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Klimakonferenz Kopenhagen: Der Weltuntergang fällt aus!

Zweifel an der These vom menschengemachten Klimawandel häufen sich. Die Alarmisten rudern vorsichtig zurück, doch die Politik schaltet weiter auf Durchzug. Von Günter Keil

Den Klimawandel gibt’s tatsächlich. Genau genommen gab es ihn schon immer. Auch jetzt erleben wir ihn, und zwar als einen langsamen Anstieg der globalen Temperatur, der allerdings seit 1998 eine Pause macht. Dieser Erwärmungstrend lässt sich seit rund 150 Jahren beobachten. Er setzte ein, als die „Kleine Eiszeit“, die Europa zwischen 1500 und 1850 in zwei aufeinanderfolgenden Kälteschocks im Griff hatte, zu Ende ging. Seither nähert sich die mittlere Erdtemperatur dem Zustand einer Warmzeit, wie sie das vorletzte Mal zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr. als „Römische Warmzeit“ und das letzte Mal im Mittelalter zwischen 900 und 1350 n. Chr. herrschte. Damals betrieben die Wikinger im teilweise eisfreien Grönland – ihrem Grünland – Landwirtschaft. Die Rückkehr zu einer Warmzeit lässt seit 150 Jahren den Meeresspiegel langsam und gleichmäßig ansteigen. Mitte des 19. Jahrhunderts begann auch der Rückzug vieler Gletscher.

Diese Erwärmung wird vom UN-Weltklimarat IPCC als überwiegend vom Menschen verursacht gedeutet – als Folge der Emission von sogenannten Treibhausgasen, insbesondere CO2. Verbunden wird das mit der Darstellung von Weltuntergangsszenarien nebst dramatischen Verhinderungsappellen.21 Dabei konnte bis heute eine Reihe von Widersprüchen der IPCC-Thesen nicht ausgeräumt werden. So stieg die Durchschnittstemperatur der Erde zwischen 1945 und 1975 nicht etwa an – ganz im Gegensatz zur CO2-Konzentration. Die Durchschnittstemperatur sank vielmehr deutlich, doch das IPCC weiß damit umzugehen: In den grafischen Temperaturdarstellungen, die eine gefährliche Entwicklung veranschaulichen sollen, wird stets das Ausgangsjahr 1850 als Messlatte angeführt. Das suggeriert dem Laien, die 1850 herrschende Globaltemperatur sei ein erstrebenswertes Ideal, von dem wir uns in den vergangenen anderthalb Jahrhunderten in Richtung einer gefährlichen Erwärmung entfernt haben. „Erwärmungspausen“ fallen aus dieser Perspektive nicht mehr sonderlich ins Gewicht. Geflissentlich übergangen wird dabei auch, dass 1850 das „Dalton-Minimum“ endete. So bezeichnet man die letzte Phase der für die Menschen schrecklichen, 350 Jahre andauernden „Kleinen Eiszeit“ mit ihrem letzten Temperatur-Tiefpunkt. Es erscheint arg befremdlich, just diese Epoche als Maßstab für irgendwelche Klimaschutzanstrengungen anzuführen. Die Verhältnisse waren damals extrem lebensfeindlich. Durch die langsame Wiedererwärmung der Erde haben wir uns glücklicherweise weit davon entfernt.

Die unterschätzte Sonne

In den letzten IPCC-Berichten wird eingestanden, dass über wesentliche Strahlungsantriebe des Klimas – insbesondere über die wichtigen abkühlenden Aerosole und über die Wirkungen der Sonne selbst – große Wissenslücken bestehen. Trotzdem wird der solare Einfluss auf das Klima als sehr gering eingeschätzt. Entsprechend sind die Computermodelle des IPCC programmiert worden. Dagegen haben Sonnenforscher längst erstaunlich genaue Korrelationen zwischen der Sonnenaktivität und den Klimaveränderungen auf der Erde für die zurückliegenden Zeiträume festgestellt. Es sind insbesondere die Sonnenflecken, die eine Aussage über die Sonnenaktivitäten erlauben. Aus historischen Aufzeichnungen konnte ein starker Zusammenhang zwischen einer niedrigen Sonnenfleckenaktivität und einem abkühlenden Klima abgeleitet werden. Sonnenflecken sind kältere, dunkle Regionen mit starken Magnetfeldern, die auf der Sonnenoberfläche sichtbar sind. Sie kommen und gehen regelmäßig in einem etwa elfjährigen Rhythmus, der 1843 von dem deutschen Astronomen Samuel Heinrich Schwabe entdeckt wurde.1 Die Sonnenfleckenzahl, die sich ebenfalls feststellen lässt, schwankt von Zyklus zu Zyklus. Bedeutend ist die Zahl auf den Höhepunkten eines Zyklus, denn das Erdklima hängt hiervon ab. Drastische Effekte gab es zwischen 1645 und 1715: In diesem 70-jährigen Zeitraum wurden insgesamt nur 50 Sonnenflecken beobachtet. Zum Vergleich: Ein normaler Zyklus weist etwa 45.000 Sonnenflecken auf. Diese Periode einer verhältnismäßig inaktiven Sonne mit nur 50 Sonnenflecken ist als das „Maunder-Minimum“ bekannt – der kälteste Teil der Kleinen Eiszeit, über deren negative Auswirkungen auf das Leben es viele historische Belege gibt. Vergleichbares geschah zwischen 1800 und 1830 im „Dalton-Minimum“ – einer zweiten sehr kalten Periode der Kleinen Eiszeit. Die Sonnenfleckenzahl war damals über zwei Zyklen hinweg mit einem Maximum von 40 außerordentlich niedrig. Und auch das kühle „1900-Minimum“ streckte sich über zwei Zyklen mit höchstens 60 Sonnenflecken.1,2,3,4

Der Vergleich der Temperatur der Meeresoberfläche mit der Anzahl der Sonnenflecken hat eine erstaunlich enge Korrelation ergeben. Über die vergangenen 130 Jahre zeigt sich ein nahezu deckungsgleicher Verlauf. Ganz im Gegensatz dazu ist die vom IPCC bevorzugte Verbindung zwischen CO2 und Temperaturanstieg alles andere als evident. Wissenschaftler beobachten derzeit sehr genau, wie der Sonnenzyklus Nr. 23, der eigentlich 2007 beendet sein sollte, in den folgenden Zyklus Nr. 24 übergeht. Aktuell befindet sich der Sonnenzyklus in einem Tal – dem tiefsten des vergangenen Jahrhunderts. In den Jahren 2008 und 2009 produzierte die Sonne Rekorde bezüglich niedriger Sonnenfleckenzahlen, schwacher Teilchenstrahlung (Sonnenwind) und niedrigerer Licht- und Wärmestrahlung. „In unserer beruflichen Karriere haben wir niemals etwas Vergleichbares gesehen“, kommentierte Dean Pesnell vom Goddard Space Flight Centre. „Das solare Minimum dauerte viel länger an, als wir es 2007 vorhersagten.“ Ende Mai 2009 hat ein internationales Expertengremium, unterstützt von der NASA, für den solaren Zyklus Nr. 24 vorhergesagt, dass er einer der schwächsten in der jüngeren Geschichte mit nur 90 Sonnenflecken im Mai 2013 sein wird.

Kommt ein neues Minimum?

Der beobachtete Zeitraum ist noch zu kurz, um sichere Aussagen über den aktuellen und den kommenden Zyklus zu treffen, zumal Sonnenfleckenzyklen bis zu 14 Jahre andauern können. Deshalb sind sich die Forscher noch nicht einig: Der NASA-Sonnenphysiker David Hathaway sieht das gegenwärtige Sonnen-Minimum noch gut innerhalb der Normen für Solarzyklen. Er stellte fest, dass die Sonne zu Beginn des 20. Jahrhunderts doppelt so lange passiv war wie momentan. Andere jedoch warnen: William Livingston und Matthew Penn vom National Solar Observatorium in Tucson, Arizona, schließen aus ihren Forschungen über die magnetischen Felder der Sonnenflecken, dass die Inaktivität womöglich sogar bis 2014 anhalten werde. Doch wie es danach weitergeht, können auch sie nicht sagen. Auch die Wissenschaftler Cornelius de Jager und Silvia Duhau kamen mit ihren Forschungen über die Eigenschaften der Sonne zu der Schlussfolgerung: „Das System erlebt einen Übergang vom jetzigen ‚Großen Maximum‘ auf eine Periode niedrigerer Sonnenaktivität. Nach 2014 könnte eine Abkühlung wie um 1810 im Dalton-Minimum einsetzen.“4

Khabibullo Abdusamatow, der Leiter des russischen Pulkowo Astronomischen Observatoriums, stimmt diesen Prognosen zu. Er rechnet mit dem Beginn einer Abkühlung zwischen 2012 und 2015 mit einem Tiefpunkt um 2041 und einer 55 Jahre anhaltenden Kälteperiode. Das Ausmaß dieser Abkühlung werde dem Maunder-Minimum ähneln.2 Dem physikalischen Zusammenhang zwischen der Sonnenfleckenaktivität und dem Erdklima sind erst vor wenigen Jahren die dänischen Forscher Henrik Svensmark und Eigil Friis-Christensen theoretisch und experimentell auf die Spur gekommen. Sie postulierten 1997, dass mit den Sonnenflecken eine Partikelemission – der sogenannte Sonnenwind – einhergeht, der das Magnetfeld der Erde verändert und damit der kosmischen Höhenstrahlung einen veränderten Einfluss auf die Erdatmosphäre erlaubt. Diese wiederum beeinflusst offenbar die Wolkenbildung und damit die Reflexion der Sonnenstrahlung. Dieser indirekte, jedoch starke Einfluss der Sonne erklärt womöglich die historisch belegten Klimaänderungen. Das eigenartige IPCC-Argument, der Einfluss der Sonne sei einerseits kaum verstanden, andererseits aber sehr gering, ist damit unhaltbar geworden.25

Dass die Sonne in eine inaktive Phase eingetreten ist, steht fest. Wie genau sie sich aber in der nächsten Zukunft verhalten wird, weiß weiterhin niemand mit Sicherheit vorherzusagen. Aber offensichtlich haben die Sonnenforscher mit ihren lange zurückreichenden Datenreihen und ihren aus dem Einfluss der Sonne abgeleiteten Erklärungen vergangener Klimaschwankungen die besseren Karten als das IPCC.

Werden Treibhausgase überschätzt?

Das Problem der aktuellen Klimadiskussion beginnt jedoch schon früher, und zwar mit der physikalisch falschen Bezeichnung „Treibhauseffekt“. Ein Treibhaus ist eine lichtdurchlässige, aber jeden Luftaustausch durch Glasscheiben verhindernde Hülle. Es wird darin warm, weil die von der Sonne erwärmte Luft am Aufsteigen gehindert wird. Die Erdatmosphäre ist dagegen ein offenes System, bei dem erwärmte Luft selbstverständlich in höhere Schichten aufsteigen und dort ihre Wärme durch Wärmeleitung oder Strahlung weitergeben kann. Die Erdatmosphäre ist also das Gegenteil eines Treibhauses. Sie ist ein hoch kompliziertes, turbulentes, dynamisches System, dessen physikalische Beschreibung und Berechnung ungelöst ist.23,24

Manche Argumente des IPCC haben durch unablässige Wiederholung fast einen Status von Naturgesetzen erhalten, wie etwa die Annahme, dass die sogenannten Treibhausgase – und gemeint ist nicht etwa der Wasserdampf, sondern die Spurengase CO2, Methan und Lachgas N2O – für die in den Jahren 1975–1998 festgestellte Erwärmung der unteren Erdatmosphäre ursächlich seien. Vor allem auf das CO2 konzentriert sich die Diskussion, weil dessen Konzentration, so winzig sie auch ist, durch menschliche Aktivitäten in der Tat kontinuierlich ansteigt. Deshalb geht es bei den Forderungen des IPCC und seiner politischen Anhänger fast ausschließlich um eine Verringerung des CO2-Ausstoßes. Dass Wasserdampf als dominierendes „Treibhausgas“ dafür verantwortlich ist, dass die Erdoberfläche statt minus 18 Grad Celsius eine menschenfreundlichere Temperatur hat, wird von niemandem bestritten. Aber das extrem verdünnte CO2 spielt möglicherweise eine derart untergeordnete Rolle, dass seine erwärmende Wirkung gar nicht messbar ist. Und sie wurde auch niemals experimentell bewiesen.2,5,6,7,22

Schon die Brauchbarkeit der CO2-Treibhausgas-Theorie wird von renommierten Wissenschaftlern bestritten: Der russische Ozeanologe Oleg Sorotkin, Mitglied der Russischen Akademie der Naturwissenschaften, bezeichnet diese im späten 19. Jahrhundert von Svante Arrhenius aufgestellte Theorie als fehlerhaft, niemals ernsthaft überprüft und viel zu einfach, um die sehr komplizierten Prozesse in der Atmosphäre zu beschreiben. So werde speziell in ihrer dichten Schicht, der Troposphäre, viel weniger Wärme in den Weltraum zurückgestrahlt, als durch Luftströmungen befördert wird – und dies sei ein vollkommen anderer Mechanismus, der die Erderwärmung nicht erklären könne.2

Im Treibhaus wird es kühler

Die fortlaufende Messung der Globaltemperatur über höchst ungleichmäßig verteilte (und dazu noch teilweise fehlerhaft messende) Bodenstationen wie auch über weitaus präziser arbeitende Satelliten hat ergeben, dass sich die mittlere Temperatur der Erdoberfläche seit 1998 nicht mehr weiter erhöht hat. Seit 2002 ist sie sogar eindeutig rückläufig, mit einem besonders dramatischen Temperatureinbruch im Winter 2007/2008, der alle bis dahin gemessenen Temperaturveränderungen übertraf. Die Erde ist heute nicht mehr viel wärmer als 1878 oder 1941. Das IPCC hingegen hat erst 2007 für die nächsten Jahrzehnte eine Erwärmung von 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt vorhergesagt. Abbildung 1 zeigt das Ergebnis genauer Satellitenmessungen für die untere Troposphäre, die sogenannte „Wetterküche der Erde“.19 Diese Entwicklung ist selbstverständlich allen Wissenschaftlern, nicht aber unseren Politikern aufgefallen. Vielleicht, weil in der deutschen Presse darüber kaum berichtet worden ist.

Beim IPCC scheint man nun aber deshalb etwas nervös zu werden. IPCC-Experten veröffentlichten im Februar 2009 eine neue Studie, in der sich eine sehr ungewöhnliche Aussage fand: Auch bei einer sehr viel geringeren Temperaturerhöhung als zuvor angenommen wird weiterhin vermehrt mit Trockenzeiten, Hitzewellen, Überschwemmungen und Unwettern gerechnet. Demnach müsste die mittelalterliche Warmzeit, in der es wärmer war als heute, die reine Hölle gewesen sein. Nur weiß man nichts davon. Man kann sich schwerlich des Eindrucks erwehren, dass hier neue Angstbotschaften verbreitet werden, um von den Unzulänglichkeiten früherer Thesen abzulenken. Der Temperaturrückgang hat mitunter auch amüsante Aspekte: So wurde am 21. Juli 2009 in Nashville, Tennessee, der Heimatstadt des Klimakatastrophen-Nobelpreisträgers Al Gore, die tiefste Temperatur an einem 21. Juli in der Geschichte der Stadt gemessen. 2009 unterbot den bis dahin geltenden Rekord des Jahres 1877.

Zehn Jahre sind für eine Bewertung von Klimaveränderungen gewiss ein kurzer Zeitraum, denn man betrachtet dabei die Mittelwerte von 30 Jahren. Eine Bestätigung für das angeblich dominierende klimaerwärmende Wirken des tatsächlich langsam stetig weiter ansteigenden CO2 liefert die Abkühlung seit 1998 allerdings nicht. Stattdessen beobachten wir derzeit die schmerzliche Widerlegung früherer IPCC-Prognosen. Hinter der kritischen Haltung russischer Forscher gegenüber den IPCC-Prognosen steht übrigens auch die Befürchtung, dass zu viel Geld und Zeit in die Bekämpfung einer fiktiven Klimaerwärmung investiert wird – Ressourcen, die dann bei einer weiteren drastischen Abkühlung fehlen. Dieses Szenario könnte wesentlich schlimmere Folgen haben als eine Erwärmung. Das kann sich ausrechnen, wer sich den Unterschied zwischen der überwiegend positiv wirkenden mittelalterlichen Warmzeit und der katastrophalen „Kleinen Eiszeit“ mit Ernteverlusten und Hungerelend vor Augen führt.2

Computermodelle in der Kritik

Die Kritik an den IPCC-Klimaprognosen richtet sich vor allem auch gegen die verwendeten Computermodelle. Beispielhaft für die Phalanx der Kritiker ist der wohl bekannteste Experte für wissenschaftliche Vorhersagen, Dr. J. Scott Armstrong. Sein Verdikt: Die benutzten Modelle beruhen allein auf der Meinung einzelner Wissenschaftler und waren niemals als Vorhersagemodelle entwickelt oder getestet worden. Eine Überprüfung der vom IPCC beschriebenen Verfahren hätte ergeben, dass sie 72 wissenschaftliche Vorhersage-Prinzipien verletzten. Insgesamt, so stellte Armstrong fest, fehlte dem vom IPCC benutzten Vorhersage-Instrumentarium die wissenschaftliche Grundlage.7

Meteorologen kritisieren, dass diese Modelle die Dynamik und die Wirkung von Wolken, Regen und Luftströmungen nicht ausreichend oder gar nicht beschreiben können und dass sie auch bei der Beschreibung der Meeresströmungen versagen. Die Hochrechnungen konzentrierten sich auf die Wirkung von Treibhausgasen, die mithilfe von umstrittenen Rückkopplungseffekten mit den in den IPCC-Berichten genannten großen Temperaturerhöhungen in Zusammenhang gebracht werden.23 Kana Kusano, Programmdirektor bei der Japanischen Agentur für Meeres- und Erdwissenschaft und Technologie (JAMSTEC), verglich in seinem jüngsten Gutachten die Computersimulationen des IPCC mit Astrologie.6

Die Pazifische Dekadische Oszillation meldet sich zurück

Im April 2008 gab es weitere Unannehmlichkeiten für die IPCC-Anhänger: Die NASA veröffentlichte die Messergebnisse ihres Aqua-Satelliten, der die Temperatur der Meeresoberfläche erfasst. Die Ozeanografen erkannten, dass ein lange bekanntes, periodisch schwankendes Klimaphänomen, die Pazifische Dekadische Oszillation (PDO), wieder in ihre kalte Phase übergewechselt war. Ein riesiges Kaltwassergebiet erstreckt sich nun wieder von Alaska bis vor die Küste Kaliforniens und von dort weiter zum Äquator weit in den Pazifik hinein. Die Wissenschaftler erwarten, dass die jüngste PDO das Erdklima beeinflussen wird.9 Das geschah offenbar auch zwischen 1945 und 1977 in der bislang letzten PDO-Kaltphase, in der es auch zu einem kräftigen Temperaturabfall auf der Erde kam, was vom IPCC nicht erklärt werden kann und deshalb ignoriert wird. Die PDO wird durch die Sonne gesteuert, was der Klimatologe Theodor Landscheidt nachweisen konnte.1

Die frappierende Begleitbotschaft der NASA-Ozeanografen lautet, dass die aktuelle Kaltphase der PDO 20 bis 30 Jahre andauern kann. Man erwartet konstante oder sinkende Temperaturen. Demnach könnte es wohl für recht lange kühler im globalen „Treibhaus“ werden. Vor diesem wissenschaftlichen Hintergrund ist nun auch das Ende des Temperaturanstiegs nach dem El-Niño-Rekordjahr 1998 durch den Einfluss der sonnenabhängigen Klimaphänomene La Niña und PDO erklärbar.

Rückzugsbewegungen an der Klimafront

Auch den Wissenschaftlern des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften waren die jüngsten Entwicklungen in den Ozeanen selbstverständlich bekannt; allerdings sorgten sie dann zur Überraschung der Szene mit einer von der IPCC-Linie stark abweichenden Publikation weltweit für große Aufmerksamkeit – außer in Deutschland.10 Die Wissenschaftler verkündeten in der Fachzeitschrift Nature eine Änderung ihrer Klimamodelle, die nun für die kommenden zehn Jahre keine weitere Temperaturerhöhung, sondern gleichbleibende oder auch niedrigere Globaltemperaturen ergeben. Ursache seien „natürliche Schwankungen“, von denen bislang seltsamerweise nie die Rede war. Für die Zeit danach stellten die Kieler aber wieder eine Erwärmung in Aussicht. Eine Begründung dafür wurde nicht geliefert. Der Kieler Professor Mojib Latif betonte entsprechend: „Der Kampf gegen den Klimawandel muss fortgeführt werden.“ Die Scheinlogik lautet offenbar, dass das CO2 schuld ist, wenn die Globaltemperatur steigt, und dass es natürliche Schwankungen sind, wenn das nicht geschieht. Doch wie sich die Kieler Klimaexperten auch drehen und wenden, indirekt mussten sie nun eingestehen, dass der CO2-Erwärmungseffekt offenbar nach wie vor sehr viel kleiner ist als die von der Sonne verursachten Einflussfaktoren. In seinen populärwissenschaftlichen Vorträgen vor unbedarften Bürgern verbreitet Latif weiterhin Schreckensvisionen von der Klimakatastrophe, auf seine Veröffentlichung in Nature möchte er indes nicht gerne angesprochen werden. In der Forschung also der geachtete Prof. Jekyll, vor Publikum Mr. Angst-Hyde.

Wenn die Sonnenforscher recht behalten, dann sind die vom IPCC geforderten und nun von nahezu allen Regierungen mit Milliarden subventionierten Maßnahmen zur Verringerung des globalen Temperaturanstiegs nichts anderes als ein Kampf gegen die Sonne selbst. Ein ziemlich mächtiger Gegner, mit dem schon Ikarus seine Probleme hatte. Für Oleg Sorotkin ein Don-Quichotte-Kampf gegen Windmühlen.

Kritik in der Wissenschaft nimmt zu

Wissenschaftler, die immer noch als Zeugen des menschengemachten Klimawandels angeführt werden, sind keineswegs verlässliche Verbündete der Politiker. Ihr Widerstand gegen die Instrumentalisierung ihrer Forschung nimmt zu. So wurde die Oregon-Petition gegen das Kioto-Protokoll und die IPCC-Theorie von über 32.000 US-Wissenschaftlern unterzeichnet.17 2008 gab es eine Vielzahl von Aktionen gegen die Klimahysterie: Im Februar 2008 fand in Düsseldorf eine Tagung statt, bei der deutsche Wissenschaftler massive Kritik an der IPCC-Theorie und an der deutschen Klimapolitik übten. Im Folgemonat fand in New York der dreitägige Wissenschaftskongress „2008 Internationale Konferenz zum Klimawandel“ mit 500 Teilnehmern statt. Im Ergebnis entstand die „Manhattan-Deklaration“, in der die Aussagen des IPCC über den Klimawandel abgelehnt werden.

Indien veröffentlichte derweil einen kritischen Bericht über die Verbreitung von Angst vor einer Erderwärmung. Und vom 33. Internationalen Geologiekongress, der im August 2008 in Oslo stattfand, wurde berichtet, dass etwa zwei Drittel aller Vortragenden und Diskutanten dem IPCC und der Fokussierung auf den menschengemachten Klimawandel „feindselig und ablehnend“ gegenüberstanden. Eine Umfrage unter kanadischen Wissenschaftlern ergab, dass 68 Prozent der Einschätzung widersprachen, die Forschung sei sich zum Klimawandel einig. Eine Umfrage der japanischen Geoforschungs-Union anlässlich eines Symposiums zeigte vielmehr, „dass 90 Prozent der Teilnehmer den IPCC-Berichten nicht glauben“. Mehr als 700 internationale Wissenschaftler haben im Dezember 2008 dem US-Senat in einem „Minority Report“ die Unrichtigkeit der IPCC-Prognosen dargelegt und den behaupteten Wissenschaftler-Konsens bestritten.20 Die Initiative folgte dem „Minority Report“ vom Dezember 2007, den 400 Wissenschaftler unterzeichnet hatten.

Die Kritikwelle setzte sich auch 2009 fort: Im Februar legten Forscher der Japanischen Gesellschaft für Energie und Ressourcen (JSER) – das höchste wissenschaftliche Beratergremium auf dem Gebiet des Klimawandels – einen äußerst kritischen Bericht über die IPCC-Hypothesen vor, die in allen wesentlichen Punkten als widersprüchlich und falsch bezeichnet wurden. Dieser Bericht, an dem auch der oben genannte Kusano mitgewirkt hat, ist ein bedeutender Bruch mit der von der UN und westlichen Ländern unterstützten Hypothese des vom Menschen verursachten Klimawandels. Im März 2009 erschien ein 255-seitiger Bericht des US-Senats, in dem erneut festgestellt wird, dass „mehr als 700 internationale Wissenschaftler die Behauptungen über eine vom Menschen verursachte globale Erwärmung ablehnen“. Im April 2009 veröffentlichte die polnische Akademie der Wissenschaften ein Dokument, in dem das Konzept der menschenverursachten globalen Erwärmung kritisiert wird. Im Mai beschloss die Versammlung der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS), ihre bisherige Stellungnahme zur Klimafrage zu revidieren und ein hochrangiges Unterkomitee einzurichten. Die Entscheidung fiel, nachdem eine Gruppe von 54 Physikern dem APS-Vorstand geschrieben hatte, dass „gemessene oder rekonstruierte Temperaturverläufe zeigen, dass die Veränderungen im 20. und 21. Jahrhundert weder ungewöhnlich noch dauerhaft sind und dass historische und geologische Aufzeichnungen viele wärmere Perioden als heute zeigen“.

Im Juli folgte schließlich eine Protestwelle der Mitglieder der American Chemical Society (ACS), der weltgrößten Wissenschaftlergesellschaft, nachdem der Chefredakteur der Chemical and Engineering News in einem Leitartikel die Kritiker der Erwärmungshypothese als „Leugner“, die „sinnvolle Gegenmaßnahmen gegen den globalen Klimawandel sabotieren“ wollten, bezeichnet hatte. Ebenfalls im Juli richtete die EIKE-Gruppe einen von 290 Personen, darunter viele Wissenschaftler, unterschriebenen offenen Brief an die Bundeskanzlerin – mit der eingehend begründeten Aufforderung, ihre Klimapolitik zu überdenken.12 Den stets behaupteten Konsens der Wissenschaft im Sinne des IPCC gab es zu keiner Zeit. Mit den jüngsten Initiativen ist diese Behauptung endgültig widerlegt. Forschung war noch nie ein Arbeitsfeld, auf dem Mehrheiten bestimmen, was „Wahrheit“ ist. Dennoch sieht die Politik keine Veranlassung umzudenken.

