Erfolgreicher mit dem Bruttoglücksprodukt?
Die Kritik am Bruttosozialprodukt als Parameter bei der Wohlstandsermittlung wendet sich in Wahrheit gegen Wachstum. Von Alexander Horn
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verliert bei der Messung wirtschaftlichen Wohlstands immer mehr an Bedeutung. Dies zeigte die breite Zustimmung zu den Ergebnissen eines neuen Berichts, beauftragt vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Darin unterbreiten 22 hochrangige Experten Vorschläge zur zukünftigen Wohlstandsmessung. Sie zielen darauf ab, das Wohlbefinden Einzelner, also etwa Indikatoren wie Einkommen, Konsum, Lebensqualität sowie Gesundheit, Freizeit und die Umweltverträglichkeit des Wachstums zu berücksichtigen. Der „Bericht befürwortet eine Verschiebung der Betonung eines ‚produktionsorientierten‘ Bewertungssystems zu einem, das den Fokus auf das Wohlbefinden der gegenwärtigen und zukünftigen Generation richtet, d.h. zu einem breiter angelegten Messsystem für den sozialen Fortschritt.“ (1)
Auf den ersten Blick scheint es sich allein um die Frage zu drehen, welche die geeigneten statistischen Parameter sind, um den Wohlstand einer Gesellschaft zu ermitteln und internationale Vergleichbarkeit herzustellen. Die geringere Bedeutung, die dabei dem BIP zugeordnet wird, offenbart jedoch ein inzwischen stark verankertes Unwohlsein hinsichtlich Wirtschaftswachstum im Allgemeinen und dem damit verbundenen zunehmendem Massenkonsum. In Anbetracht der Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise betont der Kommissionsbericht, dass man die Gefahren durch verbesserte Wohlstandsindikatoren möglicherweise hätte früher erkennen können. Die Krise zeige uns nach Überzeugung der Kommission, dass „diejenigen, die Wirtschaft und unsere Gesellschaften führen, wie Piloten ohne zuverlässigen Kompass zu steuern versuchen“. (2)
Seit Jahren wird auf internationaler Ebene daran gearbeitet, die Bedeutung des BIP als Gradmesser für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt infrage zu stellen. So kam eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterstützte Konferenz zur „Messung und Förderung des gesellschaftlichen Fortschritts“ im Juni 2007 in Istanbul zum Ergebnis, dass in vielen Ländern an der Abbildung von gesellschaftlichem Fortschritt durch alternative statistische Indikatoren gearbeitet werde. Es gebe einen Konsens, dass diese Indikatoren „über die konventionelle Messung wie etwa des BIP pro Einwohner hinausgehen“ sollten. (3)
Es gibt zahlreiche Beispiele für den anhaltenden Trend zur Abkehr vom BIP und der Hinwendung zu stärker auch am subjektiven Wohlergehen ausgerichteten Indikatoren. Die Deutsche Bank hat mit der Studie „Die breite Basis gesellschaftlichen Fortschritts“ dazu beigetragen, das Thema hierzulande auf die Tagesordnung zu setzen. In der Einleitung heißt es: „Die‚glückliche Variante des Kapitalismus‘ hat gezeigt, dass die Länder mit hoher Lebenszufriedenheit der Menschen viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Offen blieb aber, wie ein Land von der ‚weniger glücklichen‘ zur ‚glücklichen Variante‘ des Kapitalismus kommen kann.“ (4) Und im ebenfalls in der Bankenmetropole Frankfurt angesiedelten Verein „Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt“ wird in dieselbe Richtung geforscht. (5)
Dieser Diskurs schlägt sich auch in der akademischen Welt nieder. Bereits in den 40er-Jahren bezweifelte der Nobelpreisträger und Pionier bei der Entwicklung wirtschaftlicher Maßgrößen, Simon Kuznets, den Sinn des BIP als Maß für das Wohlergehen. Ebenso kritische Meinungen vertraten wichtige Ökonomen wie John Kenneth Galbraith, Paul Samuelson und James Tobin. Seit 1990 veröffentlichen die Vereinten Nationen den „Human Development Index“ (HDI), der als Index der „menschlichen Entwicklung“ u.a. Faktoren wie Alphabetisierung, Einkommen und Lebenserwartung berücksichtigt. Der Nobelpreisträger und Autor des einflussreichen Buches Ökonomie für den Menschen, Amartya Sen, stand bei der Entwicklung dieses Index beratend zur Seite. (6) Im Index belegt Frankreich aktuell mit Platz neun einen Spitzenplatz, während Deutschland (auf dem Niveau von Großbritannien, Griechenland und Südkorea) nur auf Rang 22 kommt.
