Realitätsferne. Daraus wächst letztlich alles Kranke der Moderne in der Einstellung zur Natur: nicht ausbeuten, nachhaltig haushalten, quasi-Gleichsetzung von Mensch und Tier, Fleischverzicht und und und. Die Spitze des Dummkopf-Eisbergs ist folgende Ansicht: Indianer und Urwald-Junkies hatten das angeblich richtige Verhältnis zur Natur , von dem wir nur lernen können. Oops- das stimmt ja! Die hatten wirklich das richtige Verhältnis zur Natur : Gebrauch und Ausbeutung der Natur, wie gerade erforderlich. Von wegen Nachhaltigkeit! Darum haben sich Naturvölker nie nix geschert. Nur in den Lehrbücher der Schulen werden sie als Vorbild präsentiert- und so kommen Schüler schon in den ersten Genuss von nachhaltigem Brainwashing, was sich in späteren Aktionen auf der Straße äußert: Man demonstriert gegen den Bau einer modernen Brücke, weil die Schlappohr-Fledermaus ein paar Nester verliert!
@all
Am Sonntag hat nun auch DIE PRESSE in Österreich das Manifest im Printformat und Internet publiziert: http://diepresse.com/home/meinung/debatte/544676/index.do?_vl_backlink=/home/meinung/debatte/index.do.
@ Otto Wildgruber und Herrn (oder Frau) Hueber
Daß sich ausgerechnet Deutschland zum Vorreiter des Klimarettungswahns machen läßt, mag damit zusammenhängen, dass in Deutschland das Selbstmißtrauen größer ist als anderswo.
Der Rausch des Nationalsozialismus hat dazu geführt, dass wir von einem Extrem ins andere fallen, ohne zu bemerken, daß das Muster das Gleiche ist und ein Abgleiten in fixe Ideen mit sich bringt. Die Grenze zwischen Aufgabe und Obsession wird unmerklich überschritten.
Die Romantik hat durchaus ihren Platz als philosophische Strömung, mit der eigenen Nichtigkeit und Endlichkeit besser umgehen zu können. Sie kann helfen, die Schlaglöcher des Lebens im Seelenzustand der Menschen zu reparieren.
Zu allen Zeiten hatten die Menschen das Bedürfnis, Kraft aus der Natur zu schöpfen, so wie Demokrit es vor etwa 2500 Jahren formulierte: „Die Natur als ordnendes Prinzip, als höchste Instanz gegenüber allem Veränderlichen“. Das hat etwas Beruhigendes, besonders in unserer orientierungslosen Gegenwart.
Wenn aber Politiker den beschädigten Seelenzustand der Menschen benutzen, im Verein mit Geschäftemachern darauf ihr eigenes Süppchen von Macht und Profit zu kochen, dann ist das Überschreitung der Kompetenz, obendrein menschenverachtend.
Die Politik muß in ihre Grenzen verwiesen werden, sie hat sich um die Schlaglöcher in unseren Straßen zu kümmern, nicht um die Schlaglöcher in den Seelen der Menschen.
Reale Aufgaben gibt es genug, bei denen das verschleuderte Geld für einen herbeiphantasierten Krieg gegen das Klima sinnvolle Anwendung finden könnte.
Wir hatten in 1999 eine Klimakonferenz in Bonn, auf der über die Kernkraft gestritten wurde. Der zuständige Minister war Trittin. Und er hat erreicht, dass die einzige Möglichkeit, nun wirklich CO2 einzusparen, eben die Benutzung der Kernkraft, als ein wirksames Instrument nicht anerkannt wurde. Wenn man die Daten der Länder anschaut jeweils zu ihrem CO2-Ausstoß, erkennt man dennoch, welchen Einfluß der Einsatz der Kernkraft hat. Was soll man nun denken zu einer Konferenzserie, die das wirksamste Instrument zur Erreichung der Ziele ignoriert, nur über Möglichkeiten redet, die allenfalls peanuts sind?——Für mich sind und bleiben daher diese Konferenzen nichts als ein Kaperltheater, vermutlich einzig dazu geschaffen, den Teilnehmern auf Kosten Ihrer Heimatländer das Kennenlernen einer weiteren schönen Stadt dieser wunderbaren Erde zu ermöglichen.
Der Mensch lebt nun einmal auf dieser Erde, und ohne Energie kann er nicht leben, eine Rückkehr ins Mittelalter ist nicht möglich, jedenfalls nicht mit friedlichen Mitteln. Die Ökosozialisten der heutigen Zeit gaukeln dem leichtgläubigen Bürger etwas anderes vor, sie haben auch etwas ganz anderes vor, wie wir es vor vielen Jahren hören und lesen konnten: „Macht kaputt….“.
@ Lutz Niemann
Das Deutsche Atomforum und die Kerntechnische Gesellschaft bringen sich leider gerade wieder in den Verdacht, Motor des Klimakasperletheaters zu sein.
http://www.kerntechnik.info/fileadmin/user_upload/downloads/Dinner_Speech.pdf
http://www.kerntechnik.info/fileadmin/user_upload/downloads/Vorprogramm.pdf
http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Service/201002-ik-zukunftsfragen.pdf
Ein fehlender Punkt im herrlich gelungenen alternativen (welch Ironie, alternativ war doch das Synonym für “grün”) Manifest wird im Magazin unter der Überschrift “Eine Beleidigung für die Menschheit” angesprochen:
Das Klima ändert sich - ob mit oder ohne Menschen - im Laufe der Jahrtausende immer wieder. Ein Hoch auf die Natur!!
Klimaveränderungen verhindern zu wollen ist nicht nur Verschwendung von finanziellen, intellektuellen und anderen Ressourcen, sondern schlicht auch Anmaßung.
Ein Verzicht auf diese Anmaßung, der Welt, “der Natur” den eigenen Stempel (Fußabdruck) “nachhaltig” aufzwängen zu können, würde vielleicht dazu führen, die finanziellen, intellektuellen und anderen Ressourcen dafür einzusetzen, mit Klimaveränderungen fertig zu werden.
Ob sich die Erde erwärmt oder abkühlt (auch dazu gab und gibt es wissenschaftlich begründete Annahmen), wären wir gut beraten, Techniken und Technologien zu entwickeln, die uns helfen, damit umzugehen. Diese wären auch bei regional begrenzten Überschwemmungen oder Trockenperioden, Wirbelstürmen oder sonstigen Menschen gefährdenden Naturereignissen hilfreich.
Überschrift 11 (oder inzwischen 12): Mit menschlichem Erfindungsgeist und technischem Fortschritt Naturereignissen und Klimaveränderungen begegnen.