Und nun?

Nach wie vor wird die öffentliche Diskussion von der Klimaangst-Fraktion dominiert. Der grundvernünftige und mehr als 40 Jahre in Deutschland vorbildlich verfolgte Ansatz zur rationellen Verwendung und Einsparung von Energie und Rohstoffen reicht den Politikern längst nicht mehr. Stattdessen ist dieser erfolgreiche Weg kürzlich um absurde und teure Maßnahmen wie die finanzielle Bestrafung von CO2-Emissionen mittels teurer Emissionszertifikate noch weiter verlassen worden. Dadurch könnte ein riesiger Geldstrom in Richtung Russland in Gang gesetzt werden. Um Russland dazu zu bewegen, das Kioto-Abkommen zu unterzeichnen, wurden ihm große Mengen dieser Zertifikate zugeteilt. Diese müssen nun von deutschen Energieunternehmen eingekauft werden. Jetzt kaufen wir Russlands teures Gas – und wenn wir es verbrennen wollen, zahlen wir dafür ein zweites Mal. Durch diese Transfers wird übrigens keine einzige Tonne CO2–Emission vermieden. Das angeblich die Kohleverstromung rettende Verfahren des aufwendigen und ineffizienten Abtrennens und Vergrabens von CO2 wird derweil als Entwicklungsprojekt gefördert. Dessen Nutzlosigkeit steht fest; doch fast alle Energieunternehmen machen gute Miene zum bösen Spiel. Die Klimaschutz-Heuchelei kennt kaum noch Grenzen.

Dr. Günter Keil war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München / Fraunhofer Gesellschaft sowie im Bereich Projektförderung beim Bundesforschungsministerium tätig. Heute lebt er als freier Autor in Sankt Augustin. In Novo86 (1–2 2007) forderte er in seinem Artikel „Der einsame Ausstieg“, Deutschland solle nicht länger in der technologischen Schmollecke verharren.

Anmerkungen

1T. Landscheidt: „Solar Activity: A dominant Factor in Climate Dynamics“, dieser und neun weitere Artikel auf john-daly.com, 1998.
2K. Abdusamatov / O. Sorotkin: „Eine Kaltzeit wird bald die globale Erwärmung ersetzen“ (in Englisch); Nachrichtenagentur Novosti, 22.1.08, http://en.rian.ru/science/20080122/; http://en.rian.ru/analysis/20080103/.
3Larry Bell: „Global Warming and Energy Implications: Will Nature soon cool hot Debates?“ in: Energy Tribune, 2008, http://www.energytribune.com/articles.cfm?aid=927.
4C. de Jager / S. Duhau: „Forecasting the Parameters of Sunspot Cycle 24 and beyond“ in: Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, Bd. 71/09, S. 239–245, http://www.iceagenow.com/another_dalton_minimum_predicted!.htm.
5Website der Meteorologin Dr. Joanne Nova: http://joannenova.com/au/2009/a-case-against-precipitous-climate-action/#more-3053.
6K. Kusano / S. Akasofu u.a. (Japan Society of Energy and Resources, JSER, 2009): „Die globale Erwärmung ist nicht vom Menschen verursacht“ (in Englisch), Übersetzung von A. Orlowski, http://www.theregister.co.uk/2009/02/25/jstor_climate_report_translation/.
7J. Scott Armstrong: „No scientific Basis for forecasting Climate“,http://wattsupwiththat.com/2009/01/28/forecasting, 2009.
8Der US-Meteorologe Anthony Watts deckte die miserablen Zustände beim Temperatur-Messnetz der staatlichen NOAA auf. Seine Website findet sich unter wattsupwiththat.com.
9NASA: „La Niña and Pacific Decadal Oscillation cool the Pacific“, 2008, http://earthobservatory.nasa.gov/newsroom/newimages/images.php3?img_id=18012.
10N. S. Keenlyside / M. Latif / J. Jungclaus / L. Kornblueh / E. Roeckner; IFM-GEOMAR Kiel und MPI für Meteorologie, Hamburg: „Advancing decadal-scale Climate Prediction in the North Atlantic Sector“ in: Nature 453, S. 84–88, 5/08, nature.com.
11Website des „Science & Environmental Policy Project (SEPP)“: sepp.org; Prof. Fred Singer, wöchentlicher Mail-Newsletter TWTW (The Week That Was).
12Deutsche Webseite des EIKE – Europäisches Institut für Klima und Energie, eike-klima-energie.eu/.
13Klimapolitik-kritische Webseite: klimanotizen.de.
14ICECAP: International Climate and Environmental Change Assessment Project, icecap.us/.
15Dr. Benny Peiser, Editor CCNet Newsletter zu Klima, Umwelt, Energie, Politik, ljmu.ac.uk/.
16The Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, Arizona, USA, co2science.org/.
17Petition von über 31.000 US-Wissenschaftlern, www. petitionproject.org/.
18Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (2004): „Herausforderung Klimawandel“, http://www.bmbf.de/pub/klimawandel.pdf.
19Sammlung von wissenschaftlichen Messkurven und Diagrammen (inkl. Abbildung im Artikel), http://friendsofscience.org/assets/documents/.
20„U.S. Senate Minority Report: More Than 700 International Scientists Dissent Over Man-Made Global Warming Claims“, 11.12.08, http://epw.senate.gov/public/index.cfm?FuseAction=Files.View&FileStore_id=83947f5d.
21IPCC: „4. Sachstandsbericht des IPCC: Klimaänderungen 2007: Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger“; Bern, Wien, Berlin 2007.
22H.-J. Lüdecke: CO2 und Klimaschutz – Fakten, Irrtümer, Politik, Bouvier-Verlag, 2007.
23S. Fred Singer: Die Natur, nicht menschliche Aktivität, bestimmt das Klima, TvR Medienverlag, Jena 2008.
24G. Delisle / P. Dietze / H. Malberg / H. Borchert / S. Dittrich: fünf Artikel zum Thema „Zur Kontroverse um Klimawandel, CO2-Einfluss und Energiepolitik: Ist Klimaschutz in der gegenwärtigen Form sinnvoll?“, Tagungsband des Stahlinstituts VDEh und des DVS, 20.2.08, Essen.
25N. Marsh / H. Svensmark (2000): „Cosmic Rays, Clouds and Climate“, Space and Science Reviews, S. 1–16, Kluver Acad. Publishers.

Mehr zum Thema finden Sie im Dossier Klimawandel.

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Wahrscheinlich gilt auch für die Klimawandel-Gläubigen das, was Herr Kotchoubey in seinem Blogbeitrag “Das Ende einer Utopie” auf dieser Site geschrieben hat: Sie sehen sich als diejenigen, die über jeden Zweifel erhaben sind, da sie sich als die Statthalter der “nachfolgenden Generationen” betrachten. Blöd nur für sie, dass diese kommenden Generationen womöglich so gar nicht mit ihren selbstgenannten Repräsentanten übereinstimmen. Wie die Bundestagswahlen gezeigt haben, könnten diese kommenden Generationen sogar gegen ihre vermeintlichen Fürsprecher rebellieren. In jedem Fall aber dürften sie sich über die heutige Klimahysterie schlapp lachen.

Horst Michels
26.11.2009  22:18

In diesem Zusammenhang ebenfalls sehr lesenswert der Artikel “Afrika braucht keine Energiediät, sondern Strom” auf WELT ONLINE: http://www.welt.de/politik/article5340532/Afrika-braucht-keine-Energiediaet-sondern-Strom.html.

Matthias Heitmann
27.11.2009  10:23

Noch eine Literaturempfehlung:

Ulrich Berner et.al.:
“Klimafakten Der Rückblick - Ein Schlüssel für die Zukunft”
4. Aufl. 2004
E.Schweizerbartsche Verlagsbuchhandlung
ISBN 3-510-95913-2
In dem faktenreichen Buch ist u.a. dokumentiert, daß die CO2-Konzentration der Erdatmosphäre vor etwa 250 Mio Jahren ca. 1400 bis 1500 ppm aufwies.
Der Homo sapiens sapiens hat zu diesem Zeitpunkt bakanntlich weder “Fuß- noch sonstige Abdrücke” auf unserem Globus hinterlassen.

Erich Grantzau
27.11.2009  11:31

Respekt! Dasist der aktuell beste und sachlichste Artikel zum Thema. Die Frau Merkel hat ein großes Problem.

mafiaskeptiker
27.11.2009  11:39

Da können noch so glaubhafte und perfekt bewiesene Tatsachen vorhanden sein - in Kopenhagen wird von der Politik alles durchgestiert wie vorgesehen. Es steht doch einfach viel zu viel Geld auf dem Spiel, denn wem könnte die Rechnung geschickt werden, wenn die Sonne oder sonstige natürliche Kräfte für gewissen Veränderungen zuständig wären? Zudem, wer gibt schon gerne zu, dass er ein paar Scharlatenen auf den Leim gekrochen ist. Genau genommen müsste ja auch ein Nobelpreis entzogen werden!!? Aber eben es wird nach dem Motto ‘business as usual’ weiter gewurstelt und die Steuerzahler sind weiterhin die Dummen.

fred
27.11.2009  14:40

Dem Inhalt des Artikels von Herrn Keil stimme ich vollständig zu, möchte aber noch folgende Ergänzung anbringen:

Der Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wird immer wieder in der Presse als Konsens der breiten Wissenschaft dargestellt. Hier wird vernachlässigt, dass immer mehr Forscher die Auslegung ihrer eigenen Arbeit im IPCC-Bericht kritisch sehen und auch korrigieren (siehe http://www.eike-klima-energie.eu). Eine Kernaussage im IPCC-Bericht ist bemerkenswert: Das Klima ist ein schwer zu modellierendes, chaotisches System und die langfristige Vorhersage möglicher Klimazustände ist nicht möglich (übersetzt von S. 774).

Die Erkenntnis der Wissenschaft über einen von CO2 bezw. dem Menschen verursachten Klimawandel sind keineswegs so gesichert wie Politik und Medien dies vielfach darstellen. Namhafte Forschungsstätten aus
Europa und den USA beteiligen sich nämlich mit Forschungsgeldern an dem „Cloud-Experiment“ am CERN in Genf. Hierbei soll untersucht werden, welche Rolle bei der Wanderung unseres Sonnensystems innerhalb der Milchstrasse die unterschiedlich dichte kosmische Strahlung zusammen mit dem variierenden Magnetfeld der Sonne spielt, und welchen Einfluss sie auf unsere Wolkenbildung und somit auf das Klima hat (Ergebnisse werden 2010 erwartet).

Auch wenn sich herausstellen sollte, dass der Einfluss des Menschen auf das Klima gering ist, wird die Politik von der Reduktion der weltweiten CO2-Emission nicht ablassen. Dies ist ein starkes Instrument zur Regulierung der Volkswirtschaften. Deshalb verlangen ja die Schwellen- von den reichen Ländern als Vorleistung ihre Emission im nächsten Jahrzent um mindestens 40% zu verringern.

Eine heutige Verständigung der Regierungen auf eine Begrenzung der durchschnittlichen Temperaturerhöhung seit der Industrialisierung von 2° C wird dem chaotischen Klimasystem nicht gerecht (siehe oben).

Als Schlussfolgerung bleibt:
Die Klimaänderung ist vom Menschen kaum beeinflussbar, er muss sich den Situationen anpassen, nachhaltig und ressourcenschonend wirtschaften.


Mit freundlichen Grüßen

Manfred Pfeifer

Manfred Pfeifer
27.11.2009  16:41

Ich kann den Argumenten der Klimarealisten als Meteorologe fachlich nur zustimmen. Seit den Äußerungen auf der gestrigen Vortragsveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Vortrag von Herrn Dr. Kropp (PIK) und einem Statement von Herrn Dr. Ruck (MdB) zum Thema “Klimaschutz und Entwicklung: Der notwendige Aufbruch in eine neue Moderne” fand ich die politischen Ziele der Klima-Apokalyptiker bestätigt: es soll eine Art neuer Welt-Regierung geschaffen werden und die Nationalstaaten immer enger in dieses überstaatliche und nicht gewählte Gebilde eingebunden werden.
Dazu passen folgende Zitate von zwei bekannten Politikern:

“Kyoto stellt die erste Komponente einer echten Weltregierung dar.”
(Jacques Chirac, ehemaliger Staatspräsident der Republik Frankreich)

Passend dazu möchte ich das Buch von Torsten Mann “Rote Lügen in grünem Gewand - Der kommunistische Hintergrund der Ökobewegung” empfehlen !

“Es ist sicher, dass dieser Umweltaktionismus die moderne Inkarnation des Kommunismus ist.”
(Vaclav Klaus, tschechischer Staatspräsident)

Sapere aude !

Horst Veit
27.11.2009  18:33

Wissenschaftlich, fachlich, sachlich ist alles mehrfach gesagt und belegt was gegen den anthropogenen Einfluß auf das Klima spricht. Selbst wenn ein kleiner Rest Unsicherheit bliebe, eine Möglichkeit das Klima zu Beeinflussen hat die Menschheit nicht. Wichtig ist nur eine Frage: Wie bringt man die Politik dazu diese Tatsache zu akzeptieren. Durch den Hackerangriff auf vertrauliche Daten, könnten ja einige Politiker ihr Gesicht wahren und zugeben, dass sie belogen worden sind, doch ich fürchte, dies wird nicht geschehen, denn viele sind ja nicht Opfer falscher Prognosen sondern auch Täter. Die Oposition der Skeptiker verbeißt sich viel zu sehr in der Auseinandersetzung mit den pseudowissenschaftlichen Angstrompetern. Wir müssen viel mehr die Politik in Visier nehmen.

Georg v. Petersdorff
27.11.2009  18:53

Die beste Zusammenfassung zum Thema, die ich bisher gelesen habe. Es wäre gut, sie als pdf-Datei herunterladen und verbreiten zu können.
Wie lang Politiker aller Farben und Umweltschützer, zu denen ich mich übrigens auch zähle, noch die Augen vor solchen Fakten verschließen wollen und können, bleibt abzuwarten.
Besonders bedenklich finde ich dabei die Tatsache, daß scheinbar niemand von ihnen merkt, wie sie ihren Blick einengen auf das bißchen CO2, das angeblich die menschliche Existenz durch seine vermeintliche Auswirkung auf das Klimageschehen bedroht, und die tatsächlichen Gefahren durch Mobilfunkstrahlen, Giftstoffe in Luft, Wasser und Boden, Gifte in Lebensmitteln uvm. überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Man wird den Eindruck nicht los, daß genau das beabsichtigt ist, den Blick von den tatsächlichen Gefährdungen abzulenken auf ein unbedenkliches Phänomen, mit dem sich noch dazu viel Geld verdienen läßt (siehe CO2-Zertifikatehandel).

Gruß Sigwart Zeidler

Sigwart Zeidler
27.11.2009  18:56

Wo sich Junk-Science zur dogmatischen Gewißheit verdichtet, Menschen mit wohl begründeter anderer Meinung mundtot gemacht werden sollen, wo sich Hohepriester und Ablaßhändler tummeln- da ist, wie V.Klaus ganz richtig schrieb:Die Freiheit in Gefahr.

Mit der Intention der Rettung des Planeten werden sich schließlich eines Tages (eines nicht allzu fernen Tages)totalitäre Maßnahmen zur Rationierung,Zuteilung,Beschneidung,Gängelung und Einschränkung durchsetzen und begründen lassen, wie sie unsere kühnsten Phantasien einstweilen noch übersteigen.

Wehret den Anfängen!

olly k.
27.11.2009  19:01

Die von Guenther Keil sehr sorgfaeltig zusammengetragenen Fakten sind mittlerweile einer erheblichen Zahl an MdB’s bekannt (sowohl CDU als auch FDP) Wohlwissend darum folgt man nicht seinem Gewissen, sondern der Fraktionsdisziplin nach der Massgabe, was nicht sein kann, das nicht sein darf. Vor ca. 2 Jahren habe ich Norbert Roettgen persoenlich auf diesen Sachzusammenhang hingewiesen. Dazu habe ich ihm mein Buch “Der teuflische Staat” ueberreicht in dem auch der Artikel von Guenther Keil “Der einsame Ausstieg” zu lesen ist. Jetzt, wo Faelschung und Betrug durch IPCC, PIK etc. deutlich wird, waere es doch ein Leichtes zuzugeben dass man auf Scharlatane hereingefallen ist. Es wird aber weiter an dem Luegengebauede festgehalten. Als ich bereits 1996 im Rahmen einer Landesfachausschusssitzung Umwelt NRW die katastrophalen Konsequenzen einer CO2-Zertifikateloesung aufzeigte, wurde das von den heute noch im Bundestag sitzenden FDP-Abgeordneten, insbeondere von einer Abgeordneten, die jahrelang Vorsitzende des Ausschusses fuer “Technologiefolgeabschaetzungen” war, negiert. Ich komme heute zu dem Schluss, dass von langer Hand der Popanz aufgebaut wurde um ueber eine weltweite Oekodiktatur uns die Luft zum atmen zu nehmen und unsere Demokratien auszuhebeln. Vaclav Klaus ist dabei fuer mich “Der Fels in der Brandung”

Dieter Ber
27.11.2009  19:32

Herr Roettgen hat sich lt. Pressemitteilung nach seiner Nomminierung zum Bundesumweltminister zurückgezogen und gewissenhaft auf sein Amt vorbereitet.
Die ersten Ergebnisse seiner Vorbereitungen entsprechen genau den Anordnungen seiner “Chefin”...von Abwägung vorhandener anderer Meinungen keine Spur.
Diese Politik gerade der CDU/FDP-Koaltion ist im Sinne demokraticher Speilregeln geradezu ungeheuerlich ! Die Freiheit, so wie es Vaclav Klaus schon seit langem
publizierte, ist wirklich in Gefahr und die Bevölkerung merkt es nicht einmal !
Erich Richter (besorgter Bürger)

erich richter
27.11.2009  20:05

Wenn die von unserem Volk gewählten und bezahlten Repräsentanten unserer Regierung noch einen Funken Anstand im Leib haben, so ist dieses jetzt die Gelegenheit, um aus diesem Klima-Irrsinn auszusteigen. Ich appelliere an die gottverdammte Pflicht eines jeden einzelnen Volksvertreters, sich ausschließlich zum Wohl des eigenen Volkes einzusetzen, und nicht dieses wider besseres Wissen durch hinterlistige Manipulation über gelenkte Medien mit einer Lawine von gezielten Falschinformationen zum eigenen Vorteil, und dem Dritter, hinters Licht zu führen. Machtmißbrauch ist aus moralisch-ethischer Sicht verurteilenswert! Es ist höchste Zeit, Werten wie ‘Ehre, Ehrbarkeit und Ehrlichkeit’ wieder zur Bedeutung zu verhelfen!

Ludwig Maichel
27.11.2009  21:24

Klimakatastrophe ist politischer Zeitgeist…genauso wie Wirtschaftskrise und Terrorismusbekämpfung.  Terrorismusbekämpfung wie ein möglicherweise vorhandener anthropogener Klimawandel ist zumindest ein weitestgehend latentes Problem. In beiden Fällen suchen hilflose Politiker den Schulterschluss mit Wissenschaftlern mit ausgeprägtem Bauchpinseln, die im Gegenzug ihre Politik unterstützen. Deswegen werden auch die kritischen Stimmen aus Wissenschaft und Bevölkerung in den Orbit entschwinden. Von Politikern kann man keine Hilfe bei der Negierung eines anthropogenen Klimawandels erwarten, sie haben darüber kaum Ahnung. Sie werden ihren Kurs beibehalten, da Bedarf es schon eines weiteren Climagate. Sie werden nur vorsichtiger….oder aber einige der Wissenschaftler, die für den Klimawandel stehen, erkennen, dass sie doch eher Wissenschaftler und nicht die dummen Steigbügelhalter der Politik sind, auf die dann eingedroschen wird, wenn sich doch herausstellt, die Forschung war weitestgehend Junk Scienes.

Ein Großteil der Bevölkerung interessiert sich eh nur wenig für das Thema Klimawandel auch wenn uns dies aus mancher Umfrage anders in Erinnerung ist. Sie sehen es nicht als tatsächliche Gefahr, denn angenommen die Temperatur würde wirklich um drei Grad steigen, wäre ja eigentlich toll, wir brauchen keine Winterreifen und die Heizung auch kaum aufdrehen. Die Klimahysterie hat daher nur einen geringen Einfluss auf das Verhalten von Menschen, schließlich werden immer noch SUVs gekauft und Urlaubsflüge gebucht.

Doch, wenn es nicht bald spürbar wärmer wird verflüchtigt sich auch die Klimakatastrophe wieder aus dem politischen Zeitgeist. Darauf müssen wir aber noch einige Jahre warten, es sei denn die “seriösen” Wissenschaftler entdecken ihr Gewissen. Ist das wahrscheinlich?.

Eike Schulze
27.11.2009  21:50

Da der Hype um den Kliamwandel für viele Kreise, die sich oft in erbitterter Gegnerschaft gegenüberstehen, von enormer ökonomischer, ideologischer und politischer Bedeutung ist, wird man die sich daraus ergebenden Chancen nicht so einfach aufgeben wollen und auch können, ohne einen enormen Gesichts- und Glaubwürdigkeitsverlust erleiden zu müssen.
Für den überwiegenden Teil dieser Gruppe ist der Kampf um die Rettung der Welt, vor dem alles in Frage stellenden Klimawandel, allerdings nur ein gewaltiger Motor im stetigen Vorwärtstreiben im Sinne einer gewaltigen, gewollten Transformation aller gesellschaftlichen, ökonomischen, kulturellen und ökologischen Prozesse im globalen Maßstab. Für die einen ist der ideologisch, strategische Erfolg wichtig, für andere der persönliche Glanz der Führerschaft in diesem Prozess. Gerade für die Politik ist der Wille geschichtsbuchreife Handlungen zu vollziehen stark ausgeprägt.
Da dies alles aber im globalen Maßstab geschehen soll steht diesem ja eigentlich nur noch die individuelle Freiheit der Menschen, die einen äußerst hohen Grad erreicht hat, entgegen. Deswegen wird dieser Transformationsprozess ein Prozess gegen die Freiheit sein. Hierbei wird die Freiheit unzulässiger Weise gegen die Moral aufgewogen. Der durch religiöse Moral geprägte politisch korrekte, sozial gerechte und nachhaltig ökologistisch getragene Sozialismus neuer Prägung steht vor der Tür und die Thesen des Club of Rome werden sich mit Leben erfüllen.

Bibliothekar
27.11.2009  22:02

Die Argumente u. Fakten die die “Klimarealisten” vorbringen sprechen für sich und sie sind wie ich vermute auch nicht zu widerlegen. Das erkennt man besten daran , dass diese Argumente entweder totgeschwiegen od. mit unsachlichen, gehässigen Antworten bedacht werden. Daraus folgert, dass auf der argumentativen Schiene gegen diese Leute auf unterer Ebene nichts auszurichten ist. Denn so viel Ignoranz u. Dummheit kann es nicht geben, bis auf einige ideologisch ausgerichteten Umweltgutmenschen, die sich vor den Karren der “Klimahysteriker” spannen lassen ohne es zu merken. Also folgert daraus, dass die maßgeblichen Leute in Regierung, Ämtern ,Rundfunk u. Presse wider besseren Wissen sich für eine vom Menschen durch CO 2 verursachte Klimaerwärmung stark machen. Daher die Frage : Cui bono ? Wem nutzt das ?  Ich kann den meisten “Vorrednern “nur beipflichten, dass das machtpolitisch erwünschte Ziel die Errichtung einer Weltregierung ist. Mittels des Angstszenarios einer durch Überhitzung aus den Fugen geratenden Erde sollen die Massen dazu gebracht werden, mehr oder weniger “freiwillig” auf ihre persönlichen Freiheitsrechte .zugunsten einer vom CO2 geretteten Welt zu verzichten. Und wer dagegen ist, ist ein “Leugner” .Diese Wortwahl ist in Anlehnung an den Holocoust sicher mit Bedacht gewählt worden um alle Gegner zu diskreditieren. Weil diese Politik so unglaublich dreist ist u. unbeirrt trotz vieler Gegenargumente weiter fortgeführt wird, bleibt nur der Schluss:Irgendeine mächtige Kraft macht es möglich , als Minderheit(=zahlenmäßig) gegen die Mehrheit ihren Willen durchzusetzen. Man denke dabei an den Ausspruch von Franklin Delano Roosevelts:“In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man davon ausgehen, dass es auch so geplant war.” Man muss also die Schweigemauer durchbrechen können um sich Gehör zu verschaffen. Ein Weg in diese Richtung ist sicher das von Hackern ins Web.Netz gestellte Material von Klimadaten u. E-Mails, die eine Manipulation der wissenschaftlichen “Beweise” vermuten lassen. Aber wie man sieht, scheint in der “freien” Presse der Bundesrepublik Deutschland keine Interesse an solchen Informationen zu bestehen. Darum nochmals die Frage:Wer macht so etwas möglich, wer hat die Macht , fast alle Medienorgane gleichzuschalten, so dass der normale Otto Normalverbraucher in dieser BRD davon nichts erfährt. Bei aller Faktenaufzählung gegen den vom menschengemachten Klimawandel , es gilt, die Politiker zu zwingen Stellung zu beziehen u. darzulegen worauf sich ihre Unterstützung für die tonangebende Politik begründet. Dann hätte bestimmt mancher Argumentationsprobleme. Hoffen wir das beste, denn die Hoffnung stirbt zuletzt… .

Walter R
27.11.2009  22:36

Georg v. Petersdorff:
Sie liegen vollkommen richtig mit Ihrem:
“Die Opposition der Skeptiker verbeißt sich viel zu sehr in der Auseinandersetzung mit den pseudowissenschaftlichen Angstrompetern. Wir müssen viel mehr die Politik in Visier nehmen. ” !
Genau so ist es nämlich: In jeden Knochen, den Rahmdorff und Co. auswerfen - der vorläufig letzte war ja wohl die These von der positiven Rückkopplung durch den Wasserdampf - verbeißen sich die ehrlichen und ordentlichen Wissenschaftler. In PIK und UBA dürfte man sich derweil ins Fäustchen lachen: “Auftrag erfüllt, sie streiten schon wieder um unseren Knochen,” können sie nach oben melden, von wo die Moneten für die Supercomputer und vor allem die Gehälter für deren Bedienung fließen.