Selbst denjenigen, die dieser Diskussion kritisch gegenüberstehen, erschließt sich nicht unmittelbar, was sich daran als problematisch erweisen könnte. Denn kaum jemand würde ernsthaft behaupten wollen, dass das BIP eine perfekte Maßeinheit zur Bewertung der menschlichen Entwicklung darstellt. Das Bruttoinlandsprodukt ist nicht mehr als eine Größe zur Bestimmung der in einer Volkswirtschaft erstellten Güter und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres. Daher ist es richtig, wenn dargelegt wird, dass Verkehrsstaus oder Krankheiten zwar zur Steigerung des BIP beitragen, weil Benzin und Medikamente verbraucht werden, dass sie aber eben nicht das Wohlbefinden der Menschen verbessern. Zweifelsohne macht es Sinn, eine recht breit angelegte Auswahl an sozialen Parametern heranzuziehen, wie etwa Kindersterblichkeit, Lebenserwartung und Bildungsstand. Auch subjektive Wohlstandsindikatoren wie etwa die Messung von Glück können hilfreich sein.
Bei der näheren Betrachtung der wachsenden Kritik am BIP als Maßgröße zur Wohlstandmessung wird deutlich, dass weniger das Bruttoinlandsprodukt an sich als statistische Maßeinheit infrage gestellt wird. Vielmehr scheinen viele Beiträge darauf abzuzielen, ganz grundlegend die klassische Leitidee „Wachstum“ als Gradmesser für gesellschaftlichen und sozialen Fortschritt abzuwerten. Damit stellt sich die Frage, ob es sich bei der Diskussion im Kern nicht um einen weiteren verschleierten Angriff auf die Wertschätzung gesellschaftlichen Reichtums handelt. Eine nicht unbedeutende Strömung in diesem Diskurs bringt diese Haltung auf den Punkt, indem sie argumentiert, dass sich Gesellschaften nicht mehr länger darauf ausrichten sollten, materiellen Reichtum anzuhäufen. Plädiert wird stattdessen dafür, sich mit dem aktuellen Wohlstandsniveau zufriedenzugeben. Einige Kommentatoren gehen so weit, ein Sparprogramm, also die Senkung des Lebensstandards und der Erwartungshaltungen, einzufordern.
Im Zuge der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise haben solche Vorstellungen an Kraft gewonnen. Hintergrund dafür ist die recht einfältige Zurückführung der Krise auf die ungezügelte Gier von Bankern und auf ein ungehemmtes, nicht „nachhaltiges“ Wirtschaftswachstum. So besteht die Gefahr, dass sich die Beantwortung der Frage nach vernünftiger Wohlstandsmessung zukünftig an einen wachstumsskeptischen Trend andockt, der sich bereits in allerlei direkten und indirekten Angriffen auf Wirtschaftswachstum und Konsumverhalten manifestiert. Wenn es aber bei der Bewertung und der ihr folgenden politischen Ausgestaltung unseres Gemeinwesens nur noch nebensächlich um die reale Stärke der Volkswirtschaft geht, und wenn stattdessen der Konsum und der Wunsch nach höheren Lebensstandards problematisiert werden, dann wird das traditionelle Verständnis von „Fortschritt“ alsbald einer vollständigen Revision in Richtung des alten Mantras „Weniger ist mehr“ unterliegen. Das wäre ein fataler Rückschritt.
Alexander Horn ist Novo-Redakteur und lebt in Frankfurt.
In Novo102 (9–10 2009) kritisierte er in seinem Artikel „Der Markt hat versagt … kann der Staat uns retten?“ die Versuche der Politik, die Wirtschafts- und Finanzkrise durch verschärfte Regulierungsmaßnahmen zu beheben.
Anmerkungen
1Joseph E. Stiglitz / Amartya Sen / Jean-Paul Fitoussi: „Report by the Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress“, S.10, stiglitz-sen-fitoussi.fr
2Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress, stiglitz-sen-fitoussi.fr.
3Istanbul World Forum – Measuring and Fostering the Progress of Societies: „The Istanbul Declaration“, Juni 2007,oecd.org.
4Deutsche Bank Research: „Die breite Basis gesellschaftlichen Fortschritts. Freiheit, Vertrauen, Toleranz, Bildung und vieles mehr“, 18.8.08, dbresearch.de.
5Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt e.V., Frankfurt/Main, fortschrittszentrum.de.
6Amartya Sen: Ökonomie für den Menschen: Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft, DTV 2002.
Mehr zum Thema finden Sie im Dossier Wirtschafts- und Finanzkrise.
Permanenter Link | http://bit.ly/dgw10U
Hoppla!
Die radikalen Fortschrittsideologen bangen um die objektive Gültigkeit ihres Erfolgsindikators und müssen befürchten, dass die Maske des “vernünftigen Verstandes” von ihrem Gesicht gerissen wird. Es handelt sich damit also um einen “Angriff auf die Wertschätzung gesellschaftlichen Reichtums”.
