. . Klare Sicht nach vorn  |  RSS  |  Newsletter

Das sonnige Imperium des Hermann Scheer

Wer immer noch daran glaubt, dass sich im Klimaschutz vorrangig von selbstloser Natur- und Menschenliebe getriebene und völlig machtlose Weltverbesserer tummeln, sollte dringend die grüne Brille absetzen. Von Günter Ederer

Ein Gespenst geht um in Deutschland: das Gespenst von der „vierten Revolution“. Ihr Schlachtruf lautet: „100 Prozent erneuerbare Energie ist machbar!“ Diese Losung sei alternativlos, sonst drohe der Weltuntergang. So ähnlich lautet die Botschaft, die seit März 2010 mit aller Macht in die Öffentlichkeit drängt. In 50 Kinos wurde dem eingeschüchterten Publikum mit herzerweichenden Bildern aus allen Kontinenten die Alternativlosigkeit der Forderung nach einer radikalen Energiewende eingeimpft.

Damit aber nicht nur Cineasten in diesen Genuss kommen, können Unternehmen und andere Organisationen die Aufführung des Filmes sponsern. Den Anfang machte die juwi Holding AG, erfolgreich beim Bau von Energieanlagen. Kurzerhand mietete sie das Stadion des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 und heuerte die Kultband „2raumwohnung“ an, um die Rettung der Welt voranzutreiben. (1) Ein Teil der Einnahmen ging an ein Waisenhaus und an eine Krankenstation in Haiti, die mit Solaranlagen versorgt werden sollen. (2)

Kosten den Hütten, Solarzellen den Palästen

Erinnern Sie sich noch an die hessische Fast-Ministerpräsidentin Andrea Ypsilanti (SPD)? Ihr Parteikollege Hermann Scheer hatte ihr die Vision „100% erneuerbare Energien im Strommarkt in Hessen bis 2025“ (3) mit in den Wahlkampf gegeben. Entschieden warb Ypsilanti für die erneuerbaren Energien in ihrem Regierungsprogramm. (4) Kein Wunder, dass sich Scheer Hoffnungen auf ein Ministeramt in Wiesbaden machten durfte. Doch daraus wurde nichts, und die energiepolitischen Vorstellungen des Ypsilanti-Scheer-Duos landeten im Papierkorb – vorerst. Für den Film „Die 4. Revolution“ wurden sie neu aufgegossen. Der Streifen ist Hermann Scheer in Reinform und eine Neuauflage seiner fixen Idee vom totalen Energieumstieg.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Scheer aus Württemberg zählt sich zum linken Flügel der Partei. Seine Pläne zur Finanzierung der Energiewende basieren auf einer massiven Umverteilung sowie auf gigantischen staatlichen Subventionen. Dass die Verbraucher schon heute die Solarenergiebesitzer mit gut und gern 80 Milliarden Euro finanzieren, scheint ihn dabei genauso wenig zu stören wie die geschätzten 150.000 Euro, mit denen ein Arbeitsplatz in der Solarwirtschaft subventioniert wird.

Bei seiner Lobbyarbeit für die Solarindustrie vergisst Scheer jedoch anscheinend, dass er eigentlich ein „Linker“ ist, denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gleicht einer massiven Umverteilungsaktion von „unten“ nach „oben“: Während vor allem Immobilien- und Kapitalbesitzer in Solar- und Windkraftanlagen investieren und sich dadurch garantierten Absatz und ebensolche Gewinne verschaffen, zahlen alle – auch Rentner, Arbeitslose und Geringverdiener – die Zeche in Form drastisch erhöhter Stromrechnungen.

Verbraucherschutzorganisationen zufolge beläuft sich die zusätzliche Belastung für einen Vier-Personen-Haushalt in diesem Jahr bereits auf rund 100 Euro, in 2011 dürfte sie auf etwa 160 Euro ansteigen. Diese Zahlen sind nicht dergestalt, dass man sie in Solarlobbykreisen gerne an die große Glocke hängen würde.

Selbstreferenzielle Systeme

Scheer ist ein begnadeter Selbstdarsteller und begabter Netzwerker. Das Zentrum seiner Aktivitäten ist der 1988 von ihm mitbegründete Verein Eurosolar e.V. Bis heute ist Scheer dessen Präsident, und seine Ehefrau führt die Geschäfte. (5) Der Verein gründete den „Weltrat für Erneuerbare Energie“ (WCRE), in dem Scheer seit 2001 als Vorstand agiert. (6) Der WCRE wiederum ist eine treibende Kraft hinter den „Weltversammlungen für Erneuerbare Energie“ (WREA) (7) und dem „Weltnetzwerk der Parlamentarier für erneuerbare Energie“ (WREPN). (8)

In Asien vertrat Rakesh Bakshi – einer der großen Windenergieanlagenhersteller und -betreiber sowie Solaranlagenproduzenten – von 2001 bis 2006 die Interessen des WCRE. (9) Bakshi hat die WCRE mitgegründet. (10) Er folgte Rajendra Pachauri in hohe Ämter des Solarlobbyvereins Solar Energy Society of India (SESI). Zudem fungierte er als Berater der indischen TERI-Universität. Die wiederum ist die akademische Heimat von Pachauri, der das Präsidentenamt des Weltklimarates der Vereinten Nationen (IPCC) innehat. (11) Pachauri kam zuletzt ins Gerede, weil er besagte Universität mit Millionen ausstatten ließ, um die Auswirkungen des Schmelzens der Himalaya-Gletscher zu untersuchen – just in dem Moment, als Zweifel an ebendiesem Schmelzen bekannt wurden. (12)

Das Zusammenspiel zwischen Weltuntergangsaposteln wie Pachauri und Weltrettern wie Scheer manifestiert sich in den internationalen Netzwerken der Solar-Lobby: Vizepräsident von Scheers Eurosolar ist der Däne Preben Maegaard. Dieser hat die „World Wind Energy Association“ (WWEA) mitbegründet. (13) Besucher des Kinofilms „Die 4. Revolution“ lernen Maegaard als einen der Protagonisten der These kennen, dass der Umstieg zu einer 100-prozentigen Versorgung durch erneuerbare Energie locker machbar sei. Die WWEA zeichnete Hermann Scheer 2004 mit dem „Weltpreis für Windenergie“ aus. Zu den Preisträgern zählte auch der einstige grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin. (14) Die Münchener Firma „WIP – Renewable Energies“ war in die Organisation der ersten Weltwindkonferenz 2002 involviert und managte darüber hinaus auch Weltkongresse für Bioenergie und Solarenergie. (15) Wer wurde dort mit dem Weltpreis für Bioenergie und dem Weltpreis für Solarenergie ausgezeichnet? Hermann Scheer. (16) Zu erwähnen bleibt, dass der WIP-Direktor, Dr. Peter Helm, im Beirat von Scheers „Weltrat für Erneuerbare Energie“ (WCRE) sitzt. (17)

Dem WCRE arbeitet dabei die „World Wind Energy Association“ (WWEA) zu, die u.a. die Weltwindkonferenz ausrichtet. Einer der Programmvorsitzenden dieser Weltwindkonferenz war einst Prof. Dr. Jürgen Schmid (18), seines Zeichens Leiter des Kasseler Fraunhofer Institutes für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES – auch bekannt unter dem Namen Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET). Das ISET e.V. Kassel ist vor einigen Monaten im Fraunhofer IWES aufgegangen. (19) In dieser Funktion haben die Kasseler – finanziell unterstützt von der Lobby der erneuerbaren Energien – vor einiger Zeit eine Studie über das „Regenerative Kombikraftwerk“ verfasst. (20) Dieses wurde als Grundlage für die Machbarkeit einer raschen Energiewende gefeiert. Einige Details erwiesen sich jedoch als angreifbar, weshalb die Studie alsbald wieder in der Versenkung verschwand. Jürgen Schmid sitzt übrigens ebenfalls im Beirat von Scheers „Weltrat für Erneuerbare Energie“ (WCRE) (21), und er ist außerdem Mitglied des „Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderung“ (WBGU) (22) – eine Institution, die emsig Werbung für das Bild einer menschengemachten Klimakatastrophe macht. (23) Der Glaube an diese Katastrophe ist die Grundlage für die Subventionsflut für Wind- und Solarenergie und diesbezügliche Forschung und Technikentwicklung.

Geben und nehmen

Wie im Märchen vom gestiefelten Kater alles dem Grafen Carabas gehört, so lugt aus fast jedem Winkel der Welt der erneuerbaren Energien Hermann Scheer hervor. Sein Verein Eurosolar verleiht Preise an Personen, Initiativen und Unternehmen, die sich um die Solarwelt verdient gemacht haben. 2002 wurde dem Solarworld-Unternehmer Frank Asbeck der Europäische Solarpreis zugesprochen. (24) Asbeck wiederum zeichnete Scheer 2005 mit dem „SolarWorld Einstein-Award“ aus, der mit satten 25.000 Euro dotiert ist. (25) Die bereits als Hauptsponsor des großen Filmspektakels „Die 4. Revolution“ genannte juwi Holding AG wurde 2007 und 2008 von Eurosolar mit deutschen Solarpreisen ausgezeichnet. (26) Ein fürwahr geschlossenes und „selbstreferenzielles“ Ökolobby-System: Alles dreht sich im Kreis, und es bleibt zusammen, was zusammengehört, wenn es darum geht, die Subventionsorgien für die Solarindustrie auszukosten.

Mit der juwi Holding schließt sich auch der Kreis zu Scheers gescheiterten politischen Ambitionen in Hessen: Für die von ihm in den Ypsilanti-Wahlkampf eingebrachte Position, nach der das Land auf 100-prozentige Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen umstellen könne, fungierten juwi-Mitarbeiter als Koautoren. (27) Da die Vision der Energiewende ursprünglich für Rheinland-Pfalz gedacht war,28 findet sich unter den Sponsoren des Films „Die 4. Revolution“ dann auch die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz. (29)
So bescheiden wie seine Netzwerke gestaltet sich die Selbstwahrnehmung von Hermann Scheer. In einem Interview vor den letzten Bundestagswahlen sagte er: „Ich bin weltweit anerkannt als ein Vorreiter für die Wirtschaftsorientierung der Zukunft. Und wenn das einige scheinbar besonders kluge Köpfe noch nicht verstanden haben, ist das nicht mein Problem.“ (30) Chapeau, Herr Scheer!

Günter Ederer ist Wirtschaftsjournalist und Filmproduzent. Ein Kommentar von ihm mit dem Titel „Scheers Imperium“ ist am 15.4.10 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen.

Webtipp

Die 4. Revolution: 4-revolution.de

Anmerkungen

1Siehe energyautonomy.org/index.php?article_id=265&clang=0.
2Siehe 100-prozent-erneuerbar.de/mitmachen/aktionen/spendenaktion.html.
3Fabio Longo / Matthias Willenbacher / Christian Hinsch / Peter Glasstetter / Stephan Grüger: „Der Weg zum Energieland Hessen – Das Ziel: 100% erneuerbare Energien im Strommarkt in Hessen bis 2025“, Eurosolar e.V., 2008, eurosolar.de/de/images/stories/pdf/Hessen_Vision_2025_Eurosolar.pdf.
4SPD Landesverband Hessen: „Die Zeit ist reif für eine neue Politik in Hessen – Sozialdemokratisches Regierungsprogramm 2008-2013“, 2007 spd-hessen.de/db/docs/doc_16621_2007117151725.pdf.
5Siehe eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=458&Itemid=86; Steffie Augter: „Licht und Schatten bei Solarenergien“ in: WirtschaftsWoche, 23.4.08, wiwo.de/politik-weltwirtschaft/licht-und-schatten-bei-solarenergie-273414/.
6Siehe wcre.org; hermannscheer.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=5&Itemid=150.
7Siehe, wcre.de/en/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=21&Itemid=80.
8Siehe wcre.de/en/index.php?option=com_content&task=view&id=83&Itemid=80.
9Siehe rrbindia.com/mrrakeshbakshi.htm.
10Siehe world-renewable-energy-forum.org/download/WCRE_Gruendungsdok.pdf.
11Siehe rrbindia.com/mrrakeshbakshi.htm%20; www.klima-ueberraschung.de/show.php?id=29; climatescience.gov/Library/bios/pachauri.htm.
12Ch. Schrader: „Warum Pachauri zurücktreten sollte“ in: Süddeutsche Zeitung, 1.2.10, sueddeutsche.de/wissen/weltklimarat-warum-pachauri-zuruecktreten-sollte-1.70300; Jonathan Leake: „UN climate chief Rajendra Pachauri ‚got grants through bogus claims‘“ in: The Sunday Times, 24.1.10 timesonline.co.uk/tol/news/environment/article6999975.ece.
13Siehe wwindea.org/home/index.php?option=com_content&task=view&id=16&Itemid=27.
14Siehe hermannscheer.de/en/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=10.
15Siehe iwrpressedienst.de/Textausgabe.php?id=427; s.a. www.wip-munich.de/conferences.htm.
16Siehe de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Scheer.
17Siehe wcre.de/en/index.php?option=com_content&task=view&id=44&Itemid=58.
18Siehe wipage.de/solartransfer/download/01b92e93170a0800a/01b92e931908dc626.html.
19Siehe iset.uni-kassel.de/pls/w3isetdad/www_iset_page.show_menu?p_name=7280030&p_lang=ger.
20Siehe iset.uni-kassel.de/pls/w3isetdad/www_iset_new.main_page?p_name=7265001&p_lang=eng.
21Siehe wcre.de/en/index.php?option=com_content&task=view&id=44&Itemid=58.
22Siehe wbgu.de/wbgu_beiratsmitglieder.html.
23Siehe wbgu.de/wbgu_jg2007.html.
24Siehe haustechnikdialog.de/News/2346/KfW-und-EUROSOLAR-verleihen-Europaeische-Solarpreise-2002.
25Siehe zfmk.de/web/Presse/Mitteilungen/News/20051126_solarworld.de.html.
26Für die Preisverleihung 2007 siehe eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=119&Itemid=206; für 2008 siehe eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=139&Itemid=262.
27Fabio Longo / Matthias Willenbacher / Christian Hinsch / Peter Glasstetter / Stephan Grüger, 2008, a.a.O.; Informationen zu den Autoren siehe competence-site.de/Matthias-Willenbacher und competence-site.de/Christian-Hinsch.
28Matthias Willenbacher / Fred Jung / Christian Hinsch: „Der Weg zum Energieland Rheinland-Pfalz – 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis zum Jahr 2030“, JUWI Holding AG, 2008, deutscheumweltstiftung.de/down/vision2030-rlp_langfassung.pdf.
29Siehe energyautonomy.org/index.php?article_id=177&clang=0.
30„Scheer prophezeit SPD-Triumph“ in: Focus, 29.10.08, focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2009-scheer-prophezeit-spd-triumph_aid_344358.html.