Albert
28.11.2009  00:08

Ausgezeichnete Zusammenstellung der wichtigsten Punkte zur fiktiven globalen Klimakatastrophe. Ich habe meinen Abgeordneten, der umweltpolitischer Sprecher ist und mit dem ich schon lange über diese Thematik spreche, über diese Seite informiert.
Inzwischen sitzt er zwischen den Stühlen, er kennt die Wahrheiten fürchtet sich aber innerparteilich zu viel Druck zu machen.

Ich bin sehr gespannt ob er stark genug ist seine Position auch zu behaupten.
Unsere Arbeit der Aufklärung und Bildung werde ich fortsetzen und danke für die sachliche Unerstützung auch von EIKE und anderen.

Charly W.
28.11.2009  01:34

Zu allem Überfluß wurde nun noch ein EU-Kommisariat “Klima” geschaffen.
Das verheißt nichts gutes, denn man will offenbar - inzwischen wider besseren Wissens - an diesem Junk-Science-Produkt und seiner Politisierung weiterhin festhalten, denn wenn die Klima-Hype-Blase “offiziell” platzen würde, müßte die Dänin in Brüsel putzen gehen.

Es sei denn….: Irgend jemand bereitet in Kopenhagen der Konferenz einen Super-Gau.
Das wird dann wohl auch kein Europäer sein (oder aber doch jemand aus UK?).

Theobald Tiger
28.11.2009  04:08

Auch enn es lang ist, es lohnt sich.

Gruß Fiddi

Peter
28.11.2009  10:33

Seit tausenden von Jahren ist der Rückopplungseffekt bekannt: Wenn es wärmer wird verringert sich die CO2-Aufnahmefähigkeit des Wassers. CO2 steigt auf, CO2 dirigiert das Wetter (?) es wird wärmer; der CO2-Speicher Meerwasser bläst mehr CO2 in de Luft—> es wird wärmer !
Seit vielen tausend Jahren funktioniert diese Rückkopplung aber nicht.
Wie lange wird es noch dauern, bis die Klima-Fanatiker kapieren, daß CO2 kein Schadgas sondern ein wirtschaflich nutzbarer Rohstoff ist.
Siehe: Bild der Wissenschaft -Heft9/2009, Seite 90
und http://www.dechema.de

Dr Ulrich Arns
28.11.2009  12:50

Ich denke, dass die Suche nach der Antwort auf die Frage, wer all dies eingefädelt hat, potenziell in die falsche Richtung führt. Der Glaube an den weltzerstörenden Einfluss des Menschen, der sich in der Klimadebatte Bahn bricht, ist älter als diese Debatte selbst; sie ist nur seine aktuelle Ausprägung. Vielmehr erscheint es mir so zu sein, dass sich das misantrophische Denken wie ein Scheler über fast alle Debatten sowie fast alle politischen Denkrichtungen legt und sie entscheidend prägt. Das Aufkommen des politischen grünen Denkens an sich ist Ausdruck dieser Misantrophie: Sei es der Club of Rome der 70er, der Kampf gegen das Waldsterben in den 80ern oder eben heute der Klimawandel. Daher halte ich Mutmaßungen, es werde eine Öko-Weltdiktatur vorbereitet und einige wenige würden die Strippen ziehen, für problematisch. Auch das Betonen öko-sozialistischer Züge geht m.E. in die falsch Richtung. Man beachte einmal die (übrigens von der Prominenten Antje Volmer selbst) formulierte Daseinsberechtigung der Partei die Grünen. Volmer sagte einmal, der Partei sei es gelungen, die 68er in das hiesige System zu reintegrieren. Wir haben es also mitnichten mit einer wie auch immer gearteten linken Unterwanderung eines an sich funktionierenden Systems zu tun, sondern vielmehr mit dessen Konsolidierung unter ökologischen Vorzeichen und auf niedrigem Niveau. Grünes Verzichtsdenken zu popularisieren, ist das Beste, was Vertretern eines stagnierenden gesellschaftlichen undwirtschaftlichen Systems einfällt, um die Menschen auf “weniger” einzustimmen. Das Sich-Untgerordnen-Müssen unter vermeintlich feststehende Tatsachen, deren Behandlung keine Alternativen zulässt, zementiert den politischen Status quo und “naturalisiert” den Mangel, den aus der Linken stammende kritische Oppositionelle einstmals überwinden wollten. Das Problem ist nicht die Idee einer “Weltregierung” an sich, sondern die Tatsache, dass sie zum einen unter dem Vorzeichen der Krise und zum anderen von den Eliten in Ermangelung eigener Visionen vorgebracht wird. Dies erklärt auch, warum so vehement an der Klimahysterie festgehalten wird. Dieses Dogma aufzuheben, käme erinem totalen politischen Offenbarungseid des die Welt dominierenden Systems gleich

Matthias Heitmann
28.11.2009  12:54

In Diskussionen ueber die unsinnige These der Mensch sei für den Klimawandel verantwortlich, wird allzuoft das selbstverstänlichste Rational aus den Augen gelassen:
Die einzige Konstante in der Entstehungsgeschichte der Erde war und ist der Wandel. Die Vergangenheit darf man daher nicht als zuverlässigen Prediktor für die Zukunft nehmen. Schon gar nicht wenn man nur heterogene, punktuelle Messdaten über max.100 Jahre zur Verfügung hat und dies als Basis für eine globale Zukunftsextrapolation nimmt. Wo doch die Erde in Zyklen von Hundertausenden von Jahren Kälte- und Wärmeperioden durchlebt. Gerade Eisbohrkerne demonstrieren, dass aus der Vergangenheit kein Zukunftsprognose abzulesen ist. So wird die Ergeschichte wohl mit oder ohne unser Dazutun weiterhin ihren überraschenden und natürlichen Verlauf nehmen.

Spörri Franz-Xaver
28.11.2009  13:07

Nachtrag: Der Grund, warum sich gerade ehemals Linke (und heutige Grüne) so vehement dem in letzter Konsequenz antihumanistischen Denken zugewendet haben, hängt mit dem politischen Scheitern “linker” Politik zusammen. Die vormals gehegte Hoffnung, die Menschheit könne sich aus ihrer Unmündigkeit so weit befreien, dass sie ein System begründen könnte, das auf rationaler und demokratischer sozialer Planung beruht, ist in Erfahrung des Scheiterns real existierender Versuche umgeschlagen in die Ansicht, der Mensch an sich sei zu schlecht, um dergleichen realisieren zu können - was ihre nähe zu heutigen konservativ-elitären sichtweisen erklärt. Dieser grüne Antihumanismus ist deswegen so vehement, da er als Erklärung für das Scheitern einer progressiven Politik die bequemste Erklärung liefert. Diese Krise paart sich mit der politischen Krise der das aktuelle System als Gipfel menschlicher Entwicklung verteidigenden Eliten - in Kombination führen beide zu einer fundamentalen Krise menschlichen Selbstbewusstseins, die in der Beschneidung menschlicher Potenziale und dem Rückschrauben zivilisatorischer Fortschritte die einzige Überlebensstrategie sieht.

Matthias Heitmann
28.11.2009  13:25

Vorzüglicher Artikel. Sachlich und unaufgeregt.

Interessant und aufschlußreich dagegen, wie die mediale Hysterie-Maschine auf die Meldungen der letzte Woche gehackten Daten aus der Climate Reasearch Unit in East Anglia reagierte: Erst hat man die Meldungen heruntergespielt. Es handele sich zwar duchaus um wissenschafts-ethisch fragwürdige Inhalte (etwa in Bezug auf die Art und Weise wie Jones et al Methoden vorschlugen, unliebsame Wissenschaftler aus dem peer-review Prozess auszuschließen), aber an der Sache selber ändere das ja nichts. Außerdem seien die Informationen ja auf ‘illegalem Wege’ erbracht worden (Folgeschluß des Laien: jeder der nicht an den anthropogenen Klimawandel glaubt = illegal).

Spiegel Online fomulierte das so: ‘Die große Verschwörung bleibt aus’, im Titel schon insinuierend, dass jeder ‘Skeptiker’ ja eigentlich ein verkappter ‘Leugner’ sei, der sich auch mit Verschwörungen zu 9/11, der Mondlandung und dem Holocaust anfreunden könne. Einen Tag später trat Mojib Latif im Frühstücksfernsehen auf und versichterte uns paternalisierend, dass wir uns keine Sorgen darüber machen sollten, dass die Apokalypse nicht stattfände. Es gebe da nur eine Pause auf dem Leidensweg. Er wisse zwar nicht warum, und wie lange, aber dass es früher oder später weitergeht, daran bestehe kein Zweifel.

Drei Tage später schob man dann der Sicherheit halber noch eine neue Panikmeldung aus Potsdam nach, derzfolge alles jetzt noch schneller und dramatischer ablaufen werde als gedacht, gerade so, als sehne man sich in manchen Wissenschaftler-Kreisen danach, dass das worst case scenario so rasch wie möglich eintrete, und sei es nur darum, am Ende Recht zu behalten.

Eine komplette Offenheit der Daten und Methoden, die von den IPCC beratenden Einrichtungen eingesetzt werden (und wurden) sollte jetzt in Folge von Climategate auf die Tagesordnung gesetzt werden. Es gibt hierzu ein sehr nützliches Werkzeug namens Internet. Und in Zeiten von Open Source ist es nahezu ein Skandal, dass, – wie sich jetzt herusstellt – die Datenbank an der CRU hoffnungslos veraltet und unorganisiert war und zudem noch laienhaft gemanaged wurde.

TN
28.11.2009  13:48

WOW! Ich frage mich gerade, was eigentlich besser ist: Der Artikel oder die Kommentare!

Solch eine Anhäufung von Menschen, die es sich nicht zur Aufgabe gemacht haben, dem Mainstream einfach nur hinterherzuhinken, sondern auch einmal selber zu denken habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Aber das hängt vermutlich damit zusammen, dass ich mich seit 20 Jahren in der Debatte um die Nutzung der Gentechnik und insbesondere der Pflanzenbiotechnologie engagiere. Die Mechanismen der Verdrängung von Tatsachen, der Diskreditierung von Befürwortern und dem Spiel auf der politischen Geige (man denke nur an Söder!) weise in beiden Politikfeldern schon erschreckende Parallelen auf.

In diesem Zusammenhang fand ich die Thesen von Matthias Heitmann interessant, die für mich in der Frage münden, ob die neue Religion der Menschen das Thema “Umwelt” ist? Im Mittelalter war es das Christentum, im 19. und 20 Jahrhundert der Kommunismus und jetzt “Umwelt”. Offensichtlich brauchen wir als Menschen etwas, an das wir uns klammern. Die Prozesse, wie wir dann mit dem Thema umgehen sind dann (leider) immer die gleichen. In den ersten beiden Themenfeldern hat die Sache ziemlich viel Blut gekostet. Wie sieht es beim letzten Religionsersatz, der Umwelt aus? Um nur ein Beispiel zu nennen. Überrascht hat mich der Hinweis, dass seit dem Verbot von DDT mehrere Millionen Menschen an Malaria gestorben sind, weil DDT als Bekämpfungsmittel der Malaria übertragenden Mücke nicht mehr zur Verfügung stand. Wirklich erschrocken hat mich jedoch, dass dies unsere Grünen „Freunde“ in keinster Weise zum Nachdenken bringt. Im Gegenteil: Versuchen Sie mal in einer von „Umweltfreaks“ dominierten Versammlung diesen Gedanken auszuformulieren. Fast tumultartige Szenen sind geradezu vorprogrammiert!

Mit besten Grüßen, Jens Katzek

Dr. Jens A. Katzek
28.11.2009  14:13

Unser Planet Erde ist 4.3 Milliarden Jahre alt und im Laufe dieser Zeit gab es immer wieder (häufig sogar extreme und lebensbedrohende) Klimaveränderungen! Die Art „Mensch“ bevölkert die Erde aber erst seit 5-8 Millionen Jahren. Um es etwas anschaulicher zu machen: Reduziert man die Erdgeschichte auf 24 Stunden (earth clock), dann ist der Mensch erst in den letzten drei Sekunden vor Mitternacht anwesend! Und die letzten 200 Jahre der Industriealisierung und „Über“-Bevölkerung sind, selbst in Millisekunden, kaum darstellbar und nur ein Wimpernschlag in der Klimageschichte der Erde!
Der Mensch in seiner Hybris hat also  glücklicherweise keinerlei Einwirkungen auf das Klimageschehen, denn dieses wird von ganz anderen kosmischen Einflüssen bestimmt: Der z.Zt. einzige meßbare, berechenbare und wissenschaftlich unstreitig erwiesene Einfluß auf das Klimageschehen auf unserer Erde sind die Abweichungen der Erde im Umlauf um die Sonne. Wie man heute weiß, verändern sich die Merkmale dieses Umlaufs  in drei wesentlichen Aspekten: Erstens ändert sich der Neigungswinkel der Erdachse, die derzeit 23,50 Grad gegen die Bahneebene geneigt ist, periodisch innerhalb von 40.000 Jahren. Dieser Winkel wird ekliptische Neigung genannt. Zweitens schwankt die Ausrichtung der Erdachse zur Sonne (die Inklination) in einer Periode von 22.000 Jahren, dieser Vorgang heißt Präzession. Drittens vollzieht sich bei der Ellipsenform der Umlaufbahn (der Exzentrizität) eine zyklische Veränderung; sie wird in einer Periode von 100.000 Jahren dicker oder dünner. Der Einfluß dieser periodischen Aspekte auf das Klimageschehen der Erde ist Anfang der siebziger Jahre(!) bereits von einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern mit dem Projekt CLIMAP (Climate Long-Range Investigation, Mapping and Prediction) eindrucksvoll und eindeutig bestätigt worden. Außerdem haben andere seriöse Geowissenschaftler, wie in DIE WELT bereits ausführlich beschrieben, einen nahezu perfekten Gleichklang zwischen Sonnenaktivität und Erdtemperaturen über viele Hundert Millionen Jahre Erdgeschichte eindeutig nachgewiesen!
Die angeblich von den Menschen verursachte so genannte Klimakatastrophe existiert doch nur in den Köpfen einiger selbsternannter Experten, um gigantische Forschungsgelder abzugreifen. Sie ist auch bei den Politikern höchst willkommen, um uns mit immer neuen Abgaben, Gebühren und Steuern abzuzocken und von den wahren Problemen der Menschheit abzulenken. Diese Milliarden wären sicherlich besser angelegt, wenn man die Folgen der naturgegeben Klimaveränderungen für uns Menschen intensiv erforschen würde.
Dipl.Ing. Axel Asendorf

Dipl.Ing. Axel Asendorf
28.11.2009  14:46

Sehr geehrter Herr Katzek, mir geht es wie Ihnen: Auch ich finde diese Debatte vorzüglich. Ich glaube allerdings, dass das Religionsbild nicht wirklich passt. Religionen bieten in der Regel den Menschen einen positiven Ausblick (kurzfristig die Vergebung der Sünden, langfristig das Paradies - oder etliche Jungfrauen). Gerade in Zeiten menschlicher Unaufgeklärtheit und Unmündigkeit spielte sie daher eine nicht nur “politisch”, sondern auch für das Individuum wichtige Rolle.
Auf das Thema Ökologismus passt das nicht: Es bietet kein Happy-End: Wenn jetzt sogar schon das Ausatmen negativ in unserer Umweltbilanz aufgeführt wird, bleibt eben nichts, woran wir uns klammern können. Ökologismus ist daher aus meiner Sicht weitaus weniger “Opium für das Volk” als vielmehr eine nihilistische Spirale, die in ein explizites Antimenschentum mündet, das sich absurderweise sogar noch als Gutmenschentum tarnt.

Matthias Heitmann
28.11.2009  14:47

Die Hypothese die menschlichen CO2 Ausstoss als Ursache des Klimawandels annimmt ist ein klassischer cum hoc ergo propter hoc Trugschluss. Tatsächlich zeigen Eisbohrkerne aus Grönland eindeutig, dass die armosphärische CO2 Konzentration der Ewärmung folgt und nicht umgekehrt. Dies ist auch intuitiv plausibel, da erwärmte Ozeane C02 in die Atmosphäre abgeben. Die CO2 Hypothese ist der grösste Massenbetrug seit dem Ablasshandel der katholischen Kirche im Mittelalter. Wie damals soll das Volk geschröpft und Geld in die Kassen, diesmal nicht der Kirchen sondern des Staate gespült werden, dass dieser zum Ausbau seiner Institutionen zu Lasten des Bürgers nutzt.

Dr. W.-D. Schleuning
28.11.2009  16:00

Die Spezies Politiker fürchtet um ihre “Glaubwürdigkeit”. Deswegen werden
auch als falsch erkannte Maßnahmen durchgezogen, egal was es kostet!
Hauptsache, man muß nicht zugeben ” Ich habe mich geirrt.” Deswegen der
Ansehensverlust der Spezies.
Frau Merkel hat das spezielle Problem einen aus den Fugen geratenen
Haushalt sanieren zu müssen. Wenn das schiefgeht sind die Ausgaben zur
Rettung des Klimas eine willkommene Entschuldigung.

Michael Weber
28.11.2009  21:13

Also gut, wenn schon der Ökologismus nicht in den Rang einer Religion erhoben werden soll, Herrn Heitmanns Argumente sind hierzu sehr wertvoll, so ist doch aber zumindest mit dem Ökologismus eine moralische Instanz gefunden worden, dem Menschen, die durch überbordende Freiheit, abhanden gekommene Demut und Gehorsamkeit wieder nahe zu bringen.
Hierbei werden mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden unumstößliche Naturgesetze postuliert, die aber nicht mehr als beachtbar und gegeben betrachtet werden, sondern als Grenze menschlichen Handels fungieren sollen. Die Postulierung unveränderlicher Zustände dient allein dem Zwecke der Disziplinierung der überbordenden Fortschrittsbestrebungen des Menschen. Dies zeigt sich beim Klimahype, aber auch bei der Abweisung der grünen Gentechnik sehr deutlich.
Fortschrittbestrebungen jeder Art bedingen aber ein bestimmtes Maß an Freiheit und eben diese Art der Freiheit soll über den Ökologismus eingeschränkt werden. Nicht politisch, ideologisches Handeln bestimmt dies, sondern unumstößliche Naturgesetze erzwingen eine solche Handlungsweise, wird nun behauptet.
Eine eingeschränkte Freiheit sozusagen, die durch Naturgesetze begründet werden kann. Deshalb ist der Ökologismus fast so wertvoll wie eine Religion für die Führungseliten geworden.
Ich hoffe auf interessanten Widerspruch, da mich das Thema doch sehr beschäftigt und erregt.

Bibliothekar
28.11.2009  22:08

Es ist direkt etwas langweilig hier, es scheinen alle ziemlich der gleichen Meinung zu sein.
Glauben Sie das im ernst, was Sie da schreiben ?

Ich komme von der wissenschaftlichen Seite, brauche die Wissenschaft gar nicht erst zu bemühen. Meine Intuition genügt mir nämlich um vorauszusehen was geschehen wird. Ob ein paar Jahre früher oder später spielt ein untergeordnete Rolle. Ich sehe das an vielen “kleinen” Dingen, z.B. daran dass ich früher als Junge am Bach spielte und zahlreiche Forellen dort schwammen. Wo sind sie geblieben ?

Es geschieht weil
- ich nicht bereit bin auf meinen Porsche zu verzichten (mein Ego, meine Bequemlichkeit und mein unendlicher Freiheitsdrang lassen das nicht zu).
- wenn es in meiner Wohnung nicht wenigstens 23 Grad ist fühle ich mich nicht wohl.
- es mich grosse Ueberwindung kostet, den Lichtschalter auf Aus zu stellen, wenn ich meine Wohnung oder mein Büro für längere Zeit verlasse.
- ich nicht einsehe, dass ich mit einem Niedrig- oder Nullenergiehaus eine gigantische Menge Energie sparen kann, und erst noch Geld damit spare.

Vielleicht denken Sie doch auch mal ein bisschen darüber nach, was Lebensqualität wirklich beinhaltet. Fühlen Sie sich in der “unendlichen Freiheit” denn wirklich so frei ? Oder könnte sich bei einem gewissen Verzicht eine etwas “andere Freiheit” auftun, wie sich in einer wirklich schönen Natur bewegen zu können - oder sagt Ihnen das nichts ?

Die Wirtschaft soll dem Menschen dazu dienen die Lebensqualität zu steigern, nicht sie zu zerstören. Die “Wirtschaftlichkeit über alles” ist eine Sackgasse.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und Grüsse Sie aus der Schweiz

Peter Federer
28.11.2009  23:37

Mein Dank gilt Herrn Günter Keil und allen Kommentatoren für ihre Aussagen,die
für mich in der tröstlichen Erkenntnis münden:Du bist-Gottseidank-nicht allein!
Habe mir vor einem Jahr die DVD “The great global warming swindle”
zugelegt;ist schon interessant,wenn man den heutigen Kenntnisstand zugrundelegt,
was man dazu bei wikipedia lesen kann.

Dieter Schilling
29.11.2009  01:00

Über die naturwissenschaftlichen Fakten, sowohl der gesicherten wie der noch unverstandenen, ist m.E. für den wachen Bürger alles gesagt.
Umso bedrückender stellt sich der pseudoreligiöse Charakter der Klima-Angst-Fraktion dar, die dem Einzelnen zwar kein Seelenheil und künftige Erlösung in Aussicht stellt, wohl aber ein religionsähnliches „Sündenbewusstsein“ für den Fall der alltäglichen persönlichen „Klimaverstöße“ oder gar der Leugnung der propagierten Klima-Ideologie.
Die Erzeugung von Schuld, gepaart mit an die Wand gemalten Ängsten sind bewährte Mittel der Verankerung von Religionen zum Vorteil der jeweilig Herrschenden. Durch penetrante Wiederholungen von selbst Widersinnigstem , verbreitet vor allem durch anerkannte Kapazitäten, wird man erinnert an das Wirken von Fachidioten, Opportunisten und Scharlatanen, die aber aufgrund ihrer flächendeckenden Überziehung des Massenbewusstseins sensationell erfolgreich arbeiten.
Der Profit aus dem „Ablasshandel“ zur Wiedergutmachung und zur Vermeidung von vermeintlichen globalen Katastrophen versetzt die Strategen in geradezu ungehinderte Regentschaft unter faktischer Verhinderung und Beseitigung von Demokratie.
Die Debatte hier und inzwischen an zahlreichen Orten macht Mut.
Erlauben Sie ein Zitat aus meinen „Sequenzen von Skepsis“:
„Wir sind nicht machtlos, wenn wir das Schweigen besiegen.“

Raymond Walden
29.11.2009  12:09

Herr Federer:
Ihre Intuition in Ehren, aber kann es sein, dass sie gelegentlich mit Ihrer “wissenschaftlichen Seite” in Konflikt gerät?
Einen Bach mit Forellen aus Kindertagen kenne ich auch. Die Forellen waren dort lange Zeit verschwunden, sind aber heute wieder da! Intuition kann auch trügen.
Ihre Gleichung: aus “Verzicht” resultiert “schöne Natur” greift zu kurz.
Die Lösung von Umweltproblemen liegt nicht im Verzicht, sondern in der Entwicklung.
Im Übrigen verstehen Sie offensichtlich die Intentionen der Diskutanten falsch. Es geht hier nicht darum, Umweltschutz zu negieren, sondern dessen Perversion, den Ökologismus, am Beispiel der Klimahysterie zu entlarven.

Einen schönen Sonntag und Grüsse in die Schweiz.

Horst-Dieter Schulz
29.11.2009  12:46

ergänzend zu meinem allg. kommentar möchte ich auf folgende thermodynamischen fakten hinweisen.die kurve des emissionsverhältnises von CO2, d.h. das verhältnis der wärmestrahlung des CO2 zur wärmestrahlung eines schwarzen körpers gleicher temperatur,zeigt fogenden verlauf:die kurve steigt bis 200 ppm CO2 stark an und verläuft anschliessend asymptotisch.der heutige CO2-wert von 380 ppm hat kaum einfluss auf die wärmebilanz der atmosphäre.eine verdoppelung des CO2 gehalts der luft bringt demnach eine temperaturerhöhung von 0,42 °C und nicht nach heutigen klimarechnungen 4-5°C ! warum weisen die fachhochschulen nicht auf diesen tatbestand hin? hat man angst die zuschüsse für ihre institute zu verlieren,wenn man sich kritisch äussert? CO2-emission kann als masstab für den energieverbrauch dienen,damit man ressourcenschonend wirtschaftet.zur einstellung der klimatemperatur eignet es sich nicht!

manfred pfeifer
29.11.2009  15:52

Herrn Heitmann möchte ich in dem einen Punkt widersprechen: Die Religionen bieten doch niemals einen positiven Ausblick! Die Alternative ist Paradies oder Hölle. Das erstere ist langweilig und zweiteres scheint ja gerade das zu sein, was die Klimahysteriker erwarten.
Nein, die Religionen sind es gerade, die diese Entwicklung zur Infernodeutung zu verantworten haben. Reden sie uns nicht seit viel mehr als 2000 Jahren ein, daß wir Menschen schon mit Schuld geboren werden und uns in jeder Minute unseres Lebens neu schuldig machen?! Ja klar sind wir dann auch schuld am Klima, wieso denn nicht!
Dann ist laut Bibel der Mnesch ja auch noch dazu da, um sich die Erde Untertan zu machen. Und warum macht die Kirche und sämtliche andere Religionen sowas? Nun diese Antwort liegt wohl klar auf der Hand. Der Einfluß der Religionen geht mehr und mehr verloren - also versuchen es jetzt andere Apologeten mit einer Schuldsprechung der Menschen, um Macht zu gewinnen! Das hat doch Jahrtausende geklappt, dann wird es doch auch in Zukunft eine Machtposition sichern helfen!
Wir können uns erst unseres Lebens freuen, wenn wir diese unsäglichen Schuldzuweisungen beenden. Klar heißt das auch, Lebensresourcen zu schützen, Herr Federer, keine Frage. Aber nicht mit solchen, zum Teil auch wieder nicht bewiesenen Plattitüden!
Ein Zitat sei mir noch erlaubt von Francis Bacon: “Wer mit der Natur leben will, der muß sich ihr beugen!”

Michael Puhlmann
29.11.2009  16:46

Die so totale Lenkung der Politik und Medien in der sich auf CO2 zuspitzenden Fragen würde ohne Bedienung der bei den so bereitwillig bis verbissen Beteiligten vorauszusetzenden Eigeninteressen wohl kaum gelingen.

Wer hat dafür die Mittel, wer das Hirn, sowas so effizient zu organisieren? Vielleicht nicht Menschenfeinde, sondern eher größenwahnbesessene Technikfreunde?