Interessanterweise aber ist das permanente Exponentialwachstum gleichzeitig notwendige Grundlage für eine auf Zinseszins basierende Gesellschaft. So muss also hin und wieder Bagdad bombardiert werden, damit auch dort das neue ipas Einzug erhalten kann. Gleichzeitig wird der Wert des Menschen auf seine ökonomische Funktion reduziert. Wer also nicht für eine Steigerung des BIP beiträgt, verwirkt damit in gewisser Weise seine Teilhabe an gesellschaftlichen Werten.
Nun trägt diese Ideologie aber auf einmal paradoxe Zustände:
In der Arbeitsideologie, die eben direkt mit der Wachstumsideologie korrelieren muss - wonach also ein Mensch dann etwas wert ist, wenn er monetäre Arbeit vollbringt - gibt es auf einmal dsa Problem der Arbeitslosigkeit nicht mehr als monetäre, sondern als Sinnfrage. Im materiellen Bereich wachsen dafür die Müllberge.
Die Wachstumsideologie antwortet damit zunächst auf Recycling oder “Freizeitgestaltung” (also Langeweilerecycling), weil dies systemimmanent noch unterzubringen ist. Da technischer Fortschritt ansonsten aber ausschießlich dazu dient, dass es weniger Arbeit gibt (physikalische Arbeit) oder Ressourcen besser genutzt werden, schafft die Wachstumsgesellschaft auf Dauer sich selbst ab, indem sie keine Menschen mehr produziert. Denn wenn wir den Menschen als homo oeconomicus betrachten - und anders geht es in der Gesellschaft ja nicht - dann werden nur Menschen geboren, die “nützlich” sind.
Wir sehen jetzt schon die Auswirkungen in den Geburtenraten.
Und vielleicht gibt es ja einen Indikator, der weitaus objektiver ist, den aber niemand gerne sehen will, weil er gerade bei für uns “weniger fortschrittlichen” Gesellschaften als hoch gilt: Die Fertilität einer Gesellschaft.
Dieser Indikator wäre aus biologischer Sicht wirklich objektiv, den Fortschrittsideologen muss er aber absolut zuwider sein.
Das Problem mit dem BIP ist eher, dass es selbst nicht frei von Manipulationen ist. Das betrifft z.B. die Messung von Inflation, um zur realen Größe zu gelangen. In den USA werden z.B. qualitative Verbesserungen eines Produktes aus der Inflation herausgerechnet, was ein sehr gutes Einfallstor für “Korrekturen” darstellt und im Prinzip die Ergebnisse der BIP-Messung zum Teil vorwegnimmt.
Und wenn man sich die Wachstumsraten anschaut, mit denen reife Industrienationen heutzutage leben müssen, dann kommt die unabdingbare Messungenauigkeit bzw. Bewertungswillkür einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wohl schon in sehr erhebliche Dimensionen…
Also ich finde, BIP ist Mist.
Wir sollten das BIP runterfahren und ALG2 erhöhen.
Oder noch besser, das bedingungslose Grundeinkommen einführen - dann brauchen wir gar kein BIP mehr.
Wie das funktionieren soll? Pech gehabt, nur eine Antwort pro Anruf.
Sehr geehrte/r Peeka,
vielen Dank für ihre prinzipiellen Irrtümer, sie helfen zu sehen wo bei den Wachstumsgegner der Hund begraben liegt.
1. Erstens wird der Mensch nicht auf das rein Ökonomische reduziert. Das liegt schon allein an der Tatsache das dank der Arbeitsteilung nicht der ganze Mensch gefordert, sondern nur eine bestimmte Tätigkeit. Ein Vorteil den vor mehr als 200 Jahren bereits Adam Smith erkannte. Sie hoffentlich bald auch. Im Übrigen ist das Gegenteil der Fall. Während früher “unproduktive” Menschen je nach Ideologie und/ oder Möglichkeiten getötet wurden , werden sie heutzutage am Leben gehalten um des Menschen willen. Wachstum erzeugt Überschuss und der ermöglicht es sich um Menschen zu kümmern, die sich nicht um sich selbst kümmern können. Mal ganz abgesehen vom Fortschritt in der Medizin.
2. Unsere Gesellschaft basiert auf Zinseszins und das muss mit der Bombadierung Bagdads aufrecht gehalten werden? Können sie ihre abstrusen Verschwörungstheorien wenigstens im Ansatz begründen.
3. Die Müllberge wachsen? Aufgrund des Wachstums sind wir zu immer mehr Recycling und Einsparung möglich. Wer wachsen will muss auch lernen einzusparen , unnötiger Müll beispielsweise der nur Zusatzkosten verursacht.