Cover Novo 108/109 Lesen und diskutieren Sie alle Artikel der neuen Ausgabe. Die komplette Inhaltsangabe finden Sie hier: Inhalt. Ein Jahresabonnement kostet nur 37,80 Euro (Studenten 28,50 Euro). Zögern Sie nicht und bestellen Sie noch heute in unserem Shop. Damit bleiben Sie am Ball und sichern die Herausgabe eines wegweisenden Zeitschriftenprojekts.

Mehr zum Thema finden Sie im Dossier „Grüne NGOs“

Permanenter Link |

Gerade habe ich im Radio gehört, dass die Grünen, wenn heute Wahlen zum Berliner abgeordnetenhaus stattfänden, stärkste Partei würden. Ob dieser Artikel darauf einen Einfluss hätte?

Ich denke nicht. Man mag die gegenseitige Preisverleiherei unschön finden und evtl. auch an der aufrichtigkeit von Herrn Scheer zweifeln. Andererseits ist ja auch die Öl- und auch die Atomindustrie bestens bis nach oben vernetzt und verfügt über erheblichen Einfluss. Dies allein sollte auch kein Argument dafür sein, die Solartechnologie an sich in bausch und bogen zu verdammen.
Natürlich bin ich von Scheer ein wenig enttäuscht, da ich ihn bisher in einem ganz anderen Licht gesehen habe. Mich hätte interessiert, ob er als Minister in Hessen seine divernsen Posten abgegeben hätte…

Melanie Lohmann
02.09.2010  18:20

Hermann Scheers Vermächtnis am Ende seiner politischen Karriere ist, beschränkt auf Deutschland betrachtet, gar nicht so unerheblich und im ganzen Ausmass sehr erstaunlich. Ist er doch federführend für unserer tolles EEG verantwortlich gewesen. Für mich ein genialer Coup. Lobbyismus zur rechten Zeit am rechten Ort zu plazieren unter Ausnutzung einer günstigen politischen Konstellation. Das war für die rot/grüne Koalition ein willkommenens Affront im Kampf gegen die Atomlobby. Das die Zeche dabei dem Bürger aufgebürdet wurde ging im “Yes we can” unter. Damit erschöpfte sich allerdings der politische Einfluß Scheers auch erheblich und sein, letzlich nicht sehr sympatisches persönliches Gebaren, führten zu seinem politischen Aus nach der Hessenwahl. Für mich ist er seitdem auf dieser Ebene irgendwie verschwunden, obwohl ich ihm einen zweiten Versuch im Saarland zugetraut hätte.

Bei der lobbyistischen Seite Scheers, der Seite des Fürsten von und zu Eurosolar und, und, und… finde ich bemerkenswert, daß seine Bemühungen fern von der allseits geliebten Nachhaltigkeit stattfinden. Da alle Bestrebungen egozentrisch auf ihn selber, den Klein-Gore Scheer, ausgerichtet sind hat er nämlich versäumt die Thronfolge einzurichten. Ein Nachfolger aus der Politik wird nicht so schnell findbar sein und einen Nachfolger, der dann den intensiven Weg zur Politik , wie Scheer, findet halte ich für illusorisch. Mit Hermann Scheer als Person steht und fällt eben wohl dieses ganze lobbyistische Kartengebilde.

Beste Grüße B.

Bibliothekar
02.09.2010  21:14

Liebe Melanie Lohmann,

es geht überhaupt nicht darum die Solartechnologie in Bausch und Bogen zu verdammen. Sie bietet in ihrer jetzigen Effizienzform und mit den gegenwärtigen deutschen Produktionsverhältnissen, eben noch längst nicht die Alternative zu anderen Arten der Stromerzeugung, sondern lebt eben nur durch die Umleitung von Bürgergeldern, um den Anschein von Subventionen zu verschleiern, über das EEG an die entsprechenden Begünstigten dieser so ganz toll neuen Technologie. Selbst gegenüber der Windkraft, fällt sie Solartechnologie erheblich ab. Der Windkraft mangeld es nun wiederum an den Vorraussetzungen, die zu hoch sind, um diese zu einer ernsthaften Alternative zu machen. Stellflächen, Errichtungskapazitäten und Leitungsnetze sind auch von den willigsten Politbüros nicht aus dem Boden zu stampfen.

Beste Grüße B.

Bibliothekar
02.09.2010  21:42

Was mich mal interessieren würde: Kann man mit 100 % Strom aus “Erneuerbaren” diese überhaupt ökonomisch, sprich rentabel (ohne verkappte und direkte Subventionen) herstellen? Wer weiß, welche metallischen Komponenten in Windkraftanlagen verbaut werden, und wieviel Energie (Strom) deren Herstellung bedarf, muß doch erhebliche Zweifel anmelden. Mit derart teurem Strom können diese Komponenten nur aus dem Ausland importiert werden, das auf “Klimaschutz” einen dicken H…... sch…...! Auf die PV-Module trifft dies doch schon zu.

Genauso wie das Geld wieder an den Markt delegiert gehört, trifft dies auch auf die Energieerzeugung zu. Vielleicht wären dann z. B. die KKWs gar nicht entstanden und unsere Kohle hätte nie subventioniert werden müssen.

johanna
03.09.2010  00:59

Man kann per EEG nicht die Physik abschaffen (ich verweise hier auf einen Brief an den WDR von Prof. Alt, TU Aachen, der auf EIKE veröffentlicht wurde).

Hier mal was zum Nachrechnen, wenn es um den Flächenverbrauch geht,
ganz schön öko oder was?

Leistungsdichten im Vergleich:

* Wasserströmung (6 m/s) 108 kW/m2
* Sonnenstrahlung weniger als 1,37 kW/m2 (Mittel BR Deutschland 0,11 kW/m2)
* Windströmung(6 m/s) 0,13 kW/m2
* Gezeitenströmung (Mittel) 0,002 kW/m2
* Erdwärme 0,00006 kW/m2
* Öl (Heizflächenleistung eines Kessels) 20 - 30 kW/m2
* Kohle (Wärmestromdichte an der Berohrung im Dampferzeuger-Brennraum eines Kraftwerkes) 500 kW/m2
* Uran (Wärmestromdichte am Brennelement-Hüllrohr eines Kernreaktors) 650 kW/m2

Man kann ja gegen Kernenergie sein und die Kohle als „Klimakiller“ verteufeln.

Aber wer glaubt, Wind und Sonne könnten jemals rentabel, also im ökonomischen Sinne von „return of invest“  und „break-even-point“, Strom erzeugen, darf schön weiter träumen (vom energiesozialistischem Paradies).

Carl Meinen
03.09.2010  23:39

Wenn ich in Deutschland leben würde, dann würde ich solche Artikel kopieren und als Wurfzettel verteilen oder verteilen lassen, und dazu Spenden bei der Wirtschaft und Konkurrenzparteien der Grünen einsammeln.

Sven
06.09.2010  04:16

Ich habe die Agitationen des Herr Ederer noch schon eine Weile verfolgt und bin immer wieder entsetzt, wie er seine pseudo-wissenschaftliche Stellung in der Medienlandschaft mißbraucht, um immer wieder Halbwahrheiten und falsche Fakten zugunsten der Atom- und der fossilen Brennstofflobby zu verbreiten.
Die absolute Krönung dieser unveschämten und manipulativen Veröffentlichungen sind dann solche Pamphlete wie seine Rede zur “Volksinitiative Windrad” bei der er, als Lobbyist der Wirtschaft, versucht die Menschen für dumm zu verkaufen, in dem er die Förderung von erneuerbaren Energien durch Subventionen, in direkten kausalen Zusammenhang mit der Abzocke von HartzIV-Empfängern bringt. Aber ich denke, die meisten Bürger dieses Landes sind intelligent genug, diese Scheinheiligkeit seines Handels zu erkennen.
Vielleicht sollte er mal seriös recherchieren (was er ja immer vorgibt) und dann ehrlich und lückenlos auflisten, was die sozial Schwachen in unserer Gesellschaft seit Jahrzehnten zahlen müssen, weil die von ihm protegierten Großkonzerne (Energie, Pharma, usw.) heimliche Preisabsprachen treffen, um die Preise künstlich hoch zu halten !!! Aber darüber schweigt sich der feine Herr ja lieber aus ...
Wir müssen diesen Schritt in Richtung Erneuerbare Energien machen und natürlich ist das bei der gebotenen Eile auch nur mit gewissen Subventonen möglich, aber wenn man den gerade aktuell geschlossenen Atom-Deal von Schwaz-Gelb mit der Atomindustrie betrachtet, sollte man(n) (Herr Ederer) sich mal ganz bedeckt halten und sich auf die wirklichen Problem bzw. Skandale unserer Zeit konzentrieren ... aber dazu sind seine Kontake in diese Kreise ja leider zu intensiv und freundschaftlich.

In der Form, wie sich Ederer hier und anderswo äußert, kann man ihn eigentlich nur als gefährlichen energiepolitischen Brandstifter mit unzeitgemäßen und unverbesserlich-konservativen Ansichten bezeichnen !

Thomas Herbst
14.09.2010  13:02

@ Thomas Herbst

Es freut mich, daß Ederers Artikel in den einschlägigen Kreisen “wohlwollend” angekommen ist.
Und schon beginnt auch das übliche Procedere, wenn man keine Argumente hat greife man die Person an. Wer hier über das EEG ständig steigende Strompreise forciert, sollte in Punkto sozial Schwacher mal fein zurückhaltender sein. Das gilt auch für Aktivisten, wie Sie, Herr Herbst.
Wir sind hier nicht das Greenpeaceforum, wo man mit der Masche punkten kann. Hier sind die Feindbilder nicht so in Granit gemeißelt. Sie müssen ihre Behauptungen schon mit Fakten und akzeptablen Quellen belegen. Den Ederer kann ich nicht ausstehen, denn der ist ein Bösewicht, hilft da nicht weiter.

Bibliothekar
14.09.2010  20:16

Was heute so merkwürdig erneuerbare Energien genannt wird (was wird da eigentlich erneuert? Wer Physik vor dem Abitur nicht abgewählt hat, dem ist das klar)  sind im Grunde additive Energieträger (und so wurden Windkraft und Sonnenenergie auch früher korrekterweise bezeichnet).

Wenn wir also davon ausgehen, dass bis 2020 rund 30% unseres Stromverbrauchs aus additiven Quellen gedeckt werden sollen, bleiben immer noch 70% den konventionellen Energieträgern vorbehalten.

Versorgungssicherheit setzt permanente Verfügbarkeit eines Kraftwerkspark voraus, also rund um die Uhr. Aber auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine Rolle, so sind nur Kern- und Braunkohlekraftwerke in der Grundlast zu finden (Wasserkraft ist hier zu vernachlässigen), in der Mittellast gehen Steinkohle- und Gaskraftwerke ans Netz, für die Spitzenlast stehen Gasturbinen und Pumpspeicherwerke in Bereitschaft.

Die Windkraft erfüllt diese Voraussetzungen nicht und die Photovoltaik schon gar nicht (was ist nachts?). Für beide Energieträger müssen spezielle Schattenkraftwerke bereitstehen (wenn die Quote an EE noch weiter steigen sollte), um bei Windstille und Dunkelheit einzuspringen. Aber diese können nur Schnellstarter sein, die in kurzer Zeit das Netz ausregeln, also zusätzliche Gasturbinen zum schon bestehenden Kraftwerkspark, und somit Putin im Nacken.

Das Dilemma ist schon heute in der Grundlast besonders nachts groß, wenn der Wind bläst. Es laufen ja nur die im Grunde in der Lastregelung träge reagierenden Kern- und Braunkohlekraftwerke. Wenn nun die Netzzentrale sehr viel Windstrom hat, werden kurzerhand große Kraftwerke auf Inselbetrieb geschaltet und heruntergefahren; bei sehr starkem Wind (Sturm, böiger Wind) kann es aber dann sehr schnell zu Windmühlenabschaltungen kommen. Jetzt müssen wieder die Kraftwerke ran – aber eben sehr langsam. Für eine solche Hü- und Hott-Situation sind diese Kraftwerke aber nicht geeignet (das geht an die Substanz der Kessel und Turbinen).

Jede neue Windmühle oder jedes neues Solardach ersetzt kein einziges Kraftwerk. Sie leisten nur elektrische Arbeit, die die bestehenden Kraftwerke viel günstiger leisten könnten, aber auf Befehl von Angela und Norbert stillhalten müssen, wenn gerade die Sonne keine Rechnung schickt und der Wind uns den Öko-Marsch bläst.

Ja, liebe Weltenretter (wie Öko-Aktivist Thomas Herbst)

“The world will look up and shout “Save us!”... And I’ll whisper “No.”
Rohrschach (watchmen)

Carl Meinen
15.09.2010  01:00

Mutmassliche Preisabsprachen zwischen Grosskonzernen rechtfertigen sicher nicht die Subvention einer ganzen Brache. Wenn es um mehr Wettbewerb auf der Strommarkt ginge könnte man auch einfach nur dafür sorgen das kleine Anbieter ihren Strom einspeissen können, aber ohne Wucherpreise festzulegen. Wer Solarstrom will soll für den Irrsinn selber bezahlen.
Schon klar was jetzt wieder kommt, der Mythos von den Kosten der konventionellen Energie welche die Allgemeinheit angeblich zahlt. Wird duch Wiederholung auch kein besseres Argument.