Mein Verdacht bezieht sich auf die Strommonopole. Sie produzieren CO2-frei Atomstrom, sie beförderten die CO2-Erwärmungs-Theorie seit zig Jahren, organisierten in Laxenburg und woanders den pseudowissenschaftlichen Unterbau und seit langem den Aufstieg ihrer Politvasallen bis zur Durchfinanzierung von FDP-Parteitagen.

Sie stecken auch die Mittel in den Ausbau der unsicheren Alternativenergie - als Überlebensversicherung. In Frankreich grüßen die WIndkrafträder schon vom atomaren Betriebsgelände: Schaut her, wie CO2-frei wir sind!

Hägeles et.al. Visonen vom Atomstaat mit den Brüterplantagen machte nicht mal davor Halt, mit dem atomwirtschaftlich organisierten Club of Rom die irre Rohstoffangst sogar auf das Uran auszudehnen. Die Milliarden für Kalkar waren nur ein logisches Ergebnis dieser so überaus wirksamen Panikmache.

Der atomare Komplex braucht zum Ausbau langfristige Zusammenballung von Finanzmitteln und Planung. Die Sympathie für die kommunistische Zwangswirtschaft ist da nur logisch. Sucht man den Einfluß der Physiker in diesem Spiel, sollte man nicht bei Dr. rer. nat. A. Merkel aufhören. “Physiker der Macht” wird das genannt. Und der Kommunismus war auch eine das Einzelschicksal verachtende Modernisierung der landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft zur Industriegesellschaft mit besser lenkbaren Massen. Das Faszinosum der totalen Gesellchaftsveränderung hat nicht nur die Sozialkundelehrer ergriffen ...

Konrad Fischer
29.11.2009  18:43

Grüezi Herr Federer,
wenn Sie sich persönlich dafür einsetzen,dass ihr Bach aus Kindertagen wieder Forellen
hat,dann tun Sie Gutes!
Wenn Sie Energie sparsam verwenden,Umwelt und Ressourcen schonen,dann handeln
Sie gut und richtig!
Ich glaube keiner der Kommentatoren hier ist anderer Meinung.
Aber dogmatische Bevormundung durch “Ökologismus” lehne ich ab wie die Diktatur des Proletariats!
Olaf Henkel schreibt in seinem neuen Buch:“Gute Menschen tun Gutes,
Gutmenschen lassen Gutes tun.”
Ich würde es anders formulieren:“Gute Menschen tun Gutes,Gutmenschen lassen
Gutgemeintes tun.”
Prof.M. Wolfssohn ironisierte “gutgemeint” als das Gegenteil von “gut”.
Nur ein Beispiel ist die Brandrodung der Sumpfwälder von Kalimantan(Borneo) zum
Anpflanzen von “Biosprit”- Ölpalmen.
Absurderweise wird hier pro Jahr achtmal soviel CO2 freigesetzt wie in Deutschland!
Auch wenn CO2 keinen oder geringen Einfluss auf das Klima hat,
lasst uns gute Menschen bleiben oder werden.

badadvice
29.11.2009  19:28

Federer,

“Auch wenn CO2 keinen oder geringen Einfluss auf das Klima hat,
lasst uns gute Menschen bleiben oder werden. “, bitte sachlich bleiben: Die Meisten der Klimaforscher sehen da sehr wohl einen Zusammenhang.

Manni
29.11.2009  21:02

Gottogott, so eine Anweinanderreihung von Mumpitz liest man selten. Also von vorne:

- Der Anstieg der Durchschnittstemperaturen macht KEINE Pause. wie man sich bei NASA-GIS in Nullkommanichts ansehen kann
http://data.giss.nasa.gov/gistemp/graphs/Fig.A2.lrg.gif

- die Wikinger betreiben NICHT, wie der autor suggeriert im ganzen “teilweise eisfreien” Grönland Ackerbau, sondern an den KÜSTEN Grönlands. Denn der Eisschild Grönlands ist - nachgewiesenermassen - 450.000 Jahre alt (-> google: Island Ice core project).

- Der IPCC hat NICHT die Position, das der Klimanwandel “überwiegend” vom Mensch versursacht sei. Dies ist aktuell in der Diskussion und umstritten.

- die Abkühlung zwischen den 40ern und den 70ern ist SEHR WOHL erklärt, und hat mit der drastisch steigenden Mange an Staubpartikeln in der Athmosphäre zu dieser Zeit zu tun, und mit PDO, wie der Autor putzigerweise an anderer Stelle selbst schreibt.

- Der solare Einfluss wird vom IPCC keineswegs als “gering” eingeschätzt. Das Statement ist schlicht völliger Nonsens. Allerdings - und das gilt heute als wissenschaftlich gesichert, kann die Sonne allein die Erwärmung nicht erklären.
Spätestens seit Lockwood und Fröhlich 2007 ist das klar.
http://www.pubs.royalsoc.ac.uk/media/proceedings_a/rspa20071880.pdf

Und so könnte man noch seiten lang fortfahren, praktisch alles was der Autor behauptet ist schlicht unqualifizierter Quatsch.

Fritz
29.11.2009  22:48

Manni,
na dann will ich mal wirklich etwas unsachlich werden.Wenn in Indonesien der Regenwald vernichtet wird ,um an dessen Stelle Ölpalmen für Biosprit anzubauen, dann ist das schlicht irre,weil dabei pro Jahr achtmal soviel CO2 freigesetzt wird wie in der hochindustrialisierten BRD.
Was soll es da nützen wenn wir unseren CO2 Ausstoß um 80% verringern?Ist der Kampf gegen Armut,Hunger und Unbildung in der 3. Welt nicht wichtiger?
Das meine ich mit “gutgemeint”!
So, so die meisten Klimaforscher sind anderer Meinung was den CO2 Einfluss angeht?!
Wenn in den Naturwissenschaften demokratisch abgestimmt würde,hielten wir die Erde möglicherweise heute noch für flach!
Nach Lindzen e.al. hat CO2 sehr wohl einen Einfluss,er wird nur durch negative
Rückkoppelung weitgehend kompensiert.
Alfred Wegener und die Kontinentaldrift,———wussten die meisten Forscher auch besser!

badadvice
30.11.2009  00:08

Die Einwürfe von Konrad Fischer finden Bestätigung darin, dass EnBW als Stromversorger mit vorwiegend Atomstrom trotz der aktuellen Erkenntnisse zu den Manipulation mit seinem 4. Klimakongreß am 24.11. in Berlin wieder die Entscheidungsträger in der Politik zu CO2 an der Nase herumführen wollte.
http://www.enbw.com/content/de/impulse/gesellschaft/klimakongress2009/index.jsp;jsessionid=83C9E2A82881E1F2BC88CC5255C15256.nbw184?WT.ac=klimakogress

Dazu passt, dass der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kauch,  Unterdrücker jeder Diskussion zu CO2 innerhalb der FDP, hier gern gesehener Gast war.

Hanna Thiele
30.11.2009  00:11

Wie die Herren vom Team arbeiten, zeigt exemplarisch eine Anekdote aus dem Jahr 2006, Prof. Augusto Mangini berichtete über seine Forschungsergebnisse, die ein globales MWP zeigten, Prof. Rahmstorf antwortet ihm ebenfalls in der FAZ, ist aber kein Stalagmiten-Experte und holt sich in einer Mail Argumentationshilfe bei den Team-Kollegen. Wenn man schon Manginis Daten nicht entkräften kann, greift ersatzweise das Argument eines lokalen MWP, vorgetragen mit der IPCC-Autorität.
zwei Artikel in der FAZ 1. Mangini, 2. Antwort Rahmstorf
http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~E062705B8708E49B19065AAE32D1E442E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~E7BEC8721C3B24D549BA97154C93990FB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

” I know it’s Easter, but I’m having to deal with Augusto Mangini, a German colleague who has just written an article calling the IPCC paleo chapter “wrong”, claiming it has been warmer in the Holocene than now, and stalagmites show much larger temperature variations than tree rings but IPCC ignores them. What should I answer?

One of my points is that IPCC shows all published large-scale proxy reconstructions but there simply is none using stalagmites - so please tell me if this is true?!! My main point will be the local vs hemispheric issue, saying that Mangini only provides local examples, while the IPCC statement is about hemispheric or global averages.

But how about local variations - do stalagmites show much larger ones than tree rings? Any suggestions what other counter-arguments I could write? Do we have a stalagmite expert on the author team, other than contributing author Dominik Fleitmann, whom I’ve already identified?
I have to submit my response to the newspaper tomorrow.

Thanks, Stefan

TKl
30.11.2009  10:00

Rahmstorf hat mit der Kontrolle anderer Wissenschaftler viel zu tun.
Im November letzten Jahres war es Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore, der es wagte, auf dem EnBW-Klimakongreß zwar für Kernkraft, aber gegen die CO2-Lügerei zu referieren.
Prompt zensierte EnBW seinen Vortrag aus der Internet-Präsentation http://www.enbw.com:80/content/de/impulse/gesellschaft/klimakongress2009/klimakongress_2008/index.jsp weg, als sie von Rahmstorf am folgenden Tag diese Mail erhielten:

Von: Stefan Rahmstorf [mailto:rahmstorf@ozean-klima.de]
Gesendet: Donnerstag, 27. November 2008 10:16
An: ***
Betreff: Klimaskeptiker / Moore
Lieber Herr ***,

zu den “Skeptikern” allgemein habe ich diese Seite auf meine home page:
http://www.pik-potsdam.de/~stefan/klimaskeptiker.html
Dort finden Sie unten weiterführende Links, wo jede erdenkliche “Skeptiker”-These behandelt (widerlegt) wird.
Zu Moore im besonderen: wenn ich mich recht erinnere hat er folgende Thesen aufgestellt.
1. Er hat gesagt, in der Erdgeschichte (er hat Kurven über 1 Milliarde Jahre gezeigt) habe es keinen Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 gegeben. Erstens ist ein direkter Zusammenhang auch nicht unbedingt zu erwarten, da ja verschiedene Faktoren auf das Klima wirken, nicht nur CO2. Auf den von ihm gezeigten langen Zeitskalen zum Beispiel die Drift der Kontinente, die auf kürzeren Zeitskalen naturgemäß keine Rolle spielt Zweitens sind die Daten über den von ihm gezeigten Zeitraum mehr als unsicher – man hat das schon daran gesehen, dass seine Temperaturkurve eine offensichtlich mit Hand gezeichnete qualitative Skizze war.
Eine seriöse Diskussion der Klimadaten der vergangenen 500 Millionen Jahre finden Sie in unserem Buch “Der Klimawandel” (Abb. 1.2):
http://www.pik-potsdam.de/~stefan/klimawandel.html
und ähnlich auch im IPCC-Bericht (Kap. 6: Paleoclimate).
Dabei zeigt sich übrigens, dass trotz der anderen Klimafaktoren das CO2 durchaus eine entscheidende Rolle in der Klimageschichte gespielt hat; die großen Eiszeitperioden vor 300 Mio Jahren und aktuell seit 40 Mio Jahren treten gerade zu Zeiten niedriger CO2-Konzentration auf.
Moore legte noch nahe, dass die Tatsache, dass es in der Erdgeschichte meist wärmer war für die Harmlosigkeit einer Erwärmung spricht. Das ist Unsinn - wir haben z.B. derzeit genug Eis auf der Erde, um bei dessen Abschmelzen den Meeresspiegel global um 65 Meter anzuheben, und die heutigen Tier- und Pflanzenarten haben sich in dem meist deutlich kälteren Klima der letzten 2 Mio Jahre entwickelt. Daher ist es sicher keine gute Idee, innerhalb eines Jahrhunderts zu einem warmen Klima zurückzukehren, wie es zuletzt vor Millionen Jahren auf der Erde geherrscht hat.
2. Moore zeigte Daten der Meereisbedeckung. Diese hat im Sommer in der Arktis stark abgenommen: wie ich in Karlsruhe gezeigt habe, ist die Eisdecke in den letzten beiden Jahren nur noch halb so groß gewesen, wie noch in den 1960er und 70er Jahren. Moores Kurven zeigten das nicht deutlich, weil er den ganzen Jahresgang gezeigt hat - der ist natürlich riesig, weil sich in der kalten Polarnacht jede Menge Eis bildet. Im Winter sowie ganzjährig in der Antarktis ist noch kein Trend in der Eisbedeckung zu erkennen.
Es gibt physikalische Gründe, warum das Sommereis empfindlicher gegenüber abschmelzen ist, und warum die Antarktis nicht so empfindlich reagiert wie die Arktis. Doch aus der Tatsache, dass das Sommereis der Arktis als erstes reagiert (und übrigens rascher als erwartet) kann man natürlich keine Zweifel an der globalen Erwärmung ableiten.
Zur Eisabnahme:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2008-08-21/zwei-planeten
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-10-16/ende-der-schmelzsaison

3. Moore hat die Temperaturkurve der letzten 100 Jahre gezeigt und behauptet, die Erwärmung habe sich verlangsamt. Das ist eine klassische “Skeptiker”-Ente, die immer wieder durch die Medien geistert, siehe:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-10-24/erderwaermung-beschleunigt-sich
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2008-03-15/ist-die-erderwaermung-vorbei
4. Moore hat suggeriert, vielleicht liege die Erwärmung an der Sonne. Die Sonnenaktivität ist derzeit auf einem absoluten Tiefststand seit Beginn der Satellitenmessungen in den 1970er Jahren; seit 20 Jahren nimmt sie ab. Ohne diese gemessene Abschwächung der Leuchtkraft der Sonne wäre die globale Erwärmung der letzten Jahrzehnte noch ein wenig stärker ausgefallen.
Keines von Moores Argumenten hat den Kern des Problems angesprochen:
- unsere Emissionen haben die Konzentration von CO2 und anderer Gase stark erhöht
- dass dies die Strahlungsbilanz verändert und eine aufheizende Wirkung hat, ist seit dem 19. Jh. bekannt,
bestens belegte Physik und wird von keinem seriösen Forscher angezweifelt
- die Stärke dieser heizenden Wirkung von CO2 hängt von Rückkopplungen ab, wobei die starken Klimaveränderungen der Erdgeschichte belegen, dass diese verstärkend sind und wir bei CO2-Verdoppelung mit ca. 3 ºC Erwärmung rechnen müssen.
Und SourceWatch zu Moore:
http://www.sourcewatch.org/index.php?title=Patrick_Moore
Herzliche Grüße,
Stefan Rahmstorf
-Stefan Rahmstorf
http://www.ozean-klima.de
http://www.realclimate.org

Hanna Thiele
30.11.2009  10:43

Sehr geehrter Herr Fritz (?),

ich zähle mich nicht zu den sogenannten Klimaskeptikern - bin allerdings als überzeugter Vertreter der Erkenntnistheorie des Radikalen Konstruktivismus ein wenig sagen wir vorsichtig, wenn mir jedwelche Verkünder eine Absoluten Wahrheit begegnen.

Dies aber nur als Einleitung, worum es mir eigentlich geht ist die von Ihnen verlinkte Grafik bzgl. “Global Land-Ocean Temperature Index”.

http://data.giss.nasa.gov/gistemp/graphs/Fig.A2.lrg.gif

Ich möchte Sie bitten, falls es Ihnen möglich ist, als Ergänzung eine Grafik zu verlinken, die auf der X-Achse einen Zeitraum von 0 - 2000 n.Chr abbildet und eventuell auf der Y-Achse einen Maßstab wählt, der die Zehntelgrad ein wenig bescheidener, will sagen angemessener, abbildet - beispielsweise von ´+/- 3°C.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

MfG

Christian Niemeier

Christian Niemeier
30.11.2009  13:36

Abgesehen von den vielen theoretischen Erkenntnissen, die hier ausgetauscht werden und von denen ich froh bin, sie nicht mehr nur auf “spinnerten” web-sides lesen zu können, gebe ich folgendes zu bedenken:
Heute sollen wir Steuern und Abgaben wegen einer angeblichen Erderwärmung zahlen. Ich bin mir jedoch sicher, dass unsere verehrten Politiker uns genauso zur Kasse bitten werden, wenn die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse auf Abkühlung schließen lassen. Und ungerührt werden sie fragen: Erderwärmung? Darüber habe ICH noch nie etwas gehört, aber die schlimmen zu finanzierenden Folgen der Abkühlung, ja…!!!

PS: Ich erinnere mich aus meinen Kindertagen an eine Hysterie wegen des Klimawandels und der Erdabkühlung. Das war Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre.

Katja Günther
30.11.2009  17:21

@ alle
Folgenden Artikel von Sven Titz (der auch in Novo publiziert) habe ich entdeckt und möchte ihn gerne zur Lektüre empfehlen: “Die verzwickten Wolken. Rückkopplungseffekte erschweren die Vorhersage der globalen Erwärmung”, NZZ, 27.11.09: http://www.nzz.ch/nachrichten/forschung_und_technik/die_verzwickten_wolken_1.3933079.html. mfg TD

Thomas Deichmann
30.11.2009  17:39

Ohne naehere Informationen hielt ich einst die Klimaerwaermung fuer ein wahrscheinliches Ereignis. 2007 sah ich den Propagandafilm des gescheiterten Praesidentschaftkandidaten Al Gore. Die selektive Nutzung von Fakten und die mir seltsam vorkommende Hockeyschlaegerkurve (keine mittelalterliche Warmzeit, kein Einfluss anderer Klimafaktoren, Ein Temperaturanstieg seit 1850 als die Menschheit noch sehr wenig CO2 aus fossilen Quellen emittierte) regte den starken Verdacht in mir das es sich um einen Oekoschwindel handelt. Als ich dann hoerte, dass die Erde ein perfekt ausbalanziertes System sei mit natuerlichen CO2 Emissionen von 700-750 Mrd to/a die wiederum absorbiert werden und 30 Mrd. to/a aus menschlichen Emissionen die sich wie auf einem Sparbuch ansparen war mir bewusst, das es sich um einen Oekoschwindel handelt.
Ich habe mich sehr intensiv mit anderen Oekoschwindeleien beschaeftigt. Auf meiner Homepage http://www.oekoreligion.npage.de findet man Analysen zur Solarenergie, Desertec, Windenergie die einen aehnlichen Schwindel darstellen.
Diese Oekoschwindeleien sind Teil einer neuen weltumfassenden Religion, der Oekoreligion. Diese sucht aehnlich den Zeugen Jehovas mit Endzeitkatastrophen ihre Juenger an sich zu binden. 

Vandale

vandale
01.12.2009  09:12

Was wir gegenwärtig erleben, ist die Bewegung einer Anti-Aufklärung ungeahnten Ausmaßes. Die Beschlagnahmung der Wissenschaft im Dienst einer menschenverachtenden Ideologie, wie dies etwas mit der Medizin im Dritten Reich geschah, schien ein für allemal überwunden. Doch es gibt kein Ein-für-allemal. Die gegenwärtige (grüne) Ideologisierung der Wissenschaft ist nur scheinbar menschenfreundlich, in Wirklichkeit aber zutiefst menschenverachtend. Hinterlistiger noch: sie geriert sich als dem Wohl des Menschen verpflichtet. Es ist ihr sogar gelungen, in den inneren Bereich des moralischen Diskurses über (un)moralische Lebensführung einzudringen- in die Kirchen. Beispiel:  In einem Interview fordert   der Bischof von Bozen-Brixen in Südtirol, Karl Golser,  ” dass wir unsere Nahrungsmittel aus der Region abdecken, dann überhaupt die ganze Frage der Nahrungsmittel – müssen wir so viel Fleisch essen? Durch die Rinderproduktion wird sehr viel Methan ausgestoßen. Auch das ist ein Treibhausgas. Wir sollten sehen, dass überflüssiger Verkehr unterbunden wird, dass man schaut, mit welchen Mitteln wir uns bewegen, wir müssen von der Straße mehr auf die Schiene gehen, Autos entwickeln, die Treibstoff sparen, Wasserstoffautos entwickeln. Es sind also viele Möglichkeiten, die hier gegeben sind, sodass es hier zu einem totalen Umdenken kommt.“ ( http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=340065 )

Hier spricht aus jedem Wort eine völlige Unkenntnis wissenschaftlicher und technischer Gegebenheiten, ein kirchliches Opfer einer linken Informationshoheit, der es gelungen ist, Gutmenschentum als Form der Heiligkeit zu stilisieren.  Die Massen pilgern.

Josef Hueber
06.12.2009  21:42

Den gegenwärtigen Hype nur der grünen Ideologie anzulasten, ist meines Erachtens zu kurz gedacht. Wie sollte es denn sonst einen solchen Konsens unter vielen politischen Eliten zu diesem Themenkreis geben, wie wir es zur Zeit beobachten können.

Ich denke, daß sich nunmehr die Moralisten, Demutsbekenner und Gehorsamkeitsfanatiker durchgesetzt haben, deren Wurzeln in den entsprechenden Bewegungen des späten 19. und frühen 20.Jahrhunderts liegen. Zu einer Zeit also, wo ebenfalls eine zu große persönliche Freiheit und ein ungesteuerter Wohlstand die europäischen Geschicke bestimmte und entsprechend getadelt wurde.

Letzendlich geht es darum einen Menschentyp zu erziehen, der getrieben von permanenten, moralischen Selbstzweifeln, in blindem Vertrauen und voller Demut einer elitären Obrigkeit zu folgen bereit ist. Die Reichen teilen mit den Armen ihr Brot und die Obrigkeit lenkt ungestört die Geschicke aller Untertanen. Nur 5% Eliten reichen für diesen Führungsanspruch, hat man gegentlich schon vernommen.

Das Gute, das Ziel, wird zur Vorgabe ohne daß man die Inhalte genau hinterfragt oder nunmehr hinterfragen darf. Die Theorie hat über die Praxis gesiegt und das Projekt Human-Engineering ist in vollem Gange.
Mir graut ein wenig vor der Zukunft.

Bibliohekar
06.12.2009  22:59

Tut mir leid. Herrn “Fritz” geärgert zu haben, aber Mumpitz ? Also dann:
1. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur macht KEINE Pause ?
Und wie er das macht. Ich verwende die zuverlässigen Satellitenmessungen, die von der Univ. Alabama, Huntsville und der “Remote Sensing Systems”, Santa Rosa ausgewertet wurden und unter
http://friendsofscience.org/assets/documents/FOS20Essay/
GlobalTroposphereTemperaturesAverage.jpg
nachzulesen sind. Diese Messungen, die es seit 1979 gibt, erfassen die Erdoberfläche komplett und sind im Gegensatz zu den Bodenstationsmessungen deutlich genauer. Dr. Anthony Watts hat unlängst gezeigt, dass die Mehrzahl der US-Meßstationen an ungeeigneten Standorten steht - neben Abluftschächten, Asphaltflächen, Betonwänden etc. - und stets zu hohe Temperaturen gemessen hat. Dies war und ist aber immer noch die Datenbasis des britischen Hadley Center und somit des IPCC. Selbst diese aber zeigen einen Temperaturabfall seit 2006. Die Satelliten zeigen: Nach 1998 gab es keine weitere Erhöhung; nach 2002 ging es klar bergab. Leider ist diese schöne Grafik nicht in den Artikel gelangt; sie ist aber auch auf unserer Webseite http://www.arge-energie-und-umwelt.de zu sehen.

2. Der solare Einfluß wird vom IPCC keineswegs als gering eingeschätzt ?
Ich dachte, sie kennen diese Berichte. sowohl im 2001er als auch im 2007er Bericht des IPCC ist eine höchst anschauliche Grafik zu sehen: Der Vergleich der “Radiative Forcings”, also der Strahlungs-Antriebskräfte der Erde. Im 2007er Bericht ist das die Abbildung “ts5_IPCC_RadiativeForcings”. Für Leute, die keine Balkendiagramme lesen können, stehen sogar rechts die Zahlen daneben:
- Gesamter-Netto-menschenverursachter Strahlungsantrieb: 1,6 (0,6-2,4) Watt pro qm.
- Natürlicher Strahlungsantrieb durch Solarstrahlung: 0,12 (0,06-0,3) Watt pro qm.
Was wird also tatsächlich vom IPCC gering eingeschätzt ?

3. Das IPCC hat NICHT die Position, daß der Klimawandel “überwiegend vom
Menschen verursacht” sei ?
Im 2007er Bericht (Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger) steht wörtlich zu lesen: “Es ist sehr wahrscheinlich, daß der größte Anteil der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts von der vom Menschen verursachten verstärkten Freisetzung von Treibhausgasen verursacht worden ist.”
Weiter kann man dort lesen, daß das IPCC den Ausdruck “sehr wahrscheinlich” benutzt, wenn es diese Wahrscheinlichkeit als größer als 90 % ansieht.

4. Die deutliche Abkühlung zwischen 1945 und 1975 ist sehr wohl erklärt, und zwar durch die Aerosole in der Atmosphäre ?
Weshalb steht das nicht in den IPCC-Berichten ? Weil es unbewiesen und umstritten ist. Eine besonders schöne “Erklärung” findet man aber doch an einer Stelle: Im 2001er Bericht lesen wir in der Einleitung zum Kap. Wissenschaftliche Grundlagen: “Die
Datenreihe (Anm.: gemeint ist die Temperaturkurve von 1860-2000, dortige Abb.1) ist von großen Schwankungen geprägt; so erfolgte die Erwärmung im 20.Jahrhundert vor allem in zwei Zeiträumen, von 1910 bis 1945 sowie von 1976 bis 2000.” Eine tolle wissenschaftliche Erklärung des Kältelochs 45-75, finden Sie nicht ?
Das Einzige, was man an Aerosol/Staubeffekten sicher festgestellt hat (und was man in der Temperaturkurve auch gut sehen kann) sind die Vulkanausbrüche von El Chichon und Pinatubo.

5, Bleiben die Gemüse anbauenden Wikinger auf Grönland während der Mittelalterlichen Warmzeit. Ein Punkt für Sie, Herr Fritz. Die saßen
gewiss an der Küste (wo sonst ?). Aber darf ich Sie darauf hinweisen, daß Sie etwa diese Warmzeit bestätigen ? Das wird man Ihnen übel nehmen. Wo doch Prof. Mann mit seiner Hockeyschläger-Kurve, die von IPCC groß verbreitet und dann als Quatsch (Zitat von Prof. v. Storch) erkannt wurde, sich so große Mühe gegeben hatte, diese mittelalterliche Warmzeit mit Programmiertricks wegzubügeln. Einigen wir uns statt dessen auf die ebenfalls verbürgten Wein anbauenden Engländer.