4. Die Wachstumsgesellschaft produziert keine Menschen mehr? Gehts noch? Solch ein menschenverachtender Jargon tut weh.Sie degradieren Menschen zu Geburtsmaschinen Mal abgesehn davon, dass es Mumpiz ist… der Mensch ist ab einen gewissen Wachstumsgrad in der Lage über seinen Leben selbst zu stimmen, wodurch ideologiebeifreit auch die Geburtenrate…
aber kleiner Tipp soetwas lässt sich einfach steuern… Eigenveranwtortung ist das Zauberwort.
@Francesco Petrarca: Auch Novo wendet sich gegen die Reduzierung des Menschen auf die Ökonomie. Das ist ja gerade etwas, was man der jetzigen Politik vorwerfen kann, dass sie Wachstum nur noch als Mittel dafür sieht, den Menschen ins Hamsterrad des Arbeitsmarktes zu stecken. Sagen wir es mal so: Wachstum ist nicht alles, aber ohne Wachstum ist möglicherweise alles nichts: Menschen wollen Neues erleben, sie wollen kreativ sein, sie wollen auch in Zukunft nicht bloß unverbindlichen Hobbys nachgehen. Wenn die Wirtschaft nicht ( oder kaum) wächst, wird das Leben eintöniger, grauer.
Die Frage der Bewertung von Wachstum als “gut” oder “böse”, als “wünschenswert” oder “ablehnenswert” überlasse ich gern den Ideologen beider Seiten, also den “Befürwortern” und “Gegnern” von “Wachstum”.
Was mich eher interessiert sind die objektiven Maßstäbe.
Und objektiv ist die Mathematik, so dass es möglich ist zu überprüfen, ob das durch Zinseszins in der Wirtschaft eigentlich notwendige Exponentialwachstum reell funktionieren kann oder nicht. Die Frage aber ist längst von Richard Price im 18. Jahrhundert mit der Josephspfennigüberlegung beantwortet worden (wobei seine Idee, so den Staatshaushalt zu sanieren, natürlich nicht funktioniert).
Wenn es aber eben nicht funktioniert, dann ist die Frage, wie man Wachstum simulieren kann, und das funktioniert dauerhaft eben nur durch die Zerstörung des Vorhandenen.
Ob das nun die Bombardierung Bagdads ist oder die Einführung einer Abwrackprämie ist dabei nebensächlich: Beides zeigt, dass Wachstum ab einem bestimmten Punkt eben nur dann möglich ist, wenn an anderer Stelle Schrumpfung künstlich erzeugt wird.
Positiv könnte man das zwar als erweitertes Schumpetertum bezeichnen, aber es entsteht ja nicht aus sich selbst heraus, sondern aus staatlichem Handeln bzw. staatlicher Marktverzerrung. Und der Staat ist alles, aber bestimmt kein Entrepreneur.
Wobei ich die Wertung vermeiden will, denn es geht mir nicht um eine Ideologie, sondern um objektive Maßstäbe.
Daher ist es interessant, welche Zahlen miteinander korrelieren.
Und es ist interessant, dass in einer Gesellschaft, in der durch technischen Fortschritt immer weniger Menschen für die Produktion von Gütern gebraucht werden, auch immer weniger Menschen geboren werden. Das lässt sich ja kaum leugnen. Das Prinzip der Arbeitsteilung hatte in unserer Gesellschaft vielleicht noch in den 70er Jahren eine hohe Bedeutung, befindet sich aber eindeutig auf dem Rückzug.
Das ist auch logisch, denn teilbare Arbeit ist Arbeit, die genau beschrieben werden kann, genau beschreibbare Arbeit ist aber einfacher maschinell durchführbar, der Mensch also durch eine Maschine besser ersetzbar, schwer beschreibbare, weil variable Arbeit erzeugt Reibungsverluste in den Schnittstellen der Arbeitsteilung.
Dort also, wo Arbeit spezialisiert wird, tritt die Arbeitsteilung des Arbeitsprozesses in den Hintergrund, auch wenn es paradox erscheint.
Ein Vergleich der DAX-Zahlen von 2001 (vor dem 11.September) und heute zeigt, dass eigentlich kein Wachstum stattgefunden haben kann.
Jetzt wäre die Frage, ob das Leben wirklich “grauer” geworden ist in der Zeit.
Für mich stellt sich allerdings die Frage, warum die Wachstumsideologie hier mit den Zähnen verteidigt wird. Ist es denn schlimm, wenn es andere Maßstäbe gäbe, die eher auf individuelles Glück zielten?
Ist es die Frage, die Spitze der Maslowschen Bedürfnispyramide neu zu definieren?
Aber die Antwort können nur die Ideologen selbst geben.