Sven
15.09.2010  01:25

@ Sven

Die Energieversorgung eines hochindustrialisierten Landes, besteht aber nicht nur in der Stromerzeugung. Bei der Schaffung leistungsfähiger Netze und Regelstationen ist bei den kleinen Anbietern dann ganz schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. Energieintensive Großindustrie braucht schon sehr leistungsfähige Kraftwerke. Ein Stadtwerk kann das nicht so stemmen.
Manche haben aber leider die Illusion, daß der dicke Windstrom mit dem Elektroauto von der Nordsee nach Bayern fahren soll.

Bibliothekar
15.09.2010  10:58

Ich sage ja auch gar nix gegen Grosskraftwerke, nur kann es daneben noch kleine Anbieter geben. Es gibt auch nicht in jedem Dorf Industrie. Den Preis für den Netzumbau müssen sie bei Bedarf dann aber selber zahlen, und deren Energie sollte auch nicht subventioniert werden. Wobei es ja auch sein könnte das solche Anbieter bei Nachfragespitzen hilfreich sind, wenn es schon ein Grosskraftwerk gibt.
Das EE-Gesetz gehört auf jeden Fall in den Müll. Wer Solarzellen oder was auch immer will, soll sie selbst bezahlen, und den Strom einspeisen wenn Bedarf besteht, zum Preis konventioneller Energie.

Man kann vielleicht veranlassen das die Stromkonzerne ihre Kalkulation von Netz und Stromerzeugung trennen. Den Preis den sie für ihre Einspeisung bezahlen sollen auch kleine Anbieter bekommen, aber nicht mehr. Wenn sie zu dem Preis was anbieten können, z.B. weil sie Überschüsse haben, dann ist es gut aber mehr gibt es nicht.

Sven
15.09.2010  15:22

Mir ist nicht recht klar, was da für ein angeblicher Mythos entzaubert werden soll. Hat sich ein Hermann Scheer des Vergehens schuldig gemacht, kein mittel- und einflussloser Idealist ohne Netzwerke zu sein? Wie soll man etwas verändern, ohne eigene Netzwerke und Strukturen voranzubringen? Es ist wichtig, genau hinzuschaun und problematische Entwicklungen früh zu stoppen. Aber mit Verlaub, Herr Ederer, Ihrem Artikel fehlt es dann doch etwas an Substanz, um den Anschein erwecken zu können, die Erneuerbaren-Lobby stünde dem fossil-atomaren Kartell in puncto mafiöse Strukturen in nichts mehr nach. Über den Anfang eines schnöden Mappings solarer Protagonisten sind Sie nicht hinaus gekommen.

Lars
16.09.2010  15:29

> mafiöse Strukturen

Was soll das konkret sein?
Fakt ist, dass der Strom aus EE mehr kostet und der Bürger zum Bezahlen genötigt und gezwungen wird. Panikmache, internationale Vereinbarungen, Gesetze, etc.

Was machen die Anbieter von Energie aus konventionellen Quellen das man damit vergleichen kann? Und wozu eigentlich, wenn ihr Angebot doch eh besser ist? Vom Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen will ich aber nichts hören. Das dieses Atommüll-Problem ein Mythos ist, und der CO2-Ausstoss entweder global oder gar nicht eingeschränkt werden muss, setze ich als gegeben voraus. Was sonst? Preisabsprachen und zu wenig Wettbewerb? Warum fordert man dann nicht einfach mehr Wettbewerb statt den Ausbau von EE zu subventionieren?
Wir zahlen hier auf unserer spanischen Insel übrigens etwa 11cent/kwH, für Strom aus Schiffsdiesel und etwas Windenergie.

Sven
17.09.2010  16:22

@ Lars

Wenn Sie in Ederers Artikel nur “schnödes Mapping solarer Protagonisten” erkennen, so spricht das nicht gerade für Sie.
Der Solarlobby Scheer ist es nicht nur gelungen EE-Wunsch- und Traumwelten in die Köpfe der Entscheider zu tragen, sondern über aktive Teilnahme an der Gesetzesgebung, siehe EEG, dies auch noch in einen geldwerten Vorteil, zum Nachteil aller, umzuwandeln.
Das Prinzip, mit dem selben Personal immer neue Institutionen zu gründen, um eine ernstzunehmende Größenordnung für internationale Einflüsse zu erreichen ist nicht nur befremdlich, sondern bedenklich.
Wären Scheers Pläne zur Hessenwahl aufgegangen, hätten wir weitere Beispiele bekommen, wie die Gesetzgebung zugunsten eines Industriezweiges, beinflußt worden wäre.
http://nrwspd.net/db/docs/doc_19809_2008828115159.pdf

Bibliothekar
18.09.2010  07:03

Der Anfang des Artikels legt nahe, das der geneigte Leser jetzt eine Crashkurs in Aufklärung über EE bekomt und dann klar sieht wieso das keinen Sinn macht: “Wer immer noch daran glaubt, dass sich im Klimaschutz vorrangig von selbstloser Natur- und Menschenliebe getriebene und völlig machtlose Weltverbesserer tummeln, sollte dringend die grüne Brille absetzen. Von Günter Ederer “. Dann folgt eine lange Liste völlig belangloser Tatsachen, die ein Zeugnis ablegen für die Netzwerkfähigkeit und die Effizienz des Lobbyisten Scheer. Das war’s, mehr ist nicht zu finden. Keine These, keine Schlussfolgerung und schon gar keine Erklärung für irgendwas. Eine müßige Aneinanderreihung offensichtlicher Tatsachen. Scheer macht das ganze ja sogar auf der Bühne, das kann man mögen, muss man nicht. Aber es ist wenigstens transparent, da sollten sich andere Lobyisten mal eine Scheibe abschneiden! Ein völlig überflüssiger Artikel.

Der Wechsel zu EE der einfach aufgrund erschöpflicher Ressourcen (das gilt auch für Atomenergie) notwendig sein wird und schon ist, ist technisch machbar. Der ganze Streit geht immer nur um dieses unsägliche Kostenargument. Für mich ist das zu kurz gegriffen—wenn die Alternative (Beibehalten und Ausbau der fossilen/nuklearen zentralen Erzeugung) meine Lebensqualität so sehr einschränkt wie sie es heute schon tut, dann ist der Preis für eine Verbesserung unerheblich. Und der Wechsel wird eh kommen (müssen, eben wegen der Erschöpflichkeit), der Unterschied ist nur: wenn wir heute anfangen, dann wird der Übergang machbar und von uns gesteuert und damit kontrolliert im positiven Sinne. Wenn wir jetzt nichts tun und dann “unerwartet” und “plötzlich” die Ressourcen nicht mehr da sind, dann - ja dann was?! Dann wird der Übergang auch kommen, aber unkontrolliert da erzwungen. Meine Sorge gilt da den gesellschaftlichen Verwerfungen die mit so einem Übergang einhergehen - dem will ich mich nicht (und meinen Kindern nicht) aussetzen, daher setze ich mich für EE schon heute ein. Und das die zum Dogma erhobene Fixierung auf Wachstum, Rendite, BIP etc nicht das Gelbe vom Ei ist, haben schon viele bemerkt (man lese z.B. Meinhard Miegel, J. Rawl oder Hoimar v. Ditfurth…und das sind alles keine “Ökos”)

swieder
18.09.2010  11:46

Was will uns der Autor des Artikels “Das sonnige Imperium des Hermann Scheer” eigentlich sagen? Daß er gegen die regenerativen Energien ist? Daß er Kohle und Atomenergie bevorzugt? Die eine Energie, die eine unglaublich hohe CO2-Absonderung und anderen Dreck von sich gibt, die andere, deren Abfälle zukünftigen Generationen tödliche Gefahren hinterlassen? Hätte die Weltpolitik den Ernst der Lage zur Zeit des berühmten Berichts des Club of Rome erkannt, würden wir heute nicht über Kernenergie, Kohle, CO2-Belastung, verstrahlte Pilze in Bayern heute noch etc. reden. Aber damals wie heute haben internationale und nationale Konzerne agiert, deren kurzfristiges Interesse der Aktienkurs und der Profit waren und sind. Es ist allerhöchste Eisenbahn, daß Sonne, Wind und Wasser die Hauptträger unserer Energiegewinnung werden. Es gab seither soviele Ansätze, für die nie Geld zur weiteren Erforschung da war. Und leider macht diese Regierung immer noch eine Politik pro Kernenergie, wie man sehen kann: ein sehr schwerer Fehler. Ederer, der Autor, ist bei der FAZ gut aufgehoben - und soll dort auch bleiben. Für alle Freunde der Natur, der Literatur über diese Themen, über Erfolge der erneuerbaren Energien etc. kann ich nur “www.sonnenseite.com” von Franz & Biggi Alt empfehlen.

Klaus Dinkelbach
19.09.2010  15:08

> Der Wechsel zu EE der einfach aufgrund erschöpflicher Ressourcen (das gilt auch für Atomenergie) notwendig sein wird

Nur noch nicht jetzt, denn die Ressourcen sind noch lange nicht erschöpft, schon gar nicht die Atomenergie. Die entsprechenden Mythen sind eben genau das. Wenn die Kosten für konventionelle Energie steigen, folgt der Umstieg automatisch. Bis dahin reicht es die Technologien zu erforschen, ohne den Ausbau zu subventionieren.

> wenn die Alternative (Beibehalten und Ausbau der fossilen/nuklearen zentralen Erzeugung) meine Lebensqualität so sehr einschränkt wie sie es heute schon tut

Bitte?

> dann “unerwartet” und “plötzlich” die Ressourcen nicht mehr da sind, dann - ja dann was?!

Die Ressourcen werden nur nach und nach verbraucht und sind nicht plötzlich nicht mehr da.

> die zum Dogma erhobene Fixierung auf Wachstum, Rendite, BIP etc nicht das Gelbe vom Ei ist

Wachstum ist zentral und extrem wichtig! Sie werden damit leben müssen, dass andere nicht darauf verzichten wollen.

> Daß er gegen die regenerativen Energien ist?

Bin zwar nicht der Autor: Sie gehen da von sich selber aus, sehr entlarvend. Vernünftige Menschen sind nicht gegen eine Art der “Energieerzeugung”, sondern gegen unwirtschaftliche und ideologisch motivierte Strukturen.

> Die eine Energie, die eine unglaublich hohe CO2-Absonderung und anderen Dreck von sich gibt, die andere, deren Abfälle zukünftigen Generationen tödliche Gefahren hinterlassen?

Das sind eure Mythen, die sollten für die Politik so relevant sein wie die Heiligkeit irgendwelcher Berge.
CO2 das wir nicht ausstossen wird von anderen ausgestossen, das ist reine Umverteilung. Ein relevantes Atommüllproblem existiert ausserdem nicht. Zudem muss jeglicher Umstieg so gestaltet werden das sich die wirtschaftlichste Methode durchsetzt, und das ist bei der derzeitigen Politik nicht der Fall.

> Club of Rome
Deren Prognosen nicht eingetreten sind, prima Beispiel.

> deren kurzfristiges Interesse der Aktienkurs und der Profit
Der Wohlstand ALLER hängt davon ab.

Sven
19.09.2010  17:20

@Sven und Bibliothekar

... Augen zu, Kopf in den Sand, die ewig gleiche “Klima-skeptische” Leier plus Mythen von selbst regulierendem laissez-faire, den Selbstheilungskräften des Marktes… da fragt man sich, wie denn bitte das heutige fossile und nukleare Stromkartell hin gekommen ist, wo es heute ist? Durch Marktselbstheilung und ohne Unterstützung durch Staat und Melken der Verbraucher_innen? Dass ich nicht lache… Wenn entscheidende Probleme in den Bereich des Vor- bzw. Nicht-Diskutierbaren geschoben werden, dann kommen wir sowieso nicht ueber den Austausch von ohnehin verfestigten Positionen hinaus. Gegen Dogmen ist schwer anargumentieren.

Ohnehin ist mein Eindruck, dass novo argumente eine Tendenz zum “unclear, simple and wrong” aufweisen. Da kommt ihr hier sicher ganz gut ohne mich aus.

Lars
20.09.2010  12:39

@ Lars

Ich habe den Verdacht, Sie beschäftigen sich ohnehin lieber mit Parolen, als mit Fakten.
Der Weg der deutschen Stromunternehmen, bis nur noch 4 Große übrigblieben, ist tatsächlich sehr interessant. Sie sollten sich einmal damit beschäftigen. Lesen Sie bitte auch die Einflußnahme über die EU dazu.
Bisher konnte ich nicht erkennen, daß Sie hier etwas diskutieren wollten.

Bibliothekar
20.09.2010  13:30

“NovoArgumente schaut genau hin, beschreibt und analysiert. Wir wollen die Demokratie mit neuem Leben füllen, laden zur offenen Debatte ein und bieten dabei auch Raum für Standpunkte und Kontroversen, die die Pfade des Zeitgeistes verlassen. Mitstreiter sind willkommen.”

Lars - die glauben das wirklich hier…aber ich gebe Ihnen völlig recht, in der Energiefrage ist Novo sicher nicht neutral, da von “Skeptikern” die Dogmen/Positionen besetzt sind, da wird sich nicht dran rütteln lassen. Wenn man Atomenergie als die einzig regenerative Energiequelle annimmt und alle negativen Einflüsse der herkömmlichen Energieträger ausblendet sowie das Ressourcenproblem als Erfindung einer Verschwörung darstellt, ist diskutieren zwecklos. Und jeder der dagegen redet wird mitleidig belächelt und als dumm und unwissend hingestellt. Letztlich bedient man sich exakt der Mittel, die man bei den bösen Alarmisten verurteilt. Ich vermute da steckt einfach Angst dahinter, sich der Diskussion zu stellen und sich am Ende an einer Position wiederzufinden, die auch nur 1 mm von der jetzigen abweicht.