Günter Keil
10.12.2009  01:10

Als Nicht-Expertin in Sachen Klimaforschung traue ich mir kein Urteil in der Frage zu, ob der gegenwärtige Klimawandel nun ‘menschengemacht’ ist oder nicht. Dafür weiß ich aber ganz genau, dass es nicht gut sein kann, wenn wir den nachfolgenden Generationen eine Welt hinterlassen, die leergefischt, zubetoniert und mit Pestiziden verseucht ist - von anderen Beispielen ganz zu schweigen.

Magda von Garrel
15.12.2009  16:45

Ein Genuss, den Beitrag und die Kommentare zu lesen.
Leider ist es fast unmöglich, den (gut)gläubigen Zeitgenossen auf die Skeptiker zu verweisen.  Es gibt wohl einen starken Glauben an die vermeintliche Richtigkeit der Klimahysterie. Da Politiker in der Regel keine Naturwissenschaftler sind, ist ihnen naturwissenschaftliche Forschungsmethodik fremd. Einen Grundkurs in Wissenschaftstheorie haben sie nicht belegt. Wahrscheinlich waren sie schon in der Schule in diesen Fächern eher unterbelichtet…nahezu das gesamte GRÜNE Establishment besteht aus Studienabbrechern und Sozialpädagogen - was will man das erwarten ???
Mit Sicherheit darchschaut Angela Merkel als promovierte Physikerin das Spiel - und Prof. Joachim Sauer wird sich auch köstlich amüsieren.
Die Politiker-Klima-Kaste in Kopenhagen leidet unter Weltrettungs-Größenwahn-Phantasien.

Katja Blauke
16.12.2009  18:49

http://assassinationscience.com/climategate/
Ein herrliches Bild der Klimapropheten, ihrer Arbeitsweise, der ersten Rückzugsgefechte und der beginnenden Auflösung des Teams. Ein Krimi!

Aus den letzten Mails wird klar, dass der Selbsterhaltungstrieb in nächster Zeit das vorherrschende Moment sein wird - vor allem seit mit http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100020304/climategate-peak-oil-the-cru-and-the-oman-connection/ hier die harte juristische Seite aufgetaucht ist. Vorherige juristische Geplänkel glaubte M.Mann noch mittels “free advice” erledigen zu können. Jetzt aber wird es ernst. Und die Finanzdecke scheint dünn zu sein, Freunde werden sich rar machen.

Selbst Santer dürfte jetzt auch schwanen, dass ein kompromittierter Wissenschaftler so schnell keine neue Stelle findet. Welche Forschungseinrichtung will sich den Tort antun?

Herr Keil: Nur der General-Anzeiger mit Herrn Wiedlich wird auch weiterhin in Treue zum “Team” stehen.

E.G.Pohlhausen
04.01.2010  17:17

was denkt ihr denn wer mehr geld zur verfügung hat? die öl-industrie oder die öko industrien zusammen. wer profitiert denn? eure annahmen sind teils sehr rudimentär, teils schlicht falsch; so hat das IPCC zB nicht 1850 als Basisjahr, sonder die Periode zwischen 1940 und 1960 ausgewählt.
für mehr infos für euch skeptiker http://en.wikipedia.org/wiki/Instrumental_temperature_record
und hört auf mit diesem bloggen - nicht umsonst gibt es gute peer rieviewed journals in den wissenschaftliche artikel veröffentlicht werden, damit man quacksalber von ernsthaften wissenschaftlern unterscheiden kann.

Prometeus
22.01.2010  12:59

Sorry, Prometheus, wir glauben nicht mehr an den Weihnachtsmann. Es gibt auch schlechte peer-reviewed Arbeiten und korrupte Journals. Wir zahlen die Rechnung und wollen dann aber auch sehen, was da geliefert wurde: alle (auch frühere) Meßstellen, Meßstellgeschichte, Temperaturrohdaten, Adjustments, Gründe für Adjustments, die rechnungen und dann erst das Ergebnis. Und wenn Ihnen nach einer peer-reviewed Arbeit dürstet:

http://pielkeclimatesci.files.wordpress.com/2009/10/r-321.pdf

Wenn Sie diese gelesen haben, dann wissen Sie, dass der peer-review-Prozess weder transparent ist, noch in der Lage ist, Transparenz zu schaffen. Was bei diesem Prozeß herauskommen kann, hat ja der UN-IPCC-Betrug mit den Himalaygletschern gezeigt. Transparenz ist gefordert und keine Geheimwissenschaft.

E.G.Pohlhausen
22.01.2010  14:51

Tun wir mal die wissenschaftlichen Erkenntnisse beiseite und konzentrieren uns auf Dinge, die wir alle einfach beobachten können: Wie erklärst du dir das Abschmelzen vom Dauerfrostboden in Siberien (wo nicht umsonst erst jetzt Skelette von Tieren gefunden werden - da war vorher seit Jahrzehnten Eis), das Abschmelzen der Polarkappen, die bereits jetzt untergehenden Inseln im Pazikif, die bereits vor 10.000 Jahren Menschen auf sich leben hatten, somit die Wahrscheinlichkeit, dass es im Laufe der Menschheit bereits so warm war, unwahrscheinlich ist, etc. pp!?
Zudem, wenn du die Artikel richtig liest, wird dir auffallen, dass es um einen aggregaten Temperaturanstieg geht - die grösste Gefahr sind Jahre in den es sich abkühlt, und damit Leuten wie dir das Gefühl geben recht zu haben. Langfristig wird es wärmer werden!
Wer hier vom Glauben an den Weihnachtsmann spricht, wo die Fakten doch jetzt schon global zu beobachten sind und damit keine Wissenschaft mehr nötig macht, ist meinesachtens zu sehr in seinem eigenen Kosmos gefangen!

Prometeus
22.01.2010  17:15

Nun, wenn sie glauben, dass keine Wissenschaft mehr nötig sei und ihr persönlicher Glaube alles Wissenswerte erklärt, ist ein Gespräch nicht mehr weiterführend. Alles Gute!

E.G.Pohlhausen
22.01.2010  20:23

Prometeus, nur Wenige bestreiten, dass es seit der letzten Eiszeit wärmer geworden ist. Da wo ich wohne lag vor 10’000 Jahren noch ein dicker Eismantel. Zum Glück ist das Eis zusammen mit den Mammuts verschwunden und inzwischen gedeihen Mensch, Tier und Pflanzenwelt prächtig. Wenn die Erwärmung weiter geht wird es bald möglich sein ertragsreiche Rebberge anzulegen. Nebst der Erwärmung ist aber auch genügend CO2 notwendig, eine unabdingbare Voraussetzung für das gute gedeihen von Tier und Pflanzenwelt. Eine klimatische Erfolgsgeschichte! Natürlich hoffe ich, dass keine neue Eiszeit bevorsteht. Gerade wenn ich an die Skelette in Sibirien und der Mongolei denke . Wem das zu unwissenschaftlich ist dem empfehle ich NIPCC   http://www.sepp.org/publications/NIPCC-Feb 20.pdf eine Analyse des fehlerhaften und z.T. blamablen IPCC durch 100 Klimawissenschaftler.

Spörri Franz-Xaver
29.01.2010  16:13

Herr Keil, ich frage mich nur, wieviel wirkliche(!) Fachleute Ihre Position unterstützen?

Ich schweife kurz ab:

Mich erinnert das Ganze an die Mobilfunk-Debatte. Die verfolge ich spasseshalber seit vielen Jahren. Am Anfang denkt man sich, die Argumente, welche die Mobilfunkgegner anführen, wären wissenschaftlich fundiert. Da dozieren Doktoren, Ingenieure, Professoren. Leider ist so ein Hochschullehrer schon mal Prof. der Literaturwissenschaft (also völlig fachfremd) oder ein Doktor der Biologie ein ständiger Referent auf Esoterikkongressen. Manche sind einfach durchgeknallt. Oft Akademiker im Ruhestand
Das Schlimme ist, man sieht es auf den ersten Blick nicht, dass diese Leute keine besondere Fachkompetenz haben, schon gar nicht ein Laie.
Einer Diskussion mit richtigen Wissenschaftlern entziehen sich diese sonst so selbstbewussten Leute für gewöhnlich - aus verständlichen Gründen.

Aber die Jungs sind sehr gut vernetzt und können einem seitenweise Literaturzitate zuschicken. Diese klingen zwar beeindruckend, bei näherem Hinsehen erweisen sie sich so gut wie immer als wertlos.
Kurzum: es blieben kaum belastbare Argumente übrig. Nichtsdestotrotz verbreiten die Protagonisten ihre Parolen weiter und versuchen, unbedarfte Laien zu verblöden.
Alles was zur Argumentation passt, wird gebracht - auch wenn es faktisch falsch ist. Alles was nicht passt - auch wenn es fundiert ist - wird weggelassen. Damit die zu manipulierende Masse nicht auf falsche Gedanken kommt. Mit dem Abwägen zwischen Argumenten oder gar Aufklärung hat das also gar nichts zu tun.


Ich kann mir nicht helfen, bei der Klimaschwindel-Diskussion scheint es mir ähnlich zu sein.

Bei Ihrem Artikel möchte man auch so manche Aussage hinterfragen.
Beispiel: Kritik in der Wissenschaft nimmt zu (tut er das?)

Angeführt wird:

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Conference_on_Climate_Change#Manhattan_Declaration

sponsored by
http://en.wikipedia.org/wiki/Heartland_Institute

und auch der bekannt Lobbyist

http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Singer

hatte seine Finger im Spiel. Keine Skrupel, Herr Keil?

Oder Sie zitieren die Oregon-Petition, Näheres hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Oregon-Petition

Oder was soll die Seite
http://friendsofscience.org/assets/documents/FOS20Essay/

mit der selten doofen Graphik, die Sie auch hier verwenden:

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_weltuntergang____.html

Könnte der Herr Krämer in sein lesenswertes Büchlein einbauen (“Wie lügt man mit Statistik”): Wie passe ich Diagramme so an, dass sie meine Argumentation stützen - auch wenn die vollständige Datenreihe das gar nicht hergibt?

Auf einer Kurve, die den Temperaturverlauf seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt, sieht das nicht mehr so niedlich aus:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Klimadiagramm_hadley_1850_2009.svg&filetimestamp=20091220102043

Durch das Diagramm kann man auch verstehen, was Sie meinten mit:
“Die Erde ist heute nicht viel wärmer als 1878 oder 1941. Richtig, das waren absolute Ausreisser bevor die Temperaturerwärmung so richtig losging. Was also wollen Sie uns damit sagen?  Ich fühle mich da leicht verschaukelt.


Kritik in der Wissenschaft nimmt zu, schreiben Sie.
Das habe ich kürzlich gefunden:
http://tigger.uic.edu/~pdoran/012009_Doran_final.pdf
oder das hier
http://en.wikipedia.org/wiki/Climate_change_consensus

Wenn auf einer Fachkonferenz 1000 Wissenschaftler teilnehmen, die aktiv an dem Thema forschen: Wieviele davon würden Ihre Position teilen, Herr Dr. Keil?


Zu meinem Hintergrund: Physik an der TUM, absoluter Laie in Sachen Klimawandel. Allerdings glaube ich, dass Rahmstorf, von Storch, Latif mit ihrer Meinung zum anthropogenen Klimawandel richtig liegen. Sie nicht.

Robert
18.02.2010  23:12

Die meisten Kommentare hier haben die Aussagen des IPCC zu Recht in Zweifel gezogen. Namhafte Wissenschaftler wie Harry A. Taylor, Ian Plimer, Roy Spencer, Henrik Svensmark, Nigel Calder, S. Fred Singer, Dennis Avery, Willie Soon, Steven Yaskell, Lawrence Solomon etc. die sich mit den IPCC Reports auseinandergesetzt haben, verneinen alle übereinstimmend den anthropogenen CO2 verursachten Klimawandel. Eine Frage bleibt aber unbeantwortet: Was soll die CO2 Hype? Wissen die CO2 Apokalyptiker was sie tun?  Fossile Energieträger emittieren alle CO2 und sind daher tabu. Erneuerbare Energieträger (Wasser, Wind, Sonne, Geoth.) sind nicht in der Lage Kohle, Gas und Öl zu ersetzen. Neue KKW’s sollen nicht gebaut werden. Der Energiebedarf wird aber unaufhaltsam zunehmen. Da könnten doch die CO2 Apokalyptiker glatt recht bekommen. Es steht uns Schlimmes bevor. Wir werden zwar nicht unter dem CO2 Anstieg leiden, sondern an einer katastrophalen Energieknappheìt!
Wie gross wird der Leidensdruck sein wenn die ersten KKW’s so um 2050 frühestens ans Netz gehen?

Spörri Franz-Xaver
19.02.2010  16:47

Herr Robert, Ihr kurzes Abschweifen war recht lang, blieb aber interessant. Bezüglich der Mobilfunkdebatte und der Art und Weise wie im Internet kommuniziert wird stimme ich völlig mit Ihnen überein. Die Klimadiskussion hingegen hat nie wirklich stattgefunden! IPCC hat der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, bestehend aus Laien, aufgenötigt was sofort zu tun sei um die unmittelbar bevorstehende, menschengemachte Klimakatastrophe abzuwenden. Mit Arroganz und Diffamierung werden Kritiker gebodigt. Nur wenige andersdenkende Klimatologen in staatlich finanzierten Instituten wagen die Opposition. Die Wissenschaft muss sich aber ständig selbst in Frage stellen. Der IPCC Konsens verunmöglicht jedoch genau dies. Der Konsens ist deshalb wissenschaftlich gesehen Nonsens. Zudem sind Geselllschaft, Politik und Wirtschaft nicht einfach willfährige ausführende Organe von Klimatologen auf ihrem Egotripp. Wissenschaft ist nicht “l’art pour l’art”, es besteht gegenüber der finanzierenden Gesellschaft eine Verantwortung. Diese Verantwortung findet u.a. ihren Ausdruck in einer präzisen und krediblen Kommunikation. Ihr Rundumschlag ,Herr Robert (?), gegenüber von Herrn Dr. Keil ist unnötig, da sich das IPCC inzwischen zunehmend selbst disqualifiziert und demontiert.

Spörri Franz-Xaver
20.02.2010  13:02

“Die Klimadiskussion hingegen hat nie wirklich stattgefunden!”

Was verstehen Sie darunter? Wer soll mit wem diskutieren? Wir Laien sind mit dem Thema völlig überfordert. Die „Klimawissenschaftler“ dagegen treffen sich regelmässig auf Konferenzen und diskutieren das Thema sehr wohl – vermute ich (ich bin auch auf Konferenzen unterwegs und würde mich wundern,  wenn es bei den Klimawissenschaftlern anders wäre).


“Die Wissenschaft muss sich aber ständig selbst in Frage stellen.”

Stimme ich Ihnen natürlich völlig zu. Mich stört aber genau der Punkt, dass sogenannte Klimaskeptiker wie Herr Keil ihre Position (soweit ich das sehe) nicht auch in Frage stellen.  Denn das Thema ist unter richtigen Wissenschaftlern sicher nicht so unumstritten, wie ein Herr Keil uns das gerne glauben machen möchte. Und genau das nervt mich. Warum werden da keine Gegenpositionen dargestellt?
Die Wissenschaftler sollen sich in Frage stellen aber die Laienkritiker wie Keil nicht?

Ich hätte von den Klimaskeptikern gerne ein Abwägen von Argumenten. In dem Text oben bringt Keil nur Sachen, die seine Meinung bestätigen.  Er sollte auch offenlegen, welche anderen Meinungen vertreten werden.  Das zu verschweigen ist wieder: Manipulation.

“Der IPCC Konsens verunmöglicht jedoch genau dies. Der Konsens ist deshalb wissenschaftlich gesehen Nonsens.”

Ich sehe den Nonsens auf der anderen Seite

Robert
20.02.2010  22:23

Herr Robert. Ich kann nicht nachvollziehen wieso zwischen Klimatologen und Laien keine Kommunikation stattfinden soll oder kann. Basierend auf dem IPCC werden doch von der Politik neue Gesetze und Regulative erlassen die von der Gesellschaft umgesetzt und finanziert werden müssen. Unzählige Milliarden wurden für IPCC basierte, mitigative Massnahmen bereits ausgegeben. Wieso sollen Politiker und Steuerzahler nichts zu sagen und hinterfragen haben?

Spörri Franz-Xaver
21.02.2010  12:17

Hallo Herr Spörri,

Sie haben schon recht: es ist ein Problem, dass die Wissenschaftler ihre Argumente nicht gut genug rüberbringen. Ansonsten gäbe es in der Bevölkerung nicht so viele Leute, die den menschgemachten Klimawandell in Frage stellen.
Man sieht es an den Beiträgen oben und an Kommentaren unter bestimmten Zeitungsbeiträgen - häufig nur eine Meinung vertreten.

Aber wie stellen wir es an?
Das Internet ist voll mit Geschichten über den Klimaschwindel. Einige sind einfach blöd, andere wieder so gut gemacht, dass ich selbst Zweifel bekomme, ob ich richtig liege. Wie viele Seitenbetreiber würden sich auf die Diskussion mit einem Wissenschaftler einlasse? Wenige, vermute ich.

Für Interessierte wäre natürlich ein offenes Forum eine interessante Sache. Da müssten sich aber wirklich gute Leute beteiligen, dh die auch mit Fakten argumentieren und Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen haben.

In der E-Smog-Szene gab es nur ein paar wirklich interessante Foren, in denen beachtenswerte Beiträge eingestellt wurden und noch werden. Durch die mitunter bewundernswerte Motivation der Schreiber (Laien) von beiden Seiten hat sich durch stetes Hinterfragen das Bild mittlerweile geschärft. In einem Forum schreibt jetzt sogar ein führender Kopf der Strahlenschutzkommission mit. Oft sehr erhellend…

Gibt es eigentlich gute Foren mit pro und kontra zum Thema Klima?

Robert
22.02.2010  22:24

Herr Robert. Der folgende Link ist sicher interessant von “Man Made Global Warming Activists”
http://scienceblogs.com/illconsidered/2008/07/how_to_talk_to_a_sceptic.php

Dieser zweite Link ist von “Man Made Global Warming Realists”
http://friendsofscience.org/assets/documents/FOS20Essay/index.php?id=453

Viel Spass!

Spörri Franz-Xaver
23.02.2010  01:23

“Gibt es eigentlich gute Foren mit pro und kontra zum Thema Klima? ” Hmmm, ich wüßte nicht, dass es jemanden gibt, der kontra Klima ist. Das Klima gab es immer und wird es immer geben. Es macht nun einmal keinen Sinn, die Gegebenheiten der Natur abzulehnen, denn Klima ist, existiert und wird immer existieren.

“...dass ich selbst Zweifel bekomme…” Sie gehören doch wohl nicht und auch nicht zeitweise zu den Skeptikern, den Leugnern, den flatearthers?

“Wie viele Seitenbetreiber würden sich auf die Diskussion mit einem Wissenschaftler einlasse?” Da scheint wirklich ein Problem vorzuliegen - vielleicht ein Mißverständnis: Auf realclimate wurden abweichende Meinungen von zB Herrn McIntyre und Prof. McKitric fast immer gelöscht und auf Einwände nie geantwortet. Aber das kann nur ein Versehen sein, denn Gavin Smith und Michael Mann sind wohl keine Wissenschaftler. Insofern ist realclimate das falsche Forum.

“....Die „Klimawissenschaftler“ dagegen treffen sich regelmässig auf Konferenzen….”  Sehr gut: Der Terminus “Klimawissenschaftler” in Anführungszeichen. Es gibt wirklich zu viele Pseudowissenschaftler, die behaupten, dass die Himalayagletscher schmelzen, Afrikas Ernten durch das Klima beeinträchtigt sind und werden, der Amazonaswald um 40% schrumpft, der Meeresspiegel, die Hurricanes ..... Das Ipcc ist tatsächlich mit pseudowissenschaftlern durchsetzt, die den größten Blödsinn verkünden - immerhin Fehlalarm für 3 Milliarden Menschen! Hier wird man für einen Feuerwehrfelalarm zu Kasse gebeten - die hoffentlich proportional!

Ob diese Clowns sich auf Konferenzen treffen oder per mails absprechen, dürfte egal sein. Kartellabsprachen auf Konferenzen sind genauso strafbar wie im Golfclub. Ob Finanzierung, Datengewinnung, Datenverarbeitung: Transparenz ist nötig!

egp
23.02.2010  01:48

@egp. ” Auf realclimate wurden abweichende Meinungen von zB Herrn McIntyre und Prof. McKitric fast immer gelöscht und auf Einwände nie geantwortet. “

Wie sonst hätte der UN-IPCC Konsens zustande kommen können? Ein Konsens kommt nur zu Stande wenn Abweichler konsequent ausgeblendet werden. Diese Strategie hat sich erfolgreich über alle Instanzen bis ins Portemonnaie jedes einzelnen Bürgers durchgesetzt. Die Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels muss logischerweise auch wieder mit den Resourcen der sündigen Menschen angegangen werden. Die Kirche war Beispiel sowohl für die CO2- Ablasshändel als auch für den Umgang mit Ungläubigen. Heutzutage werden Ungläubige oder gar Klimaluegner nicht mehr verbrannt, dafür riskieren sie Forschungsgelder oder die Arbeitsstelle in staatlichen Instituten. Dies erklärt auch wieso auffallend viele “Emeritierte” unter den IPCC Kritikern zu finden sind. Als Kommentator im Klimablog der Eidg. Tech. Hochschule Zürich http://blogs.ethz.ch/klimablog/ musste auch ich erfahren wie unliebsame Beiträge geändert , entfernt oder unterdrückt wurden. Die grosse Frage ist was macht die Politik wenn sich der Konsens als Nonsens herausstellt. Wer wird zugeben, dass unzählige Steuer Milliarden in den Sand gesetzt wurden?

Spörri Franz-Xaver
23.02.2010  12:49

“Auf realclimate wurden abweichende Meinungen von zB Herrn McIntyre und Prof. McKitric fast immer gelöscht und auf Einwände nie geantwortet.”

Nochmal: ich bin ein Laie auf dem Gebiet. Aber wer sind McIntyre und McKitric? Etwa die hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_McIntyre
Bergbauspezialist??

http://de.wikipedia.org/wiki/Ross_McKitrick
Wirtschaftswissenschaftler?

Da würde ich die “wissenschaftliche Eignung der Kritiker” wohl auch in Frage stellen.

Vielleicht kommt jetzt noch jemand mit einem habilitierten Kaninchenzüchter…

Ich verabschiede mich hiermit.
Herr Spörrie, danke für die Links!

Einen Link habe ich auch noch:
http://coast.gkss.de/staff/storch/
Der scheint sich ziemlich in der Mitte zu bewegen.

Robert
24.02.2010  02:01

@ Robert

Richtig! Immerhin hat Wikipedia die Namen richtig geschrieben. Und schon wieder sind für Sie Titel und Authorithäten statt Sachargumente Ihr Kriterium, So versuchen Sie ad hominem zu argumentieren, statt deren Argumente zu gewichten.

Nun haben Sie aber Pech gehabt, denn die beiden Herren haben die wesentliche Arbeit von Prof. Mann, den “Hockeystick”, wegen seiner fehlerhaften Statistik als unglaubwürdig entlarvt. Die Grundsätze der Statistik gelten für alle Disziplinen und Statistik war und ist das ureigenste Arbeitsgebiet der beiden.

Aber genauso wie Sie hat realclimate nicht sachbezogen argumentiert. Und wenn einem Kaninchenzüchter auffällt, dass im Hockeystick Äpfel mit Birnen verglichen werde, dann hat der Kaninchenzüchter eben recht.

egp
24.02.2010  12:00

@ egp

ad hominem - sie scheinen ja gebildet zu sein…
Bin schwer beeindruckt!!

Aber jetzt zu:

...als unglaubwürdig entlarvt…

Kurze Recherche liefert das::

http://www.ucar.edu/news/releases/2005/ammann.shtml

Darin steht:
“Ammann and Eugene Wahl of Alfred University have analyzed the Mann-Bradley-Hughes (MBH) climate field reconstruction and reproduced the MBH results using their own computer code. They found the MBH method is robust even when numerous modifications are employed.  Their results appear in two new research papers submitted for review to the journals Geophysical Research Letters and Climatic Change. The authors invite researchers and others to use the code for their own evaluation of the method.

Ammann and Wahl’s findings contradict an assertion by McIntyre and McKitrick that 15th century global temperatures rival those of the late 20th century and therefore make the hockey stick-shaped graph inaccurate.  They also dispute McIntyre and McKitrick’s alleged identification of a fundamental flaw that would significantly bias the MBH climate reconstruction toward a hockey stick shape. Ammann and Wahl conclude that the highly publicized criticisms of the MBH graph are unfounded.  They first presented their detailed analyses at the American Geophysical Union’s Fall Meeting in San Francisco last December and at the American Association of Geographers Annual Meeting in Denver this year.
” Unter “als unglaubwürdig entlarvt” stelle ich mir was anderes vor. Aber für manche ist es eben einfacher, nur das als “wahr” anzuerkennen, was die eigene Meinung stützt.

Schwierig zu sagen, welche der beiden Gruppen jetzt eher richtig liegt, oder?

Zu den Autoren:
http://www.cgd.ucar.edu/ccr/ammann/Home.html

http://www.ncdc.noaa.gov/paleo/cv/cv-wahl.html

Nach meinem Eindruck sind das genau die Fachleute, die die Ergebnisse von Mann beurteilen können. Vielleicht besser als ein Bergmann und ein BWLer.

Schöne Träume noch!

Robet
24.02.2010  23:51

Nachschlag:

“What counts in science, however, is not a single study.”

Endlich spricht es mal jemand klar aus, danke.

“It is whether its finding can be replicated by others. Here Mann has been on a winning streak. Upwards of a dozen studies, using different statistical techniques or different combinations of proxy records, have produced reconstructions broadly similar to the original hockey stick. These reconstructions all have a hockey stick shaft and blade. While the shaft is not always as flat as Mann’s version, it is present. Almost all support the main claim in the IPCC summary: that the 1990s was then probably the warmest decade for 1000 years.”

http://www.guardian.co.uk/environment/2010/feb/09/hockey-stick-michael-mann-steve-mcintyre

Oder kennen Sie andere Kurven?
Dann mit Literaturangabe bitte.