Sehr geehrte/r peeka,
ihre Aussagen werden durch Wiederholung in keinster Weise relevanter.
1. Erstens erleiden sie einen logischen Fehlschluss. Wahcstum wird nicht simuliert , wenn man beispielsweise ein Haus zerstört um ein neueres größeres, schöneres, effektiveres zu errichten. Es findet statt. Und das das Haus dafür weg muss ist schlicht physikalisch bedingt. Diese “künstliche” Schrumpfung (das Weglassen des hauses) ist nicht staatlich bedingt.
2. Ihr zweiter logischer Fehlschluss ist bezüglich der verbindung Geburtenrate und Wachstum. Wachstum bringt meist (wenn nicht von staatlicher und oder klerikaler Seite verhindert) eine bessere Aufklärung und bessere medizinische Versorgung Stichwort Antibabypille. Ein anderer Effekt ist das durch das mehr an Auswahl und Grundsicherung wie zum Beispiel der medizinischen , Menschen sich Menschen besser leisten können. Nur zum Vergelich : Vor 60 jahren wurden aufgrund von Unproduktivität getötet, heute alles getan damit es ihnen besser geht. Mit anderen Worten der Mensch rückt immer selbstbestimmter in den Mittelpunkt.. reduzierung nur aufs Ökonomische? Betreiben sie.
Wachstum bedingt keineswegs Schrumpfung oder gar Zerstörung wie peeka meint. Im Gegenteil: Entgegen der Annahme von peeka ist sogar exponentielles Wachstum dringend erforderlich. Das hat in der Vergangenheit sogar recht gut funktioniert, denn unter dem Strich ist es – trotz hungernder Menschen in einigen Regionen der Welt - gelungen, eine exponentiell wachsende Weltbevölkerung zunehmend besser zu ernähren (rein materiell könnte Hunger vollkommen der Vergangenheit angehören). Dies war nur möglich, weil die Produktivität der Landwirtschaft durch die dort eingesetzten Technologien (Züchtung und Gentechnik, Dünger, Bewässerung, Agrarmaschinen usw.) so rasant angestiegen ist, dass die Weltbevölkerung heutzutage besser denn je versorgt ist. Das ist objektiv und Fakt – dazu braucht es auch keine Ideologie.
Schlimm ist nur, dass Wachstum und die damit verbunden Steigerung der Arbeitsproduktivität (ein Arbeiter kann demnach in gleicher Zeit immer mehr nützliche Dinge schaffen), von allen Seiten unter Beschuss steht. Auch hier geht peeka einem üblichen Vorurteil auf dem Leim. Es ist keinesfalls so, dass Wachstum und die Steigerung der Arbeitsproduktivität zu weniger Arbeit führt. Die Steigerung der Arbeitsproduktivität verbilligt das Arbeitsprodukt und schafft neue Märkte – gut für uns alle! Beispielsweise werden auch Forschung und Maschinen benötigt, um diese Produktivitätssteigerungen tatsächlich zu realisieren. Die Wirtschaft zieht infolgedessen immer mehr Menschen in ihre Fabriken und Dienstleistungsunternehmen – auch wenn oft Massenarbeitslosigkeit diesen Prozess begleitet. Der Blick in die europäische Vergangenheit oder nach Indien oder China – wo sich gegenwärtig eine recht dynamische Entwicklung vollzieht – ist ein sehr deutlicher Beleg hierfür. Gerade unsere stagnierende westliche (kaum noch) Industriegesellschaft bewirkt, dass immer weniger Arbeit gebraucht wird.
Die Arbeits- und Wachstumsideologen mögen augenscheinlich die Realität nicht, was hinsichtlich der Wertschätzung von Indikatoren, die sozusagen mit ihrer Ideologie korrelieren und damit immer richtig sein müssen, auch verständlich ist.
Immerhin muss man noch nicht den Satz:“Die Abwrackprämie hat es nie gegeben” lesen, aber es ist schon relativ nahe an der Leugnung, dass Wachstum nicht wie in der eigentlichen Notwendigkeit, die sich aus Zinseszinsen ergibt, funktionieren kann, es sei denn, man geht davon aus, dass auch die Weltbevölkerung weiterhin exponentiell wächst oder wir auf Außerirdische stoßen, die auf ihrem Planeten gerne Opel Corsa fahren wollen.
Dass immer weniger gearbeitet wird, ist ja nicht nur eine logische Schlussfolgerung, sondern wurde auch statistisch nachgewiesen. Christian Graf von Krockow hat die Zahlen schön zusammengestellt, auf Wunsch kann ich sie hier auch unterbringen.