Ich finde diese Seite genial. Kopenhagen wäre wohl kaum eine gute Lösung gewesen. Hinter einer Hysterie stecken fast immer finanzielle Probleme. Hysterien gab’s immer und wird’s auch immer geben; was heute Klimakatastrophe ist, war vor einigen Jahren Waldsterben oder noch früher das Ozonloch. Die Menschen haben sich von Gott abgewendet und suchen nach neuen Religionen. Die Klimakatastrophe ist zu einer Art Religion geworden. Fakt ist, das Klima muss nicht gerettet werden, denn Klimawandel gabs schon immer mit oder ohne Menschen. Heute ist der grosse Bösewicht das CO2, weil vieles davon abhängt. Die Atmosphäre besteht aber zu 95 % aus Wasserdampf und nur aus einem Bruchteil aus CO2. Nehmen wir an, wir finden einen Weg Wasserstoff ohne Hilfe von Fossilstoffen herzustellen, auch ohne Öl für den Kunststoff für Solaranlagen und Windräder (alleine das wird schwierig), dann hätten wir einen Motor, welcher kein CO2 ausstosst sondern nur Wasserdampf. Was würde man wohl in der Zeitung im Jahre 2060 lesen? Villeicht so etwas: “Seit 2050 steigt die globale Temperatur wieder an, Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und dem Wasserdampf in unserer Atmosphäre. Von 2010 - 2050 sind die Temperaturen wieder leicht gesunken. Im Jahre 2020 wurde das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hergestellt. Seit dann fährt jedes siebte von zehn Autos mit Wasserstoff und die restlichen mit Strom. Strom wird ebenfalls zu 90 % aus Wasserstoffkraftwerken gewonnen. Nur gerade Mal 5 Jahre später wurde bewiesen, dass zusätzliches CO2 auf das Klima keine Auswirkung hätte. Nun sind sich immer mehr Wissenschaftler einig, dass die Erhöhung des Wasserdampfes in der Atmosphäre die Temperatur seit 2050 erhöht hat. Die Erde könnte sich bis 2100 bis zu 10 ° oder noch mehr erwärmen, wenn wir nicht sofort handeln. In der Politik ist die Rede von einer Klimasteuer auf Wasserstoff um das Weltklima zu retten.” Wenn jeder Mensch auf der Erde ein bisschen sparsamer mit Ressourcen umgehen würde ohne gleich ins andere Extrem zu fallen, könnte man den Schmutz und Verbrauch auf der Erde stark reduzieren, Klimaneutral werden wir wohl unmöglich leben können, wenn man davon ausgeht, dass der Mensch dafür verantwortlich ist. Um wirklich “Klimaneutral” leben zu können, müssten wir alle wieder in Höhlen wohnen und nur noch zu Fuss unterwegs sein. Wollen wir wirklich zurück oder haben wir durch unseren Fortschritt auch etwas gutes erreicht?
Auf Facebook gibt es eine internationale Fan-Seite für das “Alternative Kopenhagen Manifest” - die Seite heißt “Hands off the human foot print” - werden Sie Fan! http://www.facebook.com/home.php#!/group.php?gid=211365792922
Die Deutsche Umweltstiftung hatte zugesagt, eine Replik auf unser Manifest zu liefern. Diese wollten wir zeitgleich mit dem Manifest online stellen, um die Debatte zu beleben. Leider wurde die Replik trotz mehrmaliger Nachfrage und Zusage nicht geliefert. Wir rechnen nicht mehr damit. Stattdessen haben wir nun den Beitrag von Dominic Lawson “Eine Beleidigung für die Menschheit” im Debattenforum “Aufbruch nach vorn!” freigeschaltet:
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/dfa/artikel/novo105_28/
CO2 - und Klimahysterie
Nachdem ich nun seit Jahren die Diskussion um das CO2 und dessen „ungeheure“ Wirkung auf die Entwicklung des Klimas verfolge, wobei besonders der antrophogene Anteil durch die Verbrennungsprozesse fossiler Energien wohl bald den Weltuntergang, ja die Ausrottung des Lebens auf dieser Erde bewirken soll, habe ich einige, man möge mir verzeihen, einfache Fragen.
Wenn laut Bundesumweltamt (BUA) der Anteil der tech. CO2-Emissionen nicht einmal 2% der gesamten CO2-Emissionen ausmachen sollen, so wäre dies ein Anteil an dem Anteil in der Atmosphäre von 0,038 % von 0,00076 %. Wie soll der Mensch denn hier einen Einfluß ausüben können? Wo, resp. in welcher oder welchen Höhen über der Erdoberfläche wird denn diese Konzentration eigentlich gemessen? 100m, 1000m oder gar 10000m über der Erdoberfläche? Im Chemieunterricht in der Schule habe ich gelernt, dass CO2 von den Gasen in der Atmosphäre das höchste Molekulargewicht hat und somit schwerer ist als die anderen Gase.
Dieses CO2 kann sich doch nur bodennah ablagern und durch die Verwirbelungen der bewegten Luft einen bodennahen Effekt ausüben und zwar den, dass die umliegende und herumwachsende Vegetation sich glücklicherweise mit diesem CO2 versorgen kann, die Assimilation funktioniert und Gott sei’s gelobt, Mensch und Tier können mit Nahrung versorgt werden.
Wie kann man eigentlich auf die Idee kommen den Menschen so viel Unsinn einreden zu wollen. Das Allerschlimmste ist eigentlich, das die Menschen ein derartiger Verlust an eigenem Denken und Hinterfragen befallen hat, dass man ihnen das einreden kann.
Kommt da nicht der Verdacht auf, dass solche Gesetze und Verordnungen, die sich mit CO2-Zertifikaten, CO2-Steuer und ähnlichem beschäftigen, den Menschen zur Melkkuh degradieren, der Klimahysterie Vorschub leisten, nichts bewirken und zur Zerstörung unserer zivilen Strukturen, ja unserer Zivilisation beitragen?
Nun frage ich mich natürlich, wer sind eigentlich diejenigen die solche Gesetze machen? Hat bei diesen Leuten PISA schon vor 40 Jahren zugeschlagen? Naturwissenschaften abgewählt und nun sitzen selbige in den Parlamenten und verdummen das Volk und merken es nicht mal; weil das Volk es auch nicht merkt? Oder gibt es etwa andere Gründe?
Alles was mit der CO2-Hysterie als Begründung an Maßnahmen beschlossen wurde oder noch geplant ist, ist umgehend einzustellen und abzuschaffen. CO2 ist kein Gift; es ist lebensnotwendig.
Dies bedeutet nicht, dass wir nicht sorgfältig mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen müssen. Bei allen Energiegewinnungssystemen und Energiesparsystemen ist jedoch zu prüfen, im Rahmen einer energetischen Bilanzierung, ob der Energieertrag höher ist als der Energieaufwand für den Lebenszyklus solcher Systeme.
Lassen wir diesen Unsinn, den man mit uns macht, nicht mehr zu. Helfen wir denen die augenscheinlich der Hilfe eines Nachhilfeunterrichtes bedürfen, damit Wohlstand gemehrt wird und nicht der Schaden. Geben wir der Vernunft endlich eine Chance.
Dieter Ber
Wer würde schon die irrsinnige Idee vertreten, der Westen müsse weniger essen, um die armen Länder satt zu kriegen? In der Energiefrage ist diese Dummy-Formel allerdings ein Gutmenschen-Dogma, das auch die kirchlichen Kreise im wörtlichen Sinn nach- bzw. vorbeten. Die Schnittmenge ist klar: Bescheidenheit = weniger = menschlicher, weil <—> Gier = mehr. Die Fähigkeit, gesundes Verlangen nach mehr Wohlstand ( für alle!) von egoistischem Nimmersattseinwollen zu unterscheiden, muss wiederhergestellt werden. Andernfalls bauen die ökoisierten Fundamentalisten in der Energiefrage ihre Vormachtstellung noch weiter zum Schaden aller aus.