Robert
25.02.2010  00:12

@egp & Robert. Es ist amüsant zu verfolgen wie man sich gegenseitig die Sandburgen schleift. Ich kann verstehen,dass man über den Winkel des Hockeysticks kontrovers diskutiert und darüber die grossen Zusammenhänge vergisst. Das erhellt aber die die orakelhaften Aussagen des IPCC nicht.
Zitat Executive Summary p.435:
“It is very likely that glacial-interglacial CO2 variations have strongly amplified climate variations, but it is unlikely that CO2 variations have triggerd the end of glacial periods.
vs.
It is likely that earlier periods with higher than present atmospheric CO2 concentrations were warmer than present.”
CO2 Senken sollen nun erklären wieso T und CO2 nicht wunschgemäss korrelieren. So wundert es mich als Laie auch nicht, dass nun spekuliert wird CO2 folge verzögert der Temperatur und nicht umgekehrt. Darüber hinaus habe ich gerade gelesen, dass Mars, Triton, Pluto und Jupiter gem NASA alle eine globale Erwärmung aufweisen. Dort dürfte die Industriealsierung ja kaum eine Rolle spielen. Extraterresterische Stimuli scheinen eben doch eine grössere Rolle zu spielen als im IPCC angenommen. Es würde micht freuen wenn IPCC im vermehrt im Lichte der “Evidence based resource allocations” diskutiert würde
damit die Gelder für die mitigativen Massnahmen nicht vollumfänglich in den Sand gesetzt werden und die industrielle R & D nicht fehlgeleitet wird.

Spörri Franz-Xaver
26.02.2010  13:26

Eben, Herr Spörri. So eine offene Diskussion könnte doch für viele Leute interessant und lesenswert sein. Gegenseitiges Abklopfen der Argumente. Das bringt Erkenntnisgewinn und das ist doch, was wir alle wollen. Oder?

Ich schätze Sie aufgrund Ihrer offenen Art, bitte nehmen die das Nachfolgende nicht persönlich.

Sie sagen, Pohlhausen (egp) und ich würden Sandburgen schleifen und die grossen Zusammenhänge vergessen.

Warum reden Sie von Sandburgen? Solche Detailfragen sind essentiell. egp liest: die Hockeystick-Geschichte ist gefaked. Und damit ist es für ihn erledigt. Ich lese weiter und sehe: Fachleute widersprechen, kein Fake, andere Forscher bestätigen die Arbeit im Wesentlichen.

Genau diese einzelnen Argumente muss man mit dem kleinen Hämmerchen abklopfen. Eins nach dem anderen. Bis am Ende klar ist, welche Trümpfe stechen und welche nicht. Ich kenne das aus der Mobilfunkdebatte - kann mitunter Jahre dauern. Die beteiligten Leute müssen aber ERGEBNISOFFEN sein. Und das - so glaube ich - sind die wenigsten der Klimaskeptiker, trotz Intelligenz. Ein blödes Argument wird gerne akzeptiert, solange es zur eigenen Meinung passt. Beispiel gefällig?


Sie sagen: “dass Mars, Triton, Pluto und Jupiter
gem NASA alle eine globale Erwärmung aufweisen”
Können Sie die Quelle dafür nennen? Haben Sie
geprüft, dass die Aussagen korrekt sind? Wie steht
es um Merkur, Venus, Saturn, Neptun, Uranus? Die
müssten doch analoge Temperaturverläufe
aufweisen, oder?

Wie misst man eigentlich die “globale Temperatur”
von Triton (grösster Mond des Neptun - ziemlich
weit weg), wenn schon die Messungen auf der Erde
angezweifelt werden?
Wie misst man die globale Temperatur eines Gasplaneten wie Jupiter? Seit wann kann man eigentlich die Temperaturen von Jupiter oder Triton wie genau messen?
Kann es sein, das sich Neptun und damit Triton auf ihrer elliptischen Bahn wieder der Sonne nähern und die Temperatur gerade deshalb ansteigt?

Mir geht es nicht wirklich um die Beantwortung der
Fragen. Sondern: Sind Sie sicher, dass die
Argumente, die Sie irgendwo lesen und hier
weiterverbreiten stichhaltig sind? Kann es sein,
dass Sie für dumm verkauft werden?

Ich glaube,  Sie (und viele der Schreiber oben)
sind zu unkritisch - oder schlicht gutgläubig.
Wenn was zur Meinung passt (die Geschichte von
Mars, Triton, Pluto und Jupiter usw) wird das
gerne aufgesaugt. Anderes wird weggelassen. Ist das
nicht genau der gleiche Fall von KONSENS, den Sie
der anderen Fraktion vorwerfen?
Ich glaube, der Konsens der anderen Seite stützt sich auf Fakten, der Konsens der Skeptiker auf Meinung und Wunschdenken.
Je mehr ich recherchiere, desto deutlicher wird das.

Seien Sie kritisch. Hinterfragen Sie Argumente.
Lesen Sie Originalliteratur. Setzen Sie sich mit
Beiträgen Andersdenkender auseinander. Wenn Sie
dann noch Ihren Standpunkt vertreten können: ok.
Wenn Ihnen das zu mühsam ist: vergessen Sie es.

P.S.:
Ich habe zu Triton etc ein paar sehr interessante Links gefunden, bring ich vielleicht später - falls es Sie interessiert.
Copy and Paste von Nonsens. Bekannte Strategie aus der Mobilfunkdebatte.

Robert
27.02.2010  22:32

@ Robert. Ihre gut formulierten, sorgfältigen Argumente bleiben ja nicht wirkungslos. Ich war auch der Meinung die Hockeystick Kurve sei 100% Fake. Es gibt ja soviele Argumente die dafür sprechen.
Aber mit Details die (m)einer grossen Linie widersprechen habe ich grundsätzlich Probleme. Darf ich dazu ein Beispiel nennen: Turbulenzen sind wie das Klima mit Modellen kaum in den Griff zu bekommen. Trotzdem fliegt der A380 ohne ungewollte Strömungsabrisse wie erechnet. Weil die Aviatik im Gegensatz zu den Klimatologen eben den Vorteil hat, dass unzählige fliegende Erfolge die wichtigsten Modelle bestätigen und verbessern lassen.
Die Klimatologie hat aber noch keine vergleichbare Erfolge aufzuweisen, somit kann man auch nicht wie in der Aviatik vom gelösten Problem zurück analysieren und wieder reproduzierbar synthetisieren.
Ich klopfe gerne auf den Busch weil dann von konstruktiv gesinnten Spezialisten die besten Argumente formuliert werden. Ueberigens nehme ich sachliche Argumente immer gerne an.
Wie die Temperatur auf Triton bestimmt wurde weiss ich nicht aber ich hab das gerne aufgesaugt, as we are all biased:
Jan Plimer schliesst aus der Explorer Space Probe von 1989 und Hubble Telescope Befunden in 1998 auf eine Erwärmung von Triton.  http://en.wikipedia.org/wiki/Ian_Plimer

P.S. gerne erwarte ich Ihre Links

Franz-Xaver Spörri
28.02.2010  12:53

Vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel, der den neuesten Stand gut darstellt. Besonders interessant fand ich die Zusammenhänge mit dem schwachen neuen Sonnenfleckenzyklus sowie mit der negativen PDO-Phase. Die Steuerung der PDO ist ja leider noch weitgehend ungeklärt. Ist es ein interner Klimasystem-Zyklus ohne externen Taktgeber? Sie führen eine Studie von Landscheidt an, der einen Solar-Steuerungsmechanismus postuliert. Ich fand den Artikel jetzt im Internet und leider ist er nicht peer-reviewed und dazu noch ziemlich “bunt” und dazu schon recht alt. Gibt es da vielleicht etwas Neueres und Geeigneteres?

Ich selber habe kürzlich die wichtigsten Klimafakten auf einer Webseite in Pro/Contra-Form zusammengestellt und möchte hierdurch einen Beitrag beim hoffentlich jetzt bald einsetzenden Neustart bei einer ergebnisoffenen, wissenschaftlichen Klimadiskussion leisten:

http://www.klimaargumente.de

Für Anregungen und Korekturhinweise wäre ich dankbar.

Dr. Sebastian Lüning
28.02.2010  22:28

Hallo Herr Spörri,

die Simulation des Klimas ist sicher weitaus komplizierter als ein schon kompliziertes Flugzeug. Gebe ich Ihnen Recht.
Wo die Grenzen der Klimamodelle liegen weiss ich nicht. Vielleicht fragen Sie mal einen Spezialisten direkt an. Ich habe das auch schon einige Male gemacht - in anderem Zusammenhang. Die Leute geben immer bereitwillig Auskunft und freuen sich,  wenn sich die Öffenlichkeit für Ihre tägliche Arbeit interessiert.

Jan Pilmer ist offenbar ein Klima-Laie wie Sie und ich. Ich kenn ihn nicht.
Ein Astrophysiker hat sich aber eines seiner Werke angesehen, Kritik vernichtend:
http://www.theaustralian.com.au/news/ian-plimer-heaven-and-earth/story-e6frg8no-1225710387147

Das habe ich eben noch gefunden:
http://noahsarc.wordpress.com/plimers-climatology-104/

Dort wird Plimer wie folgt zitiert:
“The Sun formed on the collapsed core of a supernova. We might have learned in school that the Sun is composed of hydrogen and helium. Suspicions that the Sun is not that simple have been around for more than 30 years. Isotopes of oxygen, magnesium, xenon and nitrogen in the Sun, solar wind, planets, meteorites, solar flares and the Moon suggest that the Sun consists mostly of the same elements (oxygen, iron, magnesium, calcium, sulphur, nickel and strontium) as ordinary meteorites and the rocky planets. [1] “

Wenn das Zitat stimmt, kann man ihn getrost in der Schublade “Spinner” ablegen.


Ja, die Temperatur des Triton scheint sich zu erhöhen. Liest man hier:

http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/1998/23/text/

Um 5% von 37 auf 39 Kelvin in ca 10 Jahren. Spektakulär. Nur warum?
Zitat:
Triton is approaching an extreme southern summer, a season that occurs every few hundred years. During this special time, the moon’s southern hemisphere receives more direct sunlight, which heats the polar ice caps.”
Also wird es Sommer auf Triton.

Taugt das als Argument gegen Menschgemachte Klimaveränderung? Ich glaube, nein.

Die Mars-Triton-Pluto-Jupiter-Geschichte könnte seinen Ursprung hier haben:

http://www.lavoisier.com.au/articles/greenhouse-science/climate-change/mcclintock-proofnotco2-2009.pdf
Autor ist Ian C McClintock, Farmer aus New South Wales, Australien. Stand Juni 2009.

Ganz am Ende kommt das mit Mars-Triton-Pluto-Jupiter und zum Glück sind noch Quellen angegeben. Die sind frei verfügbar (beide aus dem Jahr 2004!!):

http://www.me.berkeley.edu/cfd/people/marcus/nature02470.pdf
und
http://www.cfa.harvard.edu/~wsoon/ChristopherMonckton08-d/HathawayWilson04.pdf

Bei Marcus geht es um eine Vorhersage (Simulation) aus dem Jahr 2004. Sagt uns was?

Bei Hathaway konnte ich im gesamten Paper keinen Treffer zu Mars, Pluto, Triton, Jupiter finden. Was soll das also?

Schlimmer macht die Sache noch, dass bei Hathaway eine Vorhersage zur Sonnenaktivität gemacht wurde, die leider so nicht eingetreten ist.
Siehe Abb 10: dort Maximum der Sonnenflecken im Jahr 2010.
Dagegen zeigen aktuelle Messwerte praktisch keine Sonnenflecke im Jahr 2010:
http://solarscience.msfc.nasa.gov/SunspotCycle.shtml

Die Literaturangaben sind daher völlig unsinnig, sollen Wissenschaft nur vortäuschen und die Glaubwürdigkeit der Behauptungen stützen. Bleibt aber Nonsens.

Klarer Fall:
Ab in die Tonne!

Schönen Abend!

Robert
28.02.2010  23:11

@ Robert. Vielen Dank für die Links. Bin damit aber noch nicht durch. Auffallend ist aber die Gehässigkeit und Häme mit welcher IPCC Kritiker angeriffen werden. Dabei steht Politik, Wirtschaft und Gesellschaft europaweit gläubig hinter den formulierten UN Klimazielen. Die Klimamodellbauer werde ich nicht fragen. Die Finanzmodelle für strukurierte Produkte konnten für mehr als 10 Jahre eine respektable Korrelation zwischen Modell und realisiertem Gewinn ausweisen. Allerdings nur bis zum Crash. Im Stiftungsrat meiner Pensionskasse glaubte man den Anlagespezialisten und nicht meiner Skepsis gegenüber den Blackbox-Modellen. Es wird Sommer auf Triton, aber nicht so schnell. Desweiteren “eiert” auch die Erde um die Sonne. Nachdem die Sonne für die Jahreszeiten verantwortlich ist, verstehe ich nicht wieso ansonsten der Einfluss der erratischen Sonne und der Erdachse auf das Klima so heruntergespielt wird. Klima ist Wetter lange genug aneinadergereiht. Jetzt hoffe ich, dass wenigstens die Wetterprognose für meine Wintersportage zutreffen wird.

Franz-Xaver Spörri
01.03.2010  13:41

Noch so ein “Spezialist”:

http://www.amazon.de/product-reviews/3828026044/ref=cm_cr_dp_all_helpful?ie=UTF8&coliid;=&showViewpoints=1&colid;=&sortBy=bySubmissionDateDescending

Zum Autor:
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Hartmut_Bachmann

Auf seiner eigenen Seite schreibt er:
“Ich fand eine entsprechende Beschäftigung und landete dadurch für Jahre in der Air Condition Industry.” Also Klimaanlagen.

Er selbst bezeichnet sich als “Geburtshelfer des IPCC” und schreibt über sich:
Der 1924 geborene Deutsche war Mitte der 80er-Jahre als CEO einer US-Firma tätig, die sich exklusiv mit Klimafragen beschäftigte.

Exklusiv mit Klimafragen, so kann man das auch nennen.

Wer sich alles berufen fühlt, über dieses Thema Bücher zu schreiben…

Hallo Herr Lüning,

mit einer ergebnisoffenen und wissenschaftlichen Diskussion werden Sie vermutlich in Ihrem Forum ziemlich einsam sein.
Die Klimaskeptiker wollen ihre Meinung bestätigt sehen, an einer Diskussion liegt ihnen nichts (in der Regel).
Trotzdem - viel Glück!

Robert
06.03.2010  16:56

@Robert.“Die Klimaskeptiker wollen ihre Meinung bestätigt sehen, an einer Diskussion liegt ihnen nichts (in der Regel).”

Wenn ich Ihre Links lese, kann ich Ihren berechtigen Unmut über die Klimaskeptiker besser verstehen. Deshalb hier zur Ausgewogenheit eine zünftige Arbeit:

Science 12 February 2010:
Vol. 327. no. 5967, pp. 790 - 791
DOI: 10.1126/science.1186256
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Climate Change:
Ice Age Rhythms
R. Lawrence Edwards
Science 12 February 2010:
Vol. 327. no. 5967, pp. 860 - 863
DOI: 10.1126/science.1181725
J.A. Dorale et al.

In meinem ehemaligen Metier musste ich auch akzeptieren, dass Laien in Ethikkomissionen über klinsche Studien urteilten und gleichzeitig Anhänger der Homoeopathie waren. Oder, 1972 wurde der weltweite Bann des billigen DDT von Naturwissenschaftlern und Politik gefeiert, was bis heute viele Millionen von Malariatoten zur Folge hatte und noch haben wird. 
Heute spricht man vom anthropogenen CO2 das noch kein einziges Menschenleben gefordert hat und setzt dafür unzählige Milliarden in den Sand.
Ich finde man sollte die realen Risiken für die Menschheit bei der Diskussion der potentiellen Risiken nicht aus den Augen verlieren.
So ist es unverständlich wenn Gemeinden in den Alpen die wegen des Klimawandels vom auftauenden Permafrost durch Murgänge bedroht sind kein Geld für die notwendigen Verbauungen kriegen. Der Staat aber gleichzeitig Milliarden zur CO2 Redktion ausgibt. Dafür sind indirekt die Klimaapokalyptiker verantwortlich.

Spörri Franz-Xaver
07.03.2010  20:46

Es ist sehr schade, dass sich Herr Keil nach seinem zunächst aufrührenden Artikel auf die spannenden Gegenargumente von Herrn Robert nicht mehr zu Wort gemeldet hat. Endet diese Diskussion nun also in Spörris diplomatischer Bemühung zu retten, was zu retten ist?

Kober
18.03.2010  11:52

Nachdem eine längere Stellungnahme auf die Argumente von Herrn Robert, die ich vor zwei Tagen abgeschickt hatte,  noch nicht zu sehen ist, warte ich ab, ob sie doch noch kommt.
Bevor ich alles erneut schreibe, hier erst einmal einige Rest-Argumente, die noch fehlten:

Herr Robert sagt wörtlich: “Die Erde ist heute nicht viel wärmer als 1878 oder 1941.(Zitat). Richtig, das waren absolute Ausreisser, bevor die Temperaturerwärmung so richtig losging.”
Seit man die absichtlichen Fehler in den bisher benutzten Temperaturverläufen aufgedeckt hat - so z.B. die nachträglichen “Korrekturen” durch NASA und NOAA -
siehe A. Watts “Is the US Temperature Record Reliable ?”, http://wattsupwiththat.files.wordpress.com/2009/05/surfacestationsreport_spring09.pdf
sowie Steven Goddard:“Is the earth getting warmer or cooler ? A tale of two thermometers”: http://www.theregister.co.uk/2008/05/02/a_tale_of_two_thermometers/print.html ,
wo Goddard diese systematischen Veränderungen vorführt, durch die die NASA neuerre Temperaturdaten erhöhte und ältere absenkte, um eine Erwärmung zu konstruieren, die nicht existierte.
Der kanadische Statistiker Steve McIntyre (den Herr Robert wegen dessen vernichtender Widerlegung der Hockeystick-Kurve gar nicht schätzt) hat diese Fälschungen sorgfältig in seinem “Climate Audit” (http://www.climateaudit.org/) verfolgt und berichtet, dass die NASA Geschichte immer wieder neu schreibt
(http://www.climateaudit.org/?p=2964).
Was aus den unverfälschten Daten , die NASA noch 1999 veröffentlichte, klar ersichtlich ist, zeigt, dass die Temperaturen in den USA sogar zwischen 1930 und 1945 und dann erneut zwischen 1950 und 1956 deutlich höher waren als alle Werte danach - bis 1998 das berühmte El-Nino-Jahr eine einsame Spitze erzeugte, nach der es wieder drastisch herunter ging und seither Abkühlung herrscht.
Wir haben also sogar noch einen weiteren Peak in den 30er Jahren.
Das sind inzwischen verdammt viele “absolute Ausreisser”.
Prof. Alt von der FH Aachen sandte mir kürzlich die Temperaturdaten von Neuseeland, die ebenfalls nach der NASA-Methode bearbeitet waren und nach ihrer Befreiung von den Verfälschungen ein überraschendes Ergebnis zeigten: Überhaupt keinen Temperaturanstieg mehr.

Das Hadley Center, das wie die NASA bisher das IPCC mit Globaltemperaturdaten versorgte, hat seine Fälschungen anders betrieben: Durch systematisches Aussortieren derjenigen Meßstationen, die unliebsame - d.h. nicht ansteigende - Temperaturen meldeten. Daher der kürzliche russische Protest gegen diese Manipulationen, die erst durch “Climategate” ans Tageslicht kamen.

Die Methode, unliebsame Fakten als Ausreisser zu bezeichnen und sie so krampfhaft zu ignorieren, wird bei einer immer größer werdenden Anzahl dieser Ausreisser zu einem Fiasko für die eigene Glaubwürdigkeit.
Es ist ja auch nicht leicht, etwas jahrelang geglaubt zu haben, um dann zu erfahren, wie sehr man von den vermeintlich objektiven und nur der reinen Wissenschaft dienenden Institutionen getäuscht und “verschaukelt” (Originalton Robert) worden ist.

Dann sollte man aber diese Aufklärung erfreut zur Kenntnis nehmen.

^Günter Keil
27.03.2010  12:08

Antwort an Herrn Robert Nr. 2:

Herr R. bezeichnet eine Grafik, die NOVO aus technischen Gründen leider nicht abgedruckt hatte, die ich aber im Text erläuterte, als “selten doof”.
Solche Ausdrücke zeigen bei ihm, dass ihm etwas gar nicht gefällt.
Glaube ich sofort, denn diese Grafik hat es in sich:
Die Quelle ist http:/friendsofscience.org/assets/documents/FOS Essay/GlobalTroposphereTemperaturesAverage.jpg
und die Grafik zeigt die von Satelliten gemessene Globaltemperatur seit 1979, als diese Messungen begannen.
Die Auswertung dieser Daten erfolgte durch zwei Institute: Universität Alabama, Huntsville (UAH) , USA, und Remote Sensing Systems (RSS), Santa Rosa, USA.
Beide gehören erfreulicherweise nicht zu den Temperaturdaten-Auswertern NASA und Hadley Center/CRU (GB), die durch ihre Manipulationen der Bodenstations-Messdaten unrühmlich bekannt wurden, seit der “Climategate”-Skandal ihre Praktiken aufdeckte.
Die Satellitenmessungen sind nicht nur deshalb ein großer Fortschritt, weil sie nicht gefälscht sind, sondern weil sie wesentlich exakter als die Bodenstations-Messungen sind und zudem die gesamte Erdoberfläche gleichmäßig erfassen. Im Gegensatz zu den sehr ungleichmäßig verteilten, insgesamt viel zu wenigen Bodenstationen, deren Abdeckung riesige territoriale Lücken aufweist - nicht nur in den Polarregionen.
(Diese Grafik ist mit deutscher Beschriftung auch in unserer Webseite http://www.arge-energie-und-umwelt.de als Anhang zu meinem Artikel wiedergegeben.)

Was sagt sie nun aus ?
Sie zeigt die globale Mitteltemperatur der unteren Troposphäre (die Wetterküche) und diese liegt deutlich unter den oft veröffentlichten Werten der Temperaturkurven des Hadley Center. Insbesondere zeigt sie, dass nach dem Jahr 1998, das durch den El-Nino-Effekt (das bekannte periodische Warmereignis vor der südamerikanischen Westküste ) bestimmt war, nicht nur keine weitere Erwärmung mehr erfolgte, sondern vielmehr seit 2001 eine deutliche, immer weiter gehende Abkühlung eingetreten ist.
Mit dem ebenfalls eingetragenen Verlauf der stetig ansteigenden CO2-Konzentration hat dieser Temperaturrückgang nicht mehr das Geringste zu tun.

Ich betrachte diese Messergebnisse als das Beste, was es zum Thema Globaltemperaturmessung bislang gibt und die UAH-RSS-Daten werden ganz klar zukünftig die verlässlichsten Daten sein, die wir bekommen können.
Dass sie den Weltuntergangs-Theorien nicht helfen, tut mir leid.
Aber “selten doof” ?  Man muß auch mal Tatsachen akzeptieren, die einem nicht in den Kram passen. In der Wissenschaft zählt nur das beste Experiment als Beweis. Und erst, wenn weitere Experimente diese Beweise widerlegen, gibt es einen neuen Wissensstand.
Die Satellitenmessungen haben die löchrigen, teilweise fragwürdigen, generell ungenaueren Ergebnisse der Bodenstationen (siehe Anthony Watts und seine vernichtende Untersuchung der US-Bodenstationen - im Quellenverzeichnis des Artikels die Nr. 8) ganz einfach ersetzt. Zu Recht. Weil sie besser sind.

Günter Keil
27.03.2010  12:58

Weiteres zu Herrn Robert:

In seiner Abfolge abwertender Argumente in der Stellungnahme vom 18.2. fällt eine Merkwürdigkeit ins Auge:
Er nennt sechs (!) Mal als Quelle seiner Informationen Wikipedia:
- zur Manhattan-Konferenz
- zum Heartland-Institut
- zu Prof. Fred Singer
-zur Oregon-Petition
- zur Temperaturkurve (Satellitenmessungen)
- und zum -behaupteten - Konsens der Wissenschaft.

Das ist mehr als einseitig, es ist leichtgläubig.
Herr Robert hätte beim Lesen von Webseiten, die er offenbar vermeidet, eine alarmierende Meldung erfahren:
L. Solomon hat am 18.12.2009 in der Financial Post den Artikel “Wikipedias Climate Doctor” geschrieben.
http:/network.nationalpost.com/np/blogs/fpcomment/archive/2009/12/18/lawrence-solomon-wikipedia-s-climate-doctor.aspx

Darin beschreibt er, was der Climategate-Skandal auch ans Licht brachte: William Connolley, ein Klimaaktivist, der der 9-köpfigen Gruppe realclimate.org angehört (die sich u.a. mit ihrem Mitglied Briffa, dem Mann mit den 12 sibirischen Bäumen, aus deren Proxydaten man dann die Hockeystick-Kurve baute), schaffte es, bei Wikipedia einzusteigen. Dort brachte er es zum Administrator der Webseite, also zum Mann, der alles steuern, beeinflussen, ändern kann. Was er auch tat:

Laut Solomon änderte Connolley 5.428 Klima-Artikel in seinem Sinne. Über 500 Klima-Artikel ließ er verschwinden. Am 14.2. 2003 eliminierte er die Kleine Eiszeit aus Wiki. Am 11.8. dann die Mittelalterliche Warmzeit. Die Klimaforscher R. Lindzen und F. Singer wurden seine bevorzugten Ziele, dann W. Soon und andere vom harvard-Smithsonian Center for Astrophysik - alles Autoritäten der mittelalterl. Warmzeit.
Über 2000 Wiki-autoren, deren Argumente ihm nicht passten, stellten fest, dass man sie von weiteren beiträgen fernhielt.
So verwandelte er Wiki in eine Missionarstruppe der Global-Warming-Aktivisten.

Wer sich auf diese Informationsquelle gläubig verlässt, hat einfach Pech gehabt.

Wiki ist in unpolitischen Sachinformationen Klasse. Wenn es politisch wird - das weiß man schon länger - leuchten alle Warnlampen auf. Denn nicht nur Administratoren der Webseite, alle Nutzer können Änderungen vornehmen - und zahllose Fanatiker nutzen es.
Dem Nutzer bleibt es also nicht erspart, selbst über die Informationen nachzudenken.

Günter Keil
27.03.2010  15:23

Hallo Herr Keil,

freut mich, dass Sie doch noch antworten!
Ich hab hier mal wieder sporadisch reingeschaut ohne Hoffnung auf Neues. Und nun das.

Da ich wie öfters erwähnt ein ziemlicher Nullinger auf dem Gebiet bin (und trotzdem sind mir so manche “Argumente” ziemlich übel aufgestossen), brauche ich einige Zeit (bei Ihnen waren es ja immerhin auch rund sechs Wochen -zumal ich jetzt mal zwei Wochen im Urlaub bin -)  bis ich mir die Argumente zusammensuche. Falls ich gute finde. Mal schaun.