Das Problem ist ja nicht, dass Erfindungen die Arbeit abschaffen, sondern dass die herrschende Arebitsideologie eben dies nicht akzeptieren will, weil eben Arbeit etwas “gutes” sei und nicht als zu minimierender Inputfaktor in der Produktionsfunktion mehr aufgefasst wird. Und die Bürokratie kann nicht künstlich so viel Arbeit erwirken, dass sich der Trend umkehren könnte.
Mir persönlich erscheint ein geistiger Paradigmenwechsel heir übrigens nicht nur notwendig, sondern auch wünschenswert. Aber das ist dann Meinung. Andere Meinungen dazu akzeptiere ich, sofern sie als Meinung und nicht als angebliches Faktum geäußert werden.
Das Große Übel des BIP-Wachstum ist im Großen und Ganzen nur das Wachstum an menschenbearbeitetem Material, sowie der damit einhergehenden Folgen für Umwelt und letztendlich die Menschen. Letztendlich hat ja niemand etwas dagegeben, dass Produktion, Weiterverarbeitung und Dienstleistung immer effizienter funktionieren.
Die angesprochene Arbeitsnotwendigkeitsideologie wird sich sicher noch ändern, sie ist ja schon dabei sich zu ändern. Und es ist ja nicht so, als wenn man wirklich Menschen bräuchte, um das BIP zu erhöhen. Mehr BIP kann man mittlerweile allein durch den Betrieb eines Rechenzentrums generiert werden, welches von wartungsarmen Energien, wie Solarstrom gespeist wird. Oder durch den Einsatz von selbstlernenden Putzrobotern…
D.h.: Selbst wenn immer weniger gearbeitet wird, was ich persönlich auch glaube, kann das BIP trotzdem weiter wachsen.
Zu den negativen Effekten, wie Umweltzerstörung: Sowas lässt sich gesetzlich regeln, zB durch entsprechende Versicherungspflichten oder Verbote, etwa bei dem Bohren nach Öl in irgendwelchen problematischen Regionen.
@ jupp
Welche Art von Umweltzerstörung meinen Sie konkret? Ist es nicht so, dass je größer das Wirtschaftswachstum, desto schonender der Umgang auch mit Mensch und Natur. Umweltschutz muss man sich leisten können und es setzt auch ein gewisses Maß an geistigen Freiräumen voraus, um sich auf das Thema überhaupt einlassen zu können und zu wollen. Jedenfalls zeigt sich, dass es in ärmeren Weltregionen für Naturschutz weder Geld noch Muße gibt - nachvolllziehbar, wenn man täglich ums Überleben kämpft. In Deutschland / Europa leben wir derweil Dank Wachstum und anhaltender Innovationen in einer Idylle - die Flüsse sind so sauber wir seit Jahrhunderten nicht mehr, die Wälder strotzen vor Kraft usw. Das ist übrigens weniger Resultat der grünen Bewegung, sondern “normaler” Fortschritt in einer Gesellschaft, die ihren Wohlstand anhaltend vermehrt.
@ Herrn Deichmann:
Stimmt. Bestes Beispiel ist der Begriff Nachhaltigkeit. Dieser stammt aus der Forstwirtschaft und umschreibt die ökonomische Erkenntnis, dass man nicht mehr Holz fällen , als haben kann. Deswegen aufgeforstete Wälder. Und diese Nachhaltigkeit brauchte keinen Gesetzesbeschluss dieser Erde.
Entweder will die novo-Redaktion keine kritischen statements mehr, oder ihnen ist mein letztes posting verloren gegangen, jedenfalls verhält es sich mit dem Umweltschutz natürlich genau anders herum:
Je weniger Ressourcen verbraucht werden, umso geringer ist das Wachstum.
Wenn ich aber erst die Natur zerstöre, um sie dann wieder aufzuforsten und das dann auch monetäre Auswirkungen hat, kann ich natürlich Wirtschaftswachstum durch Umweltzerstörung und Wiedergutmachung realisieren.
Nichts anderes passiert ja im Krieg:
Erst wird alles zerstört, um Platz für extrem hohe Wachstumsraten zu haben.
Das letzte posting von F.Petrarca sagt ja auch aus, dass Exponentialwachstum eben nicht so möglich ist. Gesetzesbeschlüsse spielen bei dem Thema ja erst einmal keine Rolle.
@peeka:
Was wollen sie eigentlich?
Könnte das Thema eventuell ein wenig verfehlt sein ?
Ingenieuren wie mir sagt man zu Recht nach, daß sie alles messen möchten. Das stimmt auch, betrifft aber nur jene unbezweifelbar objektiv messbaren Effekte, die es wert sind, gemessen zu werden. Vages, Schwammiges, von Tagesmeinungen abhängige “Größen”, Ungreifbares und sich wegen undurchschaubarer und unverstandener Komplexität nicht objektiv messen lassende scheinwissenschaftliche Begriffe - darüber kann man trefflich streiten, sollte aber auf jegliche Zahlen verzichten.