Wie man hört, haben sie einen nicht ganz unbekannten Fürsprecher, dessen bisherige Langweiligkeit nun in Gefährlichkeit umzuschlagen droht: Herr Bundespräsident, lassen Sie ab von staatstragenden Vorschlägen zur Lösung der Energiefrage: http://www.focus.de/politik/deutschland/gruenes-wachstum-koehler-fuer-hoehere-benzinpreise_aid_491802.html
Mein Erstaunen über so viel Verbissenheit und Ignoranz ist groß.
Ignoranz darüber, dass es nicht sein kann, dass etwas endlich sein kann auf dieser Welt.
Ein bisschen Physik und Biologie ernst zunehmen kann nicht schaden, anstatt eigene “wissenschaftliche” aber ebenso unbelegbare und weitgehend tatsächlich unwissenschaftliche “Wahrheiten” zu postulieren.
Leute schaut nur, dass ihr wieder Bodenhaftung bekommt, es dringt ohnehin für jedem halbwegs aufmerksamen Leser der Geruch durch, welche Interessensgruppen dahinterstehen. Ich kann doch nicht seriös wirken, wenn ich anderen Gruppen alles mögliche vorhalte, aber mich selbst grundsätzlich nicht anders verhalte, nur eben am anderen Ende des Spektrums.
@Erich Moser
Verschonen Sie uns bitte mit Ihrem belämmerten “Geruchstest”. Versuchen Sie es vielleicht besser mal mit Argumenten.
Ergänzend zu den von Dieter Ber vorgetragenen Fakten:
Der Effekt, den die verschiedenen Bestandteile von Luft und Atmosphäre haben, haben diese in verschiedenen Strahlungsbandbreiten. 20 ppm CO2 decken nahezu 95% der Strahlung ab, in deren Bandbreite dieses Gas wirkt. Der Wirkungsunterschied zwischen 20 ppm und 380 ppm ist schon gering, der Wirkungsunterschied zwischen 380 und den angestrebten rund 360 ppm praktisch nicht vorhanden. 48 Mrd. Euro in den letzten Jahren für NICHTS!
Man muss schon argumentfrei wie Erich Moser sein, um zu glauben, dass
a) CO2 - und zwar inbesondere die etwa 2% des vom Menschen emittierten - nennenswerten Einfluss auf klimatischen Veränderungen hat und
b) eine Reduzierung des Anteils von 0,038% auf 0,036% - also um 0,002%-Punkte irgendeine Konsequenz haben könnte.
Die Bundesregierung lässt sich durch kein Climategate, durch keinen Kopenhagen-Flop beirren in ihrem Willen zum Krieg gegen das als Staatsfeind ausgeguckte CO2.
Wenn wir Bürger mitreden wollen bei (und ob) Führung und Ausgestaltung dieses Krieges, dann müssen wir uns als „Nichtregierungsorganisation“ formieren, früher hätte man vielleicht schlicht und ergreifend aufgerufen: „Bürger – auf die Barrikaden“.
In der Antwort der Bundesregierung Drucksache 17/1073 vom 16.03.2010 auf eine Anfrage der Grünen zur Klimakonferenz in Bonn Mitte 2010 steht u.a.:
„Die Konferenz soll einen offenen Dialog zwischen den politischen Entschei-
dungsträgern der eingeladenen Länder ermöglichen. Deshalb sind für dieses
Mal keine Vertreter von Nichtregierungsorganisationen eingeladen. Der „Pe-
tersberger Klimadialog“ ist ein erster Schritt, um den weiteren Klimaprozess zu
gestalten. Weitere internationale Treffen werden folgen, bei denen Nichtregie-
rungsorganisationen eingebunden sein werden.“
ich denke, wir sollten uns in der nächsten Zeit darauf konzentrieren, klar zu machen, dass das grüne Weltbild zutiefst antichristlich und antihumanistisch ist. Die Losung „Schöpfung bewahren!“ findet sich so in der Bibel nirgends. Sie spielt auf eine Stelle im 1. Buch Mose an, die lautet: „Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.“ Bebauen kommt also eindeutig vor bewahren. Der Mensch gilt in der Bibel in erster Linie als Mitschöpfer, nicht als Zuschauer und/oder Wächter und erst recht nicht als Schädling. Das bekannte, aber von ergrünten Protestanten heute meist verschämt unterdrückte Genesis-Zitat „Füllet die Erde und machet sie Euch untertan!“ ist da unmissverständlich: Auch CO2 gehört zur Schöpfung. Ich finde, das „Alternative Kopenhagen Manifest“ drückt sehr schön diese Mitschöpfer-Perspektive aus. Es könnte deshalb als Theorie-Brücke zwischen christlichen und agnostischen bzw. humanistischen Anti-Nihilisten dienen.
Wachstum und Fortschritt
Als ich vor wenigen Wochen in der österreichischen Presse am Sonntag einen Aufsatz über Ihre Initiative las, war mein erster Gedanke: Aha, hier versucht eine Gruppe von Volkswirt-schaftlern die Idee vom ewigen Wachstum und Fortschritt auf die Spitze zu treiben, um da-durch ihre Widersprüche sichtbar zu machen und sie somit ad absurdum zu führen. Als ich aber weiterlas, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, die meinen es ja tatsächlich ernst. Ich habe mich daher entschlossen, im folgenden eine sehr radikale Gegenposition zu erläutern. Um diese zu begründen, ist es erforderlich, etwas näher auf das Entropiegesetz einzugehen.
Das Entropiegesetz
Alle Vorgänge in der Natur, aber auch alle Tätigkeiten des Menschen unterliegen dem Entropiegesetz, welches besagt, dass es keine zu hundert Prozent umkehrbare Vorgänge gibt. Selbst dort, wo dies scheinbar gelingt, bleibt immer ein Stück Unordnung zurück. Die Entropie nimmt ständig zu.
Ein Beispiel: Für die böse Stiefmutter ist es bloß ein Handgriff, die Linsen in die Asche zu schütten. Das arme Aschenputtel und das Täubchen, das ihr dabei hilft, müssen dagegen viel Zeit und Energie aufwenden, um die Bescherung wieder in Ordnung zu bringen. Es wird ihnen auch nicht vollständig gelingen, denn die Asche haftet an den Linsen. Man müsste also die Linsen anschließend noch waschen, das wiederum hätte schmutziges Wasser zur Folge und-soweiter undsoweiter.
Diese Zusammenhänge waren schon den Dichtern der Antike bewusst, ein schönes Bild dafür sind die Metamorphosen des Ovid. Erst im 19. Jh. ist es gelungen, die Entropievermehrung auch mathematisch fassbar zu machen, allerdings nur bei thermodynamischen Prozessen. Dort lässt sich der Entropiezuwachs berechnen, der berühmte 2. Hauptsatz der Thermodynamik war gefunden.
Für die Sache mit dem Aschenputtel und die meisten anderen Vorgänge gibt es leider keine Formeln, auch Naturzerstörung ist nicht in Zahlen zu fassen. Wir müssen lediglich zur Kennt-nis nehmen, dass die Entropie unaufhörlich zunimmt. Anders formuliert: Die Welt ist nicht unendlich, sondern strebt einem Ende zu.