Nur zum klarstellen: ich denke auch nicht, das alles was im Bereich der EE zur Zeit passiert, richtig ist (CO2 Emissionshandel als Beispiel) aber eine Sachdiskussion ist zwecklos (hier jedenfalls). Aber den grundsätzlichen Umstieg auf EE voranzutreiben ist mir sehr wohl ein Anliegen. Und wie ich oben schon sagte: der Artikel ist eh überflüssig, da ohne Inhalt: alle geschilderten “Enthüllungen” sind öffentlich und transparent. Keine These, keine Schlussfolgerung und schon gar keine Erklärung für irgendwas. Eine müßige Aneinanderreihung offensichtlicher Tatsachen. Natürlich muss man deswegen Herrn Scheer nicht mögen. Aber Teyssen, Grossmann und wie sie alle heißen eben auch nicht - und was die tun, ist in keinster Weise transparent, das sollte man mal bei Novo recherchieren und offen legen.

swieder
20.09.2010  20:03

@Lars
Ich kann Ihren Beitrag nur so verstehen, dass sie behaupten EE-Strom wäre eigentlich billiger, aber weil Atom- und Kohle bevorzugt wurde haben die sich durchgesetzt.

> dann kommen wir sowieso nicht ueber den Austausch von ohnehin verfestigten Positionen hinaus.

Darauf laufen die meisten Diskussionen hinaus. Daher hat man Pressefreiheit, Demokratie, etc. Am Ende entscheidet die Wahl welche Sicht sich durchsetzt, die Kritik wird aber nicht verstummen.
Auf die Argumente oben könnte man aber durchaus eingehen.

Ich wollte noch unbedingt wissen inwiefern die fossile/nuklear und zentral bereitgestellte Energie Ihre Lebensqualität so sehr einschränkt. Da bin ich ja gespannt.

Sven
20.09.2010  21:28

@ swieder

Da sind wir doch schon wieder bei der Diskussion, von der Sie sich andernorts bereits verabschiedet haben.
Heute gebe ich Ihnen aber sogar mal in einem Punkt recht. Der Artikel von Ederer steht hier recht einsam da, verursacht zwar eine gut Diskussion, ist aber etwas unglücklich aus dem Heftzusammenhang gelöst worden. Man sollte eigentlich erst die vorhergehenden und dann noch den darauffolgenden Artikel im aktuellen Novo-Heft lesen. Dann stünde der Artikel in einem besseren Licht da.
In ihrem Kommentar gleiten Sie nun leider dazu über, irgendwelche Behauptungen aufzustellen, die hier keiner so geäußert hat.
Begründen Sie doch einmal, warum Sie den grundsätzlichen Umstieg auf die NIE (Neue Ineffiziente Energiequellen) so grundsätzlich wollen. Es muß doch ein tieferer Sinn dahinter stehen. Wollen oder müssen Sie so das Klima retten oder wollen Sie damit viel Geld verdienen? Sind Sie vielleicht überzeugt, das Sonne und Wind keine Rechnung schicken und meinen am Ende, den NIE-Strom gibt es dann für umsonst?
Wenn Sie nur Angst vor der Kernkraft haben können wir ja einstweilen andere fossile Energieträger nutzen. Für die mittleren Zeitläufe ist Mangel kein Argument. Aber warum zum Teufel sollen wir uneffiziente Energiequellen auf den Tron heben? Wo ist da die Logik?

Bibliothekar
20.09.2010  22:24

@Biubliothekar

das wird ziemlich Off-Topic hier wenn wir damit weitermachen, aber gut:

Da “andernorts” ja schon hinreichend geklärt wurde, das es in der Energie-“Diskussion” “andernorts” lediglich um Zugehörigkeit verschiedener Religionen/Glaubensrichtungen geht, sind Begründungen doch völlig überflüssig. Ich bin auch niemandem Rechenschaft schuldig, wieso ich einer bestimmen Weltanschauung/Ansicht/Überzeugung anhänge und ich will auch nicht von Ihnen missioniert werden. Und ihre Logik ist fehl am Platz: einer Unlogik (die Sie mir ja von vornherein unterstellen) ist mit Logik sowieso nicht beizukommen, egal um welchen Standpunkt es geht.

Nehmen wir doch das Nachhaltigkeitsdreieck was Ihr Gesinnungsgenosse (so sagt man doch wohl?) angeführt hat und das ich sehr wohl kenne: der Sinn und Zweck dieses Dreiecks ist es ganz sicher nicht, sich selbst darin zu verorten und dann mit dem Finger auf andere zu zeigen und deren Standpunkte mitleidig zu belächeln und deren Vertreter mit Unterstellungen in die Enge zu treiben. Akzeptieren Sie doch einfach, das es andere Standpunkte/Ansichten zum Thema Energie geben kann - es ist nichts weiter als das: ein anderer Standpunkt als der Ihre. Es gibt in dem Dreieck keine “Wahrheiten”, die logisch zu beweisen sind. Der Witz ist ja gerade der graduelle/fließende Übergang der Standpunkte im Dreieck “Soziales”, “Ökonomie” und “Ökologie” und nicht die “Beweisbarkeit” eines bestimmten Punktes darin. Auf dem Standpunkt, sich selbst dem “Primat” der Ökonomie zu unterwerfen und alles andere dem unterzuordnen befinde ich mich jedenfalls nicht - und ich bin froh das wir nicht von Wissenschaftlern regiert werden und genauso froh das wir nicht von Ökonomen regiert werden; nebenbei gesagt ist jede der Spitzen in dem Dreieck eine extreme Position (objektiv) und damit nicht mein Ding. Und bevor wieder Unterstellungen kommen: ich ordne auch nicht alles dem “Primat” der Ökologie unter. Ich habe da ein differenziertes Meinungsbild und will mich nicht auf ein Diskussion einlassen, die nur danach trachtet den Fehler in Argumenten zu finden um am Ende triumphierend zu grölen und Recht zu haben - ist mir viel zu kindisch.

Aber hier gerne ein paar Meinungen…Ja: Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist machbar. Ja: CO2-Zertifikate gehören abgeschafft. Soll man heute bereits, obwohl noch nicht überall kosteneffizient, die Wende hin zu erneuerbaren Energien einleiten? - Ja. Kommt es dabei zu Maßnahmen die unökonomisch sind? Vermutlich. Gegenfrage: ist es politisch legitim, ein Marktanreizprogram/eine Subvention für irgend etwas zu installieren um ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Ich sage: ja. Sind EEG, KWK-Förderung etc das richtige Instrument? Können wir gerne diskutieren.
Wie wird eine Technologie eigentlich ökonomisch? Ich verweise auf Technologie-Lernkurven (die gibt es für Windräder wie auch für Gasturbinen). Und um eine Lernkurve zu beschreiten, braucht es auch eine gewisse Menge der Produktion. Wie lange darf/muss man warten bis eine Technologie auf eigenen Beinen steht? schwierige Frage aber für mich ist die Antwort nicht “gar nicht”. Wie ist denn Atomkraft “ökonomisch” geworden (mal abgesehen von den externen Kosten, der Staats"versicherung”/Bürgschaft etc))? Wie bewerten Sie in Ihrer ökonomischen Betrachtungsweise eigentlich Lebensqualität? Was ist Lebensqualität (für Sie wohlgemerkt)? Ist es legitim, zu seiner Lebensqualität auch eine sauber Umwelt zu rechnen (ich sage: ja)? usw. Und nochmal: diese Fragen stehen immer in einem Kontext - der kann sich auch ändern. Fundamentalistische, “dies ist die logische Wahrheit” Standpunkte können über ihre extreme Position kritische, notwendige Diskussionen anstoßen und auch einen Gegenpol darstellen, wenn man der Meinung ist das Pendel ist zu weit auf der anderen Seite. Aber “wahr” oder “besser” sind sie nicht als jeder andere Standpunkt.

Das oben sind alles Fragen über die man sich gerne austauschen kann. Aber nicht so wie “andernorts”. Solange es in Ihrer Anschauung/Welt nur 100% Planwirtschaft oder 100% freie Marktwirtschaft (was “andernorts” falsch als “Ökonomie” bezeichnet wird), richtig/falsch usw. - Gegensatzpaare eben - gibt, empfinde ich jede Diskussion als müßig. Und deshalb muss ich die auch nicht führen.

swieder
21.09.2010  15:29

@ swieder

Ich bleibe dabei und sehe nicht ein , warum die EE die Lösung aller energetischen Probleme sein sollen. Mir geht es auch nicht nur darum, ob sie in der Lage sind die Energieversorgung zu sichern, sondern mich interessiert auch, ob mit der Festlegung auf EE und dem Rückfahren der fossilen Energieerzeugung, sinnlos Werte vernichtet werden. Schalte ich eine bestimmte Technologie in Gänze ab, kann sie nicht mehr so ohne weiteres reaktiviert werden und dies gilt dann auch für Forschung und (Weiter)Entwicklung. Der internationale Trend entspricht nicht dem deutschen Bild. Deutschland würde sich vom umfassenden Energieexperten zum Spezialisten einer bestimmten Nische machen. Darum geht es mir und nicht darum Ihnen irgendwelche Standpunkte madig zu machen.

Bibliothekar
21.09.2010  20:33

Sven
22.09.2010  19:25

@Bibliothekar
    Da muß ich erst mal fragen was Ihrer Meinung nach die energetischen Probleme sind - meinen Sie Aufgaben einer Energieversorgung bzw. Ansprüche an sie? Falls ja: ich sehe in dem Fall z.B. Versorgungssicherheit, Ausbaufähigkeit für zukünftig steigende Energieverbräuche weltweit, Vermeidung von Umweltschäden (ist ja schön das mein Garten schön grün ist aber ich finds nicht so toll wenn ich mir Ölförderungen in Afrika oder Russland ansehe oder Uranabbau. Außerdem belastet eine belastete Umwelt oft auch meine Gesundheit und verursacht Kosten für alle). Ich hätte noch den Anspruch Ressourceneffizienz: ich finde es nicht schlau mit viel Aufwand (als Beispiel) Kohle abzubauen, zu transportieren über irre Entfernungen (ist heute natürlich toll kosteneffizient weil Kraftstoffe ja so schön billig sind) und am Ende mit den bekannten Wirkungsgraden grob 2/3 in ungenutzte Wärme zu verwandeln (Durchschnitt)...Stichwort Erntefaktor. Wird das alles heute durch EE kosteneffizient bereits geleistet? Nein. Soll man deswegen die EE nicht fördern? Nein. Ist das Planwirtschaft? Nein. My 2 cent.

Zur sinnlosen Wertvernichtung: mir geht es darum, den Wandel hin zu EE einzuleiten. Ja, Vollversorgung mit EE ist in meinen Augen machbar. Wann? Nun, ich bin realistisch genug zu sehen, das auch in 40 Jahren noch ein erheblicher Anteil der Energieversorgung auf fossilen Primärenergieträgern beruht (hoffentlich effizienter und weniger umweltbelastend als heute). Über das Potential der Atomkraft möchte ich nicht diskutieren weil ich denke das es erstens auch ohne geht und zweitens die Risiken (Uranabbau (Stichwort Lebensqualitöt, s.o.), Proliferation, Endlagerung hochradioaktiver Abfälle) zu hoch sind. Weiterhin bin ich nicht von der bedingungslosen Wirtschaftlichkeit überzeugt (die immer genannten cent-Werte für Gestehungskosten beziehen ganz wesentliche externe Kosten nicht mit ein). Von den beiden Punkten ist mir der mit den Risiken aber wichtiger (können Sie ruhig “Angst” nennen). Zurück zum Thema Wertvernichtung: da die Umstellung hin zu EE sowieso sehr lange dauert, kommt es in meinen Augen nicht zu sinnloser Wertvernichtung (ich will ja nicht die Kraftwerke morgen plattmachen und alles mit EE zupflastern) sondern zum kontrollierten Auslaufen lassen. Ich sehe nicht ein, wieso damit nicht schon heute begonnen werden kann oder soll.

Das Argument mit dem Trend finde ich irgendwie lustig :) das wäre so wie wenn ich sagen würde (Konjunktiv!) der internationale Trend ist ganz klar dahin, zu glauben das es einen menschenverursachten Temperaturanstieg gibt und die Klimapolitik sollte entsprechend darauf abgestimmt werden…ich weiß, so meinten Sie es nicht aber das Argument würden Sie mir mit Recht um die Ohren hauen.

Die seit 2009 gesetzten Anreize Richtung vermehrten Eigenverbrauchs von EE ist z.B. meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung - durch die Kombination von dezentraler Energieerzeugung und lokaler Speicherung beansprucht ein Nutzer auch deutlich weniger das Netz (und dann sind auch die üblichen Kostenrechnungen für private Stromabnehmer zu ändern (Stichwort Durchleitungsgebühren etc…diese Dinge entfallen schlichtweg bei Eigenverbrauch)). Durch Kombination von Supercaps und anderen Speichern ist auch im s-Bereich Versorgungssicherheit gewährleistet - da braucht man auch kein Schattenkraftwerk. Bei kluger Dimensionierung der Erzeugung/Speicher kann mit heutiger Technik also schon viel getan werden. z.B. Younicos, Voltverk und andere arbeiten da bereits an Lösungen die angeboten werden. Und nein, ich vermute das ist Stand heute noch nicht ohne Förderung kosteneffizient aber wenn wir das Thema Lernkurve jetzt noch anfangen, wird es gänzlich off-topic, da bin ich mir nicht sicher ob das hier gewünscht ist.

swieder
22.09.2010  21:28

@Bibliothekar
    Da muß ich erst mal fragen was Ihrer Meinung nach die energetischen Probleme sind - meinen Sie Aufgaben einer Energieversorgung bzw. Ansprüche an sie? Falls ja: ich sehe in dem Fall z.B. Versorgungssicherheit, Ausbaufähigkeit für zukünftig steigende Energieverbräuche weltweit, Vermeidung von Umweltschäden (ist ja schön das mein Garten schön grün ist aber ich finds nicht so toll wenn ich mir Ölförderungen in Afrika oder Russland ansehe oder Uranabbau. Außerdem belastet eine belastete Umwelt oft auch meine Gesundheit und verursacht Kosten für alle). Ich hätte noch den Anspruch Ressourceneffizienz: ich finde es nicht schlau mit viel Aufwand (als Beispiel) Kohle abzubauen, zu transportieren über irre Entfernungen (ist heute natürlich toll kosteneffizient weil Kraftstoffe ja so schön billig sind) und am Ende mit den bekannten Wirkungsgraden grob 2/3 in ungenutzte Wärme zu verwandeln (Durchschnitt)...Stichwort Erntefaktor. Wird das alles heute durch EE kosteneffizient bereits geleistet? Nein. Soll man deswegen die EE nicht fördern? Nein. Ist das Planwirtschaft? Nein. My 2 cent.