Vielleicht können Sie in der Zwischenzeit meine allererste Frage beantworten, und die war:

Herr Keil, ich frage mich nur, wieviel wirkliche(!) Fachleute Ihre Position unterstützen?
Und wieviele nicht.

Also zum Beispiel:
5% pro Keil, 95% kontra Keil

oder
55% pro Keil, 45% kontra Keil

Als Fachleute sehe ich Wissenschaftler, die einschlägige Konferenzen besuchen und dabei auch vortragen.

Ich hätte natürlich gerne halbwegs vertrauenswürdige Quellen.


Laien (wie mich) zu überzeugen ist völlig witzlos, wir verfügen nicht über die entsprechende Fachkenntnis. Sie müssen Fachleute überzeugen.

Deshalb:
Können Sie belegen, dass Sie auch gegenüber Experten auf Augenhöhe kontrovers diskutieren oder schreiben Sie ausschliesslich Kommentare, die die Meinung der gemeinen Bevölkerung in eine bestimmte Richtung lenken soll?

Robert
27.03.2010  22:37

Zitat:
“Was aus den unverfälschten Daten,  die NASA noch 1999 veröffentlichte (wo??), klar ersichtlich ist, zeigt, dass die Temperaturen in den USA sogar zwischen 1930 und 1945 und dann erneut zwischen 1950 und 1956 deutlich höher waren als alle Werte danach - bis 1998 das berühmte El-Nino-Jahr eine einsame Spitze erzeugte, nach der es wieder drastisch herunter ging und seither Abkühlung herrscht.”

Können Sie das mit Literaturzitaten belegen?
Sind “unverfälschte Daten” die Daten, die Ihnen in den Kram passen?
Oder sind das Daten, die im Jahr 2010 als wissenschaftlich zu >98% sichere Grundlage verwendet werden können? Picken Sie sich vieileicht Daten raus?

Übrigens sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass die Temperaturen in den USA alles andere als identisch sind mit der sogenannten “globalen Temperatur”.

Robert
27.03.2010  22:56

Zitat G. Keil:
“Das Hadley Center, das wie die NASA bisher das IPCC mit Globaltemperaturdaten versorgte, hat seine Fälschungen anders betrieben: Durch systematisches Aussortieren derjenigen Meßstationen, die unliebsame - d.h. nicht ansteigende - Temperaturen meldeten. “


Bitte nicht böse sein:
Sie sagen, das Hadley Center hat “systematisch gefälscht”?

Sie haben es doch an der Birne!!

Wer auch immer das genehmigen muss:

Fälschen die
http://www.metoffice.gov.uk/climatechange/science/hadleycentre/

oder ist der Keil ein Depp?

Robert
27.03.2010  23:06

Hab jetzt alles mal oben überflogen.

Gibt mir jetzt der Keil eine richtige Quelle an, die seine Thesen untermauert?
Ich find keine.

Da macht mir Wiki einen besseren Eindruck.

Robert
27.03.2010  23:22

Schlussbemerkungen zu Herrn Robert

Herr.R hatte am Ende seines Wiki-basierten Blogs noch den schönen Satz geschrieben:
“Ich glaube (!), dass Rahmstorff, von Storch, Latif mit ihrer Meinung richtig liegen.”

Zunächst einmal ist das Wort “glaube” verräterisch. Glaube gehört in die Religion und tatsächlich bedienen sich die Verfechter der Erwärmungskatastrophe religiöser Begriffe und Methoden. So werden kritische Wissenschaftler als “Leugner” bezeichnet. Auch “Skeptiker” gehört dazu. Kritiker sind auch “sogenannte Experten”; haben sie einen guten Ruf als Forscher, verwendet man gerne “Professoren im Ruhestand” und wenn sonst gar nichts mehr hilft, sind sie eben bestochen.
Und Herr R. schreibt ja - Wiki-informiert - dass Prof. F. Singer “ein Lobbyist” sei. Das erspart es, sich mit dessen Argumenten auseinander zu setzen.

Zu diesem trüben Kapitel gibt es Veröffentlichungen:
Dr. Tim Ball: From basic statistics to subliminal language tricks.
http://www.canadafreepress.com/index.php/article/551

“Joe”: Media enable denier spin 3: Please stop calling them “Sceptics”:
http://climateprogress.org/2008/03/10/media-enable-denier-spin-3-please-stop-calling-them-sceptics/

Bill Becker: Global Warming Deniers and the English Language:
http://climateprogress.org/2009/01/07/global-warming-deniers-english-language/

Mike Hulme: Chaotic World of Climate Truth:
http://newsvote.bbc.co.uk/mpapps/pagetools/print/news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/6115644.stm

Jeremy Lovell: Language of Religious Fervor Inflames Climate Change Debate:
http://www.nytimes.com/cwire/2010/03/19/19climatewire-language-of-religious-fervor-inflames-climat-42978.html?pagewanted=all

Soviel zum Glauben. Wissenschaft glaubt nichts. Es gibt den normalen Streit, Theorien werden vertreten, angefochten, und entweder durch das Experiment widerlegt oder bewiesen. Bis dahin gibt es allenfalls Plausibilitäten verschiedenen Grades - also vermutete Wahrscheinlichkeiten, ob eine Theorie der physikalischen Realität entspricht, oder nicht.

Nun zu den Forschern, denen Herr R. glaubt:
- Prof. Rahmstorff ist bekannt für seine in der Wissenschaft unübliche, ziemlich rüpelhafte Art, mit Andersdenkenden umzugehen.
Beispiel: “Rote Karte zeigen” gegen Berner, aus einem Beitrag in “bild der Wissenschaft”.
Latifs neuester Ausrutscher: Im SPIEGEL 47/2009, vom 16.11.09 konnte man lesen, dass Rahmstorff die selbst vom Hadley Center festgestellte Nichterwärmung des Planeten seit 1999 - es seien exakt 0,0 Grad seither gewesen (siehe UAH-RSS-Satellitenmessungen, die sogar eine Abkühlung feststellten) - anzweifelte und sagte “Die Erwärmung ist in den letzten Jahren weiter gegangen”.
Mit dieser Ansicht stünde er aber allein. Der Hamburger Max-Planck-Forscher Marotzke dazu:“Ich kenne keinen seriösen (!) Kollegen, der leugnen würde, dass es in den letzten Jahren nicht mehr wärmer geworden ist.” Und weiter: Rahmstorff habe es “argumentativ aus der Kurve getragen.”
Marotzke und Latif hielten die von Forschern wie Rahmstorff betriebene Schwarzmalerei sogar für kontraproduktiv.
Latif:“Wirhaben in der Vergangenheit vielleicht zu stark suggeriert, dass die Entwicklung in einer einfachen, geraden Linie immer weiter nach oben führt. Tatsächlich sind Phasen der Stagnation oder gar Abkühlung ganz normal.”

Latif hatte zusammen mit seinem Kollegen Keenlyside und anderen vor zwei Jahren die Globale Erwärmung für eine Dekade abgesagt - siehe meine Quelle Nr. 10 - , die Computermodelle als unzureichend erkannt und Änderungen postuliert - woraufhin er von Rahmstorff massiv angegeriffen wurde.

Prof. von Storch wiederum hat zusammen mit McIntyre und McKittrick Michael Mann´s Hockeyschläger-Kurve förmlich zerrissen IPcc hat sie kürzlich endgültig zurückgezogen. Nachdem sie zuvor der Hauptbeweis war und u.a. in einer Auflage von vielen zehntausens Stück in Canada an Schulkinder verteilt wurde.
Kürzlich hat er als einer der Hauptbetroffenen der Machenschaften (Blockieren seiner Veröffentlichungen, Fernhalten von Konferenzen etc.) der vom Climategate-Skandal bloßgestellten Clique um Prof. Phil Jones (CRU/Hadley) im Focus-Magazin Nr.6, 2010, S.66-67 in einem Artikel “Die graue Weste des IPCC” drastische Konsequenzen gefordert.

Diese Forscher sind - wie nicht anders bei Forschern zu erwarten - nicht so ganz einer Meinung. An alle drei gleichzeitig “zu glauben”, erfordert eigentlich zwei, besser drei verschiedene Menschen. 

Dem Ruf nach mehr Quellen folge ich wegen der limitierten Zahl der erlaubten Quellen im Artikel gerne - in Kürze.

Aber eine weitere verdient es, schon jetzt genannt zu werden:
Das Thema Konsens hat bei vielen meiner Bekannten, die den Artikel lasen, die größte Überraschung ausgelöst. Dabei war dieses Thema am leichtesten zu recherchieren und die Hauptarbeit steckte schließlich im Durchforsten der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Literatur.

Meine Darstellung des Nicht-Konsenses mag überraschend sein; sie ist aber wiederum viel zu kurz geraten, denn es gibt viel mehr Wissenschaftler-Widerstand.

Dazu nun eine ausführliche Zusammenstellung von Dr.R. Link, Physiker, vom 9.12.2009: “Das Märchen vom Konsens”.
http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/das-maerchen-vom-konsens/

Link fühert insgesamt 12 Appelle, Petitionen und Umfragen an, die das Konsens-Märchen widerlegen.

Dass Herr Wiki-Robert inzwischen verbal ausfällig wurde, betrachte ich als ein gutes Zeichen.
Sein letzter Fehler war, meine “Thesen” anzugreifen. Ich habe keine. Ich versuche allerdings, die Tatsache mehr ins Licht zu rücken, dass in Sachen Klima die Wissenschaft mitten in einer sehr interessanten , selbstverständlich streitigen Auseinandersetzung ist, was unsere Medien bisher weitgehend und die Politiker vollständig unterschlagen haben.
Dazu ist es wahrlich nicht erneut nötig, die IPCC-Meinung (nicht die der ehrenwerten Wissenschaftler, die seriös und respektabel ihre Beiträge zu den über 1000 Seiten umfassenden Langfassungen geliefert haben, sondern die politischen Manipulateure, die daraus die “Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger” gezimmert haben) zu wiederholen. Die Positionen der Gegenseite sollten sichtbar werden.

Ein Schluß-Blog - mit weiteren Quellen; Wiki wird leider nicht dabei sein - wird folgen.

Sehr viel hat sich seit Oktober 2009 geändert und daraus ergeben sich m.E.  Konsequenzen für die Hauptrichtung der gesamten Diskussion.

Günter Keil
29.03.2010  11:47

Volle Zustimmung zu Günter Keil’s “Schlußbemerkungen”.  Das Hauptproblem in der Klimadiskussion ist wirklich die Kompexität der Materie. Nur wenige nehmen sich die Zeit, die einzelnen Behauptungen einmal genauer anzuschauen und zu prüfen. Manchmal kommt es mir vor wie im Fußball, wo man bedingungslos zu “seinem Team” halten muß, egal was auch passiert.

Selbstverständlich gibt es keinen Konsens im Bereich der Klimawissenschaften.  Das ist die Natur der Wissenschaft.  Die Arbeitshypothesen der einzelnen Wissenschaftler besitzen Elemente, die sich zum Teil decken, jedoch auch zum Teil unterscheiden. Dies ist absolut natürlich und scheint in Teilen der Bevölkerung nicht bekannt zu sein bzw. verdrängt zu werden. Schuld ist wohl der Weltklimarat, der mit der Behauptung, eine “Konsensmeinung” darzustellen, die politische Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen unterstützen wollte.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich die Pro- und Contra-Argumente der einzelnen Thesen anzuschauen, um sich ein eigenes Bild der Thematik zu machen. Da dies doch recht zeitraubend werden kann, habe ich mal eine solche Darstellung auf meiner Webseite versucht:

http://www.klimaargumente.de

Gerne nehme ich hier auch neue Argumente auf, die bisher fehlen.

Sebastian Lüning
29.03.2010  12:25

Sorry, Herr Keil, Sie haben sich mit Robert zu viel Mühe gegeben - es lohnt nicht.

“When a set of ideas becomes an ideology, the ideas can themselves all but disappear into the background” (Andrew Redleaf, Richard Vigilante in “Panic”, p.8). Und wenn die Ideen verschwunden sind, sind sie auch nicht mehr angreifbar.

egp
29.03.2010  14:01

Schlussbemerkungen für die übrigen NOVO-Leser

Zunächst wie angekündigt noch einige interessante Web-Artikel:

1. Grundsatzartikel

- R.S. Lindzen:
http://ecoworld.com/features/2008/10/30/climate-science-is-it-currently-designed-to-answer-questions/

- Fraser-Institute, Canada: Kritik am 4. IPCC-Bericht:
http://www.fraserinstitute.ca/shared/readmore.asp?sNav=pb&id=886

und
http://www.uoguelph.ca/~rmckitri/research/ispm.html

2. Climategate-Skandal

- J. D`Aleo: Climategate USA:
http://icecap.us/images/uploads/NOAAroleinclimategate.pdf

- M. Landsbaumk:auflistung von 19 Teilstücken des Climategate-Skandals:
http://www.ocregister.com//common/printer/view.php?db=ocregister&id=234092

3. Hockeystick: Verspäteter Rückzug des IPCC:
http://wattsupwiththat.com/2009/10/05/united-nations-pulls-hockey-stick-from-climate-report/

- EIKE: so funktionierte Mikes Trick, 27.11.09 (Anm.: Mike = Prof. Michael Mann, Vater der Hockexstick-Kurve):
http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/ippc-cru-datenskandal-update-3-so-funktionierte-mike-s-trick/

- R. Kipp: 20.11.2009:
http://www.science-skeptical.de/blog/beispiellose-erwaremung-oder- beispiellose-datenmanipulation/

4. Sonne

- W. Soon:
http://www.iceagenow.com/its-the-sun-stupid.htm

in deutscher Übersetzung: Es ist die Sonne !
http://www.arge-energie-und-umwelt.de/klima/

- W. Livingston, M. Penn: Sunspots:
http://wattsupwiththat.com/2008/06/02/

5. CO2

- Svensmark et al: The Cloud Experiment (CERN): Erweiterung des Experiments der dänischen Forscher (zum Nachweis des Sonnenwind-Einflusses auf Wolkenbildung) auf die obere Atmosphäre durch CERN:
mhtml:file//G:\TheCLOUDexperiment-spacecenter.mht
Mit diesem zweiten Experiment würde der dominierende Einfluss der Sonne endgültig bewiesen und der Einfluss des CO2 endgültig als irrelevant bewiesen - zum wievielten Male eigentlich ?

6. Klima in der Vergangenheit

- E.G.Beck: Klimaänderungen in der Vergangenheit:
http://www.biokurs.de/treibhaus/treibhgl2.htm

7. Pazifische Dekadische Oszillation (PDO), Meerestemperatur, Meeresspiegel

- D.J. Easterbrook: PDO-Shifting:
http://wattsupwiththat.com/

- NASA, Jet Propulsion Lab: PDO-Shifting
http://www.jpl.nasa.gov/news.cfm?release=2008-066

- Mehl et al: Science 325, 1114-1118 (2008)

- D. Avery: Jason-Satelliten-Messungen (Meeresspiegel):
http://canadafreepress.com/index.php/article/2871

- D. Evans: Ocean Temperatures: The new Bluff in Climate Alarmism: 21.7.2009:
http://www.scienceandpublicpolicy.org/

- S. Goddard: Meeresspiegel:
http://sealevel.colorado.edu/current/sl_noib_global_sm.jpg


Worauf kommt es jetzt an ? Was bringt die Wissenschaft ?

Ich hatte bereits geschildert, welche Reaktionen mein Artikel im Bekanntenkreis hervorrief: Den größten Überraschungseffekt erzielten keineswegs die Schilderungen des wissenschaftlichen Disputs über alle möglichen Teilbereiche des Klimas, sondern mit Abstand der Bericht über den Nicht-Konsens und die vielen Anti-AGW (Anthropogenical Global Warming)-Petitionen, Minority-Reports und Aktionen.

Das zeigt, was die Menschen wirklich beeindruckt: Die Widerlegung einer großen Lüge, die sie von führenden Politikern zu hören bekamen.
Wir Wissenschafts-Liebhaber können mit unseren feingesponnenen Pro-und-Kontra-Beweisführungen über die Wirkunng der kosmischen Höhenstrahlung, der Zu-und-abnahme des antarktischen Eisschildes oder der Angemessenheit positiver Rückkopplungseffekte im Klimasystem keinen normalen Hund hinter dem Ofen hervorlocken.
Auch nicht - Pardon! - mit einer Klärung der atmosphärischen Reaktionen auf Pluto, Neptun, Jupiter oder anderswo.

Was die Menschen aber schockiert, und zwar zu recht, ist alles, was seit Herbst 2009 unter dem Sammelbegriff Climategate bekannt wurde: Fälschungen, Manipulationen, verschwundene Daten, Behinderung kritischer Wissenschaftler, gezielte Irreführung der Öffentlichkeit.
Die einflussreichste Wissenschaftlergruppe - mit Goebbels-Methoden arbeitend.
Und die meisten der ehrlichen Wissenschaftler wurden als “nützliche Idioten” (ein böser, von Lenin geprägter Begriff) mißbraucht , deren Ergebnisse - falls sie passten - zur Verstärkung der Desinformatioin benutzt wurden, und falls sie nicht passten, gefälscht oder unterdrückt wurden.
Die Clique um Prof. Phil Jones, CRU, UK und Spießgesellen konnte ihr Unwesen so lange erfolgreich treiben, weil - besonders in Deutschland - die gesamte Presse hinter ihnen stand - ebenfalls aus den gleichen ideologischen Gründen, die von den jeweiligen Redaktionen vertreten wurden - und weil die Politiker allein aus diesem Grunde den “Klimaschutz” (das dümmste Wort der letzten Jahre) zu fördern gelobten.
So lange die deutsche Presse - im Gegensatz zur britischen - das wissenschaftlich getarnte Gaunerstück “AGW” weiterhin (trotz Climategate) unterstützte, war alles, was wissenschaftliche Kritiker vorbrachten, weitgehend wirkungslos.

Seit dem 29.3.2010 ist das anders.
Der SPIEGEL hat nach langem unkritischen Nachbeten der Katastrophen-Prophezeiungen an diesem Tag endlich eine 9-seitige, umfangreiche und vernichtende Analyse von Climategate vorgelegt und insbesondere die Machenschaften der AGW-Clique eingehend beschrieben.
Ein kleiner Schönheitsfehler ist zwar die SPIEGEL-Vermutung, dass die Erwärmung weiter geht, während sie tatsächlich 1999 endete. Was solls.
Zwar hatte der SPIEGEL schon zuvor über die dubiose Rolle Pachauris berichtet und auch das Focus-Magazin hatte bereits einen kritischen Artikel veröffentlicht.
Aber erst dieser Donnerschlag vom vergangenen Montag dürfte die Klimaschutz predigenden übrigen Medien in Zugzwang bringen.  Wer ab dem 29.3.10 weiterhin die alten Falschinformationen verbreitet, macht sich nun zum Mittäter der Fälscherclique und beleidigt seine Leser, die es jetzt besser wissen.

Die stets ängstlich auf die Medien starrende Politik dürfte nun sehr unruhig werden, nachdem ihr das Scheitern der Kopenhagenkonferenz bereits einen ersten schweren Schlag versetzt hatte.

Climategate ist noch lange nicht zu Ende. Und allein dieses Thema wird die weitere Diskussion bestimmen.
Steve McIntyre ist nun endgültig eine Lichtgestalt, auch wenn er wohl kaum für seinen Einsatz zur Bewahrung der Welt vor ruinösen Billionenverschwendungen den Nobelpreis erhalten wird - ebensowenig, wie man diesen Preis nun Al Gore wieder aberkennen wird.
Auch die russischen Hacker, die erst die Wende brachten, werden wohl im stillen Kämmerlein ihre Tat mit selbst bezahltem Wodka begießen müssen.

Das Ganze erinnert sehr an das schöne Märchen “Des Kaisers neue Kleider” und an den Moment, als das Kind ausrief : “Aber er hat doch gar nichts an !”.
Der Kaiser und sein Hofstaat waren not amused. Aber so kommt´s manchmal.

Günter Keil
31.03.2010  18:14

Am 23.02.2010 kommentierte ich hier:

” Die grosse Frage ist was macht die Politik wenn sich der Konsens als Nonsens herausstellt. Wer wird zugeben, dass unzählige Steuer Milliarden in den Sand gesetzt wurden?”


Offensichtlich sollen gem. des Wissenschaftlichen Beirats keine weiteren Milliarden folgen:
Ein Gutachten des ~40 köpfigen professoralen AGW-gläubigen Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, kommt zum Schluss der Klimaschutz sei eigentlich nicht finanzierbar,

sprich:

“Subventionierung alternativer Energieträger ist nicht zielführend im Hinblick auf eine rechtzeitige, verbindliche und im Ausmaß ausreichende Klimapolitik.”

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_4342/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Wissenschaftlicher__Beirat/Gutachten__und__Stellungnahmen/Ausgewaehlte__Texte/0903111a3002,templateId=raw,property=publicationFile.pdf


Mal sehen wie die Bundeskanzlerin reagiert. Auch der offene Brief von einigen hundert Wissenschaftlern und Steuerzahlern sollte zu einer Reaktion führen.


http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/klimawandel-offener-brief-an-kanzlerin-merkel-temperaturmessungen-ab-1701-widerlegen-anthropogen-verursachte-temperaturschwankungen

P.S. Vielen Dank an Herrn Günter Keil für sein überlegtes und konstruktives Engagement

Franz-Xaver Spörri
01.04.2010  17:01

Natürlich geht es um nichts anderes als “glauben”. Sie sind ja lustig.
Wissen Sie, ob der Pluto existiert oder glauben sie es (waren sie dort)?
Könnte ja alles “systematisch” gefälscht sein, oder?
Oder die Mondlandung, oder die Relativtitätstheorie? Oder das Aids-Virus? Gibt genügend Leute, die behaupten, das wäre alles Unsinn.

Tun Sie also nicht so, alles hätten sie alles persönlich geprüft, was sie als “wahr” erachten. Sie glauben, ich glaube.


Was behaupten (glauben) sie noch:
“Medien unterschlagen, Wissenschaftler sind nützliche Idioten, Daten gefälscht.”
Für mich sind das viel zu viele Annahmen.
Ich nehme an: CO2 verursacht eine Klimaerwärmung, die befassten Wissenschaftler können das in ihren Klimamodellen nachvollziehen und die Industrie, die mit Verbrennen von fossilen Ressourcen ihr Geld verdient, versucht das zu verschleiern.

Da quäle ich sie noch mal mit Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser

Die Süddeutsche hat die Situation vor ein paar Tagen ja die Situation recht treffend beschrieben (inkl Singer). Sehen sie natürlich nicht so, klar.

Schön auch darin die Darstellung von Eike. Und “der offene Brief von einigen hundert Wissenschaftlern und Steuerzahlern”:

Ein Institut, das nur auf dem Papier existiert und “Wissenschaftler”, die nie in dem Fach gearbeitet haben - kenne ich aus der Mobilfunkdiskussion. Spinner, Esoteriker, Wichtigmacher sind es dort. Ich mag gar nicht nachschaun, wer bei ihnen auf der Unterschreiberliste steht. Echte (Klima)-Wissenschaftler??
Europäisches Institut? Volksverdummung!

Zu Rahmstorf/Latif/Storch:

Mir geht es darum: wo sind sie sich einig? Und wenn Storch sagt:
“Moment. Ich bin fest davon überzeugt, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel real ist, sich weiter entfalten wird und ernst zu nehmen ist. Ich bin aber nicht so optimistisch, dass wir den Klimawandel in absehbarer Zeit “stoppen” können.”

dann drückt das aus:” dass der vom Menschen verursachte Klimawandel real ist”

Nichts anderes.

Ihnen gefallen die Wiki-Zitate nicht.
Was soll ich mit Ihren Eike-Zitaten, Biokurs (würg), Fraser Institute etc?

Das ist kompletter Nonsens, weit unterhalb von Wiki.

Vielleicht schau ich mir die Quellen in den nächsten Tagen noch genuer an - bringt aber wahrscheinlich nicht viel….

Robert
10.04.2010  22:04

Was schreiben sie:
“Prof. von Storch wiederum hat zusammen mit McIntyre und McKittrick Michael Mann´s Hockeyschläger-Kurve förmlich zerrissen”?

Liest sich hier anders:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,423219,00.html

Zitate:
“Storch sagte, nicht die absoluten Temperaturschwankungen seien wichtig für die Klimaforschung, sondern die Veränderungen. Und einen so starken Anstieg wie gegenwärtig habe es noch nicht gegeben.”

“Mann und seine Kollegen, so hatte das Panel befunden, hätten methodologisch unzulänglich gearbeitet. Ihre Schlussfolgerungen für einzelne Jahre seien eine Überinterpretation der Daten.

“Aber das ändert nichts an der Hauptschlussfolgerung”, sagte Storch. Der Wissenschaftler hatte Anfang dieses Jahres in der Fachzeitschrift “Geophysical Research Letters” vorgerechnet, das die Temperaturentwicklung im 30-jährigen Mittel Ende des zwanzigsten Jahrhunderts über dem historischen Mittel liegt - unabhängig welche Proxy-Werte man für die Rekonstruktion verwendet. Storch gelang dieser Befund auch mit Daten von Manns schärfstem Kritiker Steve McIntyre.”
” Zitate Ende.

Hört sich irgendwie anders an, als ihr Satz oben - oder?
Vermutlich fälscht der Spiegel auch die Aussagen von Storch. Könnte ja sein. Stecken alle unter einer Decke. Bestimmt!

Robert
11.04.2010  14:51

Hallo Herr Lüning,

in Ihrem Forum ist ja immer noch tote Hose.

Vielleicht sollten wir dahin umziehen, wäre auch übersichtlicher.
Wer kommt mit (Keil, Spörri, Pohlmann)?
Das Thema interessiert mich langsam, Mobilfunk ist ausgelutscht.

Den einen oder anderen Mitstreiter hätte ich aber gerne auf meiner Seite, sonst wird es anstrengend (auch wenn ich gestern beim Clasico bei den Gewinnern war - viva Barca)

Das fand ich übrigens gut, Herr Keil:
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-13/artikel-2007-13-ich-hoffe-das-hoert-bald-auf.html

So ein Link hätte auf mich mehr Wirkung gehabt als die obigen.

Robert
11.04.2010  18:41

Wie schreiben Sie, Herr Dr. Keil:

“Seit dem 29.3.2010 ist das anders.
Der SPIEGEL hat nach langem unkritischen Nachbeten der Katastrophen-Prophezeiungen an diesem Tag endlich eine 9-seitige, umfangreiche und vernichtende Analyse von Climategate vorgelegt und insbesondere die Machenschaften der AGW-Clique eingehend beschrieben.
Ein kleiner Schönheitsfehler ist zwar die SPIEGEL-Vermutung, dass die Erwärmung weiter geht, während sie tatsächlich 1999 endete. “

Stefan Rahmstorf kommentiert das auf seiner Seite - nicht ganz verwunderlich - etwas anders:

http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2010-04-01/klimaforscher-bashing-beim-spiegel/page/2#comments

Jetzt würde natürlich alle Leser interessieren: Wessen Argumentation ist in Schieflage?