Die Evolution der Pflanzen- und Tierwelt
Für die Menschen gab es bis vor wenigen Jahrzehnten einen großen Trost: Unter den Bedin-gungen des zweiten Hauptsatzes hat sich die Natur zu einer großen Vielfalt entwickelt, wir können das ständige Werden und Vergehen im Laufe der Jahreszeiten beobachten und als Gleichnis für unsere eigene Endlichkeit verstehen. Und bis sich die Lebensbedingungen auf der Erde wegen der nachlassenden Kraft der Sonne tatsächlich verschlechtern, werden noch sehr lange Zeiträume vergehen, und die Veränderungen werden so unmerklich langsam erfolgen, dass wir es so gut wie gar nicht merken. Bis vor wenigen Jahrzehnten hat die Regenerations-kraft der Natur ausgereicht, auch größere menschliche Eingriffe wegzustecken. Nun aber ent-wickeln sich die Dinge zunehmend dramatisch.
Dramatische Entwicklung
Die Lebensbedingungen verschlechtern sich, die Natur liefert wegen der Eingriffe des Men-schen nicht mehr genug saubere Luft und trinkbares Wasser. Die Evolution ist zum Stillstand gekommen bzw. verläuft nunmehr in umgekehrter Richtung. Dagegen gibt es Lösungen. Die Anlagen des technischen Umweltschutzes meistern das Problem durchaus wirkungsvoll. Nur muß man dabei bedenken, dass auch für diese das Entropiegesetz in seiner ganzen Unerbitt-lichkeit gilt. Schon der Bau dieser Anlagen verschlingt Resourcen: Platzbedarf, Rohstoffe, Energie. Beim Betrieb werden weitere Rohstoffe und Energie verbraucht. Das alles wäre nicht so schlimm, wenn man anderweitig Material, Energie und Platz einsparen würde. Aber genau das ist nicht möglich, denn die neuen Anlagen kosten Geld, welches in unserem Wirtschafts-system durch zusätzliches Wachstum erwirtschaftet werden muß. Und die Menschen müssen bei Laune gehalten werden: Zusätzliche Konsummöglichkeiten sollen für die entgangenen Naturschönheiten entschädigen.
Die gleiche Problematik entsteht, wenn Rohstoffe und Energieträger allmählich knapp werden. Der materielle und energetische Aufwand steigt, und das gilt in gleicher Weise für die soge-nannten grünen Energien. Der Raum für ursprüngliche Natur wird immer mehr beschnitten, und damit auch ihre Regenerationsfähigkeit. Daraus entstehen neue Probleme, die wiederum technisch gelöst werden müssen undsoweiter. Der Entropiezuwachs hat inzwischen atembe-raubende Ausmaße angenommen. Die Widersprüche, in die sich die technische Zivilisation verwickelt, werden immer bedrohlicher. Wir steuern mit immer größere Geschwindigkeit einem totalen Kollaps zu. Dies alles sind keine neue Erkenntnisse, darüber wird seit den Sech-zigerjahren des vorigen Jahrhundert geschrieben.
NovoArgumente
Und jetzt kommen Sie und Ihre Mitstreiter und behaupten allen Ernstes, es wäre geradezu unsere Verpflichtung, so weiterzumachen wie bisher und sämtliche Begrenzungen, die sich aus der elementaren Physik ergeben – das Entropiegesetz ist elementare Physik – zu ignorieren. So nach dem Motto “et hätt noch immer joot jejangen”.
Selbstbegrenzung
Wie lautet nun die – ebenfalls bereits vor vielen Jahren beschriebene - Gegenposition: Der Mensch muß sich als Bestandteil der Natur erkennen. Der Mensch hat nicht das Recht, die Natur in ihrer Gesamtheit, die Evolution pflanzlichen und tierischen Lebens zu zerstören. Statt die Natur weiter auszubeuten, müssen sich die Menschen zurückziehen, ihre völlig indisku-tablen Mobilitäts- und Konsumbedürfnisse zurückschrauben. Sie müssen zurückfinden zu einer vernünftigeren Lebensweise. Sonst wird es ihnen genauso gehen wie den Krebszellen in einem kranken Organismus, die sich ebenfalls anfangs unmerklich, dann aber immer schneller und schneller vermehren, bis sie beim Tod des Patienten mit einem Schlage allesamt zugrunde gehen. Und das hat nun wirklich nichts mit rückwärtsgewandter Naturromantik zu tun.
Der Antichrist ?
Die Meinung von Novoargumente hinsichtlich Wachstum und technischem Fortschritt ist völlig indiskutabel und bar jeden Verantwortungsgefühls. Verständlich wäre sie nur unter der folgenden Annahme: Sie könnten sich sagen, für eine Umkehr ist es ohnehin längst zu spät, die Welt wird ohnehin in Kürze hopps gehen, deshalb wollen wir es uns noch mal richtig gut gehen lassen und das Leben in vollen Zügen genießen, um danach gemeinsam mit großem Getöse in die Hölle zu fahren.
Man könnte ein Bild aus der Heiligen Schrift nehmen und sagen: Sollte sich Ihre Meinung bei den führenden Mitgliedern unserer Gesellschaft durchsetzen, wäre dies der Beginn der Herr-schaft des Antichristen.
K.H.Marschner
Düsseldorf im April 2010
Was Herr Marschner schreibt ist köstlich. Bei seiner Definition wäre die ganze Evolution - von der Ursuppe zur heutigen Vielfalt - ein falscher Weg. Auch seine Ansicht, dass Gebrauch gleichbedeutend mit Verbrauch sei, würde bedeuten, dass z.B. Metalle verbraucht würden. Das ist grundlegend falsch, denn die Quantität wird nicht verändert, lediglich die Konzentration.
Alles, was aus diesem völlig missverstandenem Begriff Entropie folgt, ist demnach falsch. Man braucht sich daher gar nicht die Mühe zu machen, den Rest dieser länglichen Zuschrift zu lesen, denn aus falschen Annahmen resultieren nur selten richtige Schlussfolgerungen.
@marschner
Sie sind hier in einer Monokultur von Wachstumsfetischisten gelandet, welche im Stile einer Gruppe Illuminierter Konstrukteure eine Grüne Weltverschwörungstheorie bastelt.
So schreibt einer der Autoren von “€ 48 Mrd. für nichts”´....., wenn er damit die Subventionen und Steuergeschenke an die Energiekonzerne meint, dann hat er durchaus recht damit.
Die Bibelinterpretationen von Edgar Gärtner lässt die Milch in der Kuh sauer werden.
Sie lieber Herr Marschner haben noch das Glück, dass sie nicht der Zensur zum Opfer gefallen sind.
@Marschner & Bescheidenheit: Wenn Weitermachen wie bisher heißt, dass der Mensch Mensch bleiben soll, OK. Wesen, die ihr Tun und Lassen in der Hauptsache danach richten, CO2-Quoten zu erfüllen, verdienen m.E. allenfalls die Bezeichnung Vormenschen.