Zur sinnlosen Wertvernichtung: mir geht es darum, den Wandel hin zu EE einzuleiten. Ja, Vollversorgung mit EE ist in meinen Augen machbar. Wann? Nun, ich bin realistisch genug zu sehen, das auch in 40 Jahren noch ein erheblicher Anteil der Energieversorgung auf fossilen Primärenergieträgern beruht (hoffentlich effizienter und weniger umweltbelastend als heute). Über das Potential der Atomkraft möchte ich nicht diskutieren weil ich denke das es erstens auch ohne geht und zweitens die Risiken (Uranabbau (Stichwort Lebensqualitöt, s.o.), Proliferation, Endlagerung hochradioaktiver Abfälle) zu hoch sind. Weiterhin bin ich nicht von der bedingungslosen Wirtschaftlichkeit überzeugt (die immer genannten cent-Werte für Gestehungskosten beziehen ganz wesentliche externe Kosten nicht mit ein). Von den beiden Punkten ist mir der mit den Risiken aber wichtiger (können Sie ruhig “Angst” nennen). Zurück zum Thema Wertvernichtung: da die Umstellung hin zu EE sowieso sehr lange dauert, kommt es in meinen Augen nicht zu sinnloser Wertvernichtung (ich will ja nicht die Kraftwerke morgen plattmachen und alles mit EE zupflastern) sondern zum kontrollierten Auslaufen lassen. Ich sehe nicht ein, wieso damit nicht schon heute begonnen werden kann oder soll.

Das Argument mit dem Trend finde ich irgendwie lustig :) das wäre so wie wenn ich sagen würde (Konjunktiv!) der internationale Trend ist ganz klar dahin, zu glauben das es einen menschenverursachten Temperaturanstieg gibt und die Klimapolitik in Deutschland wird daher folgerichtig entsprechend darauf abgestimmt…ich weiß, so meinten Sie es nicht aber das Argument würden Sie mir mit Recht um die Ohren hauen.

Die seit 2009 gesetzten Anreize Richtung vermehrten Eigenverbrauchs von EE ist z.B. meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung - durch die Kombination von dezentraler Energieerzeugung und lokaler Speicherung beansprucht ein Nutzer auch deutlich weniger das Netz (und dann sind auch die üblichen Kostenrechnungen für private Stromabnehmer zu ändern (Stichwort Durchleitungsgebühren etc…diese Dinge entfallen schlichtweg bei Eigenverbrauch)). Durch Kombination von Supercaps und anderen Speichern ist auch im s-Bereich Versorgungssicherheit gewährleistet - da braucht man auch kein Schattenkraftwerk. Es gibt mittlerweile auch Systeme die mit Frequenzschwankungen zurecht kommen. Bei kluger Dimensionierung der Erzeugung/Speicher kann mit heutiger Technik also schon viel getan werden. z.B. Younicos oder Voltwerk und andere arbeiten da an Lösungen die heute bereits angeboten werden. Und nein, ich vermute das ist Stand heute noch nicht ohne Förderung kosteneffizient aber wenn wir das Thema Lernkurve jetzt noch anfangen, wird es gänzlich off-topic, da bin ich mir nicht sicher ob das hier gewünscht ist.

swieder
22.09.2010  21:44

@ Sven

wieso nicht auch gleich diese Seite über Atomkraftexperten Moore mitliefern—wir schauen doch genau hin und wollen eine offene Debatte:

http://www.lobbywatch.org/profile1.asp?PrId=89&page=M

my 2 cent: Mr. Moores Meinung zum Thema Atomkraft interessieren niemanden. Wie er es mit seinem Hintergrund in die ZEIT online schafft, ist mir schleierhaft. Müsste man glatt mal Herrn Sven Stockrahm fragen…Ich nenne das Effekthascherei.

swieder
22.09.2010  22:36

Die Meinungen von Herr Moore interessieren offenbar schon einige Leute, sonst gäbe es nicht diese Aufregung, und Lobbyismus ist ja angeblich kein Problem. Ist doch alles transparent. Ändert nichts daran das seine Argumente zur Atomkraft stimmen, nur das mit dem CO2-Problem nimmt er zu ernst.
Ihre langen Artikel können Sie sich auch sparen. Die Kosten der fossilen Energieträger und der Atomkraft sind niedriger, die Lebensqualität damit höher, und die Umweltschäden halten sich in Grenzen. Der Wechsel zu anderen Konzepten muss über den Markt erfolgen, auf keinen Fall über irrationale Politik und Öko-Lobbyismus.

http://ef-magazin.de/2010/09/18/2551-energiekonzept-angela-merkels-energiespar-totalitarismus

Sven
23.09.2010  03:44

Warum wird die fossile Stromerzeugung so massiv bekämpft?

1. Sie erzeugt Umweltschäden und sehr schwierig zu handhabende Abfallprodukte. Das ist generell richtig und diskussionswürdig, gilt aber ebenso für andere Produktionsprozesse, die nicht in dieser Art bekämpft werden.

2. Sie ist an die Verfügbarkeit der Ressourcen geknüpft. Hierzu gibt es sehr divergierende Meinungen, aber mittelfristig wohl keine ernsthaften Probleme.

3. Sie schädigt das Klima. Das mag wohl für die Nutzung von Gas, Kohle undn Öl zutreffen, sofern man von der extremen Schadwirkung des CO2 überzeugt ist. Für die Kernenergie taugt dieses Argument nicht.

4. Sie ist zu billig und es müssen alle “externalen Kosten” eingerechnet werden. Das hätte man gern um den Preis der Kernenergie auf Grund der Millionen Jahre dauernden Lagerung der Abfälle, auf 3000€+++ pro kwh zu treiben.

5. Sie ist und war ein Grundpfeiler des Wachstums. Hier sind wir nun am Hauptgrund angelangt, da man dieses Wachstum neuerdings als die Wurzel aller Übel erkannt haben will. Ein stetiges Wachstum steht im Widerspruch zur These der “Grenzen des Wachstums”. An dieser, wie auch immer bezifferten Grenze, will man nun das Wachstum zum Stillstand bringen. Der geeignetste Weg dazu wird in der Verteuerung und Verknappung der Energieversorgung gesehen. Dies soll durch den vorschnellen, überstürzten Einsatz der sogenannten EE gesteuert werden. Die Energieversorgung soll sich nicht mehr am Bedarf ausrichten, sondern der Bedarf soll sich an der Energieversorgung ausrichten. Solange aber mit den fossilen Energieträgern eine robuste Versorgung möglich ist, stehen diese diesen Zielen im Wege. Deshalb der erbitterte Kampf gegen die fossile Energieversorgung, zudem man sich seit Jahren auch der Katastrophe des Klimawandels bedient.

Bei der These der “Grenzen des Wachstums” wird auch außer Acht gelassen, daß gerade der Umweltschutz dort am meisten profitiert hat, wo das Wachstum stetig und in geordneten Bahnen verlief. Man braucht nur einmal in Deutschland vor die Haustüre zu treten und den Blick über die Protestplakate zu heben.

Bibliothekar
23.09.2010  06:57

@Sven

“Die Kosten der fossilen Energieträger und der Atomkraft sind niedriger, die Lebensqualität damit höher” ??? Das müssen sie erklären, damit es alle verstehen - nicht postulieren.

“, und die Umweltschäden halten sich in Grenzen”. Mag sein - für mich sind die erträglichen Grenzen für tolerierbare Umweltschäden bei den herkömmlichen Energieträgern überschritten. Das steht natürlich immer im Kontext und mag von jemandem der gar keine Energie hat, anders gesehen werden.

Das Thema mit der Transparenz sehe ich anders. Natürlich ist verdeckter Lobbyismus immer schlecht (auch im Bereich EE - aber der Aufhänger hier mit Herrn Scheer trifft ja genau da nicht zu, das ist ja kein verdeckter, sondern offener Lobbyismus). Wenn Herr Moore sagen würde von wem er bezahlt wird und dann sagt er ist für Atomkraft - ok. Zu sagen “ich bin Greenpeace aber war verblendet und habe endlich eingesehen wie toll Atomkraft ist” - das ist nicht ok weil er die Wahrnehmung des Lesers zu seinen Gunsten verfälscht. Und der Hintergrund hätte von der Berichterstattung her (wegen der Transparenz) durch den Schreiberling wenigstens genannt werden müssen. Schließlich ist der Sinn einer offenen Debatte der, das der Leser keine Meinungsbildung auf Basis einseitiger Informationen vornimmt.

swieder
23.09.2010  19:03

@Bibliothekar

zu 1) das sehe ich auch so. Mein Anspruch gilt für alle Produktionsprozesse (auch für Solarzellen, Batterien etc.)

zu 2) was ist mittelfristig? Ich denke die Preise für die herkömmlichen Energieträger sind a) künstlich niedrig und b) werden auch ohne EE kontinuierlich ansteigen.

zu 3) zur extremen Schadwirkung von CO2 kann ich nichts sagen da ich davon zu wenig verstehe - ich versuche mir ein Bild zu machen aber das ist mit Verlaub gesagt schwierig. Atomkraft ist signifikant besser als jeder fossile Brennstoff wenn man nur auf CO2 schaut. Allerdings ist Atomkraft auch signifikant schlechter (bei CO2) als Wind, Wasser, Sonne (in der Reihenfolge) [1]. Zudem ist es (selbst wenn man die 66 gCO2e/kWh ausblendet) die notwendige Steigerungsrate beim Bau neuer Atomkraftwerke, um eine Reduktion des CO2 levels zu erreichen, nicht zu leisten - schlicht weil die Kraftwerke nicht so schnell gebaut werden können. Der Bau eines einzelnen Kraftwerkes dauert je nach Land typisch 10 Jahre. In 10 Jahren ist der Anteil der regenerativen in D aber um satte 8% gewachsen. Rein aus der CO2 Sicht macht meiner Meinung nach die Atomkraft also überhaupt keinen Sinn, weil der Effekt marginal ist.

4) jein. Ja: externe Kosten müssen bei jedem Produkt mit rein weil sonst kein ökonomischer Vergleich gemacht werden kann. Nein: der Zweck ist natürlich nicht Atomstrom schön teuer zu reden. Ich habe nur gesagt das die 1-2 cent die immer genannt werden, viel zu niedrig sind und daher kein Vergleich sein dürfen.

5) Hm. Das Wachstum als Wurzel allen Übels? Meinen Sie, weil ich andernorts mal Meinhard Migel zitiert hatte? Was ich da gesagt hatte ist: es gibt keinen Konsens über mehr Wachstum = mehr Wohlstand (und um letzteres geht es). Und in die Richtung geht (denke ich) auch die “Grenzen des Wachstums”. Es geht ja nicht um Wohlstandsverhinderung - ich denke nicht das man Menschen über Verzicht und Einschränkung dazu bringt, die Energieproblematik zu lösen (Vermeidung von Verschwendung zähle ich allerdings nicht zu Verzicht). Es geht darum, das man sich von der Prämisse löst, daß auf unserem (dem westlichen) Wohlstandslevel *immer noch* die Gleichung mehr Wachstum = mehr Wohlstand gilt. Das mag für Menschen gelten, die einen deutlich niedrigeren Wohlstandslevel haben als wir und dort wird mehr Wachstum sicher mehr Wohlstand bringen. Und hier in D, EU, USA nach dem 2. Weltkrieg: ja sicher. Aber heute+hier? Ja es gibt ein Wohlstandsgefälle, auch innerhalb der USA, auch in D usw. Dann muss stärker die soziale Komponente des Nachhaltigkeitsdreiecks zum Zuge kommen, nicht die rein ökonomische. Auch das ist keine Planwirtschaft.

swieder
23.09.2010  19:45

@Bibliothekar

sorry, hatte die Quelle [1] vergessen:

[1] http://www.nirs.org/climate/background/sovacool_nuclear_ghg.pdf

swieder
23.09.2010  19:57

> “Die Kosten der fossilen Energieträger und der Atomkraft sind niedriger, die Lebensqualität damit höher” ??? Das müssen sie erklären, damit es alle verstehen - nicht postulieren.

Habe ich schon längst, Beispiel Klimaanlagen. Ausserdem ist das so offensichtlich, was gibt es daran zu erklären das die Lebensqualität höher ist, wenn die Stromkosten niedrig sind?

> für mich sind die erträglichen Grenzen für tolerierbare Umweltschäden bei den herkömmlichen Energieträgern überschritten

Tja, darüber kann man nicht wirklich sinnvoll diskutieren. Letzlich basiert alles auf der Bewertung und Fiktion von Umweltschäden und angeblichen Zusatzkosten. Zu versuchen einer Gesellschaft Wachstum zu verbieten ist auch eine Frechheit, und der Traum von einer sozialistischen Umverteilung als Alternative weltfremd. Die Firmen und Menschen werden einfach auswandern.