Wenn Sie glauben, Sie haben Recht, dann bitte nutzen Sie doch die Möglichkeit, in eine Diskussíon mit Rahmstorf einzusteigen.

Denn:
Rahmstorf schreibt als Antwort auf einen Kommentar:“Richtig. Echte Skeptiker mit vernünftigen Sachargumenten (oder Sachfragen) sind bei uns jederzeit willkommen. Stefan Rahmstorf”

Wenn Sie das Angebot nicht nutzen, leidet Ihre Glaubwürdigkeit. Schublade “S”.

Auf geht´s! Zeigen Sie was Sie draufhaben!!

Offen gesagt: Ich erwarte nicht, dass Sie sich trauen…

Robert
17.04.2010  22:31

Keil schreibt:

“Latifs neuester Ausrutscher: Im SPIEGEL 47/2009, vom 16.11.09 konnte man lesen, dass Rahmstorff die selbst vom Hadley Center festgestellte Nichterwärmung des Planeten seit 1999 - es seien exakt 0,0 Grad seither gewesen (siehe UAH-RSS-Satellitenmessungen, die sogar eine Abkühlung feststellten) - anzweifelte und sagte “Die Erwärmung ist in den letzten Jahren weiter gegangen”.
Mit dieser Ansicht stünde er aber allein. Der Hamburger Max-Planck-Forscher Marotzke dazu:“Ich kenne keinen seriösen (!) Kollegen, der leugnen würde, dass es in den letzten Jahren nicht mehr wärmer geworden ist.” Und weiter: Rahmstorff habe es “argumentativ aus der Kurve getragen.”

Da gibt es eine schöne neue Kurve dazu:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2010-07-14/heiss-globale-rekord-temperatur

Tja Herr Keil, ich hoffe in Ihrer Kurve hat man einige Reifenstapel aufgebaut.
Ansonsten könnte der Aufprall auf die Realität hart sein.

Oder es ist wieder alles getürkt…
Vermutlich!


Wahrscheinlich alles gefälscht!

Robert
24.07.2010  21:10

@ Robert
Wenn man sich die zitierte Temperaturkurve mal genauer anschaut, sieht man ein sehr schönes Plateau, dass 1998 begonnen hat und noch heute andauert. Lassen Sie sich bitte nicht von den hochfrequenten (kurzfristigen) Spitzen nach oben und unten irreführen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich kurzfristige Zyklen einem längerfristigen Trend (hier: Plateau) überlagern. Etwas mehr Besonnenheit und Ruhe täte der Diskussion gut. Hochfrequente Kurven-Zappler ändern nichts am längerfristigen Trend.

Sebastian
29.07.2010  09:54

Eben, Sebastian.

Ihr “Plateau” gibt es nämlich nur (und auch dann gerade mal ansatzweise), wenn man den “hochfrequenten” Zappler von 1998 dazunimmt.

Ein Vorschlag:
Nehmen Sie die Kurve, fragen Sie 20 Leute auf der Strasse und lassen Sie uns wissen, wieviele von denen in diese Kuve ganz einfach eine ansteigende Gerade von 1970 bis 2010 legen würden. Und wieviele, so wie Sie, ein Verharren der Temperatur auf hohem Niveau seit den letzten zehn Jahren erkennen.

PS:
Fragen Sie unbefangene Leute, keine EIKE-Geschädigten etc.

Robert
08.08.2010  21:26

@ Robert

Zum Glück wird Wissenschaft gerade NICHT auf der Strasse gemacht. Im Prinzip ist es nämlich eine Frage des Maßstabs. Und dann haben wir beide recht. Wenn ich die letzten 10 Jahre betrachte, ist es ein Plateau. Wenn ich die Zeit ab 1975 betrachte, dann ist es ein Anstieg. Wenn ich die Zeit von 1950 bis 1975 betrachte, ist es ein Temperaturabfall. Und so weiter und so weiter. Über solche Banalitäten braucht man sich gar nicht zu streiten. Viel wichtiger ist doch, welche Kombination von verschiedenen (!) Klimafaktoren diese Veränderungen hervorruft und in welchem quantitativen Verhältnis.

Sebastian
09.08.2010  22:04

@Sebastian.

Einsprüche!

“Zum Glück wird Wissenschaft gerade NICHT auf der Strasse gemacht. “

Wenn man sich die Klimaskeptiker (oder wie man sie immer nennen mag) anschaut, dann sind das doch in der Regel absolute Laien.
Oder hat der Keil schon einen Beitrag in einer einschlägigen Fachzeitschrift veröffenlicht oder auf einer Konferenz berichtet? Berichtigen Sie mich, falls er das getan hat. Wenn jeder Hinz und Kunz seinen Senf zur Klimaveränderung dazugibt - ohne dass er ein ausgewiesener Fachmann ist - dann ist das sowas wie Wissenschaft von der Strasse.

Mir ging es ausserdem um was anderes: Ein unvoreingenommener Zeitgenosse dürfte nicht in der Lage sein, in der oben angeführten Kurve ein Plateau nach 1998 zu erkennen. Das sehen nur Leute, die das auch sehen wollen, weil sie so geimpft wurden.


“Im Prinzip ist es nämlich eine Frage des Maßstabs.”
Aua!!!
Wenn die sich die Argumentation nach dem Massstab richtet, riecht das nach Manipulation.
Vgl das nette Buch “Wie lügt man mit Statistik” von Walter Krämer.

Wenn Sie die Zeit von 75-10 betrachten, ist es ein Anstieg. Warum nur sollte man sich einen genau gewählten, kleinen Teil davon herauspicken, der den eigenen Glauben stützt? Dann lügt man sich doch selbst was vor, oder?

Robert
10.08.2010  22:17

>Über solche Banalitäten braucht man sich gar nicht zu streiten.

Da gäbe es genügend zu streiten. Allein schon zum Thema “Plateau”.

>Viel wichtiger ist doch, welche Kombination von verschiedenen (!) Klimafaktoren diese >Veränderungen hervorruft und in welchem quantitativen Verhältnis.

Was ist denn Ihre Meinung dazu?
Sind wir einer Meinung dass die Temperaturen momentan deutlich höher sind als im Schnitt der letzten 100 Jahre? Wenn ja, was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen dafür?

Robert
12.08.2010  00:22

@ Robert

Laien gibt es überall, sowohl bei den Skeptikern als auch bei den Alarmisten. Und in beiden Fraktionen gibt es auch Fachleute. Ich selber bin habilitierter Naturwissenschaftler mit etlichen gegutachteten Publikationen. Bestes Beispiel für einen Skeptiker ist der Meteorologe Professor Lindzen. Es gibt viele andere. Auf dieser Schiene kommen wir nicht weiter.

Wegen des Plateaus sollten Sie sich wirklich nochmal die Kurve angucken. Geben Sie doch mal die Punkte in Excel ab 1998 ein und lassen Sie das Programm eine Ausgleichgerade durchlegen. Sie werden sich wundern. Das Plateau wird auch Prof. Rahmstorf nicht abstreiten, wenn man mal nur die letzten 10 Jahre betrachtet, und um die geht es in unserer Diskussion. Als Wissenschaftler kann ich Ihnen bestätigen, dass der Maßstab wirklich eine große Rolle spielt. Mit Statistikfälschung hat das überhaupt nichts zu tun, solange man den betrachteten Zeitraum angibt und auch andere Maßstäbe mitdiskutiert.

Ihre Frage im letzten Posting finde ich gut und möchte gerne meine Ansicht dazu abgeben. Es ist ganz klar, dass es in den letzten 150 Jahren einen Temperaturanstieg gegeben hat. Der Bezugspunkt, also Anfangspunkt, liegt nun interessanterweise genau in der “Kleinen Eiszeit”, einer natürlichen Kaltphase, die höchstwahrscheinlich durch verminderte Sonnenaktivität verursacht wurde. Es ist genauso natürlich, dass ein natürliches Temperaturminimum irgendwann aufhört und es wieder wärmer wird. So ist ads bei natürlichen Zyklen.  Ein mehr oder weniger großer Teil des Temperaturanstieg seitdem geht auf die (natürliche) Beendigung dieser Kaltphase zurück. Die Vergleichstemperatur sollte also nicht im Kältemaximum liegen, sondern einen Mittelwert der letzten 10.000 Jahre darstellen. Da kommt man dann eventuell auf weniger als 0.5 Grad Celsius Temperaturanomalie für die heutige Zeit. Interessant ist auch, dass sich innerhalb der vergangenen 100 Jahre die Stärke des Sonnenmagnetfeldes verdoppelt hat. Dies ist ein Maass für die Sonnenaktivität. Wir haben nun also einen Anstieg des CO2, einen Anstieg der Sonnenaktivität sowie einen Anstieg der Temperatur. Welcher der beiden Klimasteuerungsprozesse jetzt mit wieviel zu Buche schlägt, ist heute noch weitgehend unklar. Da ich die 1000-jährigen Dansgaard-Oeschger-Zyklen für noch immer aktiv ansehe, und das aktuelle Wärmemaximum damit in Verbindung stehen sehe, denke ich, dass CO2 nicht mehr als 30% des Temperaturanstiegs ausmachen kann, vielleicht sogar weniger. Die Klimasensitivität von CO2 beträgt ohne (schlecht bekannte) Rückkopplungseffekte nur 1 Grad Celsius, was eher undramatisch ist. Alles hängt am schlecht verstandenen Wasserdampf-Feedback. Eine Beschränkung auf nur einen Klimafaktor (hier CO2) ist eine Schwarz-Weiß-Malerei die der Komplexität des Klimasystems nicht gerecht wird.

Ich wäre an Ihrer Einschätzung ebenfalls interessiert.

Beste Grüße.

Sebastian
13.08.2010  21:55

P.S. Noch kurz ein Hinweis zur Frage, warum es in diesem Plateau überhaupt Zappler gibt. Hierzu fand ich jetzt eine wirklich schöne Kurve im Climate Observation Blog.

Abbildung 2b auf http://www.klimaargumente.de/t1.htm

Dort kann man sehen, dass die nach oben herausschießenden Temperaturspitzen El Nino Jahre waren, während die nach unten abweichenden Temperaturminima mit La Nina Ereignissen sowie großen Vulkanausbrüchen zusammenhingen (siehe Abb. 2a gleiche Seite). Ohne El Nino, La Nina und Vulkane wäre das Plateau also noch viel deutlicher.

Sebastian
14.08.2010  01:45

Zitat Keil:
“Was aus den unverfälschten Daten , die NASA noch 1999 veröffentlichte, klar ersichtlich ist, zeigt, dass die Temperaturen in den USA sogar zwischen 1930 und 1945 und dann erneut zwischen 1950 und 1956 deutlich höher waren als alle Werte danach - bis 1998 das berühmte El-Nino-Jahr eine einsame Spitze erzeugte, nach der es wieder drastisch herunter ging und seither Abkühlung herrscht.”

Ja, es wird kälter in den Staaten. Klimaanlagen bleiben ausgeschaltet. Drastische Abkühlung. Jeder friert. So ist es, Herr Keil. Bestimmt!

Ich war vor zwei Wochen drüben. Kaum auszuhalten! Wie in der Sauna.

Sehen Sie auch hier:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/art17,425748

Ich würde mir wünschen, Sie hätten recht.

Aber ich glaube es einfach nicht!


PS:
Können Sie die Behauptung oben belegen?

Robert
15.08.2010  00:44

Zitat Robert:
“Ich war vor zwei Wochen drüben. Kaum auszuhalten! Wie in der Sauna.”

Auuuuua! Das tut weh und beendet jede Diskussion. Amen!

egp
15.08.2010  12:14

Auch der derzeit gültige NGDC-Temperaturdatensatz zeigt für 1930-1955 eine Wärmephase für die USA an, die mit der aktuellen Wärmephase vergleichbar ist.

Siehe Abb. 10 auf http://www.klimaargumente.de/t1.htm
oder am besten mal selber generieren auf http://www.ncdc.noaa.gov/oa/climate/research/cag3/na.html

Bei dieser Gelegenheit sollten Sie sich auch gleich mal die offizielle Temperaturkurve für Grönland angucken:
Abb. 12 auf http://www.klimaargumente.de/t1.htm

Hätten Sie das erwartet, Robert?

Sebastian
15.08.2010  12:41

Fehlende Dimension

Man kann erwarten, dass sich Fachleute in ihrem jeweiligen Spezialgebiet besser auskennen als Laien. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn im Verlauf der bisherigen Diskussion einige weithin unbekannte Details zur Sprache gekommen sind.

Das in meinen Augen dennoch bestehende Problem ergibt sich aus der nicht klar erkennbaren Bedeutung solcher Informationen. Welche Konsequenzen soll es haben, wenn - wie hier mehrheitlich angenommen - die globale Erwärmung gar nicht so dramatisch ist? Können/sollen wir einfach weitermachen wie bisher?

Und was ist mit den anderen Problemen, von denen schon jetzt feststeht, dass sie - in Form ausbeuterischer Eingriffe in die Natur - von Menschen gemacht sind? Sind diese Probleme aus wissenschaftlicher Sicht vielleicht auch gar nicht so schlimm oder treten sie so isoliert auf, dass Wechselwirkungen (u.a. mit den klimatischen Gegebenheiten) nicht zu befürchten sind?

Momentan erleben wir, wie Überschwemmungen an Zahl und Umfang zunehmen, während andere Regionen der Erde verstärkt unter Hitze und Dürre leiden. Mag ja sein, dass es sich auch hierbei nur um zu vernachlässigende “Ausreißer” handelt, aber ist der Handlungsbedarf deswegen tatsächlich geringer?

Meine überwiegend suggestiv-polemische Argumentation erklärt sich aus der Annahme, dass es auf diese Weise am ehesten gelingen düfte, die bisherige Diskussion um eine Handlungs- bzw. Verantwortungsdimension zu erweitern.

Magda von Garrel
16.08.2010  17:00

Danke für den interessanten Link, Sebastian.
(Siehe Abb. 10 auf http://www.klimaargumente.de/t1.htm
oder am besten mal selber generieren auf http://www.ncdc.noaa.gov/oa/climate/research/cag3/na.html)

Ich habe beides probiert und dann mit dem Zitat vom Herrn Keil verglichen:

“Was aus den unverfälschten Daten , die NASA noch 1999 veröffentlichte, klar ersichtlich ist, zeigt, dass die Temperaturen in den USA sogar zwischen 1930 und 1945 und dann erneut zwischen 1950 und 1956 deutlich höher waren als alle Werte danach - bis 1998 das berühmte El-Nino-Jahr eine einsame Spitze erzeugte, nach der es wieder drastisch herunter ging und seither Abkühlung herrscht.”

Ich habe nur zwei Lösungen:
Entweder der Keil erzählt Unfug oder die Daten sind verfälscht. Nehmen Sie doch einfach die erwähnte Abbildung 10. Unter “nach 98 drastisch herunterging” stelle ich mir etwas anderes vor.
Ich glaube aber nicht, dass die Daten gefälscht sind - nur nebenbei.

Vor drei Wochen wurde in der Tagespresse in den USA (Grüsse an die Stimme aus dem off, Hallo Herr Pohlmann) darüber berichtet, dass an vielen Orten in den Staaten Hitzerekorde purzeln (35 Tage über 90 F usw, schon vier Tage über 100 F obwohl im Durchschnitt nicht mal einer zu erwarten sei). Das wäre etwas unwahrscheinlich, würde man sich in einer “kühleren Phase” befinden, wie vom Herrn Keil behauptet. Nur darum ging es mir.

Zu Ihrem Beitrag oben:
Es macht eben KEINEN Sinn, einen Fit durch die Kurve von 98 bis 09 zu legen. Dann hat man sich genau einen Bereich herausgesucht, der einem passt. Genauso hätten Sie in der gleichen Kurve von ca 1983 bis 1993 ein Plateau gesehen. Im Nachhinein wäre das natürlich grober Unfug gewesen. Man kann dann genau so gut eine Gerade von 93 bis 98 legen, oder? Der langjährige Trend scheint mir eindeutig, und der geht: nach oben. Ich hätte es auch gerne anders.

Ich kann lediglich eine Promotion in Physik nachweisen, bin also auf dem Gebiet ein absoluter Laie. Was mich verblüfft, ist die Neigung von zweifelsfrei intelligenten Leuten, eine Theorie vom Klimaschwindel (-alarmismus,.. egal) so attraktiv zu finden.
Wie ich es sehe sprechen gute Argumente für einen durch Menschen verursachte Klimaerwärmung.

Nach meinem Eindruck ist die Mehrzahl der wirklich aktiven (!) Klimawissenschaftler einer Meinung. Können Leute wie Sie oder Keil oder andere mit denen auf Augenhöhe diskutieren oder beherrschen die Klimaskeptiker (sicher gibt es einen besseren Ausdruck) lediglich die Stammtische im Internet? Sie hatten ja gesagt: Zum Glück wird Wissenschaft gerade NICHT auf der Strasse gemacht.”

Ein Gedanke noch zum Posting von Magda:
Meine Kinder müssen ausbaden, was heute und morgen entschieden wird.

Robert
20.08.2010  00:11

Hallo Robert,

Ich kann Ihnen als Geologe nur ans Herz legen, auch in die Klimahistorie hineinzuschauen. Sie werden sehen, dass es in der Vergangenheit sehr regelmässige Klimazyklen gegeben hat, die sich Dansgaard-Oeschger-Zyklen nennen und eine Periode von 1470 Jahren besitzen (+/- 500 Jahre). Im Pleistozän sind diese Zyklen auch vom Kollegen Rahmstorf beschrieben und ursächlich mit solaren Aktivitätsschwankungen in Verbindung gebracht worden (Braun et al. 2005).

http://www.nature.com/nature/journal/v438/n7065/abs/nature04121.html

Diese natürliche solar-bedingte Zyklik ist meines Erachtens auch im Holozän ausgebildet, wenn auch streckenweise undeutlicher. Hierzu gehören zum Beipiel die Römische Wärmphase, Mittelalterliche Wärmephase, Kleine Eiszeit und aktuelle Wärmephase. Die Kleine Eiszeit ist auch von Rahmstorf in Zusammenhang mit geringer solarer Aktivität gestellt worden. Es gibt viele weitere Hinweise auf eine signifikante solare Beteiligung. Wenn man sich die Hinweise hierauf mal systematisch anschaut, wird man leicht erkennen, dass CO2 als alleiniger Klimasteuerungsfaktor dem komplexen Klimasystem nicht genüge tun kann. Man sollte sich hier nicht zu sehr auf andere verlassen, sondern sich selbst ein Bild machen.

Sebastian
20.08.2010  23:44

Hallo Sebastian,

hab ich mir angeschaut.
In Wiki (und anderen Quellen ähnlich) findet man:
“Dansgaard-Oeschger-Ereignisse (kurz: DO-Ereignisse) sind rasante Klimaschwankungen während der letzten Weichsel-Kaltzeit. 23 solcher Ereignisse wurden zwischen 110.000 und 23.000 BP (before present, vor heute) gefunden.”

Momentan scheinen sie also nicht aufzutreten.
Das hindert einen gewissen Beck nicht, die Sau aber trotzdem durchs Dorf zu treiben:
http://www.readers-edition.de/2007/05/07/der-co2-betrug-der-groesste-skandal-der-wissenschaftsgeschichte-der-neuzeit

Scrollen Sie mal runter bis zu der Graphik “Der CO2 Treibhausirrtum”.

“Schnelle Erwärmung, langsame Abkühlung” (Wiki)
Bei Beck ist es ein schöner Sinus. Seltsam, aber egal.

Der Betrug: Der Sinus scheint sehr regelmässig zu sein. Völlig logisch, denkt sich also der Betrachter, dass es im Jahr 2000 wärmer ist. Dann wird es wieder kälter.

Sieht man sich aber die Skala an, so erkennt man, dass sie rechts gestreckt ist. Bei einem Maximum im Jahr 1200 und einer Periode von 1500 Jahren hätte man im Jahr 2000 also eher ein Minimum, aber sicher kein Maximum.

Gerade diese aberwitzigen Konstruktionen und Fälschungen zeigen klar, dass ein guter Teil der EIKE-Heinis und ihrer Anhänger nicht seriös argumentieren, sondern manipulieren wollen.
Das ist wie bei den Mobilfunkgegnern, die ich über Jahre beobachtet habe: dort heissen sie Kompetenzinitiative, hier EIKE-Institut. Gemeinsam haben beide Gruppen viele klangvolle Titel, ein echter Fachmann ist aber nicht dabei (deswegen vermeiden sie idR auch die offene Diskussion mit richtigen Wissenschaftlern). Bisweilen sind es einfach nur Spinner. Die werden aber nicht ausgeschlossen, obwohl es genügend Leute geben müsste, die deren Absurditäten durchschauen. Nein, es sind ja wichtige “Mitstreiter”. Das macht den ganzen Haufen vollends unglaubwürdig.

Ich finde es natürlich gut, dass sich Rahmstorf mit den Dansgaard-Oeschger-Ereignissen und den solaren Aktivitäten im Detail auseinandergesetzt hat. Wenn er nämlich sagt, der Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte sei vorwiegend vom Menschen verursacht, kann man schlecht behaupten, er würde solare Einflüsse mangels Kenntnis nicht genügend in Betracht ziehen.

Das macht seine Ansicht für mich noch überzeugender.

Robert
29.08.2010  17:07

Konzentrieren wir uns doch mal eben auf D-O. Es ist allgemein anerkannt, dass es solar-gesteuerte D-O Temperaturzyklen im Pleistozän gab (also bis 12.000 Jahren vor heute).

1) Warum sollte die Sonne damals so eine wichtige Rolle gespielt haben, und heute überhaupt gar keine Wirkung mehr besitzen?

2) Wenn Sie sich mal Abbildung 2 auf http://www.klimaargumente.de/s2.htm angucken, die von Bond et al. (2001) stammt, werden Sie sehen, dass es D-O Zyklen auch in der Nacheiszeit (also Holozän) gegeben haben muss.

3) Auch Neff et al. (2001) konnten derartige D-O Zyklen für das Holozän nachweisen. Siehe Abbildung 4 auf http://www.klimaargumente.de/s3.htm

4) Ich hatte dieses Thema im übrigen kürzlich auch mit Herrn Rahmstorf in seinem Blog andiskutiert. Auf Bond et al. (2001) sagte er, dass dieses Resultat eine Eintagsfliege wäre und niemals bestätigt werden konnte. Ergebnisse von Neff et al. (2001) und etliche mehr zeigen jedoch, dass Herr Rahmstorf hier offensichtlich irrt. Im 4. IPCC Bericht ist auc die Mittelalterliche Wärmphase (MWP) wieder enthalten, die es schon einmal im 1. Bericht gab. Die auf die MWP folgende Kleine Eiszeit (solar-bedingt, sagt auch Rahmstorf) entspricht der negativen D-O Phase. Ein weiteres Argument für aktuell noch immer aktive D-O Zyklen.  Die Erwärmung der letzten 150 Jahre (ja, es gibt sie!!) ist die darauffolgende positive D-O Phase, verstärkt durch CO2.

Sebastian
31.08.2010  00:09

Bevor wir uns weltweit ein “korrektes” Urteil über den menschlichen Anteil am Klimawandel machen können, brauchen wir eine breite, für Wissenschaftler aller Disziplinen nachprüfbare Datenlage. Die haben wir offenbar nicht, was das permanente “Hineinrechnen” oder “Herausrechnen” von Klimaereignissen in die zahlreichen Hochrechnungsmodelle beweist. Was man hinein- oder herausrechnet, scheint jedes Mal dem persönlichen Ermessen der beteiligten Wissenschaftler (und der interessierten Politiker und Lobbyisten) zu unterstehen. Der eine nimmt z.B. die Aktivität der Sonne wichtig und rechnet sie hinein, der nächste nimmt sie für unwichtig und lässt sie aus seinen Berechnungen heraus.

Ich schlage daher vor: Macht doch einfach erst mal alles “auf Null”, überzieht die Erde sowie die Atmosphäre dichtmaschig mit zuverlässigen Messstationen, erstellt ein Regelsystem zur Art der erfassten Daten und zum Abstand ihrer Erfassung, dann erfasst fleißig, sagen wir mal, 25 - 30 Jahre lang, und dann wissen wir erheblich mehr. By the way, vielleicht gelingt dadurch auch eine zuverlässigere Wetterprognose, was ja ein angenehmer Nebeneffekt wäre.

Schluss mit auf wenigen, willkürlich ausgewählten Daten basierenden “Langzeitprognosen” - wir müssen uns einfach eingestehen, dass Langzeitprognosen mit unseren Mitteln noch nicht zu bewältigen sind. Auf keinen Fall würde ich sie zum Anlass für die Politik nehmen, uns mit endlosen Abgaben zu belasten, die im Endeffekt ja zu keinerlei Verbesserungen (z.B. des weltweiten CO2-Ausstoßes) führen.

Schluss zudem mit Schreckensmeldungen! Unsere gute, zähe, alte Erde verkraftet in dieser Minute 7 Mrd. lebende menschliche Bewohner, so viele wie noch nie, und diese haben, aus welchen Gründen auch immer, ständig Naturkatastrophen zu bewältigen. Was wir also als erstes brauchen, sind verbesserte Katastrophenhilfe, weltweiten Küstenschutz, kurzfristig einsetzbare technische und medizinische Hilfen, Zugang für alle zu gutem Trinkwasser, Nahrung und anderen wichtigen Ressourcen. Darum müssen wir Menschen unds vorrangig kümmern. Dann überleben wir in großer Zahl in jedem Klima (wie schon immer).

Für die Umwelt etwas tun kann und sollte jeder Einzelne. Ich kann doch nicht über den Zustand der Antarktis wettern und gleichzeitig als Tourist hinfahren, nur weil ich so gerne putzige Wale sehe und das Eis so schön blau ist. Ich kann auch nicht über den Rückgang der Alpengletscher klagen und doch Jahr für Jahr auf der säuberlich mit Riesenaufwand präparierten Kunstschneepiste snowboarden. Und braucht wirklich jeder Zeitgenosse einen Zweitwagen, ein Dritthandy oder einen Vierthund? Freiwillige Selbstbeschränkung bewirkt schon einiges und bedeutet bei uns nicht einmal einen großen Verzicht.

freelanceflower
12.01.2012  13:24

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