Den Menschen als Mitschöpfer der Welt (auch CO2 gehört zur Schöpfung) sind bislang in Notzeiten immer auch neue Problemlösungen eingefallen. Not macht bekanntlich erfinderisch. Beseelt von schöpferischem Geist, sind die Menschen in der Lage, aus Sand wertvolle Rohstoffe zu machen. Eine Knappheit wird es so lange nicht geben, wie die Erdmasse nicht abnimmt. In Wirklichkeit nimmt sie wg. Meteoriteneinschlägen allmählich zu. Mit dem falschen Geist hingegen werden die Menschen in blühenden Landschaften verhungern.
@ Bescheidenheit-gegen-falsche-Christen
Wir brauchen keine Zensur, weil wir schon am substanzlosen Inhalt erkennen, wer Ideologie höher schätzt als Vernunft.
Ich meinte die Milliarden, die jeder Einzelne von uns über die Ablasszahlungen nach dem Erneuerbare Energiegesetz für die Subventionierung Flächen fressender, ineffizienter “alternativer” Energien bezahlt hat. Ich gebe zu, dass die Zahl vermutlich zu tief angesetzt war.
Es geht nicht um Wachstum um jeden Preis. Aber ohne Wachstum - oder besser: technischen Fortschritt - wird die Welt nicht besser. Wären wir im vorindustriellen Zeitalter stecken geblieben, gäbe es heute vermutlich keinen Baum mehr - Holz wäre schneller verbaut und verfeuert worden, als dieser “nachhaltige” Rohstoff nachwachsen kann. Zum Glück ist dies Spekulation, denn der Mensch ist “von Natur aus” neugierig, erfindungsreich und kreativ. So ist - um ein zweites Beispiel mit Referenz auf die vorindustrielle Zeit, nach der sich anscheinend Einige zurück sehnen, zu nennen, der Rhein heute nicht nur sauberer als vor 30, 50 oder 80 Jahren. Während des “goldenen” Mittelalters dürfte so mancher Färber, Schlachter oder welcher Handwerker auch immer die Wasserqualität merkbar beeinträchtigt haben; von anderen Abwässern ganz zu schweigen.
Deutlich wird hier an den Mindermeinungen, dass es beim “Klimaschutz” kaum, vielleicht sogar nur nachrangig, um den Schutz der Erde geht: Es geht um einen Umbau der Gesellschaft und der Wirtschaft. Dass dabei Viele auf der Strecke blieben - und zwar vor allem die Schwachen hier und anderswo auf der Welt -, wird dabei geflissentlich ausgeblendet.
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“Man muss schon argumentfrei wie Erich Moser sein, um zu glauben, dass
a) CO2 - und zwar inbesondere die etwa 2% des vom Menschen emittierten - nennenswerten Einfluss auf klimatischen Veränderungen hat und
b) eine Reduzierung des Anteils von 0,038% auf 0,036% - also um 0,002%-Punkte irgendeine Konsequenz haben könnte. “
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Dass mit unzulässigen Zahlen auf beiden Seiten jongliert wird, möchte ich mit obigem Zitat darstellen.
0,002% “Wirkstoff” ist eine durchaus gängige Größenordnung in Medikamenten, deren Wirkung (fallweise auch in die falsche Richtung) aber niemand ernsthaft in Frage stellen wird.
Dass die falschen Zahlen, ob wissentlich oder nicht, den NGO´s keinen guten Dienst erwiesen haben ist klar und sollte nicht weiter gepflegt werden.
Herrn Gärtners Sichtweise betreffend nicht erfolgender Rohstoffverknappung, wegen Zunahme der Erdmasse durch Meteoriteneinschläge, ist an Schlichtheit durch nichts mehr zu überbieten.
So betrachtet ist Mathematik nicht nur den Naturwissenschaften zuzuordnen, sondern auch ein wenig den Geisteswissenschaften.
Bin ganz dieser Meinung, habe aber den distinkten Eindruck, daß sich die Reihen der Katastrophenpropheten deutlich zu lichten beginnen !
Zum Kommentar des Herrn Otto Wildgruber vom 01.04.2010:
Natürlich werden auf der Erde keine Rohstoffe “verbraucht”, zumindest solange man sie nicht auf Nimmerwiedersehen in den Weltraum schickt. Mir vorzuwerfen, daß ich den Satz von der Erhaltung der Materie nicht kenne, ist lächerlich. Es mag Sie verwundern, aber ich weiß sogar, daß es einen ebensolchen Satz von der Erhaltung der Energie gibt, der auch Erster Hauptsatz der Thermodynamik genannt wird.
Das Entropiegesetz hingegen, auch Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik genannt, kann man auch so beschreiben:
1) Beim Gebrauch von Materie entstehen Zustände geringerer Konzentration, eine Rückgewinnung wird somit immer schwieriger.
2)Bei Energieumwandlungen entstehen Zustände niedrigerer Temperatur, die sich somit mehr und mehr einer weitern Nutzung entziehen.
Nochmals: Einen Schrotthaufen zu erzeugen ist sehr einfach, man braucht dazu nur ein Auto gegen einen Baum fahren zu lassen. Aber versuchen Sie mal, aus den verbogenen und zerrissenen Teilen ein neues Fahrzeug zu formen. Und falls der Baum den Unfall nicht überlebt haben sollte, braucht es viele Jahre bis ein neuer gewachsen ist.
Das einzige Argument von NOVOargumente scheint mir zu sein: Dem Menschen ist in der Vergangenheit immer wieder etwas neues eingefallen, also muß dies auch für alle Zukunft gelten. Besonders wissenschaftlich oder gar beweisbar erscheint mir diese Begründung nicht. Mir fällt da viel eher ein Wort aus der Heiligen Schrift ein: Du sollst Gott, deinen Herrn nicht versuchen.
@ Karl Heinz Marschner
Zu Ihrem Punkt 1: Haben Sie je so weit gedacht, dass z. B. Metalle aus Erzen niedriger bis sehr niedriger Konzentration gewonnen werden? Dann verstehe ich nicht, wie sie so einen Unsinn schreiben können. Natürlich gibt es das Problem der “Verdünnung” auch, z. B. bei Hauchvergoldung. Dann ist das Gold nach heutigem Stand der Technik nur zu prohibitiven Preisen zurückgewinnbar. Aber verbrauchen kann man es nie, denn in der Summe bleibt es gleich. Bisher einzige Ausnahme: Energiegewinnung aus Kernspaltungs- oder -fusionsprozessen: da wird Der “Brennstoff” durch Verbrauch tatsächlich weniger.
Zum 1. Hauptsatz der Thermodynamik: der gilt aus gutem Grund nur für Energie.
@ Wildgruber
Um die nicht in Erfüllung gegangenen Versprechen der Gentechnikkonzerne für den landwirtschaftlichen Bereich, in das Bewusstsein der Menschen zu bringen, dürfte ein Physikstudium ausreichend sein. Es wurden weder die von den Gentechnikkonzernen versprochenen Ertragssteigerungen noch die Reduzierung eingesetzter Pflanzenschutzmittel erreicht, aber dafür die völlige Abhängigkeit vieler Bauern von den Saatgut- und Pflanzenschutzkonzernen, welche meist identisch sind. Ebenso dürfte mit einem Physikstudium das Auslangen zu finden sein, wenn es darum geht, aufzuzeigen, dass es bei der Patentierung von Pflanzen und Pflanzenteilen nicht um die Mehrung des allgemeinen Wohlstandes, sondern nur um die Monopolisierungsbestrebung der Antragsteller im vorgenannten Sinn geht. Siehe den Fall Percy Schmeiser gegen Monsanto in Kanada.