Es ist zwangsläufig ungenau - auch irreführend, weil scheingenau, denn immer fehlen die in der exakten Wissenschaft unverzichtbaren Fehlerbreiten. Weil man die wohl auch gar nicht kennt.
Zahlen gaukeln eine Scheingenauigkeit vor.
Was hielten Sie aber von einer Aussage, daß man ein BIP von 500 Mrd +/- 250 Mrd anstrebt ? Also 250 und 750 Mrd gleich wahrscheinlich: Natürlich unbrauchbar.
Solche Fehlertoleranz-Angaben sind in den etwas weicheren Wissenschaften nicht sehr beliebt, sähe man doch sofort, wie wackelig und wertlos eine scheinbar so präzise Zahlenangabe tatsächlich ist.
Und ich bin sicher, daß die Fehlerbreiten sowohl der BIP-Angaben wie auch jeder BIP-Ersatzkonstrukte exorbitant und deshalb nur noch peinlich wären.
Daher meine ich, wir sollten endlich aufhören, das überhaupt nicht Messbare schon wieder - dieses Mal nur mit anderer Überschrift - messen und beziffern zu wollen.
Wir brauchen keine neuen inhaltslosen Zahlenwerke, die sich Politiker gegenseitig um die Ohren schlagen.
Es gibt keinen Ersatz für den gesunden Menschenverstand.
Wenn wir den nicht in Gestalt real existierender Politiker wählen, dann haben wir eben Pech gehabt und dann hilft auch eine BIP-Ersatzkrücke nicht.
@Günter Keil:
Wäre das BIP lediglich eine Zahl, an der sich Wachstumsideologen erfreuten, wäre es sicherlich kein Problem.
Es wäre mit Sicherheit auch nicht hilfreich, ein höchstens aus Umfragen qualifiziertes “Glücksgefühl” wiederum zu quantifizieren und diese Zahl dann als Wohlstandsmerkmal anzusetzen.
Das zentrale Problem liegt darin, dass “Wachstum” Teil des magischen Vierecks und des Stabilitätsgesetzes ist. Daher ist die Politik sozusagen verpflichtet, für Wachstum zu sorgen.
Wenn mann sich allerdings so etwas wie die “Abwrackprämie” anschaut, bei der der Staat einem Menschen 2.500€ in die Hand dafür drückt, dass er sein völlig intaktes Auto auf den Schrottplatz fährt und fahruntüchtig zerstören lässt, dann ist die Frage, ob dieses künstlich erzeugte Wachstum eben wirklich noch dem gesunden Menschenverstand entspricht.
Paradox ist gleichzeitig, die Kreuzberger Autozündler zu jagen, denn diese sorgen sogar in der gleichen Branche für Wachstum.
Wirtschaftswachstum ist kein Selbstzweck, sondern signalisiert, das mehr Leistung aus Arbeit gegen Geld(Leistungsersatz) getauscht wurde.
Wurde die Leistung selbstbestimmt, sinnvoll erbracht, ermöglichte sie zumindest Handlungsfreude für den Erbringer.
Der freiwillige Leistungstausch schafft zwei Gewinner, haben doch beide einen Nutzenerwartungsgewinn auf der Materieebene und einen Genusserwartungsgewinn auf der Gefühlsebene erzielt.
Wird die eingetauschte Leistung richtig als Werkzeug oder zum Konsum eingesetzt, ermöglicht sie weitere Handlungsfreude, sprich Genussgewinn.
Die saubere Differenzierung zwischen Leistungs- Güter- u. Geldebene und der individuellen, aktuellen Gefühlsebene ist Vorbedingung für weiteren Erkenntnisgewinn.
Mehr dazu in der Genusswirtschaftslehre auf http://www.ich.io.
@Thomas Deichmann
Ich meinte vor allem die Umweltzerstörung durch Rohstoffgewinnung. Es ist richtig, dass wenn in einem Land das BIP steigt, der Umweltschutz größer geschrieben wird. Allerdings kann man das so pauschal nur auf das jeweilige Land beziehen. Letztendlich beziehen wir die umweltmäßig problematischsten Waren aus Entwicklungs- und Schwellenländern. (Z.B. Erdöl(-Produkte) und Biosprit.)
Aber gut, langfristig gesehen kann man in diesen Ländern auch diesbzgl. eine positive Entwicklung erwarten. Da stellt sich dann die Frage, wie lange man warten will.
Genaugenommen sagt die von Euch so heißgeliebte “Achse des Guten” auf eine leicht satirische Art, wie es aussieht:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/natuerliche_abwrackhilfe/
“Doch den mühseligen und beladenen Stadtkämmerern kann Trost werden, und zwar durch die
Re-Mobilisierung desjenigen ökonomischen Sachverstandes, durch den die deutsche Politik
erst jüngst brilliert und an dem sich so manches ferne Land sogar ein Beispiel genommen hat.