Zum Glück ist dieser Luxus der Gutmenschen-Politik bald auch vorbei: http://www.leap2020.eu/GEAB-N-47-ist-angekommen-Die-umfassende-weltweite-Krise-Frühjahr-2011-Willkommen-in-den-United-States-of-Austerity-Auf_a5189.html

Sven
24.09.2010  01:41

@Sven

“Außerdem ist das so offensichtlich, was gibt es daran zu erklären das die Lebensqualität höher ist, wenn die Stromkosten niedrig sind? ” Klar, bitte geben Sie mir einfach einen link/Beleg zu der für jeden Menschen allgemeingültige Definition von Lebensqualität. Ach sorry, die gibts ja nicht - Menschen sind ja verschieden. Was für mich dazu gehört schrieb ich oben. Und wenn Stromkosten künstlich niedrig sind wird das Argument absurd. “alles basiert auf der Bewertung und Fiktion von Umweltschäden und angeblichen Zusatzkosten” - soll das ein sachlicher Beitrag sein, was ist Ihr Problem? “Zu versuchen einer Gesellschaft Wachstum zu verbieten ist auch eine Frechheit, und der Traum von einer sozialistischen Umverteilung als Alternative weltfremd” ...Frech ist, das Sie nichts sachliches beitragen hier. Nochmal für sie: niemand verbietet Wachstum - aber das mehr Wachstum=mehr Wohlstand bedeutet ist lediglich eine von mehreren Meinungen.

swieder
24.09.2010  18:33

@swieder
Auf ihre Glaubenssätze gibt es keine sachliche Antwort. Ich habe einfach keine Lust Dinge die schon tausend Mal wiederlegt wurden, wieder durchzukauen. Ihnen fehlt einfach der gesunde Menschenverstand, wenn Ihnen die Uranverseuchung um afrikanische Minen eine grössere Einschränkung der Lebensqualität sein soll als teurer Strom. Etwas Konkreteres können Sie ja nicht nennen, und Sie wollen sehr wohl Wachstum durch politische Eingriffe einschränken. Das dies nicht zu Wohlstandsverlusten führt ist einfach Unsinn.

> eine von mehreren Meinungen

Tja alles ist irgendwie eine von mehreren Meinungen, manche sind aber halt näher an der Realität als andere, beispielsweise die das die Ökolobby ein Haufen Spinner und Abzocker ist.

Sven
24.09.2010  20:23

@ Sven

Sie sehen ja, wenn man feststellt, daß Umweltschutz und Sozialwesen auf ein robustes ökonomisches Fundament gestellt sein müssen und daran gemahnt, daß, wenn ich ein mehr an Umweltschutz und Sozialwesen haben will auch dieses Fundament erweitert werden muß, hat man für manche keinen sachlichen Beitrag geleistet.

@ swieder

Ihnen kann ich nur zu einem Novo-Abonnement raten. Das hilft die Gedanken etwas zu ordnen, falls man die Zeitschrift denn auch liest und drüber nachdenkt.

Im aktuellen Heft sind dann auch weitere Beiträge zum Scheer-Imperium von Daniela Korn zu finden. So transparent und offen, wie Sie hier behaupten, sind die Verflechtungen und Methoden der Solarlobby unter Scheer nun doch nicht oder glauben Sie diese Informationen liegen als Dossier auf einem silbernen Tablet?

Bibliothekar
24.09.2010  22:29

@Bibliothekar

ich habe es oben schon gesagt: JA, verdeckter Lobbyismus ist schlecht, egal ob durch die Solarlobby oder die Atomlobby. Da ich das Heft nicht habe, kann ich die anderen Texte nicht beurteilen. Grundsätzlich halte ich es für sehr gut, das es mittlerweile ein starkes Gegengewicht zu der seit Jahrzehnten existierenden und verdeckt operierenden Lobby der großen Energiekonzerne gibt, das wird ja auch sehr sachlich in dem Artikel “Freunde der EU” beschrieben. Besser wäre natürlich wenn der Lobbyismus grundsätzlich weniger Einfluss auf die Politik hat als heute und wenn er transparent wäre - auf beiden Seiten. Das aber jetzt ausgerechnet der Lobbyismus der Solarindustrie heraus gepickt wird um zu zeigen wo es unlauter zugeht, ist schlichtweg ein Witz.

@Sven
“Ihnen fehlt einfach der gesunde Menschenverstand, wenn Ihnen die Uranverseuchung um afrikanische Minen eine größere Einschränkung der Lebensqualität sein soll als teurer Strom.”

Das ist zynisch und menschenverachtend.

swieder
25.09.2010  10:35

Lobbyismus ist die Folge eines Staates der sich überall einmischt und jederzeit bereit ist seine Betätigungsfelder zu erweitern. Unternehmer müssen sich dann wehren oder sie versuchen Profit daraus zu schlagen. Dagegen hilft nur Rückzug des Staates, in dem Fall aus der Pseudo-Umweltpolitik. Umweltpolitik ist es eh nicht, weil keine Umwelt geschützt wird. Autoritäte Gutes-Gewissen-Politik würde als Bezeichnung besser passen. 

> Das ist zynisch und menschenverachtend.

Ja typisch, rationales und oppositionelles Denken ist zynisch und menschenverachtend. Nochmal: Was hat das mit Lebensqualität zu tun? Und warum sollen andere dafür zahlen das sie ein gutes Gewissen haben? Wenn sie Solarzellen wollen, zahlen sie gefälligst den vollen Preis. Mir ist diese angebliche Verseuchung in Afrika oder sonstwo jedenfalls egal, vor allem tangiert sie nicht meine Lebensqualität. Ebenso wenig wie das CO2-Ausstoss in Europa statt irgendwo in der Welt stattfindet.
Weniger Grüne in den Medien, Bildungseinrichtungen und der Politik würde auf jeden Fall meine Lebensqualität verbessern.

Sven
25.09.2010  13:05

@ swieder

Nein, der Witz ist der, daß gerade die EE-Lobbyisten an vorderster Front stehen, wenn es darum geht Andere unlauterer Methoden zu zeihen und Behauptungen über die enge Verflechtung von Lobby, Wirtschaft und Politik in die Welt zu setzen. Sie selbst stellen sich dabei stets als Hort der Lauterkeit hin und geben vor nur der Rettung der Welt zu dienen.
Das eigentlich Schlimme an der Sache ist jedoch, daß im Falle der Solarindustrie, eine der ineffizientesten Energieerzeugungarten, durch gezielten Lobbyismus zur Heilquelle für die Welt hoch gepuscht wird. Das Weben eines gigantischen Spinnennetzes mit immer neuen Querfäden, soll so eine gigantische Spinne vortäuschen, deren Stimme man jederzeit beachten sollte. Es entsteht der mediale Eindruck einer großen Stärke und Masse, hinter der aber eigentlich nur eine überschaubare Gruppe steckt, die sich gegenseitig fleißig, auf großen Bühnen, auf die Schultern klopft. Das ist das Prinzip Hermann Scheer, der sich bisher aller paar Jahre selbst eine neue Krone aufgesetzt hat und einen neuen Titel verlieh.

Bibliothekar
25.09.2010  14:44

@Sven

“Mir ist diese angebliche Verseuchung in Afrika oder sonstwo jedenfalls egal, vor allem tangiert sie nicht meine Lebensqualität.”

Wenn Menschen in Afrika oder “sonstwo” mit Ihrem Leben und Ihrer Lebensqualität dafür zahlen, daß wir billige Energie haben und ihnen das egal ist, dann ist das genau das, was ich als zynisch und menschenverachtend bezeichne.

Aber weil ja nicht sein kann was nicht sein darf, leugnen Sie jetzt einfach daß es (z.B.) bei der Ölförderung am Niger zu Problemen kommt. http://science.orf.at/stories/1653848/  (vermutlich zucken Sie mit der Schulter und denken sich “selbst Schuld” - das ist ja so schön einfach…). Träumen Sie weiter in Ihrer heilen Welt, in der “jeder” (also: Sie) billig einkaufen kann und es keine Problem (bei Ihnen im Garten) gibt.

@Bibliothekar
nochmal: JA, verdeckter Lobbyismus ist schlecht, das habe ich doch bereits gesagt. Aber Hermann Scheer hat das ganz sicher nicht erfunden. Und das Argument mit dem Gegengewicht gilt in meinen Augen nach wie vor. Letztlich bedient sich die Solarlobby derselben Mittel wie vorher die Energielobby und hat so “Erfolg” - das ich in beiden Fällen die Art und Weise nicht richtig finde habe ich schon gesagt.

swieder
28.09.2010  20:59

> Wenn Menschen in Afrika oder “sonstwo” mit Ihrem Leben und Ihrer Lebensqualität dafür zahlen, daß wir billige Energie haben und ihnen das egal ist, dann ist das genau das, was ich als zynisch und menschenverachtend bezeichne.

Bezeichnen Sie es wie sie wollen, ich halte das für Quatsch und es ist aber meine Sache, es geht Sie nichts an. Der Staat hat es uns nicht vorzuschreiben.
Die Frage war wie Kohle und Atomkraft die Lebensqualität bei uns beeinträchtigten. Eine wirkliche Beeinträchtigung gibt es also nicht, nur wollen einige Leute ein besonders gutes Gewissen und sich als Moralaposten aufspielen.

Sven
28.09.2010  23:09

@ swieder

Ich denke, um die Frage offener oder verdeckter Lobbyismus geht es nicht. In der medialen und politischen Meinungsbildung geht es um guten oder bösen Lobbyismus und wer dabei die Rolle des Bösen übernehmen soll muß man nicht diskutieren. Das hat man dem Bürger schon kräftig eingetrichtert.
Lobbyismus ist und bleibt Lobbyismus und der und das ist gut so und eben auch notwendig. Wenn sich aber aktive Politiker als Lobbyisten betätigen und gleichzeitig die dazu gehörigen Gesetze erarbeiten, wie dies im Fall Scheer so war und auch noch so versucht wird, halte ich dies für bedenklich. Aber das sind dann die Lobbyisten für die gute Sache, im heldengleichen Kampf zur Rettung der Welt, während man für die andere Seite die ganze Klaviatur des Kriminalitätsvokabulars verwendet. Hier stimmen die Kräfteverhältnisse tatsächlich nicht.

Bibliothekar
29.09.2010  09:49

“Hier stimmen die Kräfteverhältnisse tatsächlich nicht. “

Die von Ihnen als Heuchelei empfundene “Rettung der Welt”-Auftritte und damit einhergehende Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung kann ich auch sehen, aber ich stimme 100% damit überein das dies insgesamt ein lediglich notwendiges (!) Gegengewicht zu der anderen Seite darstellt (“Freunde der EU”). Ich finde es daher schlicht grotesk, zu unterstellen, dass Hermann Scheer und von mir aus alle grünen NGOs zusammen (s. Artikel “Freunde der EU”) mehr Einfluss haben als die ach-so-geldklamme arme Industrielobby, insbesondere die Energielobby.

swieder
02.10.2010  11:43

Die haben definiv zu viel Einfluss, dabei darf man nicht vergessen das die meisten Journalisten und Lehrer links und grün sind.
Mit den 60 Mrd. für Dachsubventionen hätten wir auch eine bemannte deutsche Marsmission machen können, da hätten wir mehr davon.

Sven
02.10.2010  17:37

@ swieder

Und, für wen hat sich die Politik letztendlich entschieden? Für eine Zeitverschiebung der entgültigen Entscheidung, wann denn nun das Zeitalter der Unsicherheit der Energieversorgung beginnen soll. Die von Ihnen als geldstrotzende Lobby Hingestellten haben nur zum geringen Teil überzeugen können. Die armen Schwachen haben es geschafft der Politik mit Traumschwaden den klaren Verstand zu benebeln.
Jetzt, wo die Zeit beginnt, die Traumwelten eines Hermann Scheer in die Tat umzusetzen, merkt man schon, daß die Schaffung der Voraussetzungen dazu schon nahezu unüberwindliche Hürden in den Weg stellt. Ein Beispiel nur dazu. Der Bürger will angeblich jede Menge “Öko-Strom” und diesen überall. Nur möchte der Bürger auch, daß der Strom per Beamer in die Steckdose kommt. Eine Überlandleitung oder eine Unterlandleitung wird sofort bekämpft. Wovon die Industrie dann ihren Energiehunger stillen soll, interessiert ja eh Keinen. Sind ja doch nur verzichtbare Kapitalisten und deren Reichtum ist ja eh nur ergaunert und gestohlen.
Die großen SVU wollen uns ja doch nur mehr Energie, die wir doch gar nicht brauchen, verkaufen um sich persönlich zu bereichern. Ja, sie wollen uns dies regelrecht aufschwatzen. Wo wir doch soviel Energie sparen wollen, obwohl der Bedarf beständig wächst. Aber für Sie ist es ja nicht notwendig, daß der Wohlstand wächst. Füllt ja eh nur die Konzernkassen und macht die Menschen schlecht. Erzählen Sie mal denen, die dem Wohlstand nicht so oft begegnet sind, das Märchen von der leeren Tasche und der vollen Seele.

Bibliothekar
02.10.2010  20:59

Herr Ederer geht so was von ungeniert mit nicht belegbaren Zahlen hausieren und wirft gleichzeitig der Gegenseite Unseriosität vor. So Schwarz/Weiss ist die Welt nicht. Schade nur, daß viele Diskutanten auf den gleichen Zug aufspringen.
Da wird z.B. mit keinem Wort erwähnt, daß die 4 Gr0ßen in Deutschland durch die Hintertür der Laufzeitverlängerung und durch die ungeklärte Frage der Endlagerung bzw. der sie nicht betreffenden Kosten dafür ebenfalls massiv subventioniert wird. Auch wenn zur Nervenberuhigung der Allgemeinheit von ihnen etwas Geld ins Budget fließen darf (wird aus der Portokassa bezahlt). Man könnte sagen, daß es sich dabei um den größten Beinahe-Kriminalfall der BRD handelt.

e.moser
02.10.2010  21:10

@ sven!