Die nicht erbrachte Bedingung (einiger Antragsteller) welche einen Patentanspruch rechtfertigen würde, nämlich eine erfinderische Leistung, bewahrt die Menschen davor, dass ganz normale Naturstoffe welche seit Generationen für bestimmte Bereiche in Anwendung stehen, patentiert werden und damit der allgemeinen Nutzung entzogen würden.
Ich halte daher diesen perfiden Schreibstil, wie - „ Angst z.B. vor der Gentechnik zu schüren, zumal ihr (Vandana Shiva) die bildungsmäßigen Kenntnisse zum Verständnis dieser Technik völlig fehlen.“ für gänzlich unangebracht, zumal die Verknüpfung mit dem Textteil: „Da die Akademiker aus den nicht naturwissenschaftlichen Fächern im allgemeinen sehr viel besser als ihre naturwissenschaftlich gebildeten Kollegen wussten, wie Menschen “gestrickt” sind, fiel es ihnen verhältnismäßig leicht Themen aufzubringen, die Massen beeindruckten.“
Vandana Shiva ist Physikerin und hat zumindest dieses von ihnen vorgegebene Kriterium eines naturwissenschaftlichen Studiums erfüllt, nach denen es ihnen aber trotzdem nicht zulässig erscheint, dass sie sich zu anderen Themen als den aus ihrem unmittelbaren Wissensgebiet äußert. Frau Shiva war/ist sicher fähig, entsprechendes Wissen zusätzlich außeruniversitär zu erwerben. Es hat ganz offensichtlich bei Ihresgleichen System, Gegner zu diskreditieren und mangels entsprechender Argumente, pauschal als in der Sache uninformiert darzustellen.
Übrigens ein in der Politik oft gebrauchtes Instrument!
Der Hinweis auf die Zugehörigkeit Frau Shyva´s zur sog. Oberschicht belegt erneut und entlarvt mit welcher Taktik vorgegangen wird, ganz so als sei es verwerflich, wenn Menschen aus priviligierten Verhältnissen ihre Situation dafür einsetzen um den Stimmlosen eine Stimme zu verschaffen.
Zum Beitrag Wildgruber vom 1.4. und 3.4. 2010
Herr Wildgruber, für wie blöd wollen Sie mich denn noch verkaufen? Glauben Sie denn wirklich, ich wüsste nicht, dass man mit entsprechend hohem Aufwand auch aus sehr armen Erzen Metalle verhütten kann? Nur, das ändert doch überhaupt nichts an der Unerbittlichkeit des Entropiegesetzes. Sie meinten zwar, mein erster Beitrag vom 1.4.2010 wäre köstlich, aber außer Wortklauberei ist von Ihnen bisher nichts gekommen, jedenfalls kein Argument, auf Grund dessen man an der Allgemeingültigkeit des Entropiegesetzes zweifeln könnte.
Die Irreversibilität von mechanischen, hydraulischen, chemischen, biochemischen und nukleareenergetischen Prozessen kann zwar nicht in Zahlen erfasst werden, sie mit Hilfe des Entropiegesetzes zu erklären, ist jedoch kein Missverständnis ! Darauf hat schon vor vielen Jahren der österreichische Physiker Hasenöhrl hingewiesen. Daß dies nicht in das sehr enge mechanistische Weltbild der Ökonomen passt, ist mir auch klar, das ist leider der Fluch der Spezialisierung.
Aber jetzt zu Ihrer Unterstellung, ich würde die Evolution als Irrweg betrachten: Das möchte ich sehr energisch zurückweisen. Die Evolution des Pflanzen- und Tierreichs inklusive des Menschen ist ein großes Wunder, dem wir mit Ehrfurcht und Respekt begegnen sollten. Das Entropiegesetz müssen wir nehmen wie es ist. Ja vielleicht liegt ja gerade darin das Geheimnis von Gottes Schöpfung, dass die Vorgänge in der belebten Natur mit erstaunlich geringen Energiedichten ablaufen, bei ausgesprochen bescheidenen Wirkungsgraden. Und es sollte uns zu denken geben, dass immer dann, wenn ausnahmsweise mal rohe Kräfte walten (Erdbeben, Wirbelstürme, Vulkanausbrüche), dass dann regelmäßig Tod und Verderben die Folge sind.
Um es einmal klarzustellen: Ich bin weder ein linker, noch ein esoterischer Spinner, sondern ein gestandener Maschinenbauingenieur. Es ist zwar schon eine Weile her, aber während meines Studiums an der Technischen Hochschule (TU) in Wien wurde uns ein sehr solides Grundwissen in Physik, Chemie und Hüttenwesen vermittelt. Ich kann mich auch heute noch für technische Entwicklungen begeistern, aber ich sehe eben auch die Gefahren und die Probleme, die durch eine Übernutzung unseres Lebensraumes entstehen. Das Alternative Kopenhagener Manifest ist für mich das Produkt von Barbaren ohne jeden kulturellen Background.
@ Karl Heinz Marschner
Verunglimpfung Andersdenkender gehört wohl zu Ihrem Repertoire der “Diskussion”.
@ Karl Heinz Marschner
Ich glaube wie Sie, dass im Entropiegesetz das Geheimnis von “Gottes Schöpfung”, wie Sie es nennen liegt. Ich denke nämlich der “Luxus” den sich die Natur auf dem Planeten Erde in Form von organischer Chemie in allen Variationen “leistet” bewirkt unterm Strich eine beschleunigte Erhöhung der Entropie - jedenfalls relativ zu den unbelebten Planeten.
Ich finde es fast köstlich, wenn sich Menschen à la Hr. Wildgruber, welche im Beruf und privat ernst genommen werden wollen, einerseits von großem Realitätssinn zeugen möchten, anderseits aber als Phantasten in Erscheinung treten und quasi an das Perpetuum Mobile glauben. An diesen Anhängern großtechnologischer Energieversorgungssysteme scheinen die Gegenwart und damit die Realität, mit ihrer eindeutigen Tendenz und Notwendigkeit einer Umorientierung im Bereich der Energiegewinnung und Versorgung spurlos vorüberzugehen.
Dabei lasse ich sowohl den „Alten Herrn“ als auch schmelzende Gletscher unberücksichtigt.
Für alle aufgeschlossenen und wirklich fortschrittlichen Menschen sei das „Modell Güssing“ in Österreich genannt, das zugegeben nicht überall Anwendung finden kann, vor allem nicht im Bereich von Schwerindustrieanlagen, aber es ist richtungsweisend.
Der Film „Die 4. Revolution“ „Energy Autonomy“ passt nach Ansicht der sogenannten „Gestrigen Fraktion“ sicher auch in ihr Geldabzocke- und Irrwegstheorie.