Erinnern wir uns: Lächerliche 1,5 Milliarden Euro wurden zur Verfügung gestellt, damit
600.000 mal 2.500 Euro für die Verschrottung eines Altautos gezahlt werden konnten. Der
geniale Hintergedanke war dabei, die lahmende Konjunktur anzukurbeln und quasi aus dem
Nichts einen sektoralen Boom zu entfachen, dessen volkswirtschaftlicher Nutzen die
aufgewandten Abwrackprämien locker übersteigt. Nur phantasielose Kleingeister wandten
damals ein, dass die Zerstörung brauchbarer Güter Schäden und nichts als Schäden bedeute.
Die bloße Erinnerung an diesen intellektuellen Lichtblitz der neueren deutschen
Wirtschaftspolitik sollte eigentlich genügen, um die verbreitete winterdüstere Sicht auf
Schlaglöcher und Fahrbahnrisse aufzuhellen: Welch großartiges Konjunkturprogramm hat
uns doch Mutter Natur mit diesem harten Winter beschert! Auf Jahre hinaus — manche
Schätzungen reichen bis 2020 — sichert unsere scheinbare Misere Straßenbaufirmen und
ihren Zulieferern volle Auftragsbücher, die Massenarbeitslosigkeit wird gebremst, und ein
merkantiler Impuls von der zig-fachen Stärke des letztjährigen Verschrottungsprogramms jagt
durch den schlaffen Wirtschaftskörper der Bundesrepublik. Erwägt man schließlich, wie
unbürokratisch der weise und gütige Wettergott sein frostiges Füllhorn heuer über uns
ausgeschüttet hat, dann weicht die kurzsichtige Betrübtheit und macht der ökonomischen
Einsicht Platz: Viel Glück und viel Segen auf all euren Wegen. “
@Alfred Reimann:
Die Frage ist, ob Sie exponentiale Steigerung der Handlungsfreude durch exponentiales Wachstum erreichen oder besser gesagt ist die Frage, wo überhaupt der konkrete Ansatz liegen soll. Wer keine Lust hat zu arbeiten und das Recht auf Faulheit wahrnimmt, wird damit seine Handlungsfreude womöglich eher steigern, als das Dogma der Arbeitsfreude, auch ohne das Wirtschaftswachstum voran zu treiben.
Oder als anderes Beispiel: Ist die Handlungsfreude, einen Pullover in die Mülltonne zu werfen größer als ihn bei eBay anzubieten?
Im ersten Fall wird das Wirtschaftswachstum gesteigert, weil für einen potentiellen Neubesitzer ein neuer Pullover gestrickt werden muss und die Müllabfuhr Arbeit mit der Entsorgung des Altpullovers hat.
Meinen Sie, die Funktion der “Handlungsfreude” korreliert linear mit “Wirtschaftswachstum”? Und um “Wachstum” im Sinne des BIP geht es ja hier.




Sehr richtig, es geht in dieser Debatte nicht um die richtige Maßeinheit sondern um das Wachstum an sich. Wachstum ist Leben, Schrumpfen ist Sterben.
Im Economist stand vor ein paar Wochen ein erhellenderer Artikel über die “engines of progress”: http://www.economist.com/world/international/displaystory.cfm?story_id=15108593. Diese Fortschrittstreiber seien Ideale und Visionen einer besseren Welt. Eine Ära in der die Menschen vornehmlich Angst vor der Zukunft haben, produziert keinen Fortschritt mehr.
Das trifft ganz gut auf Deutschland oder sogar auf die westliche Welt, denn der Fortschritt unserer Tage wird nicht mehr im Westen erzeugt, wo die Angst vorherrscht, sondern in den ärmeren Regionenen wo die Hoffnung Regie führt. Folglich steigen dort auch die Kapitaleinkommen am schnellsten.
Genauso ist die Debatte um den Konflikt zwischen Wachstum und Umwelt vor allem Augenwischerei. In unseren entwickelten Gesellschaften hat Wachstum immer wenige mit materiellem Zuwachs zu tun, sehr wohl aber mit höherer Gesundheit, sauberer Umwelt und mehr Gerechtigkeit.
Das BIP korreliert recht sauber mit fast allen alternativen Wohlstandsmaßstäben wie Bildung, Sterblichkeit, Lebensdauer, Korruption, Einkommensverteilung etc. Es ist leicht und einigermaßen zuverlässig messbar. Viel mehr Angst macht mit die Manipulationsmöglichkeiten alternativer Maßstäbe durch populistische Politiker.
Philipp Schuller
30.01.2010 12:01