Auszug/Zitat

” “Die Kosten der fossilen Energieträger und der Atomkraft sind niedriger, die Lebensqualität damit höher, und die Umweltschäden halten sich in Grenzen.” “

Die Behauptung von (angeblich) niedrigen Energiekosten um daraus höhere Lebensqualität (ohne diese konkret zu bezeichnen) abzuleiten, ist schon ein gewaltiger Kopfsprung vom Sprungbrett ins leere Becken, gratuliere lieber SVEN

e.moser
02.10.2010  21:34

@ swieder

Ich bewundere ihre Zurückhaltung und Geduld, die sie gegenüber Menschen mit dicken vor die Stirn genagelten Brettern aufbringen.

e.moser
02.10.2010  21:44

@ e.moser

Es ist nicht nur interessant, was man vorn reinfüttert. Wichtig ist, was hinten dabei rauskommt und da haben die konventionellen Stromerzeuger, ihr Futtergeld schon längst bezahlt, während Herr Scheer noch auf der Jagd nach Futterspendern ist, für ineffiziente Futterverwerter. Es wäre einfach mal nett ihr Gesicht zu sehen, würden die 4 großen, pösen Stromkonzerne den Hahn einfach mal zudrehen. Einige Kindergärten proben ja schon für diesen Fall. :-)

Bibliothekar
04.10.2010  09:27

@Bibliothekar

hm…ich finde jetzt leider gerade nicht die Studie der Kohle/Atom-Befürworter zur Förderung “ihrer” Technologie, aber z.B. unter http://www.foes.de/publikationen/studien/ findet man die Auflistung der Förderung (nach oben offen da teilweise nicht mal schätzbar) im Zeitraum 1950-2008, sowohl für Kohle- wie auch Atomenergie. Die Studie für EE nach gleichen Maßstäben ist in Arbeit erklärte man mir auf Nachfrage.

Wie dem auch sei, den Studien nach kommen demnach Werte heraus (s. jeweils Tabelle 1 der Studie), die nicht vernachlässigbar bei der Diskussion sind. Die Diskussion läuft ja meist unter dem Motto “Kohle und Atomstrom kostet 1-3 cent/kWh Gestehungskosten” ...für Kohle kommt so ein Betrag schon zusammen (was immer noch billig ist im Vergleich zu EE heute, aber eben massiv CO2 belastet) und für Atomstrom kommen sehr viel größere Zahlen heraus. Ich will jetzt nicht das wir uns gegenseitig Studien um die Ohren schlagen, aber grundsätzlich bestreitet ja niemand das EE heute im regulären Netzbetrieb noch nicht kosten-deckend sind (als Insellösung auch in Deutschland oder als Netz-gebundene Lösung in Italien dagegen sehr wohl, auch schon heute!). Ich denke aber das der Weg an sich machbar ist und auch die kumulierten Förderungen nicht dramatisch höher als für Kohle (> 367,8 (=330+27,8) Mrd €) oder Atom (> 257,2 (164,7+92,5=) Mrd € am Ende sind…wohlgemerkt: Zeitraum 58 Jahre. In den 60ern war 100% Atomstromversorgung der Traum der Befürworter, auch da ist einiges geplatzt. Vielleicht platzt ja irgendwann ein grüner Traum - wer weiß?

Und zum Gleichgewicht der Kräfte: jetzt hat also die böse Ökolobby nach 50 Jahren Energielobby-Dominanz eine Entscheidung zu Ihren Gunsten beeinflusst und davon geht das Abendland unter bzw. Scheer ist der Oberverschwörer im Hintergrund des Öko-Molochs? Das ist einfach nicht verhältnismäßig. Und nochmal ganz klar: alle verdeckte Lobbyarbeit gehört abgemahnt/aufgedeckt/abgeschafft, auch die der Ökos.

Zu guter Letzt: das absurde Verhalten von Naturfreunden, die gegen Atom/Kohle und für EE sind, aber gleichzeitig gegen Windradplatzierungen, Überlandleitungen, Pumpspeicher usw. demonstrieren weil die rotgetupfte Ringelschnecke oder sonst ein Tier Stress kriegt…da bin ich ganz bei Ihnen: das verstehe ich nicht und ist für mich auch nicht ansatzweise verhältnismäßig. Bei uns heißt es bei ähnlichen Fällen immer “Bitte wasch’ mich, aber mach mich nicht bloß nicht nass!”. Das geht halt einfach nicht.

swieder
04.10.2010  19:20

@bibliothekar

Na gut, machen wir es halt auf der Tierfütterungsebene.
Da stimme ich 100% mit überein, daß es wichtig ist was hinten rauskommt.
Gemeint wird wohl sein was “in der Mitte” sprich bei den Beinen und Schultern = Leistung rauskommt.
Bei Ochs, Esel, Pferd, Kaninchen usw. lässt sich das was HINTEN rauskommt zumindest als Dünger verwerten, da wünsche ich dem bibliothekar viel Spaß dabei, bei Kohle und AKW. Denn da wird nicht mehr ums Futtergeld gehandelt, sondern wer räumt den MIST weg.
Und ja, ganz richtig, ich würde ziemlich ungläubig dreinschauen, wenn die VIER den Hahn tatsächlich zudrehen würden, denn dann würde ich (das kapitalistische Wirtschftsystem) nicht verstehen, warum die so viel geschenktes Geld sausen lassen. Das Spiel “wir drehen ab” (wenn iihr nicht die Laufzeit verlängert) hatte die BRD übrigens ja erst über sich ergehen lassen müssen.

Und wenn einer der Schreiber LEBENSQUALITÄT mit der Möglichkeit Klimaanlagen zu betreiben gleichsetzt, dann ist das schon ein in den 60ern steckengebliebener Fortschrittsgläubiger (übrigens hat das Wort “Gläubiger” in dem Zusammenhang seinen besonderen “Reiz”) der nicht zur Kenntnis genommen hat, daß die Notwendigkeit von Klimaanlagen durch Planungsfehler entsteht.

e.moser
04.10.2010  20:53

@ swieder

Ich bin es nun müde, den Taktgeber für Ihre sich endlos wiederholenden Monologe zu geben. Träumen Sie ruhig naiv weiter von Ihrer schönen neuen Welt.

Beste Grüße B.

Bibliothekar
04.10.2010  21:05

@ e.moser

Eh Sie hier nur rummosern sollten Sie schon das bisher Gesagte erst einmal in Ruhe lesen.
Dann würde Ihnen noch ein Kurs in Energieerzeugung, Energiebedarf, Energieversorgung, Netzausbau, Netzstabilität einschließlich der geschichtlichen Hintergründe und Verläufe und des Bedarfs , der in der Zukunft notwendig sein wird usw., sicher weiterhelfen.
Eine ganze Reihe sehr guter Artikel über die Kernenergie finden Sie hier auf dieser Seite in den Dossiers.
Auch Ihnen wünsche ich ein süßes Weiterträumen, aber ohne mich, denn wir sind schon sehr weit weg vom eigentlichen Thema des Beitrags oben.

Bibliothekar
04.10.2010  22:09

@Schon Wieder and Friends

Anscheinend haben Sie den Schuss vorm Bug, genannt “Energiekonzept” noch nicht vernommen, ansonsten wüssten Sie hier wer am Ende doch gewonnen hat.

The Winner:
1. Die großen 4, was ja auch kein Wunder ist, denn ein Teil der “Externen Experten” ist ja das EWI dessen teilweise Finanzierung durch besagte Verdächtige passiert.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714013,00.html

2. Die Windkraftlobby, tolle Ausbauszenarien mit noch besseren Einspeisegebühren und sogar der finanziellen Beihilfe des Bundes für die ersten 10 Offshore-Windparks.
Was will man mehr, hier hat die Lobby mal so richtig gut gearbeitet.

3. ABB, Siemens, Münchner Rück und alle anderen Beteiligten des Desertec-Projektes.
Wird nebulös als “Solarstrom aus Nordafrika” bezeichnet.

4. Papa Staat, jede Menge Steuereinnahmen durch den Mehrwertsteueranteil bei dem zu erwartenden enormen Anstieges des Strompreises für den Endkunden.

The Looser

1. Der Bürger, denn er bezahlt die EE-Zulage, den Netzausbau samt Speicher und auch noch die sonstige Verteuerung des Stromentgeltes ganz alleine

2. Kommunale Stromversorger, Stadtwerke und alle anderen die sich bis heute dezentrale Anlagen (EE wie auch KWK mit Erdgas) für viel Geld aufgebaut haben.
Aufgrund der geplanten Aufgabe als “Ausgleichshansel” sind deren Anlagen mit den derzeitigen Einspeisegebühren nicht mehr wirtschaftlich zu fahren. Weiterhin gibt es da noch das EnWG §13 Abs. 2, der bei Windüberangebot ( Gewährleistung der Netz- und Systemsicherheit)  ganz toll jede KWK Anlage über 100 kW Leistung abschalten kann, natürlich ohne Kompensationszahlungen.

3. Sogenannte “Scheisservergaser”, auch diesen Leuten ist die Aufgabe zugedacht die Windflauten mit Leben zu erfüllen, mehr Gasspeicher, mehr BHKW zu bedeutend geringen Laufzeiten (Volllaststunden zwischen 500-1500 h) was sich wirtschaftlich genauso veheerend auswirken wird.

Dezentral ist fundamental abgewatscht worden, Schluss mit dem Traum den Monopolisten eine lange Nase (den Stinkefinger) zeigen zu dürfen.

Heinz Eng

Heinz Eng
06.10.2010  14:33

Einen hab ich noch:

“”“”“Die seit 2009 gesetzten Anreize Richtung vermehrten Eigenverbrauchs von EE ist z.B. meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung”“”“”

Klingt toll…....ist es aber überhaupt nicht.

Ein letzter Schlag der Solarlobby gegen den normalen Stromkunden und den Kommunen, warum ? werden sich technisch unbedarfte Elektrolaien jetzt fragen?

Der Solaranlagenbesitzer verbraucht ein Teil seines selbsterzeugten Solarstromes selber, braucht also keinen Strom vom Stromhändler und bekommt obenauf sogar noch 20 Cent/kWh Einspeisegebühr. Nicht entnommener Strom aus der öffentlichen Leitung generiert natürlich auch keine Durchleitungsgebühr, keine Durchleitungsgebühr generiert natürlich auch keine Konzessionsabgabe und diese fehlende Konzessionsabgabe reisst dann noch größere Löcher in kommunale Haushalte, so weit klar?

Nicht verbrauchter Strom aus der öffentlichen Leitung verursacht natürlich auch keine Öko-Steuer, Mehrwertsteuer oder gar EE-Zulage (derzeit 2,047 C/kWh netto), die dann auf die restlichen Stromkunden verteilt wird.

Nachts ist es Dunkel und im Winter scheint die Sonne seltener oder auch nicht, deshalb muss der örtliche Netzbetreiber im vollem Umfang das Versorgungsnetz am Laufen halten, das verursacht Kosten (Durchleitungsgebühr) und Aufgrund vieler “Solarstromeigenverbraucher im Sommer” werden die Netzkosten / kWh auch höher, also wird das auf alle Stromkunden im Versorgungsgebiet umgelegt.

Da der Eigenverbraucher für seinen nichtgenutzen öffentlichen Strom natürlich auch nicht die zwangsweise erhobene EE-Zulage bezahlen muss , wird diese wiederum auf den Rest der Stromkunden verteilt.

Die EEG sind schon Betrug aber der “Eigenverbrauch solare Strömlinge” ist an Gemeinheit nicht mehr zu überbieten.

Naja, wer nur Parolen kennt und ansonsten keine Ahnung vom Strom hat, der sollte wenigstens mal seine Aussagen auf sachliche Richtigkeit hin überprüfen lassen.

H.E.

Heinz Eng
06.10.2010  14:52

Nun ist die Akte Scheer für immer geschlossen!

Burkhard
24.10.2010  08:56

Lieber Burkhard,

da sein Handeln sehr erfolgreich war, werden uns die Auswirkungen dessen aber noch weiter beschäftigen müssen. Zunächst aber zolle ich ihm Respekt und spreche den Hinterbliebenen mein aufrichtiges Beileid aus.

Beste Grüße B.

Bibliothekar
26.10.2010  22:08

Liebe Kritiker,
nachdem sich einige Diskutanten an mir abarbeiten, will ich doch ein paar Bemerkungen machen. Es ist sehr spannend zu lesen, wer ich eigentlich bin- die Person die sie da beschreiben, als Atomlobbyist, gibt es jedenfalle nicht.
Ja, ich bin gegen die volkswirtschaftliche Verschwendung durch irrsinnige Subventionen. Die werden auch nicht besser, wenn sie direkt beinm Konmsumenten eingefordert werden und so nicht über den Staatshaushalt machen. Beim EEG-Gesetz bleiben sie eine Umverteilung von unten nach oben. Rentner, Mieter, Sozialhilfeempfänger, Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen bezahlen die Solar- und Windanlagender Besserverdienenden. da werden 8% Rendite versprochen, was schon zeigt, wie marktfern die Erneuerbare Energie ist.
Wenn wir schon davon überzeugt sind, dass uns nur noch Erneuerbare Energien retten können, dann sollte dies wenigstens mit Marktmechanismen erfolgen und nicht daurch die jetzige Kapitalumverteilung.
Warum hat der Gesetzgeber nicht die Energieverkäufer dazu gezwungen, in ihrem Mix zum Beispiel einen bestimmten Anteil von Erneuerbaren Energien anzubieten?  Wir hätten dann einen Wettbewerb um die preiswerteste Erneuerbare Energie und nicht um die, die am höchsten Subventioniert wird.
Wer meine Veröffentlichungen kennt, weiß, dass ich schon immer f+ür die Zerschlagung der großen Energiekonzerne bin, weil sie jede Marktentwicklung verhindern. Ihr selbstverständlich ist nun mal, dass Energie kein marktprodukt ist. Sie waren immer der verlängerte Arm der Regierenden. Aber keine Regierung hat die KOnzerne so groß gemacht, wie Rotgrün. da sind sie erst richtig gewachsen.
Liebe Kritiker, Sie kmmen mir vor wie Pawlow`sche Hunde. Sie hören jemand, der gegen ihr gelibtes EE-Gesetz ist und schon triefen sie vor Beschimpfungen, setzen Kohle, Kernkraft und Monopolkapitalismus gleich Dafür nehmen sie auch jede soziale Ausbeutung in Kauf.
Sie helfen einer sachlichen Lösung nicht
Günter Ederer

Günter Ederer
28.10.2010  13:55

Ich kann Herrn Ederer nur zustimmen.
Ich kann nicht verstehen das Menschen mit aller Gewalt Idologien so vehement
vertreten, im Bewusstsein besonders den Armen etwas abzufordern gegen
etwas was sie selbst nicht steuern konnen. Ausser Sie verzichten generell
auf Energie.Aber als Mieter nutzt noch nichtmal das,denn der Gesetzgeber
zwingt mit Gesetzen zur Kostenbeteiligung und sei es nur die Grundgebühr.
EE muß sich entwickeln aber doch nicht auf dem Rücken der ärmeren.
Aber selbst die Grünen machen die Armen über Kosten platt.