Einfach ignorieren, dass kleiner strukturierte Wirtschaftsmodelle zu einer gerechteren Verteilung unter den Menschen führt
@ Erich Moser
Das würdet zu Ihrem Weitblik und Gedankengebäude passen::
Bisher ungeahnte Möglichkeiten neue, ökologische Industrien und Arbeitsplätze zu schaffen, wären z.B.:
Öl aus Plastik
Die technischen Verfahren wurden in der Praxis in kleinem Maßstab in Versuchsanlagen bereits vor Jahren erfolgreich getestet. Also kann Öl aus Plastik wiedergewonnen werden. Die Ölfirmen müssten nur das so erzeugte, sehr teure Öl zu Gewinn garantierenden Preisen für mindestens 25 Jahre abnehmen. Damit die Wettbewerbsfähigkeit der Güter produzierenden Unternehmen nicht gefährdet wird, werden die Mehrkosten den Endverbrauchern aufgebürdet. Damit garantiert man einerseits die Entstehung eines neuen, innovativen und profitablen Wirtschaftszweiges mit entsprechend gut bezahlten Mitarbeitern und andererseits löst man das Entsorgungsproblem für Plastikmüll.
Elektrizität von Solarzellen im Orbit
Der komplette Energiebedarf der internationalen Raumstation ISS wird über Solarzellen gedeckt. Entsprechende “Sonnensegel” sorgen dafür. In einer geostationären Umlaufbahn könnten sehr große “Sonnensegel” die Deckung des Grundlastbedarfes sicherstellen, weil diese Segel über 99 Prozent der Zeit konstant belichtet werden und damit das Problem der Unstetigkeit nicht besteht, außer in den knapp 1 Prozent der Eklipsen. Auch das Problem des Energietransportes ist im Prinzip gelöst (mittels Laser- oder Mirowellenstrahlung). Das Verfahren ist aber leider noch sehr teuer. Dieses Problem lässt sich lösen, wenn man ausschließlich Endverbraucher über 25 Jahre verpflichtet, die höheren Kosten wie beim EEG mit der Stromrechnung zu bezahlen. Damit wäre ein großer Schritt in Richtung Dekarbonisierung der Gesellschaft möglich, ganz zu schweigen von der Nachhaltigkeit und den stabilen, innovativen Arbeitsplätzen.
Erhöhung der Ausnutzung von Windkraftanlagen im flachen Binnenland.
Durch Abtragen wirtschaftlich nicht nutzbarer Teile der Hochalpen und Aufschüttung von Höhenzügen im Flachland mit dem so gewonnenen Material könnten ideale Standorte für Windkraftanlagen mit hoher Ausnutzung Höhenrücken auch in Ebenen des Binnenlandes geschaffen werden. Die entstehenden Kosten könnten per Zusatz zum EEG ausschließlich auf die Endverbraucher umgelegt werden. Dies wäre ein besonders viel versprechendes System, weil zur Verbesserung der Ökologie des Verfahrens die Verwendung von Maschinen für Abbau, Transport und Aufschüttung verboten werden könnte und damit ein Heer neuer Arbeitsplätze entstünde. Man stelle sich nur vor, was der Abbau per Spitzhacke und Schaufel, der Transport durch Menschenketten, die Eimer weiterreichen für Unmengen an Arbeitskräften erfordern würde. Auch für manche Hilfstruppen der Politik, so genannte NROs bzw. NGOs entstünden lukrative Aufgaben durch die Verpflegung, Verköstigung und das Errichten von Zeltunterkünften und mobilen Toiletten. Nicht zu vergessen: da die abzubauenden Hochgebirge ohne Vegetation sind, könnte mit der Bewaldung der aufzuschüttenden Höhenzüge auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Bei weiterem, intensivem, ökologischem und nachhaltigem Nachdenken wäre das System sicher noch ausbaubar.
Wenn sich jemand aus Verzweiflung darüber, weil ihm die Argumente in den Händen zerbröseln zum Kasper macht, dann sei ihm das unbenommen. Wie man an dem Beispiel „Wildgruber“ sieht, genügt es einen GAU = „Größter anzunehmender Unsinn“ in einem Paket Polemik zu verpacken und schon ist es geschehen.
Es würde schon genügen, wenn sich jemand mit dem Energiemodell Güssing auseinandersetzt, (hat Er offensichtlich nicht) dann würde er mit solchem Unsinn wie „Öl aus Plastik“ gar nicht erst daher kommen.
„Elektrizität von Solarzellen im Orbit“ ist ein weiterer Punkt wo die Hilflosigkeit in der Argumentation der Öl- und Kohlegläubigen sichtbar wird. In keiner ernst zu nehmenden Diskussion (und das sind die Meisten) über die Zukunft der Energie, werden sie diese utopischen (Un)Möglichkeiten zu hören bekommen.
Das sind nur die Spitzen des Schwachsinnes den die „Liga der Öl- und Kohlegläubigen“ permanent verbreitet, aber ich kann das Verhalten durchaus als natürlich und menschlich verstehen. So verhält sich grundsätzlich jeder Geschäftsmann, dem die Felle davonschwimmen.
„Die entstehenden Kosten könnten per Zusatz zum EEG ausschließlich auf die Endverbraucher umgelegt werden“
Dass alle Kosten, soferne sie nicht externalisiert werden, immer der Endverbraucher zu bezahlen hat, dafür reicht das marktwirtschaftliche Verständnis offensichtlich nicht aus.
Die Endverbraucher mussten das nur in der ehemaligen DDR und ihren Brüderstaaten nicht (nicht sofort) bezahlen. Dafür kostet es jetzt noch immer allen Bürgern der BRD Geld.
Weiteres Gustostück á la Wildgruber:
„Durch Abtragen wirtschaftlich nicht nutzbarer Teile der Hochalpen und Aufschüttung von Höhenzügen im Flachland mit dem so gewonnenen Material könnten ideale Standorte für Windkraftanlagen mit hoher Ausnutzung Höhenrücken auch in Ebenen des Binnenlandes geschaffen werden.“
Das hört sich schon wesentlich interessanter an. Wenn man nämlich in Betracht zieht, wie viele 1000Km² bisher durch Abraumhalden, im Kohlentagebergbau, Ölsandgewinnung inkl. Absetzbecken verwüstet wurden und natürlich noch immer werden, Umsiedelung ganzer Ortschaften, Zerstörung der dort gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen, dann wird die Löchrigkeit der Argumente offensichtlich.
Bei Gott nicht immer sind diese Flächen für die Landwirtschaft nutzlos gewesen. Mit jeder bei uns verlorenen landwirtschaftlichen Fläche muss versucht werden, den Ertrag entweder über mehr technischen oder chemischen Einsatz oder Importe auszugleichen.
Alleine die Fläche der potentiell abbaubaren Athabasca-Ölsande beträgt 140.000Km².
Für jedes gewonnene Barrel Öl entsteht etwa eine Tonne Sand und bis zu einer halben Tonne weiterer Abraum, eine Mischung aus Wasser, Sand, Silt und Bitumen, die deponiert werden muss.
Trotz Projekten der Bergbauindustrie, welche die Zurückgewinnung des borealen Waldes in Alberta zum Ziel haben, ist mehr als 30 Jahre nach Beginn des Abbaus keines der Gebiete als „zurückgewonnen“ zertifiziert.
Selbst simple Schottergruben auf vormaligen Ackerflächen sind nach ihrer Schließung und ihrer sog. Rekultivierung auf Jahrzehnte hinaus als Produktionsfläche für die Landwirtschaft unbrauchbar, obwohl Humus und Unterboden abgehoben und getrennt zwischengelagert wurden.