Derwegzurehrlichkeit
06.11.2010  12:44

Ich bin entsetzt über Herrn Ederer’s Volksverplödung bezüglich Energie und über seinen Anfeindungen Richtung des am 14.Oktober verstorbenen Hermann Scheer.

@Ederer
Warum ist es Marktfern im Energiebereich neue Weichen zu stellen, wenn man sieht, das der Weg der Atomenergie in seiner ges. Fülle (Uranabbau, Transport, Abhängigkeit, Betrieb, Zwischenlager, Aufbereitung, Ensorgung, Terrorgefahr, Erpressbarkeit, Atomwaffenfähiges Material) eine Sackgasse in eine Zukunft ist, die wir unseren Kindern nicht hinterlassen wollen?

Die Erneuerbaren Energien sind jetzt so weit, dass alle Subventionen bei der Kernenergie (auch für die Kernfusion) gestrichen werden können und volle Konzentration, durch Lösung administrativer Hemmnisse innerhalb der Politik, auf die Dezentralen Erneuerbaren Energien, gelenkt werden kann und muß.

Die Subventionen gehören bei den Erneuerbaren genauso dazu, genau wie sie mehr als 5 Jahrzehnte zur Effizienzsteigerung der Atomkraftwerke dazu gehört haben.

Jetzt baruchen wir die AKW’s jedoch nicht mehr lange.
Bis 2025 wäre ein Wechsel auf 100% Dezentraler Erneuerbarer Energien möglich! Eine Brückentechnologie bedarf es nicht, da es schon zum Schmunzeln ermuntert, wie hier genau das gegenteil der Fall ist, was herkömmliche selbsternannte Energiespezialisten immer wieder behaupten. Viele Kleinkraftwerke sind viel flexibler und effizienter als wenige Große!

Umso schneller das in der Gesellschaft erkannt wird und die Politik die Rahmenbedingungen dafür 100% schafft, hat die Atomindustrie höchstens noch 15 Jahre! Dann war’s das!

Was wäre denn die Zukunft, wenn so weiter gemacht wird?
Die Dezentralen werden drastisch ausgebremst, neue Arbeitskräfte werden in der Branche weniger stark nachgefragt, die Laufzeiten derer veralteten Kraftwerke müßten durch sehr teure neue Atomkraftwerke nach neuesten Sicherheitsbestimmungen (9/11) ersetzt werden, dessen Planungs/ Bauzeit mindestens 15 Jahre in Anspruch nimmt. Bis 2050 seien weltweit zu den aktuell 435 Atomkraftwerken jedes Jahr weitere neue 32 Atomkraftwerke geplant. Das würde bedeuten, das alle 11 Tage ein neues Atomkraftwerk fertiggestellt werden müßte.

Wo kommt all das Uran her? Wie lange würden die Uranvorkommen bei dem Anstieg an Atomstrom reichen? Wie würde sich der Preis entwickeln? Wie sieht es mit der Wahrscheinlichkeit eines Reaktorunfalls aus, wenn weltweit so viele Atomkraftwerke am Netz sind? Wie sieht die Gefahr durch HAARP-Waffe aus, die es mittlerweile nicht nur in Alaska von den Amerikanern gibt, sondern auch in anderen Ländern.

Gibt es Erdbebensichere Atomkraftwerke, Zwischenlager, Aufbereitungsanlagen, Endlager? Selbst die amerikanische Endlagerstätte verschlang über Jahrzehnte viele Milliarden an Steuergeldern zur Erforschung und muß nun wegen der vorhandenen Erdbebengefahr komplett verworfen werden und vorn begonnen werden…

Und dies ist eigentlich an allen Standorten von Atomreaktoren, wenn man ehrlich ist, nicht anders!

Herr Scheer war einer der wenigen Politiker, welche sich mit Herzblut für eine Sache über natürliche und beruflich begründete Maß hinaus einsetzte.

Mit seiner Intelligenz und Begabung hätte er durhaus viele andere Möglichkeiten gehabt sein Geld und Leben genussvoller und gesünder zu leben.

Seit er die unschlagbaren Vorteile der “oberirdischen” Dezentralen Erneuerbaren Energieerzeugung und die vielen unübersehbaren Nachteile der “unterirdischen” Zentralisierten wie Atom und Kohle erkannt hat, versucht er wie kein anderer Strategien zu entwickeln, um den Menschen diese Vorteile in einem Energie-System-Wechsel, möglichst schnell, möglich machen zu können.

Er kämpfte hartneckig und konditionsstark mehr als 2 Jahrzehnte für die Agentur für Erneuerbare Energien IRENA, welche der Atomenergie Agentur IEA, endlich in der weltweiten Beratung, einen Gegenpol darstellt. Schon kurz nach der Gründung waren ca. 150 Nationen der IRENA beigetreten.

Darum wird zur Zeit so gekämpft, wie hier z.Bsp. Herr Ederer.
Die Atomzeit ist eigentlich schon vorbei. Dies wollen die damit verbundenen nicht wahrhaben, drum streuen Sie immer wieder FADENSCHEINIGE Gerüchte…

In diesem Sinne
Passt auf Euch auf
Evelyn

Evelyn Töprin
17.11.2010  22:23

@ Evelyn

“...Passt auf Euch auf…”

Danke, daß Sie sich so rührend um uns sorgen. Ich habe aber eher mehr Sorge um Sie, das Sie ideologischen Kräften auf dem Leim gehen und sich bereitwillig vor deren Karren spannen lassen.
Sie haben hier fleißig eine Art Protestnote aus den gängigen Aktivistenquellen zusammengeschrieben, ohne die Diskussion zum Artikel Ederers zu lesen. Sie sind hier nicht auf ein dreckiges Nest bösartiger Atom-Lobbyisten gestoßen, sondern haben es hier mit Bürgern zu tun, die der gutmeinenden Propaganda der EE mit sehr viel Skepsis begegnen. Die Mär von 100% EE brauchen Sie hier also nicht aufzutischen und das Ganze dann bis 2025 ist purer Unsinn. Das könnten Sie schon mit einem einfachsten Taschenrechner nachprüfen.

Was das Scheer-Imperium anbelangt, dessen Thron nun verwaist ist, empfehle ich Ihnen das aktuelle Novo-Argumente Heft zur Hand zu nehmen. Darin werden Sie besonders in den Artikeln von Daniela Korn noch ganz andere Unglaublichkeiten zum Thema Hermann Scheer finden. Für die aktuell steigenden Stromrechnungen werden ihm die Bürger auch nicht sehr dankbar sein. Ist doch das EEG seinen unermüdlichen Leistungen entsprungen.

Das Betrachten der Zusammenhänge aus dem Blickwinkel der Realitäten, unter Ausschluß der Wunschträume grüner Schönredner, als “Volksverplödung” zu bezeichnen ist schon harter Tobak und ihr Hereinpoltern hier werte ich als Unhöflichkeit.

Beste Grüße B.

Bibliothekar
17.11.2010  23:12

Ihr habt noch den Biosprit vergessen.
Wir sollen mehr Biosprit anbauen weil das sehr grün sehr CO2 neutral sein soll.
Da reicht ja schon ein Taschenrechner um den Versuch der Volksverplödung nachzuweisen.
Aber grün heißt doch Volksverblöden mit Abgaben aller Art wird der Rest
der Welt gerettet.Grün die teuerste Protestkostenpartei der Welt.

eltakatze
18.11.2010  12:12

@Bibliothekar
Ohne Worte!

Für alle anderen:
Mit uncharmanten frechen Leuten, die mich dumm von der Seite anmachen, rede ich schon mal gar nicht!

Passt auf Euch auf
Evelyn

Evelyn Töprin
18.11.2010  18:30

@Evelyn
Möchte Sie sehr mit Ihrer Meinung unterstützen.

Kann ich vollständig unterschreiben!

Beste Grüße
Pirmin

Pirmin
18.11.2010  21:54

Danke Pirmin,
wer gut informiert ist, kann normalerweise auch nicht auf diese Atomlobby-Märchen reinfallen!

Liebe Grüße
Evelyn

Evelyn Töprin
18.11.2010  23:41

@Evelyn
Diese Art von Predigten ekeln mich nur noch an. Das lese ich mir nicht mal ganz durch, schon im ersten Absatz merkt man die ideologische Verblendung und Ignoranz. Wer von Subventionen bei der Kernenergie wie bei EE fantasiert kann man nicht ernst nehmen.

Sven
20.11.2010  14:10

Na ja, Hermann Scheer war aber ein Mann mit konkreten Ideen, der nicht dem kleinklein anfallen ist. 80 Milliarden ist Peanuts, dieses Spardenken hilft einfach nicht, es ist wirtschaftlicher Unsinn. Die solare Wende wird mit komplizierten Steuerinstrumenten vollzogen vom Schreibtisch der Ökonomen. Es wäre vermutlich pragmatischer gewesen einfach eine Fabrik zu bauen und die Geräte von Staatswegen zu bauen, statt sich die extrem konservativen Wendemodelle anzusehen. Bei Scheer war der Vorteil, dass er durchaus etwas mutiger gedacht hat. Damit macht man sich Feinde.

Wenn die Parolen so flach sind, man einem Grassroot-Pionier zum Lobbyisten macht und seine bemühten Aktionen um ihrer selbst willen lächerlich machen will, zeigt das eben, dass die Atomlobby keine Ideen mehr hat.

Es ist billiger aggressiv in die Solarwende zu investieren als Rohstoffkriege zu führen oder dem Steuerzahler bis zum Sanktnimmerleinstag mit dem Atommüll zu belasten. Deutschland muss energetisch authark werden.

Donny
26.11.2010  20:27

@ Donny

“...Deutschland muss energetisch authark werden… “

Dafür ist das Modell “Scheer” aber eben nicht geeignet, wie man mit einem einfachen Taschenrechner und etwas hellem Verstande schnell erkennen wird. Das 100% EE wurde ihm ja nicht einmal für Hessen abgekauft. Und auch das jetzige Modell der Bundesregierung zur zukünftigen Energieversorgung Deutschlands ist fern ab einer Autarkie.
Aber ein starker Mann war er schon der Hermann Scheer. Der wußte seinen Einfluß sehr gut auszunutzen. Er war der große deutsche Showmaster der Solarlobby.

Beste Grüße B.

Bibliothekar
26.11.2010  23:01

Immer die gleichen abgedroschenen Argumente: Atomlobby, usw., ... Ich habe keine Zeit und Lust auf diesen Unsinn jedesmal einzugehen. Nur damit eure Totquatsch-Strategie nicht aufgeht, nochmal ein paar Fakten:

- Forschung an Atomanlagen ist keine Subvention für Atomenergie
- Forschung an Endlagern auch nicht, denn die braucht man so oder so (Forschnungsreaktoren, etc.)
- Der Atommüll kostet nicht gigantisch viel Geld
- Total sichere Endlager für hunderte Jahre zu verlangen ist ein Schwachsinn
- Energieautarkie mit teurer Energie ist ein Nachteil im Vergleich zu billigen Energieimporten
- Interventionsfähiges Militär braucht man so oder so
- Uran gibt es fast überall, z.B. im Meerwasser
- Uranpellets kann man auf Vorrat lagern
- Es gibt alternative Reaktoren die man erforschen statt die gesamte atomare Energieerzeugung abzulehnen
- Der beste Schutz vor Atomunfällen wären neuen Reaktoren die zudem nicht direkt in Stadtnähe stehen
- Grüne Lobbyisten und Gutmenschen sind keine besseren Menschen nur weil sie sich dafür halten
- Nein, Leute wie ich sind keine Atomlobby, uns geht nur eure Unwissenheit, Irrationalität, Technophobie und die Wiederholung der immer gleichen Behauptungen auf die Nerven. Wenn ich in Deutschland wohnen würde, dann kämen die Stromkosten noch dazu. Zum Glück zahlen wir dank Schwerölverbrennung nur 11 Cent ohne Vorauskasse und Extrakosten bei Überschreitung der Menge.

Sven
30.11.2010  19:02

Schmidt zu Maischberger, ob die KKW abgeschaltet werden müssen.
(Sinngemäß) sehen Sie, um uns herum gibt es viele Staaten, die vermehrt in die KKW investieren. Deutschland soll nicht schon wieder meinen es sei schlauer als die Welt.
Chapeau!
Mehr will ich dazu nicht mehr schreiben. Denn die meisten Argumente der KKW-Gegner und ÖKo-Strom-Idealisten sind längst widerlegt und haben sich totgelaufen. Nur die ständige unreflektierte Wiederholung in den GEZ-Medien (und manch anderen) läßt dem unbedarften Bürger glauben, daß die KKW-TEchnik viel zu gefährlich sei und nicht zu verantworten wäre. Aber mit dieser Verblödungsstrategie verdienen Banken, Versicherungen, Solar, Windkraftindustrie und der Staat jede Menge Kohle. Und der Bürger? Der hat ein reines Öko-Gewissen und ein leeres Konto. TOLL!

Harry Hain
27.12.2010  17:25

Persönliche Daten speichern?

Über neue Kommentare per E-Mail informieren?