So wie es vor 150-200 Jahren die damals neuen und revolutionären Energieformen auch nicht leicht hatten, sich gegen Traditionelles durchzusetzen, wenn auch die Zeiten damals völlig anders waren.
Übrigens trete ich für eine „Dekarbonisierung“ in den Köpfen ein, die ohnehin immer besser voran kommt, bis auf eine Minderheit welche mit allen Mitteln einen Rückzugskampf mit Verzögerungstaktik führt. Diese Minderheit ist zwar mit fast unerschöpflichen finanziellen Ressourcen ausgestattet und kann noch lange verzögern und verschleppen, wird aber letztendlich ausgestopft im Museum landen.
Weiteres ist diversen Interviews und Publikationen von Hermann Scheer zu entnehmen, wo er mit dem Satz „Unsere Gegner sind skrupellos“ fast alles ausdrückt.
Skrupellos ist, wer mit wissenschaftlich mindestens fragwürdigen, eher aber unhaltbaren Argumenten - anthropogen verursachter Klimawandel - Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Dass dabei auch - oder sogar ausschließlich?! - massive wirtschaftliche Inbteressen eine Rolle spielten und spielen darf getrost unterstellt und nach jüngsten Erkenntnissen über einige exponierte Persönlichkeiten des “Klimawandelwahns” als gesichert angesehen werden.
Das Gerede über die baldige Neige fossiler Energieträger nützt vor allem den Produzenten, Verarbeitern und nicht zuletzt den Steuern erhebenden Staaten - wie ein Blick auf die Preisentwicklung des angeblich knappen Gutes Öl erkennen lässt.
Es ist zu erwarten, dass Energiegewinnung fortentwickelt wird - ob Fortentwicklung mit der Verbrennung von Holz in Pelletheizungen etc. und dem Aufstellen von Windmühlen ein Zurück bedeuten muss, sei dahin gestellt.
Mir - und wie ich vermute den meisten anderen hier - geht es nicht darum, Öl, Kohle und Atom als “ewige” Energiequellen hochzuhalten.
Mir geht es um technischen Fortschritt - und zwar nicht nur im Bereich der Energieversorgung - ohne Angstmechanismen und ohne unnütze CO2-Vermeidungsstrategien “koste es, was es wolle”!
Ich verstehe “Das alternative Kopenhagen-Manifest” als einen Appell der auch provozieren soll.
In sofern ist es auch tatsächlich nicht schlecht gelungen.
Auch ich empfinde den technischen Fortschritt als positiv und erstrebenswert.
Doch wie heißt es im Volksmund: “Allzu viel ist ungesund”.
Ich halte weder einen unbedingten (rücksichtslosen) Fortschritt noch eine unbedingte (kompromisslos reglementierende) Nachhaltigkeitsanforderung für akzeptabel.
Vielmehr sehe ich es als erforderlich an, zwischen beidem einen Konsens zu finden.
Wohlwissend, dass es sich hierbei um die deutlich schwierigste der drei Möglichkeiten handelt!
@Alpers
Das ist so eine Sache mit dem Volksmund. Was heißt “Konsens” beim Thema Fortschritt? Was ist überhaupt ein ” rücksichtsloser” Fortschritt? Wenn ich Sie recht verstehe, wollen Sie mit ihrer Kompromissformel Gas geben und bremsen - gleichzeitig. Nein, ein ” bisschen” Fortschritt ist wieder mal so eine schöngeisterliche Kompromissformel, die man in den Naturwissenschaften ( und damit auch in der Technik ) nicht ernst nehmen kann - und darf. Gedankenspiel: Chirurgen wollen ” ein bisschen” Fortschritt in der Operationstechnik. Also: Wenn schon Volksmund, dann up-gedated: Das Bessere ist der Feind des Guten. Fortschritt also so gut es geht, nicht altvorderlich bescheiden. Die Tugend Bescheidenheit taugt nicht als Programmatik für Entwicklungsprogramme.
Ein wenig verschluckt am Rohöl aus dem Golf v.Mexiko dürften sich einige “Fortschrittstreiber um jeden Preis” im Moment haben. Und das alleinige Aufhängen der Erderwärmungsleugner am CO2 ist auf Dauer auch nicht zielführend.
Es gibt auch Kollegen, die die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes in kausalem Zusammenhang mit überproportionalem Energieverbrauch und Verschmutzung der Umwelt setzen. Was zwar erwiesenermaßen Unfug ist, aber von der Energielobby mit jeder Menge Geld versorgt, werden sie nicht müde diesen Unfug zu verbreiten.
Hier werden immer konträre Standpunkte eingenommen, einerseits welche die glauben, dass ein unerschöpflicher Nachschub an Energie zur Verfügung steht, anderseits welche die das Ende von fossiler Energie schon sehr nahe sehen. Beides erinnert ein wenig an das Feilschen in einem Bazar.
So ist es1
@Josef Hueber
Konsens heißt für mich beim Thema Fortschritt, dass es zu bevorzugen ist, nicht stets ganz automatisch jenen Weg zu wählen, der im ersten Ansatz am profitabelsten erscheint. Kompromisse setzen kluges Bedenken und Rücksichtnahme auf die konkreten Gegebenheiten voraus. Daran ist meiner Meinung nach nicht auszusetzen. Fortschritt ja. Aber eben bitte nicht um jeden Preis.
Ich empfinde es übrigens als durchaus erfrischend wie sehr sich in diesem Forum auch “die Gelehrten” bisweilen aus der Reserve locken lassen. Gerade aus aufeinander prallenden Kontroversen entstehen bei klugen Köpfen ja sehr oft die besten und plausibelsten Resultate. Ganz im Sinne von “novo-Argumente” ;-)


Das Problem scheint mir bipolar zu sein.
1. Mischen beim Thema zu viele Menschen mit, die nicht lesen oder hören können; sonst hätten sie was von “Climategate” erfahren und ihre Schlüsse gezogen.
2. Zu viele Interessentengruppen sind scharf auf ein möglichst böses CO2: Je böser, desto besser; z.B. für alle Medien.
2a. Die Idee das Wort “Climatecatastrophe” in ein gigantisches Geschäft zu verwandeln, wurde am 29.09.86 in den USA geboren.
2b. Wo und wann wurde je von einem “Medium” die Frage gestellt: Wer hat wann und wem, wozu und für wen den Auftrag erteilt ein IPCC, einen Weltklimarat zu installieren. Wir hatten doch schon UNEP!
Nachdem nicht nur “Climategate” (CRU=Zulieferant gefälschter Temperaturkurven an das IPCC) erfolgte, wurde auch dekouvriert, wie anläßlich der Weltklimakonferenz von Kyoto 1997 die eingeladenen Delegationen beschissen und belogen wurden, nur um Ihnen die Unterschriften unter das Kyoto-Protokoll abzuringen. Wer das nicht glaubt, befasse sich mit dem folgenden LINK. Wers dann immer nocht nicht glaubt, ist entweder ideologisch verbohrt, oder CO2-Geschäftsgewinnler.
http://www.klima-ueberraschung.de/show.php?id=28
Hartmut Bachmann
04.03.2010 17:57